<?xml version="1.0" encoding="utf-8" standalone="yes"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>CNC on Schallberts Blog</title><link>https://blog.schallbert.de/tags/cnc/</link><description>Recent content in CNC on Schallberts Blog</description><generator>Hugo</generator><language>de</language><lastBuildDate>Sun, 08 Mar 2026</lastBuildDate><atom:link href="https://blog.schallbert.de/tags/cnc/index.xml" rel="self" type="application/rss+xml"/><item><title>Edelstahl V2a bzw. AISI304 gravieren</title><link>https://blog.schallbert.de/engrave-aisi304-stainless-steel/</link><pubDate>Sun, 08 Mar 2026</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/engrave-aisi304-stainless-steel/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2026-03-08-Engrave-Stainless-thumb.avif"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: A tapered engraving tool for stainless stell application"&#10; title="Edelstahl V2a bzw. AISI304 gravieren" /&gt;&#10;&lt;h2 id="warum-dieser-versuch"&gt;Warum dieser Versuch?&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich wurde gefragt, ob ich einen Hilfsanker für eine Segelyacht gravieren könne. Dieser &lt;a href="https://ankerplex.eu/wp-content/uploads/2025/06/DATA-SHEET-ANKERPLEX.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Anker&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; ist aus &lt;code&gt;10mm&lt;/code&gt; starkem Edelstahlblech gefertigt und passt mit Maßen von &lt;code&gt;389x630mm&lt;/code&gt; auf meine Maschine.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe noch nie mit dem Material gearbeitet und bin so neugierig, dass ich den Auftrag annehme.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="das-material"&gt;Das Material&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Der Anker besteht aus Edelstahl der Sorte &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/SAE_304_stainless_steel" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;AISI304&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. Andere Namen für diese Legierung sind &lt;code&gt;18/10&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;18/8&lt;/code&gt; bezogen auf ihren Chrom/Nickel-Gehalt oder &lt;code&gt;V2A/A2&lt;/code&gt; nach ihrer Entwicklung aus der Versuchsschmelze bzw. ihre Herstellung &amp;ldquo;&lt;strong&gt;A&lt;/strong&gt;ir hardened&amp;rdquo; und der Legierungsgruppe. Sie ist verhältnismäßig gut formbar und wird daher häufig in industriellen Anwendungen genutzt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2026-03-08-Anker-AISI304-total.avif" alt="Image: Arrow-shaped anchor with non-polished steel surface made of AISI304 stainless steel"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Dieser Edelstahl hat für die spanende Bearbeitung jedoch ein paar Nachteile: Seine Wärmeleitfähigkeit ist recht gering. Daher geht wenig Wärme ins Material, was den Fräser umso heißer werden lässt. Dazu ist das Material zäh. Der Span löst sich nicht gut vom Werkzeug, es entsteht leicht eine &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aufbauschneide" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Aufbauschneide&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. Das erzeugt Unsauberkeiten in der Fräsbahn. Schiebt der Fräser Späne vor sich her, wird das Material nicht vollständig geschnitten und es neigt zur Gratbildung. Außerdem ist der Edelstahl kaltverfestigend: Reibt oder Steht der Fräser am Material, verändert der von ihm ausgehende Druck die Materialoberfläche. Sie wird härter als das Werkzeug selbst.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;All diese Eigenschaften zusammengenommen sorgen für hohen Werkzeugverschleiß und großen Kühlbedarf. Die Schnittparameter müssen außerdem in einem engen Korridor gehalten werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="das-werkzeug"&gt;Das Werkzeug&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich wähle einen Gravierfräser von &lt;a href="https://shop.vhf.de/articleGroups/Gravierfraeser-fuer-Edelstahl-W_G_GFV.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;vhf&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; speziell für die Bearbeitung von Edelstahl. Mit &lt;code&gt;6mm&lt;/code&gt; Schaftdurchmesser, jedoch nur &lt;code&gt;4mm&lt;/code&gt; Schneidendurchmesser, einer kurzen geraden Schneide, &lt;code&gt;60°&lt;/code&gt; Gravurwinkel und &lt;code&gt;0.4mm&lt;/code&gt; Spitzendurchmesser wirkt das Werkzeug gedrungen und stabil. Der Fräser ist mit einer &lt;a href="https://www.harveytool.com/resources/tool-coatings" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;AlTiN&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;-Beschichtung versehen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ob die dünne Spitze den Fräskräften und der Wärmeentwicklung standhält?&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2026-03-08-Gravierfr%c3%a4ser.avif" alt="Image: Coated carbide tapered engrave mill cutter for stainless steel"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h2 id="diskussion-um-fräsparameter"&gt;Diskussion um Fräsparameter&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Im Forum &lt;a href="https://cnczone.nl/viewtopic.php?f=22&amp;amp;t=24339" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;cnczone.nl&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; frage ich nach Erfahrungswerten für Tiefenzustellung, Vorschub und Drehzahl für meinen Vollhartmetallfräser.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Internetrecherche&lt;sup id="fnref:1"&gt;&lt;a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref"&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; liefert mir eine Ziel-Schnittgeschwindigkeit für AISI304 von etwa &lt;code&gt;60m/min&lt;/code&gt; und einen Zahnvorschub zwischen &lt;code&gt;0.02mm und 0.05mm&lt;/code&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Außerdem rufe ich den Fräserhersteller an und frage nach Empfehlungen für optimalen Einsatz auf einer weichen Maschine wie meiner. Der Hersteller sagt, ich müsse unbedingt kühlen. Idealerweise mit reichlich Emulsion auf dem Material. Seine Empfehlung lautet für den ersten Versuch und mit dem Fräser:&lt;/p&gt;&#10;&lt;blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;S15000 F600 Z-0.1 (vhf-Beratung)&lt;/p&gt;&#10;&lt;/blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;Bei Gravuren seien häufige Richtungswechsel zu erwarten, und Ziel solle es sein, die Maschine möglichst gleichmäßig und mit kurzen Beschleunigungswegen zu führen. Das würde Rattermarken weitestgehend vermeiden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Aus dem Forum erhalte ich Werte zwischen &lt;code&gt;F240&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;F800&lt;/code&gt; bei maximaler Spindeldrehzahl.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Meine Erfahrungen bei der Verarbeitung von Stahl aus vorherigen Artikeln &lt;a href="https://blog.schallbert.de/milling-secc/"&gt;SECC fräsen&lt;/a&gt; und &lt;a href="https://blog.schallbert.de/milling-steel/"&gt;Stahl bearbeiten&lt;/a&gt; lasse ich einfließen und stelle einen Zahnvorschub von &lt;code&gt;0.04mm&lt;/code&gt; ein. Ich passe die Drehzahl der Schnittgeschwindigkeit von &lt;code&gt;60m/min&lt;/code&gt; an. Ich fahre gern zügig durch das Material, stelle in der Tiefe aber nur sehr vorsichtig zu. Dies ergibt für die vorliegende Schneidengeometrie folgende Werte:&lt;/p&gt;&#10;&lt;blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;S30000 F1200 Z-0.1 (Schallbert)&lt;/p&gt;&#10;&lt;/blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;Damit liege ich mit Drehzahl und Vorschub genau beim Doppelten der Empfehlung von &lt;em&gt;vhf&lt;/em&gt;. Ich wähle den Vorschub so zügig, damit ich weniger Reibungshitze am Fräser erzeuge und mehr Wärme in den Span geht. Die Tiefenzustellung halte ich gering, weil die auf die Konstruktion wirkenden Kräfte so niedriger sind. Davon verspreche ich mir eine höhere Gravurgenauigkeit und bessere Details.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Gesamttiefe der Gravur lege ich auf &lt;code&gt;0.2mm&lt;/code&gt; fest.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="einfluss-der-maschinenkinematik"&gt;Einfluss der Maschinenkinematik&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Wie oben beschrieben werden Drehzahl und Vorschub aufeinander eingestellt. Dabei ist es wichtig zu prüfen, ob der eingestellte Vorschub überhaupt erreicht werden kann. In Abhängigkeit von der Beschleunigungsfähigkeit der Maschine sowie Größe und Form der Gravur kann es nämlich sein, dass die Maschine durch die vielen Richtungswechsel im Schnitt mit viel geringerem Vorschub unterwegs ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Daher sind Drehzahl und Vorschub an die real erzielbaren Werte anzupassen. Diese können mit der Maschine im Simulationsmodus beobachtet werden. In meinem Falle ist die Maschinenbeschleunigung im Verhältnis zur Größe der Gravur so hoch, dass ich fast immer in Zielgeschwindigkeit operieren kann. Beispielrechnung gefällig?&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Maschine benötigt folgende Zeitspanne, um vom Stillstand auf den eingestellten Vorschub von &lt;code&gt;F1200&lt;/code&gt; zu kommen:&lt;/p&gt;&#10;$$a_{machine} = 400\frac{mm}{s^2}, v_{feedrate} = 1200\frac{mm}{min} = 20\frac{mm}{s}$$$$t = \frac{20}{400} = 50ms$$&lt;p&gt;Ich habe also nur sehr kurze Zeiten, in denen die Maschine mehr am Material reibt als schneidet.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="vorbereitung-des-gravurvorganges"&gt;Vorbereitung des Gravurvorganges&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2026-03-08-AISI304-Cooling.avif" alt="Image: Material on the milling bed. Vacuum on, cooling fluid applied. Ready to mill."&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Ich verarbeite nur ganz selten Metall. Ich habe also keine fertige Schneid- oder Kühlemulsion vorliegen. Als Ersatz nehme ich Ballistol-Spray und etwas Wasser zur Hand. Das Öl reibe ich in die Oberfläche ein. Hinzu füge ich für die Fläche von &lt;code&gt;10x15cm&lt;/code&gt; etwa ein Esslöffel Wasser.&#10;Beides bildet zu meinem Erstaunen von selbst eine Emulsion.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe vor, den Anker per Vakuum zu spannen und bringe ihn mittels Passstiften auf dem Frästisch mittig in Position. Die Aussparungen für Griff und Stieleinsatz schließe ich mit beschichtetem Butterbrotpapier (&lt;em&gt;Pro-Tipp! Günstig, super reißfest, umweltschonend, fast luftdicht, gut zu verarbeiten&lt;/em&gt;).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nach Einschalten der Vakuumpumpe muss ich leider feststelen, dass der Anker auf einer Seite nicht ganz plan aufliegt. Ich bekomme statt &lt;code&gt;-0.7bar&lt;/code&gt; nur knapp &lt;code&gt;-0.4bar&lt;/code&gt; hin. Das ist für die bei der Gravur wirkenden, geringen Kräfte nicht dramatisch. Die Linienbreite allerdings wird so kaum konstant zu halten sein.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Meine Lösung ist nun, das Fräsmotiv herunter zu skalieren. Durch die geringere Größe wirken sich Unterschiede in der Linienbreite kaum noch aus.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="durchführung"&gt;Durchführung&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Bevor ich die Gravur durchführe lasse ich die Maschine im Simulationsmodus laufen. Dabei entdecke ich noch zwei sehr langsame Eintauchvorgänge. Das CAM erstellt sie vermutlich wegen der von mir eingestellten Eintauchrampe, welche auf sehr kurzen Linienzügen erfolgt.&#10;Dies korrigiere ich mit manuell vorgegebenen Eintauchpunkten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nun lasse ich den Fräsjob durchlaufen. Die Emulsion bleibt trotz Spindelgebläse an Ort und Stelle. Die Geräuschentwicklung ist bei der ersten Tiefenzustellung weit geringer als bei der Zweiten - wird jedoch nie unangenehm. Vibrationen treten kaum auf. Der Fräsvorgang dauert auch bei dem aufwendigeren Logo kaum fünf Minuten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2026-03-08-Gravur-Petrel.avif" alt="Image: Petrel logo engraved onto stainless steel anchor"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h2 id="ergebnis"&gt;Ergebnis&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich bin hochzufrieden. So ein gutes Ergebnis hatte ich auf meiner Hobbymaschine auf Basis meiner Beobachtungen in den Foren nicht erwartet. Praktisch keine Rattermarken, saubere Fräskanäle und nur an den Stopp- und Austauchpunkten leichte Gratbildung. Das Material bleibt jedoch im Fräskanal und erzeugt keine fühlbaren Kanten. Auch im Detail ist das Fräsbild noch ziemlich ansehnlich.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2026-03-08-Gravur-Ford.avif" alt="Image: Ford logo engraved onto stainless steel anchor"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Das folgende Video zeigt ein paar Details des Fräsvorganges. Meine letzte offene Frage: Ist das leicht raue Geräusch des Fräsers bei der zweiten Tiefenzustellung ein Hinweis auf größeren Werkzeugverschleiß durch Materialverfestigung?&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;iframe&#10; src="https://makertube.net/videos/embed/7KNuywPo47HWq85FXDmyJE"&#10; title="Engraving Stainless Steel"&#10; loading="lazy"&#10; allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture"&#10; allowfullscreen&#10; style="width: 100%; height: auto; min-height: 315px; aspect-ratio: 16/9;"&#10; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Engraving Stainless Steel&lt;/span&gt;&lt;a href="https://makertube.net/videos/embed/7KNuywPo47HWq85FXDmyJE" class="attr-link" target="_blank" rel="noopener noreferrer"&gt;↗&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;div class="footnotes" role="doc-endnotes"&gt;&#10;&lt;hr&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li id="fn:1"&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;a href="https://www.machining-custom.com/blog/304-stainless-steel-cnc-turning-characteristics-and-technology.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Quelle1: VNT Hardware&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="https://www.machiningdoctor.com/mds/?matId=1750" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Quelle2: Machiningdoctor&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="https://www.cncoptimization.com/resources/tables/stainless-speeds-feeds/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Quelle3: CNC Optimization&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href="#fnref:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink"&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;/div&gt;&#10;</description></item><item><title>Werkzeugvermessung automatisieren</title><link>https://blog.schallbert.de/edingcnc-macro-explained/</link><pubDate>Tue, 10 Feb 2026</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/edingcnc-macro-explained/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2026-02-10-tls-thumb.avif"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: Drawing of Tool Length Sensor on stock material with distance spindle collet, visualizing Z0 measurement"&#10; title="Werkzeugvermessung automatisieren" /&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2026-02-10-tls.avif" alt="Image: Image: Drawing of Tool Length Sensor on stock material with distance to the spindle collet, visualizing Z0 measurement"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Mich erreichen immer wieder Fragen zu meinem &lt;a href="https://blog.schallbert.de/macros-for-cnc/"&gt;Post über CNC-Makros&lt;/a&gt;. In diesem Beitrag möchte ich ein paar Antworten geben und Details zur Vermessung und Kompensation verschiedener Werkzeuglängen teilen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="frage-wie-berechnet-das-makro-die-werkzeuglänge"&gt;Frage: Wie berechnet das Makro die Werkzeuglänge?&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Im Abschnitt &lt;a href="https://blog.schallbert.de/macros-for-cnc/#function-measure-tool-length"&gt;Werkzeuglänge Vermessen&lt;/a&gt; steht folgender Code:&lt;/p&gt;&#10;&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre tabindex="0" style="color:#f8f8f2;background-color:#272822;-moz-tab-size:4;-o-tab-size:4;tab-size:4;-webkit-text-size-adjust:none;"&gt;&lt;code class="language-ruby" data-lang="ruby"&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="color:#ae81ff"&gt;1&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G53&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G00&lt;/span&gt; Z&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;zSafety&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; ; &lt;span style="color:#75715e"&gt;# Go to safety height (machine coordinates)&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="color:#ae81ff"&gt;2&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G53&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G00&lt;/span&gt; X&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;xPosTls&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; Y&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;xPosTls&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; ; &lt;span style="color:#75715e"&gt;# Go to tool length sensor&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="color:#ae81ff"&gt;3&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G53&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G00&lt;/span&gt; Z&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;zSpindleTip &lt;span style="color:#f92672"&gt;+&lt;/span&gt; toolLengthEst &lt;span style="color:#f92672"&gt;+&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;10&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# Move Z down to 10mm above estimated tool tip&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Was passiert in den Zeilen &lt;code&gt;1-3&lt;/code&gt;?&#10;Wenn &lt;code&gt;Z=0&lt;/code&gt; im Maschinenkoordinatensystem (&lt;code&gt;G53&lt;/code&gt;) die höchste Position ist, sind &lt;code&gt;zSpindleTip&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;toolLengthEst&lt;/code&gt; dann negative Werte?&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="antwort"&gt;Antwort:&lt;/h3&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li&gt;Diese Zeile fährt die Maschine zum in Variable &lt;a href="https://github.com/Schallbert/macro_edingCNC_sorotec/blob/a547e36c0f47490464e1fdb56d1a4b0e706b44fe/macro.cnc#L341" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;#4506&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; hinterlegten Wert. Bei mir ist er &lt;code&gt;0&lt;/code&gt;, also maximale Z-Höhe. Dieser Wert bleibt permanent gespeichert (siehe &lt;a href="https://github.com/Schallbert/macro_edingCNC_sorotec/tree/main?tab=readme-ov-file#permanent" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;hier&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;) und man muss ihn vorher im Makro-Setup-Dialog festlegen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Führt eine Bewegung zum Werkzeuglängensensor (WZLS) im Maschinenkoordinatensystem aus. Dafür habe ich meinen Sensor an einem festen Punkt auf der Maschine platziert.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Mit &lt;code&gt;zSpindleTip&lt;/code&gt; (Variable &lt;code&gt;#4509&lt;/code&gt;) ist die Höhe auf der &lt;code&gt;Z-Achse&lt;/code&gt; gemeint, in der die Spindelnase den Werkzeuglängensensor freitastet. Dieser Wert ist negativ. Weshalb? Der größte Wert der Z-Achse ist &lt;code&gt;Null&lt;/code&gt;, wenn sie sich ganz am oberen Anschlag der Maschine befindet. Senkt man dia Achse von hier aus zum WZLS ab, bewegt man sie in negative Z-Richtung. Addiert man die geschätzte Werkzeuglänge &lt;code&gt;toolLengthEst&lt;/code&gt; sowie eine Sicherheitshöhe von &lt;code&gt;10mm&lt;/code&gt; dazu (falls man sich bei der Werkzeuglängenschätzung vertan hat), bleibt aber unter dem mechanischen Anschlag der Z-Achse, so ist der Wert noch immer negativ. Die Spindelnase hat nun aber genügend Luft zum WZLS, weil jetzt virtuell Werkzeug und Sicherheitshöhe hinzuaddiert wurden.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;Pro Tipp: Im &amp;ldquo;Variables&amp;rdquo; Tab von EdingCNC kann man sich Werte von Variablengruppen anzeigen lassen. Man gibt eine Gruppe ein, z.B. &lt;code&gt;#4500&lt;/code&gt; und erhält die Live-Werte aller zehn Variablen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;/blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;Um das gut nachvollziehen zu können bietet sich an, die CNC-Software zum Ausprobieren nebenbei im Simulationsmodus laufen zu lassen.&#10;Konkretes Beispiel:&lt;/p&gt;&#10;&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre tabindex="0" style="color:#f8f8f2;background-color:#272822;-moz-tab-size:4;-o-tab-size:4;tab-size:4;-webkit-text-size-adjust:none;"&gt;&lt;code class="language-ruby" data-lang="ruby"&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;zSafety &lt;span style="color:#f92672"&gt;=&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;0&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# machine coordinates, Z-axis at top notch&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;zSpindleTip &lt;span style="color:#f92672"&gt;=&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#ae81ff"&gt;86&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#ae81ff"&gt;43&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# machine coordinates, where empty spindle collet touches TLS&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;toolLengthEst &lt;span style="color:#f92672"&gt;=&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;35&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# the length the tool is protruding from spindle collet&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G53&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G00&lt;/span&gt; Z&lt;span style="color:#f92672"&gt;[-&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#ae81ff"&gt;86&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#ae81ff"&gt;43&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;+&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;35&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;+&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#ae81ff"&gt;10&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#75715e"&gt;# = -41.32mm, so below max Z height&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Die Benennung der Variablen habe ich in meinem Makro-Repository &lt;a href="https://github.com/Schallbert/macro_edingCNC_sorotec/tree/main?tab=readme-ov-file#permanent" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;auf Github&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; abgelegt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="frage-wie-berechne-ich-die-werkstückhöhe-nach-einer-werkzeugvermessung"&gt;Frage: Wie berechne ich die Werkstückhöhe nach einer Werkzeugvermessung?&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Folgendes Szenario: Man vermisst das Werkzeug und bestimmt anschließend per Makro die Werkstückhöhe. Wenn ich nun die Werkzeuglänge verändere ohne das Werkzeugwechselmakro aufzurufen, stimmt der Werkstücknullpunkt ja nicht mehr. Mit einem kürzeren Werkzeug liegt der Nullpunkt &amp;ldquo;zu tief&amp;rdquo;, bei einem Längeren &amp;ldquo;zu hoch&amp;rdquo;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wie kann man dieses Problem lösen?&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="antwort-mehrere-lösungswege"&gt;Antwort: Mehrere Lösungswege&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Aus meiner Sicht gibt es hier drei Lösungswege.&lt;/p&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li&gt;Werkzeuglängenänderung immer über das Werkzeugwechselmakro laufen lassen. Man kann dort ja dieselbe Werkzeugnummer erneut eingeben.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Den Z-Nullpunkt über die Werkstückvermessung neu setzen (nicht empfohlen&lt;sup id="fnref:1"&gt;&lt;a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref"&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Ohne Makro: Per Kommando &lt;code&gt;G92&lt;/code&gt; das Z-Koordinatensystem verschieben. Beispiel folgt.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2026-02-10-Enter-G92.avif" alt="Image: Coordinate shift G92 executed in the CNC software&amp;#39;s control terminal"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="lösung-3-koordinatensystem-verschieben"&gt;Lösung #3: Koordinatensystem verschieben&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2026-02-10-coordshift-before.avif" alt="Image: CNC&amp;#39;s coodinate window showing machine and workpiece coordinates before shift to reflect a change of tools"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Man kann das Werkstückkoordinatensystem mit den Befehl &lt;a href="https://www.linuxcnc.org/docs/html/gcode/g-code.html#gcode:g92" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;&lt;code&gt;G92 Coordinate System Offset&lt;/code&gt;&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; verschieben. Führt man ihn aus, so wird die ihm übergebene Zahl der angewählten Achse als neuer Wert im Koordinatensystem übernommen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;In diesem Fall wollen wir ja nur die relative Position verschieben und damit den Unterschied der Werkzeuglängen zueinander ausgleichen. Machen wir es mal konkret:&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nehmen wir an, das alte Werkzeug &lt;code&gt;T17&lt;/code&gt; hat eine freie Länge von &lt;code&gt;32mm&lt;/code&gt; und das neue Werkzeug (wieder &lt;code&gt;T17&lt;/code&gt;, denn wir spannen in diesem Beispiel nur um oder setzen ein Schlichtwerkzeug mit gleichen Schnittdaten ein) eine freie Länge von &lt;code&gt;24mm&lt;/code&gt;. Der neue Wert ist kürzer, und daher muss der Nullpunkt um &lt;code&gt;8mm&lt;/code&gt; nach unten wandern. &amp;ldquo;Nach unten&amp;rdquo; ist im Koordinatensystem der Z-Achse ein negativer Wert.&lt;/p&gt;&#10;&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre tabindex="0" style="color:#f8f8f2;background-color:#272822;-moz-tab-size:4;-o-tab-size:4;tab-size:4;-webkit-text-size-adjust:none;"&gt;&lt;code class="language-ruby" data-lang="ruby"&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# Pseudocode&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# (CamelCaseWord steht für eine Variablennummer wie #5003):&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G92&lt;/span&gt; Z&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#66d9ef"&gt;AktuelleZPosition&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;+&lt;/span&gt; (&lt;span style="color:#66d9ef"&gt;AlteWerkzeuglänge&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;-&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;NeueWerkzeuglänge&lt;/span&gt;)&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# 20mm + (32mm - 24mm ) = 20mm + 8mm = 28mm &lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;&lt;h3 id="verschiebung-werkstücknullpunkt-vs-werkstückkoordinatensystem"&gt;Verschiebung Werkstücknullpunkt vs. Werkstückkoordinatensystem&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Diese Rechnung mag erst einmal verwirren, versetzt sie das Koordinatensystem doch nach oben. Aber genau das ist erforderlich, damit der Werkstücknullpunkt relativ zur Werkzeugspitze erhalten bleibt: Das Werkzeug ist &lt;code&gt;8mm&lt;/code&gt; kürzer. Da wir den Werkstücknullpunkt nicht nach unten schieben, muss das Koordinatensystem halt nach oben versetzt werden. So wird die nun längere Strecke zwischen Werkzeugspitze und Werkstück kompensiert.&lt;/p&gt;&#10;&lt;table&gt;&#10;&#9;&lt;thead&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Coordinate System&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Tool tip position Z [mm]&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Workpiece position Z [mm]&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Tool top position Z [mm]&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Workpiece position Z [mm]&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/thead&gt;&#10;&#9;&lt;tbody&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Before shift&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Before shift&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;After shift&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;After shift&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Workpiece&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;20&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;0&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;28&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;0&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Machine&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;-41.42&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;-61,42&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;-41.42&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;-69,42&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/tbody&gt;&#10;&lt;/table&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2026-02-10-coordshift-after.avif" alt="Image: CNC&amp;#39;s coodinate window showing machine and workpiece coordinates after shift to reflect a change of tools. The shift only affects workpiece coordinates."&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Man sieht hier, dass sich durch das Versetzen des Koordinatensystems die Position der Werkzeugspitze im &lt;em&gt;Werkstückkoordinatensystem&lt;/em&gt; verändert. Die Z-Achse wird dabei nicht bewegt. Das &lt;em&gt;Maschinenkoordinatensystem&lt;/em&gt; bleibt von dieser Änderung unberührt. Da die Z-Achse nun aber einen weiteren Weg zum Werkstück zurücklegen muss, liegt seine Position im Maschinenkoordinatensystem jetzt um &lt;code&gt;-8mm&lt;/code&gt; unter dem vorigen Wert.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="rahmenbedingungen"&gt;Rahmenbedingungen&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Makros funktionieren nur unter bestimmten Voraussetzungen:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li&gt;Die Werkzeuglänge wurde zuvor gemessen bzw. Werkzeugwechsel werden stets per Makro gesteuert und nicht ohne &amp;ldquo;Wissen&amp;rdquo; der Maschine&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Der Werkstücknullpunkt wird bei bereits bekannter Werkzeuglänge ermittelt.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Es gab keinen Not-Aus oder einen anderen kritischen Fehler. Dies würde den flüchtigen Speicher für die relevanten Variablen löschen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;div class="footnotes" role="doc-endnotes"&gt;&#10;&lt;hr&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li id="fn:1"&gt;&#10;&lt;p&gt;Nach einem Werkzeugwechsel die Werkstückhöhe in Z erneut einzumessen verschiebt meiner Ansicht nach den falschen Parameter. In Wirklichkeit hat sich doch nicht die Höhe des Werkstückes geändert, sondern die Position der Werkzeugspitze. Daher würde ich stets vorziehen, den sich ändernden Parameter anzupassen.&amp;#160;&lt;a href="#fnref:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink"&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;/div&gt;&#10;</description></item><item><title>Stahlblech (SECC) bearbeiten</title><link>https://blog.schallbert.de/milling-secc/</link><pubDate>Mon, 22 Dec 2025</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/milling-secc/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-12-22-HTPC-slotted-thumb.avif"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: additional slots in HTPC case (SECC) for better cooling"&#10; title="Stahlblech (SECC) bearbeiten" /&gt;&#10;&lt;h2 id="das-werkstück"&gt;Das Werkstück&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Es handelt sich um ein PC-Gehäuse aus &lt;code&gt;0.8mm&lt;/code&gt; starkem, verzinktem Stahlblech &amp;ldquo;SECC&amp;rdquo;. Es stammt aus den frühen 2000ern und wurde kürzlich mit neuem Innenleben ausgestattet.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="die-aufgabe"&gt;Die Aufgabe&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Durch die nun viel leistungsfähigere Grafikkarte (&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Thermal_Design_Power" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;TDP&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; &lt;code&gt;200W&lt;/code&gt;) und das beengte Design als &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Home_Theater_Personal_Computer" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;HTPC&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; war die entstehende Verlustwärme nicht im gewünschten Maße abzutransportieren, sodass im Gehäuse unter Last Temperaturen um &lt;code&gt;50°C&lt;/code&gt; vorherrschten. Das ist mir viel zu hoch.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="die-gegebenheiten"&gt;Die Gegebenheiten&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Grafikkarte folgt gängigen aktuellen Designs: Ein metallener Radiator bedeckt die komplette Oberfläche der Platine. Seine Rippen sind in Querrichtung zum Sockel ausgerichtet und die darauf montierten, flachen Lüfter (&lt;code&gt;3x80mm&lt;/code&gt;) drücken die Luft durch die Leitbleche in Richtung Moainboard und Gehäusedeckel.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-12-22-graka-target-1080.avif" alt="Image: The graphics card for which cooling shall be optimized."&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Zwischen Grafikkarte und Gehäusedeckel sind leider nur wenige Millimeter Platz. Nun möchte ich also genau an dieser Stelle zusätzliche Löcher in die Abdeckung einbringen. Das Gehäuse besitzt bereits Belüftungsbohrungen mit &lt;code&gt;3mm&lt;/code&gt; Durchmesser in einem &lt;code&gt;10x19mm 45°&lt;/code&gt;-Raster an den Seiten. Ich versuche nun, dieses Muster auch auf die Bohrungen für die Grafikkartenentlüftung anzuwenden. So komme ich auf eine Gesamtzahl von 133 Stück, welche ich der Bequemlichkeit wegen ungern anzeichnen, körnen und von Hand fertigen möchte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Also erstelle ich mir eine Zeichnung im CAD und schließlich ein Bohrzyklus-Programm für meine Fräse.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="werkzeug1-3mm-bohrer"&gt;Werkzeug1: 3mm-Bohrer&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe zwar noch ein paar Baumarkt-Stahlbohrer aus üblichem Hochgeschwindigkeits-Schnellarbeitsstahl (HSS) herumliegen, diese befinden sich jedoch in teils schlechtem Zustand. Also nehme ich einen noch unbenutzten Stahlbohrer aus meinem Dremel-Sortiment.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="bohrparameter"&gt;Bohrparameter&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Er hat eine hellgraue, metallene Färbung und sieht unbeschichteten Werkzeugen aus Vollhartmetall so ähnlich, dass ich (fälschlicherweise) annehme, er sei aus Wolframcarbid. Daher wählte ich folgende Parameter:&lt;/p&gt;&#10;&lt;blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;3mm VHM-Bohrer für Stahl, 2 Schneiden: S17000 F470 Z-0.2 Rückzug 0.5mm&lt;/p&gt;&#10;&lt;/blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich arbeite wie üblich komplett trocken, setze also keine Kühlschmierstoffe ein.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="bohrvorbereitung"&gt;Bohrvorbereitung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Zur Vorbereitung des Werkstücks bringe ich auf den Abschnitt des Gehäuses Klebeband an, wo später die Löcher sein sollen. Mit der maximalen Bohrtiefe durchstoße ich das Material nur minimal. Da das Klebeband auf diese Weise intakt bleibt, verliere ich keinen Unterdruck durch offenliegende Löcher im Vakuumtisch.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich lege den Gehäusedeckel mit der Außenseite auf das Maschinenbett und decke freie Löcher meines Vakuumtisches mit einer Gummimatte ab. Anschließend bringe ich das Portal in eine Position nahe der Löcher, damit die Spindel im Pfadverlauf nicht mit der Gehäusewand kollidiert. Außerdem entferne ich das Anfahren der Parkposition &lt;code&gt;G28&lt;/code&gt; aus der Fräsdatei, denn nun liegt der Gehäusedeckel im Weg. Nach Hochziehen der Z-Achse von der letzten Bohrung endet das Programm mit &lt;code&gt;M30&lt;/code&gt; (Stop und zurückspulen).&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="das-ergebnis"&gt;Das Ergebnis&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Um es vorwegzunehmen: Der Bohrer hält nicht durch. Dass etwas nicht in Ordnung ist, merke ich nach wenigen Sekunden am Geräusch der Maschine: Sie ist plötzlich viel leiser als vorher.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-12-22-hss-meltdown.avif" alt="Image: The HSS drill only lives to the fourth hole of 133, then its tip is gone."&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich schaffe auf diese Weise schlappe 3 von 133 Löchern. Danach befindet sich die Spitze des Bohrers in einem der halb fertiggestellten Löcher und scheint mit diesem verschweißt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="problemanalyse"&gt;Problemanalyse&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Anscheinend war der Bohrer gar nicht aus Vollhartmetall, und damit bin ich mit völlig ungeeigneten Parametern unterwegs gewesen. Ich habe die Symptome in zwei Foren gegeben (&lt;a href="https://hobbyline.info/forum/index.php?thread/687-2-schneider-stahlblech-wie-anwenden/&amp;amp;postID=12837#post12837" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Hobbyline&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; sowie &lt;a href="https://www.cnczone.nl/viewtopic.php?t=23051" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;cnczone&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;) und ich erhalte die Information, dass ich besser mit &lt;code&gt;S1000 F30&lt;/code&gt; (!) unterwegs sein sollte, wenn ich ein paar mehr Löcher mit dem Bohrer hätte schaffen wollen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="die-lösung"&gt;Die Lösung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-12-22-slots.avif" alt="Image: Slot milling solves the problem as I can use a carbide endmill now"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Ich wechsle also auf Hartmetallfräser. Ich habe nur einen in meiner Sammlung, der für Stahl gemacht wurde. Dieser hat allerdings einen größeren Durchmesser, sodass ich mein Design anpassen muss.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nun erzeuge ich mir im CAD Langlöcher, welche mit &lt;code&gt;6mm&lt;/code&gt; Breite und &lt;code&gt;22mm&lt;/code&gt; Länge im &lt;code&gt;45°&lt;/code&gt;-Winkel über dem Radiator der Grafikkarte platziert sind.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="werkzeug2-6mm-vhm-fräser"&gt;Werkzeug2: 6mm VHM-Fräser&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich wende meine bereits &lt;a href="https://blog.schallbert.de/milling-steel/"&gt;bewährte Frästechnik&lt;/a&gt; für SECC-Stahl an und verfeinere sie weiter: Hohe Spindeldrehzahl, großer Vorschub, geringe Tiefenzustellung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;6mm VHM-Fräser, AlTiN-beschichtet, 2 Schneiden, 0.2mm 45°-Fase: S10600 F880 Z-0.18&lt;/p&gt;&#10;&lt;/blockquote&gt;&#10;&lt;h3 id="bearbeitungsvorgang"&gt;Bearbeitungsvorgang&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Maschine arbeitet ruhig und das Werkzeug ist nach Fertigstellung, die knapp zehn Minuten benötigt, nur handwarm. Beim Eintauchen wird sie kurz lauter. Das nächste mal werde ich die Eintauchrampe noch flacher einstellen - etwa auf &lt;code&gt;5°&lt;/code&gt;. Damit verspreche ich mir, die untere Schneidfläche zu schonen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;iframe&#10; src="https://makertube.net/videos/embed/hoqrsaBrW2nrjszyJTPEpC"&#10; title="Cutting SECC steel of my PC case"&#10; loading="lazy"&#10; allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture"&#10; allowfullscreen&#10; style="width: 100%; height: auto; min-height: 315px; aspect-ratio: 16/9;"&#10; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Cutting SECC steel of my PC case&lt;/span&gt;&lt;a href="https://makertube.net/videos/embed/hoqrsaBrW2nrjszyJTPEpC" class="attr-link" target="_blank" rel="noopener noreferrer"&gt;↗&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="schnittqualität"&gt;Schnittqualität&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Schnittkanten sind gratfrei, hochglänzend und messerscharf. Daher ist eine Fase anzubringen. Dies mache ich von Hand mit Ziehklinge und Cuttermesser, was ich schnell bereue: Ich bekomme das nicht so sauber und gleichmäßig hin wie gewünscht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-12-22-slots-complete.avif" alt="Image: SECC surface quality after milling &amp;amp; de-burr"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Nicht so schlimm: Ich erhalte ein ordentlich gearbeitetes Gehäuse mit deutlich verbesserter Kühlung praktisch zum Nulltarif (Wenn man vom Lehrgeld absieht). In der Abbildung oben ist der Radiator der Grafikkarte klar durch die neuen Schlitze im Gehäuse zu erkennen.&lt;/p&gt;&#10;</description></item><item><title>Albasia-Holz fräsen</title><link>https://blog.schallbert.de/albasia-on-cnc/</link><pubDate>Mon, 06 Oct 2025</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/albasia-on-cnc/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-10-06-albasia-on-cnc-thumb.avif"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: Macro shot of Albasia plywood, layer view"&#10; title="Albasia-Holz fräsen" /&gt;&#10;&lt;h2 id="was-ist-albasia"&gt;Was ist Albasia?&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-10-06-albasia-samplecolors.avif" alt="Image: Albasia sandwich material samples with coloured melamine surface"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Albasia (&lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Falcataria_falcata" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Falcataria falcata&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;) ist ein sehr leichtes Weichholz. Es kommt hauptsächlich in &lt;a href="https://www.plywoodworking.com/exploring-albasia-wood-a-sustainable-solution-for-the-timber-industry.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Südostasien&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; vor und wächst schnell, was sein &lt;a href="https://www.juergensen.de/news/albasia-sperrholz-unsere-gruene-loesung-fuer-die-industrie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Nachhaltigkeitsrating&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; verbessert. Seine Farbe variiert zwischen weißlich-gelb und pastelligem braun-rosa, ist im Vergleich zu Buche oder Eiche aber deutlich heller.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Hierzulande ist es meist als Multiplexplatte im Handel. Dadurch werden Nachteile wie die starke Neigung zum &lt;a href="https://www.holzplatten-shop.de/media/pdf/2e/97/f3/Das-Schwinden-und-Quellen-von-Holz.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Schwinden und Quellen&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; abgemildert.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Dichte von Albasia ist nochmal etwa 15% geringer als die des ohnehin schon sehr leichten Pappelholzes. Es bildet im Wuchs lange Fasern, was die Zerspanbarkeit beeinträchtigt. Da es durch seine vielen Lufteinschlüsse zudem gut dämmt, wird es häufig im Fahrzeugausbau (Camper, Boote etc.) verwendet. Um die geringere Festigkeit auszugleichen, wird Albasia-Multiplex oft nicht roh, sondern als Sandwich-Platte angeboten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="mit-sandwichtechnik-zu-guten-materialeigenschaften"&gt;Mit Sandwichtechnik zu guten Materialeigenschaften&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Mein Testmaterial verfügt über eine beidseitig aufgebrachte, &lt;code&gt;0.8mm&lt;/code&gt; starke Schicht aus Hochdrucklaminat (HPL). Die Oberfläche ist in farbigen Melamindekoren erhältlich und kann als Extra gehärtet bestellt werden, was sie mattiert sowie unempfindlich gegenüber Kratzern macht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="sind-albasia-verbundplatten-für-den-außenbereich-geeignet"&gt;Sind Albasia-Verbundplatten für den Außenbereich geeignet?&lt;/h3&gt;&#10;&lt;blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;&amp;ldquo;Unsere Platten sind übrigens nicht für den Außenbereich vorgesehen.&amp;rdquo; - EpicPLY, Händler&lt;/p&gt;&#10;&lt;/blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;Auch wenn das Material für den Innenausbau entwickelt wurde: Ich teste die Wetterfestigkeit der Platten momentan mit einem Experiment. Dafür verschraube ich die Verbundplatte im rechten Winkel auf Stoß miteinander, sodass einmal die Beschichtung und einmal die Holzkante der Witterung direkt ausgesetzt sind. Ich habe eine offene Kante mit Hartöl versiegelt und eine unbehandelt belassen. Nun hänge ich die Konstruktion ein Jahr draußen auf den Balkon und sehe dann, wie sich das Material verhält - Update dann in einem gesonderten Post!&lt;/p&gt;&#10;&lt;section class="hugo-gallery"&gt;&#10; &lt;div class="hugo-gallery__frame"&gt;&#10; &lt;div class="hugo-gallery__grid" role="list"&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-0"&#10; aria-label="Image: test material and tools: plywood sample, srews, drills"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-10-06-albasia-outdoor-test-setup.avif"&#10; alt="Image: test material and tools: plywood sample, srews, drills"&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-1"&#10; aria-label="Image: Albasia weather test mounted outside"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-10-06-albasia-outdoor-test-mount.avif"&#10; alt="Image: Albasia weather test mounted outside"&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-2"&#10; aria-label="Image: Comparison of oiled and raw plywood surface on day0 of test. Both look fresh and new."&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-10-06-albasia-outdoor-test-surface.avif"&#10; alt="Image: Comparison of oiled and raw plywood surface on day0 of test. Both look fresh and new."&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="hugo-gallery__caption"&gt;&#10; Versuchsaufbau für Bewetterungs- und Schraubentest.&#10; &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&#10;&#10; &lt;div class="hugo-gallery__full" aria-live="polite"&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-0"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-10-06-albasia-outdoor-test-setup.avif"&#10; alt="Image: test material and tools: plywood sample, srews, drills"&gt;&lt;figcaption&gt;Vorbereitung für den Schraubentest&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-1"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-10-06-albasia-outdoor-test-mount.avif"&#10; alt="Image: Albasia weather test mounted outside"&gt;&lt;figcaption&gt;Der zusammengesetzte Testaufbau ist zur Bewitterung angebracht.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-2"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-10-06-albasia-outdoor-test-surface.avif"&#10; alt="Image: Comparison of oiled and raw plywood surface on day0 of test. Both look fresh and new."&gt;&lt;figcaption&gt;Am Tag 0: Beide Oberflächen sehen noch frisch aus.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;&#10;&lt;/section&gt;&#10;&#10;&lt;p&gt;Meine Erwartung: anders als bei Birkensperrholz und ähnlich wie Pappelholz wird Albasia nicht für den Außenbereich taugen. Ich nehme an, dass sich die Fasern im Kantenbereich mit Wasser vollsaugen und das Material zum Quellen bringen. Dies würde es schnell verrotten lassen. Außerdem schätze ich die Gefahr für Insektenbefall als hoch ein, weil die Fasern echt weich sind und sich leicht abschälen lassen. Daher würde ich es nur in Innenräumen einsetzen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="verschraubungen"&gt;Verschraubungen&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Trotz seines leichten Kerns sei die Albasia-Verbundplatte gut zu verschrauben und würde mit einer &amp;ldquo;Schraubenauszugsfestigkeit von &lt;code&gt;120kg&lt;/code&gt;&amp;rdquo; bei einer &lt;code&gt;4mm-Holzschraube&lt;/code&gt; in einem &amp;ldquo;sehr stabilen Bereich&amp;rdquo; liegen, meint mein Händler.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Als Laie kann ich mit solchen Werten nicht viel anfangen und führe ein kleines Experiment durch. Ich nehme eine &lt;code&gt;4x35&lt;/code&gt; Holzschraube her und schaue mir die vorgesehenen Anzugsmomente an. Hier gilt für meinen Hersteller etwa:&lt;/p&gt;&#10;&lt;table&gt;&#10;&#9;&lt;thead&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;&lt;strong&gt;Parameter&lt;/strong&gt;&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;&lt;strong&gt;Wert&lt;/strong&gt;&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/thead&gt;&#10;&#9;&lt;tbody&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Auszugsparameter \( f_{ax,k} \)&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;14 N/mm²&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Torsionsfestigkeit \( f_{tor,k} \)&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;3 Nm&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Einschraubdrehmoment \( R_{tor,mean} \)&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;\( \frac{f_{tor,k}}{R_{tor,mean}} \) ≥ 1,5&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Vorbohren in Nadelholz&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;2.5 mm&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Vorbohren in Laubholz&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;3 mm&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/tbody&gt;&#10;&lt;/table&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;a href="https://www.spax.com/de-de/p/universalschraube-teilgewinde-senkkopf-t-star-plus-4cut-wirox.html?variant=0191010400353" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Quelle&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nun schaue ich, ob ich zwei Bretter auf Stoß mit dem vorgesehenen Anzugsmoment verbinden kann. Dafür nehme ich einen Drehmomentschraubendreher zur Hand. Doch ich komme gar nicht bis zum Auslösen der Mechanik: Bereits vorher beginnt die Schraube, sich in die Deckschicht zu ziehen. Das maxinale Drehmoment, bevor die Schraube im Material &amp;ldquo;verschwindet&amp;rdquo;, schätze ich auf lediglich &lt;code&gt;0.8Nm&lt;/code&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2025-10-06-albasia-fastener-test.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Video: Ich versuche, eine Schraube auf Drehmoment im Holz festzuziehen.&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Somit lassen sich durchaus stabile Schraubverbindungen herstellen, jedoch würde ich beim Anziehen stets vorsichtig vorgehen, großzügig mit der Menge an Schrauben sein und zusätzlich Dübel- oder formschlüssige Verbindungsarten wählen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="albasia-auf-der-cnc-fräse"&gt;Albasia auf der CNC-Fräse&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--left"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-10-06-6mm-schlicht.avif" alt="Image: fine-cutting Albasia with a 6mm carbide endmill"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Albasia kann wie jedes andere Weichholz auch mit der CNC-Fräse verarbeitet werden. Für Weichhölzer typische Probleme wie Ausrisse oder Fasernester sind auch hier zu erwarten. Hinzu kommt die harte Beschichtung, welche die Bearbeitung wegen anderer Anforderungen an die Parameterwahl noch einmal schwieriger macht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="mit-welchen-fräsern-gelingt-die-bearbeitung"&gt;Mit welchen Fräsern gelingt die Bearbeitung?&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Für den Fräser ist der Materialmix herausfordernd. Beim Fräsen in HPL hatte ich im Artikel &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-router-overload/"&gt;zur Überlastung meines Fräsmotors&lt;/a&gt; ja bereits schlechte Erfahrungen gesammelt. Das Material damals besaß im Vergleich zu Albasia-Verbund jedoch einen viel höheren Hartpapierfaseranteil (Späne sind hellbraun und mit vielen &amp;ldquo;Punkten&amp;rdquo; durchzogen), was den Fräser in Rekordzeit stumpf werden ließ.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich setze Vollhartmetallfräser &lt;code&gt;VHM&lt;/code&gt; mit Spanbrecher und kaum Drall (&lt;code&gt;15°&lt;/code&gt;) ein, um die langen Holzfasern zu brechen. Sie verstopfen sonst sehr schnell die Absaugung und sammeln sich um den Fräser an, was zu Brandgefahr führen kann.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Für die Kantenbearbeitung habe ich mit komprimierenden Fräsern wie dem Viertelstab gute Erfahrungen gemacht. Taucht man nur leicht in das Material ein, so eignet sich aber auch ein V-Cut. Bei größerer Eintauchtiefe erreichen Halbrundfräser &amp;ldquo;Ball-nose&amp;rdquo; ein schönes Fräsbild.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auf dem Bild ist ein Vergleich dargestellt. Rechts mit grün-grauer Beschichtung das Rohmaterial, geschnitten an einer Formatkreissäge. Links in violett ist das von mir CNC-gefräste Werkstück zu sehen. Das Schnittbild unterscheidet sich deutlich voneinander und die mit dem Fräser bearbeitete Fläche ist viel sauberer und ohne Ausrisse.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-10-06-albasia-mill-vs-saw.avif" alt="Image: Albasia / Albizia plywood sandwiched between HPL coatings. Saw cut reveals to be much more coarse with pull-outs versus the milled surface."&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Geht man in der Vollnut mit spanbrechenden Fräsern vor, lohnt sich ein Schlichtgang mit gerade gezahntem Fräser und großen Vorschüben bei nur geringer Abnahme von &lt;code&gt;0.2mm&lt;/code&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Allen Fräsern gemein sein muss&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;eine möglichst scharfe Schneide (keine Beschichtung!)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;eine große Schnittgeschwindigkeit (keine zu kleinen Durchmesser verwenden)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;ein verhältnismäßig großer Vorschub.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Mit Einschneidern habe ich eine hohe Oberflächengüte erzielen können. Der große Spankanal sorgt für gute Abfuhr, allerdings sind Ausrisse bei der Arbeit im Vollen mitunter problematisch. Die Schneidlast ist recht hoch, und die Schneiden sind im harten Obermaterial nicht dauerhaltbar. Für Schlichtgänge allerdings ideal.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="welche-parameter"&gt;Welche Parameter?&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Albasia ist so weich, dass es den Achsantrieben der Fräse kaum Widerstand bietet. Die Schnittgeschwindigkeit ist hoch anzusetzen, Quellen im Internet empfehlen etwa &lt;code&gt;500m/min&lt;/code&gt; als Richtwert. Als Vorschub habe ich Werte bis &lt;code&gt;6000mmm/min&lt;/code&gt; ausprobiert. Ich habe aber auch nur kleine Werkstücke bearbeitet, weswegen noch höhere Vorschübe wegen der ständigen Richtungswechsel kaum einen Zeitvorteil böten. Ein zusätzlicher Schlichtgang ist wegen der Marken des Spanbrechers Pflicht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Einen guten Kompromiss zwischen Fräszeit und Oberflächenqualität habe ich für verschiedene Fräser unten festgehalten. Die Gravierfräser lasse ich allerdings ausschließlich in der HPL-Schicht arbeiten, weswegen ich Vorschub und Drehzahl etwas reduziere.&lt;/p&gt;&#10;&lt;table&gt;&#10;&#9;&lt;thead&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Werkzeug (s= Anzahl Schneiden)&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Vorschub &lt;code&gt;F&lt;/code&gt; [mm/min]&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Drehzahl &lt;code&gt;S&lt;/code&gt; [U/min]&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Zustellung Z [mm]&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Zustellung XY [mm]&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/thead&gt;&#10;&#9;&lt;tbody&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;VHM-2s spanbrechend 15° 6mm&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;4200&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;24000&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;12&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;2.7&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;VHM-2s gerade 6mm&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;3700&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;26500&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;21&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;0.2&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;VHM V-cut 3s 90° 10mm&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;3000&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;21000&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;0.27&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;0.1&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;VHM Radienfräser 2s 6mm&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;3000&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;21000&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;0.27&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;0.1&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;VHM Viertelstab 4s r2 6mm&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;3600&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;15000&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;2&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;2&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/tbody&gt;&#10;&lt;/table&gt;&#10;&lt;h3 id="schlichtgang"&gt;Schlichtgang&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Das folgende Video zeigt die den Schlichtvorgang nach dem Schruppen eines &lt;code&gt;145x145mm&lt;/code&gt; großen Werkstückes. Durch die geringe seitliche Zustellung bilden sich kaum Fasern aus und der geringe Vorschub sorgt trotz leichtem Drall des Fräsers für eine sehr hohe Oberflächengüte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2025-10-06-albasia-schlicht.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;CNC-Schlichten von Albasia Verbundmaterial&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h2 id="gravuren"&gt;Gravuren&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Bei beschichteten Albasiaplatten finden Gravuren idealerweise in der Deckschicht statt. Wird nicht in das Trägermaterial eingetaucht, so können keine Probleme mit Ausrissen und losen Fasern entstehen. Da die Deckschicht nicht sehr stark ist, fällt die Wahl schnell auf V-Fräser mit stumpfem Winkel oder mit abgeflachter Spitze.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Alternativ hierzu können Bereiche mit Schaftfräsern vorgeräumt werden, falls das CAM-Programm eine solche Option bereitstellt. So entstehen komplett glatte &amp;ldquo;Böden&amp;rdquo; innerhalb der Taschen. Oder man verwendet Halbrundfräser wegen ihrer nur sanft ansteigenden Geometrie im unteren Bereich. Unterstützt das CAM-Programm die 3D-Gravur hiermit nicht, so kann die Fräsergeometrie wie im Artikel &lt;a href="https://blog.schallbert.de/halftone-image-on-dibond/#simulation-radienfr%c3%a4ser"&gt;Halbtonbilder auf Dibond&lt;/a&gt; beschrieben angenähert werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Zwei Beispiele habe ich im untenstehenden Bild vorbereitet: Der CR-Code in der oberen Hälfte entstand mit einem 6mm-Radienfräser bei &lt;code&gt;0.2mm&lt;/code&gt; Eintauchtiefe. Die entstehenden Punkte und Linien fühlen sich durch die sanften Übergänge weich und angenehm an. Der Schriftzug in der unteren Bildhälfte ist mit einem Gravierfräser und bis zu &lt;code&gt;7mm&lt;/code&gt; Tiefenzustellung gefräst. Hierdurch kommt der natürliche Holzton zwar schön zur Geltung, bei kleinen Schrithöhen wie dieser (max. &lt;code&gt;30mm&lt;/code&gt;) entstehen aber leicht Ausbrüche bei Buchstaben mit &amp;ldquo;Inseln&amp;rdquo; (a, e, b, o, etc.).&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-10-06-albasia-engrave-compare.avif" alt="Image: Albasia sandwich material engraved. Upper part using a radius endmill not penetrating the HPL cover, yields dark and very clean finish but lacks contrast. Lower part with a classic 60° V-cut with a brighter wooden finish but with artifacts"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h2 id="mit-farbe-arbeiten"&gt;Mit Farbe arbeiten&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Kontraste der Gravuren sind zwar in Ordnung, die Lesbarkeit ist aber längst nicht perfekt. Da liegt es nahe, Gravuren mit Farbe auszulegen. Ich habe mit ein paar Farbtönen experimentiert; ein paar Impressionen finden sich im Bild unten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="welcher-lack"&gt;Welcher Lack?&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Platte wird mit einer Schutzfolie ausgeliefert, um die farbige Beschichtung zu schützen. Das macht das Auslegen mit Farbspray total einfach, wenn ich die Schutzfolie für die Gravurbearbeitung auf dem Werkstück belasse. Ich habe mit handelsüblichem Acryllack auf Wasserbasis (oben rechts), Farbspray mit Metallpartikeln (unten) und mit lösemittelbasiertem Permanent Marker (oben links) gearbeitet.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-10-25-engrave-compare.avif" alt="Image: Impressions of coloured engravings of the name *Schallbert* and the QR-code to this website."&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Dabei ging die Lackierung stets leicht von der Hand. Die Abriebfestigkeit ist bei den in HPL gravierten Flächen hoch. Graviert man bis hindurch zum Holz, so stellen sich die Fasern durch das Lackieren etwas auf, was später nur sehr zeitaufwendig korrigiert werden kann und dem Gesamteindruck nicht zuträglich ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="zu-beachten-schutzfolie"&gt;Zu beachten: Schutzfolie&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Der Lackiervorgang sollte möglichst direkt nach dem Gravieren gestartet werden und nicht erst Tage oder gar Wochen später. Ansonsten nämlich neigt die Schutzfolie zum Ablösen bzw. zur Blasenbildung an den Rändern der Gravur und die Farbe wird durch Kapillarkräfte in Bereiche gezogen, wo sie nicht hingehört. Dies hat mir die gold-blaue Version meiner Testreihe leider deutlich sichtbar ruiniert.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="fazit-albasia-für-was"&gt;Fazit: Albasia für was?&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Alles in Allem würde ich Albasia zu den eher gutmütigen Materialien zur CNC-Bearbeitung zählen, die einen weiten Parameterbereich von Vorschüben bei hoher Schnittqualität akzeptiert. Herausfordernd sind die Neigung zum Bilden langer Fasern und die sehr unterschiedliche Härte zwischen Deckschicht und Kernmaterial; Geht man mit zu hohen Vorschüben vor, so nutzt der Fräser in den Bereichen mir HPL-Deckschicht sehr schnell ab.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Als Gravurmaterial eignet es sich ebenfalls, wofür aber die Beschichtung allein bereits genügen würde und durch die kleinen Gravurtiefen enge Grenzen für die Strichbreite gesetzt sind. Die Gravur kann also allenfalls nettes Beiwerk zum eigentlichen Einsatz der Platten sein.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Beschichtung macht das Material absolut möbelbaufähig. Arbeitet man mit verdeckten Kanten, so kann ich mir sogar den Einsatz in der Küche vorstellen. Da es eine hohe Biegestabilität besitzt und die Beschichtung mit hoher Härte besticht, ist es sogar als Oberfläche für den täglichen Gebrauch verwendbar. Das Plattenmaterial ist federleicht und eignet sich daher auch prima für mobile Anwendungen im Sichtbereich.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;An die Robustheit von Birke Multiplex reicht es jedoch nicht heran. Belastete Verbindungen traue ich dem Material ohne Weiteres nicht zu; bei Verschraubungen würde ich Oberflächen maximieren und stets Möbelbauverbindungen einsetzen (also keine Holzschrauben nehmen).&lt;/p&gt;&#10;</description></item><item><title>passtdas auf Github</title><link>https://blog.schallbert.de/announcements/2025-09-14-passtdas/</link><pubDate>Sun, 14 Sep 2025</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/announcements/2025-09-14-passtdas/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-09-08-passtdas-thumb.avif"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: Visualizazion of how passtdas analyzes and determines workpiece edges"&#10; title="passtdas auf Github" /&gt;&#10;&lt;h2 id="-september-2025--passtdas-zum-download-verfügbar"&gt;&amp;mdash; September 2025 &amp;mdash; passtdas zum Download verfügbar&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Werkzeug &lt;a href="https://blog.schallbert.de/passtdas/"&gt;passtdas&lt;/a&gt; liest eine G-Code Datei für die Bearbeitung mit einer CNC-Fräsmaschine und ermittelt die Werkstückgrenzen (Extremwerte) in X und Y.&#10;Anschließend schreibt es ein weiteres CNC-Programm mit diesen Punkten und ermöglicht so, dass die Werkstückgrenzen direkt an der Maschine angefahren werden können.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-09-08-ext.avif" alt="Image: Visual example of an extreme value dataset for a simple geometry"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;So kann stets sichergestellt werden, dass der Rohling korrekt ausgerichtet ist und das Werkstück drauf passt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;a href="https://github.com/Schallbert/passtdas" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Link zum Projekt auf Github&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe vor, das Projekt demnächst in eine Browser-Lösung zu portieren und will es auf diese Weise einfacher zugänglich machen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Schallbert&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#10;</description></item><item><title>passtdas - ein Hilfsprogramm für die CNC</title><link>https://blog.schallbert.de/passtdas/</link><pubDate>Mon, 08 Sep 2025</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/passtdas/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-09-08-passtdas-thumb.avif"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: Visualizazion of how passtdas analyzes and determines workpiece edges"&#10; title="passtdas - ein Hilfsprogramm für die CNC" /&gt;&#10;&lt;h2 id="das-problem"&gt;Das Problem&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ein Bekannter von mir schrieb mich an. Er betreibt eine CNC-Portalfräsmaschine als Hobby so wie ich und fertigt oft Einzelstücke. Die dabei entstehenden Reste sind aber teils zu schade zum Wegwerfen. Für eine bestmögliche Materialausnutzung probiert er, diese Reste als Rohlinge für weitere Projekte zu verwenden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;&amp;ldquo;Weißt du, wie ich an der Maschine herausfinden kann, ob mein Frästeil auf den Rohling passt?&amp;rdquo; - Anonym&lt;/p&gt;&#10;&lt;/blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;Schnell ist es passiert: Den Maßen zufolge passt das Werkstück so gerade auf den Rohling. Setzt man den Nullpunkt nur leicht falsch, so fährt der Fräser über die Werkstückgrenzen hinaus und man kann das Werkstück wegwerfen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="die-lösung"&gt;Die Lösung&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Es wäre doch toll, wenn die Maschine vor Beginn des Fräsvorganges die Kontur des Werkstückes abfahren würde, oder? So könnte man unkompliziert herausfinden, ob sich der Rohling wirklich komplett innerhalb der Werkstückgrenze befindet.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Da ich auf Anhieb keine schnelle Lösung online finden kann, denke ich an selbstgeschriebene Software für die Umsetzung. Daher mache ich mich an die Arbeit.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;TODO: ADD VIDEO LINK&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="die-software"&gt;Die Software&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Für einen schnellen Prototypen wähle ich die Hochsprache &lt;a href="https://www.python.org/downloads/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;python&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. Warum? Ich beherrsche &lt;em&gt;python&lt;/em&gt; recht gut, Bibliotheken für die erforderlichen geometrischen Berechnungen sind verfügbar, und das geschriebene Programm lässt sich leicht in eine all-in-one-Datei kompilieren.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Programm soll Maschineninstruktionen (G-Code) lesen und die Fräspfade analysieren. Die Stellen, an denen im Fräsprogramm die maximalen und minimalen &lt;code&gt;X- und Y-Werte&lt;/code&gt; angefahren werden, sollen abgespeichert und selbst als Bewegungskommando in einer Pfaddatei ausgegeben werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Lädt man dieses Programm auf die Maschine, so wird ein so ermittelter &amp;ldquo;Extremwert&amp;rdquo; angefahren und die Z-Achse von Sicherheits- auf Messhöhe abgesenkt. Anschließend wird das Programm pausiert, sodass der Bediener Anpassungen der Werkstückposition vornehmen kann. Erst durch Einabe eines weiteren Startbefehls wird der nächste Extremwert angefahren usw.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dieses Programm wird &lt;em&gt;passtdas&lt;/em&gt; heißen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="programmart"&gt;Programmart&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich entscheide mich für ein Konsolenprogramm mit wenigen Parametern:&lt;/p&gt;&#10;&lt;table&gt;&#10;&#9;&lt;thead&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Shortcut&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Parameter name&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Description&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/thead&gt;&#10;&#9;&lt;tbody&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;&lt;code&gt;-f&lt;/code&gt;&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;&lt;code&gt;--file&lt;/code&gt;&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;The source file to be analyzed. Required.&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;&lt;code&gt;-s&lt;/code&gt;&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;&lt;code&gt;--zsafety&lt;/code&gt;&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Safety height the machine will do flyovers with. Optional.&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;&lt;code&gt;-p&lt;/code&gt;&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;&lt;code&gt;--zprobe&lt;/code&gt;&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Probe height the machine will pinpoint to. Optional.&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/tbody&gt;&#10;&lt;/table&gt;&#10;&lt;p&gt;Die beiden Höhenparameter bekommen Default-Werte, sodass sie nicht immer mit angegeben werden müssen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="eingabe"&gt;Eingabe&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;em&gt;passtdas&lt;/em&gt; liest Dateien ein und durchsucht sie zeilenweise nach Bewegungsbefehlen &lt;code&gt;G00, G01, G02, G03&lt;/code&gt;. Während die Auswertung für lineare Bewegungen wie &lt;code&gt;G00, G01&lt;/code&gt; einfach ist - Lineare Bewegungen lassen sich durch Punkt-zu-Punkt-Verbindungen ausdrücken, deren Extremwerte nicht zwischen den Punkten liegen können - kann das für Kreissegmente durchaus herausfordernd sein.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Höheninformation auf der Z-Achse wird ebenfalls mitgelesen und gespeichert. So kann die Zerspanungstechnikerin schnell prüfen, ob die maximale Frästiefe mit der Gewünschten übereinstimmt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Befinden sich in der G-Code-Datei keine oder falsch formulierte Anweisungen, so gibt das &lt;em&gt;passtdas&lt;/em&gt; entsprechende Fehlermeldungen aus und bricht die Analyse ab.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="definition-kreissegmente"&gt;Definition Kreissegmente&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Zum Hintergrund: Im G-Code können Kreissegmente auf zwei Arten definiert werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre tabindex="0" style="color:#f8f8f2;background-color:#272822;-moz-tab-size:4;-o-tab-size:4;tab-size:4;-webkit-text-size-adjust:none;"&gt;&lt;code class="language-sh" data-lang="sh"&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;...&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;G00 X5.660 Y-0.000 Z10.000&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;G02 X-5.660 Y0.000 R5.660 F1600&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;...&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Kommando:&lt;/p&gt;&#10;&lt;blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;&amp;ldquo;Fahre einen Kreisbogen im Uhrzeigersinn ab dem Punkt &lt;code&gt;X5.66 Y0&lt;/code&gt; mit Radius &lt;code&gt;5.66mm&lt;/code&gt; bis zum Punkt &lt;code&gt;X-5.66 Y0&lt;/code&gt; mit Vorschub &lt;code&gt;1600mm/min&lt;/code&gt; auf Höhe &lt;code&gt;10mm&lt;/code&gt;.&amp;rdquo;&lt;/p&gt;&#10;&lt;/blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;Zeichnet man diese Kommandos, entsteht ein hängender Halbkreis. Kreise können mittels dreier Punkte definiert werden. Doch nur zwei Punkte sind gegeben. Der dritte Punkt muss mit Hilfe von Anfangs- und Endpunkt aus dem ebenfalls angegebenen Kreisradius berechnet werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-09-08-arcr.avif" alt="Image: drawing an arc using given radius, start- and endpoint"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Aufgabe: Finde heraus, wo dieser Kreis seine Extremwerte in XY hat.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Aber auch so kann ein Kreissegment definiert sein:&lt;/p&gt;&#10;&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre tabindex="0" style="color:#f8f8f2;background-color:#272822;-moz-tab-size:4;-o-tab-size:4;tab-size:4;-webkit-text-size-adjust:none;"&gt;&lt;code class="language-sh" data-lang="sh"&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;...&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;G00 X-2.5696 Y5.0431&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;G03 X-4.6258 Y3.2616 Z-0.5000 I2.5696 J-5.0431&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;...&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Kommando:&lt;/p&gt;&#10;&lt;blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;&amp;ldquo;Fahre einen Kreisbogen gegen den Uhrzeigersinn ab dem Punkt &lt;code&gt;X-2.56 Y5.04&lt;/code&gt; mit Mittelpunktkoordinaten &lt;code&gt;I2.56 J-5.04&lt;/code&gt; bis zum Punkt &lt;code&gt;X-4.62 Y3.26&lt;/code&gt;.&amp;rdquo;&lt;/p&gt;&#10;&lt;/blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;Zeichnet man diese Kommandos, entsteht ein kurzes Kreissegment im oberen linken Quadranten. Hier sind zwar drei Punkte (Start- und Endpunkt sowie Kreismittelpunkt) gegeben. Doch auch hier kann es mitunter schwierig werden, herauszufinden, ob irgendwo auf dem Kreisbogen ein Extremwert angefahren wird.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-09-08-arcij.avif" alt="Image: drawing an arc using center point, start- and endpoint"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Aufgabe: Finde heraus, wo dieser Kreis seine Extremwerte in XY hat.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="extremwerte-von-kreissegmenten-berechnen"&gt;Extremwerte von Kreissegmenten berechnen&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ein Kreissegment kann je nach Spanne bis zu vier zusätzliche Extremwerte haben: &lt;code&gt;X+, Y+, X-, Y-&lt;/code&gt;. Bei einem Vollkreis sind dies stets die Koordinatenschnittpunkte vom Radius aus gesehen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre tabindex="0" style="color:#f8f8f2;background-color:#272822;-moz-tab-size:4;-o-tab-size:4;tab-size:4;-webkit-text-size-adjust:none;"&gt;&lt;code class="language-python" data-lang="python"&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="color:#66d9ef"&gt;def&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#a6e22e"&gt;get_extremes_from_arc&lt;/span&gt;(arc, coordinates):&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#75715e"&gt;# [...]&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; x_plus_radius &lt;span style="color:#f92672"&gt;=&lt;/span&gt; [center_x &lt;span style="color:#f92672"&gt;+&lt;/span&gt; radius, center_y, xyz[&lt;span style="color:#ae81ff"&gt;2&lt;/span&gt;]]&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; y_plus_radius &lt;span style="color:#f92672"&gt;=&lt;/span&gt; [center_x, center_y &lt;span style="color:#f92672"&gt;+&lt;/span&gt; radius, xyz[&lt;span style="color:#ae81ff"&gt;2&lt;/span&gt;]]&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; x_minus_radius &lt;span style="color:#f92672"&gt;=&lt;/span&gt; [center_x &lt;span style="color:#f92672"&gt;-&lt;/span&gt; radius, center_y, xyz[&lt;span style="color:#ae81ff"&gt;2&lt;/span&gt;]]&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; y_minus_radius &lt;span style="color:#f92672"&gt;=&lt;/span&gt; [center_x, center_y &lt;span style="color:#f92672"&gt;-&lt;/span&gt; radius, xyz[&lt;span style="color:#ae81ff"&gt;2&lt;/span&gt;]]&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; extremevalue_order &lt;span style="color:#f92672"&gt;=&lt;/span&gt; [x_plus_radius, y_plus_radius, x_minus_radius, y_minus_radius]&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;if&lt;/span&gt; (arc[&lt;span style="color:#ae81ff"&gt;1&lt;/span&gt;] &lt;span style="color:#f92672"&gt;-&lt;/span&gt; arc[&lt;span style="color:#ae81ff"&gt;0&lt;/span&gt;]) &lt;span style="color:#f92672"&gt;&amp;lt;&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;0&lt;/span&gt;:&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#75715e"&gt;# crossing the 0° line (x-axis), handle overflow with nested if below&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; arc[&lt;span style="color:#ae81ff"&gt;1&lt;/span&gt;] &lt;span style="color:#f92672"&gt;+=&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;360&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; result &lt;span style="color:#f92672"&gt;=&lt;/span&gt; []&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;for&lt;/span&gt; crossing_angle &lt;span style="color:#f92672"&gt;in&lt;/span&gt; range(&lt;span style="color:#ae81ff"&gt;0&lt;/span&gt;, &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;721&lt;/span&gt;, &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;90&lt;/span&gt;):&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;if&lt;/span&gt; crossing_angle &lt;span style="color:#f92672"&gt;in&lt;/span&gt; range(int(arc[&lt;span style="color:#ae81ff"&gt;0&lt;/span&gt;]), int(arc[&lt;span style="color:#ae81ff"&gt;1&lt;/span&gt;] &lt;span style="color:#f92672"&gt;+&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;1&lt;/span&gt;)):&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; i &lt;span style="color:#f92672"&gt;=&lt;/span&gt; int(crossing_angle &lt;span style="color:#f92672"&gt;/&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;90&lt;/span&gt;)&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;if&lt;/span&gt; i &lt;span style="color:#f92672"&gt;&amp;gt;&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;3&lt;/span&gt;:&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; i &lt;span style="color:#f92672"&gt;-=&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;4&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; result&lt;span style="color:#f92672"&gt;.&lt;/span&gt;append(extremevalue_order[i])&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#75715e"&gt;# [...]&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Sind Kreismittelpunkt sowie Kreisradius bekannt, kann aus den Anfangs- und Endpunkten der überstrichene Winkel bestimmt werden. Hierdurch wird nun klar, ob Kreisanfangspunkt und/oder -Endpunkt selbst Extremwerte darstellen, oder ob durch Überstreichen eines Koordinatennullpunktes zusätzliche Extremwerte entstehen. Genau dies tut das obige Codebeispiel.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-09-08-arcext.avif" alt="Image: Possible coordinate extreme values of an arc segment"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="datentabelle"&gt;Datentabelle&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Alle möglichen Extremwerte (zwei bei einer Linie, bis zu vier bei einem Kreissegment) werden nun in einer Datentabelle gesammelt. Sobald jede G-Codezeile ausgewertet und die Liste damit komplett ist, werden die Maximal- und Minimalwerte für jede Achse aus dieser Liste bestimmt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;So entstehen schließlich vier &lt;code&gt;XYZ&lt;/code&gt;-Koordinaten, welche für jede Raumrichtung die maximale Ausdehnung des Werkstückes beschreibt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-09-08-ext.avif" alt="Image: Visual example of an extreme value dataset for a simple geometry"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Parallel durchsucht das Programm alle Befehle an die Z-Achse und merkt sich die maximale Eintauchtiefe.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="ausgabe"&gt;Ausgabe&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Kommandozeilenprogramm verfügt über keine visuelle Ausgabe. Daher beschränke ich mich auf die Erstellung eines Simulationsprogramms für die Fräsmaschine, in dem die Werkstückausdehnung angefahren wird und bei jedem Punkt pausiert:&lt;/p&gt;&#10;&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre tabindex="0" style="color:#f8f8f2;background-color:#272822;-moz-tab-size:4;-o-tab-size:4;tab-size:4;-webkit-text-size-adjust:none;"&gt;&lt;code class="language-sh" data-lang="sh"&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;G90&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# Go to coordinate zero&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;MSG &lt;span style="color:#e6db74"&gt;&amp;#34;Zmin of this job: -1.0&amp;#34;&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;G00 Z40&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;G00 X0 Y0&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;G01 Z15 F1200&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;MSG &lt;span style="color:#e6db74"&gt;&amp;#34;PathPreview: Hit START to go to Ymin: [&amp;#39;0.0&amp;#39;, &amp;#39;-5.66&amp;#39;]&amp;#34;&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;M00&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;G00 Z40&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;G00 X0.0 Y-5.66&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;G01 Z15 F1200&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;MSG &lt;span style="color:#e6db74"&gt;&amp;#34;PathPreview: Hit START to go to Xmin: [&amp;#39;-5.66&amp;#39;, &amp;#39;0.0&amp;#39;]&amp;#34;&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;M00&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;G00 Z40&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;G00 X-5.66 Y0.0&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;G01 Z15 F1200&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;MSG &lt;span style="color:#e6db74"&gt;&amp;#34;PathPreview: Hit START to go to Ymax: [&amp;#39;0.0&amp;#39;, &amp;#39;5.66&amp;#39;]&amp;#34;&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;M00&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;G00 Z40&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;G00 X0.0 Y5.66&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;G01 Z15 F1200&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;MSG &lt;span style="color:#e6db74"&gt;&amp;#34;PathPreview: Hit START to go to Xmax: [&amp;#39;5.66&amp;#39;, &amp;#39;0.0&amp;#39;]&amp;#34;&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;M00&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;G00 Z40&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;G00 X5.66 Y0.0&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;G01 Z15 F1200&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# [...]&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Obiges Beispiel fährt die Extremwerte eines Kreises mit &lt;code&gt;r=5.66mm&lt;/code&gt; ab. Dabei fährt es stets eine Sicherheitshöhe von &lt;code&gt;Z40&lt;/code&gt; zum Überstreichen der Punkte an und bewegt die Z-Achse bei Ankunft langsam mit &lt;code&gt;F1200&lt;/code&gt; auf die Zielhöhe von &lt;code&gt;Z15&lt;/code&gt;. Wichtig dabei ist, dass der Nullpunkt in &lt;code&gt;Z&lt;/code&gt; vorher korrekt vermessen wurde - sonst kommt es möglicherweise zur Kollision mit dem Werkstück.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="test-und-verifikation"&gt;Test und Verifikation&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Um zu sehen ob das Programm auch wie erwartet funktioniert habe ich drei Testdateien erstellt:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Unit tests: Prüft einzelne Funktionen im Programm, z.B. ob Linien- und Kreissegmente korrekt erkannt werden&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;integration tests: Testen, ob Funktionen im Verbund korrekt funktionieren, z.B. die richtige Berechnung von Extremwerten anhand von Eingabewerten&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;End to end tests: Diese Tests prüfen über die gesamte Funktionskette, z.B. ob falsch formatierte Eingabedateien erkannt werden&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-09-08-unittest.avif" alt="Image: Test result summary for passtdas"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Zum Schluss erstelle ich mehrere Testdateien mit dem Programm und fahre die daraus erzeugten Extremwerte mit meiner CNC an.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="open-source-software"&gt;Open-source software&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Der Quellcode für &lt;em&gt;passtdas&lt;/em&gt; steht kostenlos auf &lt;a href="https://github.com/Schallbert/passtdas" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;GitHub&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; zur Verfügung, muss allerdings durch Python interpretiert werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich baue ein Endanwenderfreundliches und leicht zu bedienendes Programm daraus, sobald genügend Leute den Wunsch dafür geäußert haben.&lt;/p&gt;&#10;</description></item><item><title>Graustufenbilder auf Dibond</title><link>https://blog.schallbert.de/halftone-image-on-dibond/</link><pubDate>Tue, 25 Feb 2025</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/halftone-image-on-dibond/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-02-25-bloglogo-stipple-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: halftone image engraved with my CNC"&#10; title="Graustufenbilder auf Dibond" /&gt;&#10;&lt;p&gt;Im letzten Artikel hatte ich Dibond (Aluminium-Sandwichplatte) als Material zum Zerspanen wiederentdeckt. Ich setze es aus Umweltgründen - Verbundmaterialien sind nichts, was ich für besonders nachhaltig oder recyclebar halte - immer seltener ein. Dennoch üben die wunderschönen Oberflächen immer wieder eine gewisse Anziehungskraft auf mich aus. Nun denn - zur Sache!&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="bloglogo-als-punktwolke"&gt;Bloglogo als Punktwolke&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Inzwischen war ich in der Lage, ein von Stipplegen erzeugtes Bild mal auf die Fräse zu werfen. Dafür musste ich ein im Vorgängerartikel &lt;a href="https://blog.schallbert.de/halftone-cnc/"&gt;Graustufenbilder mit der CNC fräsen&lt;/a&gt; noch vorhandenes Problem lösen: In meinem meistgenutzten CAM-Werkzeug nämlich können Fräspfade für punktebasierte Halbtonbilder kaum erstellt werden, da jeder der über 2200 Punkte einzeln mit einer Fräsoperation versehen werden müsste.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;em&gt;CADasCAM&lt;/em&gt; hingegen ermöglicht es, ganze Gruppen von Elementen ein- und derselben Fräsaktion hinzuzufügen. Nun fragte ich mich, mit welchem Fräser ich in Dibond am besten arbeiten solle, denn ich habe ja nur eine sehr dünne Deckschicht zur Verfügung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="simulation-radienfräser"&gt;Simulation Radienfräser&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-02-25-r2-ballnose-approximation.jpg" alt="Image: my drawing for V-cut to radius cutter approximation"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Ich entschied mich für einen Radienfräser mit Halbrundkopf. Für diesen hat das CAM allerdings keine Berechnungsvorschrift, sodass er sich nicht ohne Weiteres auswählen lässt. Nach Rücksprache mit dem Hersteller kam die Idee auf, den Radienfräser durch einen V-cut mit Abflachung an der Spitze für das CAM zu simulieren, tatsächlich auf der Fräse aber den Kugelkopf einzusetzen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Um hier passende Werte zu erhalten, fertigte ich ein paar Zeichnungen an. In der Tabelle unten sind Näherungswerte festgehalten für den Falle, dass die Eintauchtiefe &lt;code&gt;0.3mm&lt;/code&gt; nicht überschreitet. Nun konnte ich die Pfadberechnung im CAM durchführen und sogar eine Tiefenbegrenzung von &lt;code&gt;0.22mm&lt;/code&gt; einhalten. Die flachsten Bereiche haben eine Gravurtiefe von lediglich &lt;code&gt;0.10mm&lt;/code&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Bei der Pfadberechnung ist zu beachten, dass die Rückzugshöhen möglichst gering ausfallen sollten. Dann muss die Z-Achse der Maschinen nicht für jeden Punkt so weit hochfahren. Ich halte einen Wert von &lt;code&gt;0.5mm&lt;/code&gt; für angemessen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;table&gt;&#10;&#9;&lt;thead&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Radienfräser&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Simulation durch V-Cut&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/thead&gt;&#10;&#9;&lt;tbody&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;r=3mm&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;140°, 1.0mm Abflachung&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;r=2mm&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;140°, 0.5mm Abflachung&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/tbody&gt;&#10;&lt;/table&gt;&#10;&lt;h3 id="fräsvorgang"&gt;Fräsvorgang&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Motivgröße für die Gravur beträgt &lt;code&gt;180x180mm&lt;/code&gt; und ich fräse mit folgenden Werten: &lt;code&gt;Radienfräser 2s r3 6mm, S20000, F1800&lt;/code&gt;. Ich durchsteche die Schutzfolie der Dibondplatte, deren Dicke ich nicht kompensiere. Ich verwende eine geringe Menge Schmiermittel zur Verbesserung der Schnittqualität. Nach knapp &lt;code&gt;11&lt;/code&gt; Minuten ist der Fräsvorgang beendet.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-02-25-r2-bloglogo-stipple.avif" alt="Image: Bloglogo as halftone dot image in Dibond, black"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="beobachtungen"&gt;Beobachtungen&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Motiv ist in diesem Versuch schon einmal viel deutlicher zu erkennen. Leider habe ich dennoch klar ein Problem mit der Oberflächenebenheit. So ist im mittleren Bereich rechts beispielsweise zu tief graviert (Aufbauschneide - siehe Video - dort ist die Fräse zum Schluss unterwegs), während die Graviertiefe ganz oben rechts und oben mittig nicht ausreichend erscheint.&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Fräse und Fräser haben überhaupt kein Problem mit dem Material. Der Gravurvorgang klingt ein wenig wie die Arbeit mit der Ständerbohrmaschine, unterbrochen von Positioniergeräuschen der Schrittmotoren.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Die für Dibond verwendete Aluminiumsorte &lt;em&gt;AlMg1&lt;/em&gt; ist weich und zäh. Sie eignet sich nicht gut zum Zerspanen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Fräser tendieren hier zum Erzeugen von &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Built_up_edge" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Aufbauschneiden&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, welche den Fräserradius vergrößern und die Schnittqualität verschlechtern.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Die Schutzfolie verhindert Ausrisse und Spanränder.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Aufbringen von etwas Schmiermittel ist eine gute Idee.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Selbst auf einem Vakuumtisch ruiniert jedes Staubkorn unter dem Werkstück die Fräsarbeit. Wenige hundertstel Millimeter Höhendifferenz haben große Auswirkung auf die Punktgröße und führen zu Verfälschungen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Das Maschinenbett muss absolut eben sein oder die Maschine muss über eine hochwertige, aktive Höhenkompensation verfügen; z.B. mittels vorheriger Oberflächenvermessung durch einen &lt;a href="https://blog.schallbert.de/touching-off/"&gt;Kantenfinder&lt;/a&gt;. Meine Steuersoftware unterstützt das Verfahren sogar unter dem Namen &lt;em&gt;ZheightComp&lt;/em&gt;.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="fazit"&gt;Fazit&lt;/h3&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Ich mag Dibond als Material sehr, aber es scheint meine Zuneigung nicht zu erwidern.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Mit meinen technischen Mitteln bekomme ich Gravuren nicht mit wiederholbar in guter Qualität hin.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Vielleicht sollte ich stattdessen Plastik oder Holz verarbeiten. Oder einen Laser verwenden&amp;hellip;&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Zum Abschluss noch ein kurzes Zeitraffer-Video des Fräsvorganges.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;iframe&#10; src="https://makertube.net/videos/embed/qTd6Ad2QStCp5AiWmrHZem"&#10; title="Graustufenbilder mit der CNC herstellen - Teil2"&#10; loading="lazy"&#10; allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture"&#10; allowfullscreen&#10; style="width: 100%; height: auto; min-height: 315px; aspect-ratio: 16/9;"&#10; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Graustufenbilder mit der CNC herstellen - Teil2&lt;/span&gt;&lt;a href="https://makertube.net/videos/embed/qTd6Ad2QStCp5AiWmrHZem" class="attr-link" target="_blank" rel="noopener noreferrer"&gt;↗&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h2 id="saturn-als-ascii-art"&gt;Saturn als ASCII-Art&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Halbtonbilder kann man statt mit Linien, Wellen, Punkten natürlich auch mit Mustern herstellen. Als Beispiel habe ich mal das Bild des Planeten Saturn von &lt;a href="https://asciiart.website/index.php?art=nature/astronomy" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Christopher Johnsons ASCII Art&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; für die Fräse aufbereitet.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="cadcam"&gt;CAD/CAM&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Für das richtige Größenverhältnis wird eine Schriftart benötigt, bei der jedes Zeichen dieselbe Setzbreite besitzt. Ich wähle die TrueType-Schriftart &lt;em&gt;Courier New&lt;/em&gt; und passe Schriftgröße und Zeilenabstand so an, dass das Motiv auf mein Material passt und die Gravur nicht die Deckschicht perforiert.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dies zwingt mich zur Verwendung eines &lt;code&gt;1/8&amp;quot; Gravurstichel mit 36° Spitzenwinkel und 0.1mm Abflachung&lt;/code&gt;. Ich hätte hier einen Radienfräser bevorzugt: Im weichen Dibond kommt es bei spitzwinkligen Sticheln zu Materialaufwurf und -Verschmierung. Dies führt zu unsauberen Linien und einer rauen Oberfläche. Da das Werkstück sehr klein ist, würde die Schrift jedoch viel zu breit ausfallen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Pfadberechnung zeigt, dass ich auf dem nur &lt;code&gt;80x80mm&lt;/code&gt; großen Werkstück Fettdruck wählen muss, um meine Mindesttiefe von &lt;code&gt;0.08mm&lt;/code&gt; überhaupt zu erreichen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="fertigung"&gt;Fertigung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe das Bild vom Saturn zweimal gefertigt: Auf &lt;code&gt;80x80mm&lt;/code&gt;, um die maximale Auflösung im Material zu testen und auf &lt;code&gt;180x180mm&lt;/code&gt; (Abbildung unten) zum Prüfen der Kontrastwirkung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-02-25-halftone-saturn.avif" alt="Image: Halftone image of Saturn from my CNC machine. Image rights: asciiart.website"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis. Der Kontrast ist hoch und die silberweiße Oberfläche des Aluminium(oxyds) sieht auf der mattschwarzen Lackierung richtig edel aus.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;iframe&#10; src="https://makertube.net/videos/embed/wxcEMorVuY3hVZkseFjXyU"&#10; title="Graustufenbilder mit der CNC fertigen: Teil3"&#10; loading="lazy"&#10; allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture"&#10; allowfullscreen&#10; style="width: 100%; height: auto; min-height: 315px; aspect-ratio: 16/9;"&#10; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Graustufenbilder mit der CNC fertigen: Teil3&lt;/span&gt;&lt;a href="https://makertube.net/videos/embed/wxcEMorVuY3hVZkseFjXyU" class="attr-link" target="_blank" rel="noopener noreferrer"&gt;↗&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h2 id="qr-codes"&gt;QR-Codes&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Wenn ich schon einmal mit Dibond arbeite: Ich probiere gleich noch aus, ein paar QR-Codes mit einem Radienfräser einzubringen.&#10;Dieses Mal verwende ich verschiedene Maschinen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-02-25-qr-dibond.avif" alt="Image: QR-codengrave tests in dibond with a radius cutter"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="auf-der-hobbyline"&gt;Auf der Hobbyline&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;In schwarz graviere ich auf der mir zur Verfügung gestellten Hobbyline im übertakteten Gravurmodus. Ich fixiere das Werkstück mit einigen Punkten Doppelklebeband. Ich fräse trocken ohne Schmiermittel. Beobachtungen:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Die Gravurtiefe scheint mit zunehmender Linienlänge zuzunehmen (Aufbauschneide, Fräser schmiert ins Material)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Teilweise wölbt sich die Lackoberfläche am Fräsrand nach oben&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Sehr unsaubere Fräskanäle, starke Richtungsabhängigkeit&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="auf-der-basicline"&gt;Auf der Basicline&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Hier nutze ich natürlich meinen Vakuumtisch und profitiere vom viel stabileren Aufbau. Ich verwende eine geringe Menge Schmiermittel. War gespannt, ob die das weiße Material trotzdem ausreichende Kontraste zulässt. Beobachtungen:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Auch meine &lt;a href="https://blog.schallbert.de/projects/qr-codengrave/"&gt;QR-codeengrave&lt;/a&gt; Software muss richtig bedient werden. Ansonsten verschieben sich wie hier Nullpunkte und Größenverhältnisse. Folge: Mein Handy erkennt den QR-Code nicht 😐&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Die viel bessere Niederhaltung verhindert starke Unterschiede in der Fräskanalbreite.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Dennoch sieht man die Austauchpunkte der Maschine und manchmal auch mitgeschleifte Späne.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Die Fräsqualität ist noch immer nicht befriedigend.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h2 id="fazit-1"&gt;Fazit&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-11-01_smallparts-thumb.jpg" alt="Image: single-flute cutter for PMMA/Acrylics."&gt;&lt;/figure&gt;&#10;In Zukunft muss ich Dibond ähnlich behandeln wie Acrylglas: Sehr scharf geschliffene Fräser verwenden, die das Material ordentlich schneiden. Idealerweise Einschneider mit Habichtschnabel und Eckenfase (weiche Kanten), zentrumsschneidend, dazu ordentlich Drall. Z.B. &lt;a href="https://shop.vhf.de/articleGroups/Einzahnfraeser-mit-Stirnradius-W_F_ES_SCR.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;diese hier (Link zu vhf)&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. So wird - glaube ich - eine Materialverdrängung in das noch weichere Kernmaterial vermieden und Späne außerdem im Spankanal nach oben gefördert, sodass sie nicht anhaften können oder ein zweites Mal unter den Fräser geraten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Zudem sollte ich mit zügigen Vorschubwerten arbeiten. Dann heizt sich das Material nicht zu stark auf. Die Verwendung von ein wenig Schmiermittel sowie das Aufbringen von Schutzfolie trägt zu besserem Fräsergebnis bei. Weitere Verarbeitungshinweise gibt es beispielsweise &lt;a href="https://www.cnc-aus-holz.at/index.php?thread/2397-aluverbundplatte-dibond-gravieren/&amp;amp;postID=27536#post27536" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;im CNC-aus-Holz-Forum&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. Stöbern kann sich lohnen.&lt;/p&gt;&#10;</description></item><item><title>Graustufenbilder mit der CNC fräsen</title><link>https://blog.schallbert.de/halftone-cnc/</link><pubDate>Mon, 27 Jan 2025</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/halftone-cnc/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-01-27_bloglogo-thumb.avif"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: TSP-paths of my blog&amp;#39;&amp;#39;s logo"&#10; title="Graustufenbilder mit der CNC fräsen" /&gt;&#10;&lt;p&gt;Bis jetzt habe ich Bilder stets als Gravuren in Volltonfarben erstellt. Damit lassen sich Texte wie &lt;a href="https://blog.schallbert.de/negative-carving-with-estlcam/"&gt;diesen hier&lt;/a&gt;, aber auch &lt;a href="https://blog.schallbert.de/engrave-multicolor/"&gt;Zeichnungen&lt;/a&gt; und &lt;a href="https://blog.schallbert.de/makerfaire-ruhr/#vorbereitung"&gt;Bilder&lt;/a&gt; kontrastreich und hübsch fertigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="das-ziel"&gt;Das Ziel&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Bei der Volltondarstellung können viele Details nicht abgebildet werden. Nun möchte ich aber ein echtes Foto ins Material bringen. Idealerweise soll dies zügig, ohne manuelle Nacharbeit und mit hoher Bildqualität passieren.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Mein CAM-Werkzeug stellt hierfür eine &amp;ldquo;Halbtonbild&amp;rdquo;-Funktion zur Verfügung, mit der ich im Folgenden herumexperimentiere. Auch hier ist es wieder so, dass selten direkt gute Ergebnisse aus der Maschine fallen. Außerdem sind die Erzeugung solcher Abbildungen sehr zeitintensiv, und Fehlversuche folglich &amp;ldquo;teuer&amp;rdquo;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Daher gebe ich am Ende des Artikels ein paar Tipps und Tricks, mit deren Hilfe recht schnell gute Ergebnisse erzielt werden können.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="ein-wenig-farbwissen-rasterverfahren"&gt;Ein wenig Farbwissen: Rasterverfahren&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Problem, einen ganzen Farbraum mit nur wenigen verfügbaren Farben abbilden zu wollen, ist schon hunderte Jahre alt. Während Farbverläufe durch Mischen von Farben in der analogen Welt und auch am Bildschirm mittels unterschiedlicher Luminanzwerte der drei Farbkanäle in Pixeln hervorragend dargestellt werden können, stehen bei längst nicht jeder Anwendung eine große Anzahl Farben zur Verfügung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Drucker zum Beispiel&lt;sup id="fnref:1"&gt;&lt;a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref"&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;. Sie haben meist nur die drei Grundfarben &lt;code&gt;cyan (C)&lt;/code&gt; - ein Türkiston, &lt;code&gt;magenta (M)&lt;/code&gt; - ein Pinkton, &lt;code&gt;yellow (Y)&lt;/code&gt; - gelb sowie &lt;code&gt;key (K)&lt;/code&gt; - meist Schwarz - zur Verfügung. Hieraus müssen sie dann die Illusion aller möglicher Farben erzeugen, denn sie können die Pigmente wegen ihrer hohen Deckkraft nicht mischen. Ansonsten würde der zuletzt aufgebrachte Farbton dominieren oder die Farbe würde schlicht verlaufen. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit, Rasterverfahren einzusetzen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="halftones-halbtonbild"&gt;Halftones (Halbtonbild)&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Eines dieser Rasterverfahren heißt &lt;em&gt;halftone&lt;/em&gt;. Hierbei wird durch Farbpunkte oder -Muster unterschiedlicher Strichstärke ein &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Halftone" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Farbton simuliert&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, welchen das Auge ab einem gewissen Abstand nicht mehr auflösen kann und daher gemeinsam mit dem umgebenen Freiraum und gegebenenfalls anderen Farbpunkten zu einem Tonwert &amp;ldquo;mittelt&amp;rdquo;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-01-27_bloglogo_9600dots.avif" alt="Image: 9600 dots stipple image of my blog&amp;#39;s logo"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Dieses Verfahren eignet sich für die &lt;a href="https://hackaday.com/2011/07/28/creating-halftone-pictures-with-a-cnc-machine/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Fertigung mittels CNC-Fräse&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, sofern die Oberfläche des zu bearbeitenden Werkstücks eine andere Farbe besitzt als das Kernmaterial.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Für Halftones existieren viele verschiedene Erzeugungsverfahren, bei denen sich Anordnung der Punkte, Striche, Musterform usw. teils stark unterscheiden. Auf der CNC bestimmen das verwendete Gravurmaterial, die benötigte Auflösung und das gewünschte Werkzeug das Verfahren, da sich nicht mit jeder Kombination eine gute Qualität erreichen lässt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="dithering"&gt;Dithering&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Dither#Digital_photography_and_image_processing" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Dithering&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; wird eher bei der Darstellung auf Bildschirmen verwendet. Hierbei variiert nicht wie beim Halbtonverfahren Stärke bzw. Größe von Farbpunkten oder Mustern, sondern die räumliche Verteilung andersfarbiger Punkte, welche in die Grundfarbe gesprenkelt werden. Dadurch entsteht der Eindruck einer Mischfarbe.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auch hier gibt es wieder verschiedene Erzeugungsverfahren: Diffusion, Rauschen, Muster, &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Floyd%E2%80%93Steinberg_dithering" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Floyd-Steinberg-Algorithmus&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&amp;hellip;&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="materialauswahl"&gt;Materialauswahl&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Hier habe ich eine Menge ausprobiert. Am Besten eignen sich Materialien mit homogener Zusammensetzung und hohem Kontrast zwischen Oberflächen- und Kernfarbe. Zudem sollte die Schichtdicke des Oberflächenmaterials nicht zu groß ausfallen, da sie komplett durchstochen werden muss und dann schnell sehr große Einzelpunkte erforderlich werden. Die Oberfläche ist idealerweise mattiert, denn Seiden- Metall- oder Hochglanz erzeugen eine Blickwinkelabhängigkeit, bei der die Erkennbarkeit des Motivs leidet.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Außerdem sollte das Material komplett plan zur Fräsfläche sein, da die Punktgröße sonst unerwünscht stark variiert.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="geeignete-materialien-"&gt;Geeignete Materialien 👍&lt;/h3&gt;&#10;&lt;table&gt;&#10;&#9;&lt;thead&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Kernmaterial&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Beschichtung&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Besonderheit&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/thead&gt;&#10;&#9;&lt;tbody&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Mitteldichte Faserplatte&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Grundierung + Lack&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Fräsbahn nicht überlappen&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Aluverbundmaterial&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Lack oder Folie&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Max. 0.18mm tief fräsen&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Acrylglas (PMMA)&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Lack oder Folie&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;XT verwenden (Dickentoleranz)&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/tbody&gt;&#10;&lt;/table&gt;&#10;&lt;p&gt;Am wenigsten Aufwand macht mir die Verarbeitung von fertig lackiertem Aluverbundmaterial. Hier ist praktisch keine Vor- und Nacharbeit erforderlich. Es ist aber darauf zu achten, die Frästiefe auf &lt;code&gt;0.18mm&lt;/code&gt; zu begrenzen. Sonst wird der PU-Kern deformiert oder es entstehen Ausrisse.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Aufbringen einer Folie kann eine gute Lösung sein, wenn man den Zeitaufwand eines Farbauftrags scheut. Ich selbst bin leider nicht besonders geschickt im Umgang mit Folie. Ständig erzeuge ich Luftblasen oder Einschlüsse kleinster Staubkörnchen. Nach dem Fräsvorgang sind die dadurch entstandenen Defekte im Höhenprofil deutlich anhand zu großer Löcher im Material zu erkennen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="ungeeignete-materialien-"&gt;Ungeeignete Materialien 👎&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Die hier aufgelisteten Materialien eignen sich meiner Meinung nach so nicht gut zum Erzeugen von Halbtonbildern. Ich habe ein paar Bilder misslungener Versuche hier abgelegt. Oft liegt ein Grund für Fehlschläge in einer für das Material zu hoch gewählten Bildauflösung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;table&gt;&#10;&#9;&lt;thead&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Kernmaterial&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Beschichtung&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Grund&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/thead&gt;&#10;&#9;&lt;tbody&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Mitteldichte Faserplatte&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Furnier&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Zu hohe Schichtdicke&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Mitteldichte Faserplatte&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Metallfolie&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Papierkern der Metallfolie ist weiß&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Aluverbundmaterial&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Metall, gebürstet&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Material &amp;ldquo;matscht&amp;rdquo;, Auflösung schlecht&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Aluverbundmaterial&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Keine, PU-Kern&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Alu in Kern gedrückt, Auflösung mies&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Weiche Alu-Legierungen&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Lack oder Folie&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Aluminium verschmiert, Auflösung mies&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/tbody&gt;&#10;&lt;/table&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--left"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-01-27-3guys_perfect.avif" alt="Image: 3 guys als halftone image on metalized MDF"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Hier experimentiere ich mit der Bildpunktdichte. Im unteren Bereich habe ich sie zu eng angeordnet, sodass sich die Beschichtung beim Fräsen löst. Auf meiner Gravur-CNC benötigt ein solches Bild auf einer Platte mit den Maßen&lt;code&gt;15x10cm&lt;/code&gt; trotz Übertaktung etwa &lt;code&gt;15 Minuten&lt;/code&gt;. Das Material ist wegen des Metallglanzes, der Ausrissgefahr, einer kaum erreichbaren Flächenverleimung und der hohen Schichtdicke nicht gut für solch hohe Auflösungen geeignet.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="halbtonbilder-anforderungen-an-die-cnc"&gt;Halbtonbilder: Anforderungen an die CNC&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Problem hängt hier ausnahmsweise mal nicht mit Haltekräften, Fräskräften oder Schwierigkeiten beim Niederhalten zusammen. Im Gegenteil, beim Fräsen von Bildern werden außerordentlich geringe Kräfte aufgebracht, und die zumeist in Z-Richtung, wo die Maschinen eine Stabilitätsreserve besitzen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Komplexität der Jobs stellt das Problem dar. Das Portal muss große Strecken zurücklegen und auf dem Weg ständig bremsen und beschleunigen. Endstufen, Schrittmotoren und Lager der Linearspindeln sind hierdurch stark belastet.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="wellenstrichelinien"&gt;Wellen/Striche/Linien&lt;/h3&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-01-27-anywhereamps_halftonegrid.avif" alt="Image: Halftone wave-grid image of AnywhereAmps1.2 compared to original image"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Im Linienverfahren fährt die Maschine ein Bild zeilenweise ab. Helligkeitsinformationen werden dabei üblicherweise per Frästiefe übertragen. Damit ergeben z.B. besonders dunkle Bereiche breitere Schnitte, welche dann im Schatten liegen. Dieses Verfahren eignet sich prima bei Fräsungen in Schaumstoffen, MDF und Acrylglas. Sie lassen sich außerdem recht zügig durchführen, da die Maschine im Materialeingriff bleibt und lediglich für Zeilensprünge Positioniervorgänge erforderlich sind.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="punktverfahren"&gt;Punktverfahren&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-01-27-bloglogo_stipple.avif" alt="Image: bloglogo made of 2000 Vonoroi stipples"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Hier wird die Größe von Punkten verändert, sodass mal größere und mal kleinere Vertiefungen im Material entstehen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Halbtonbilder im Punktverfahren benötigen verhältnismäßig viel Zeit auf der Maschine. Was mit einem Hobbylaser in einer halben Stunde vonstatten gehen kann, dauert mit einer CNC-Maschine bei gleicher Größe und Auflösung locker mal zwei Stunden (auch hier gibt es &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-tuning-kinematics/"&gt;Optimierungsmöglichkeiten&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Zur Fertigung solcher Bilder muss die Maschine extrem oft die Z-Achse bewegen. Beim Fräsen von Punkten muss sie für jeden &amp;ldquo;Pixel&amp;rdquo; einmal zwischen Sicherheitshöhe und Materialeingriff wechseln.&lt;/p&gt;&#10;&lt;blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;Beispiel: Werden &lt;code&gt;400x400&lt;/code&gt; Punkte gefräst (Das wäre im Pixelmaßstab ein ziemlich mies aufgelöstes Bild), so muss die Maschine &lt;code&gt;32000x&lt;/code&gt; ihre Z-Achse in Gang setzen!&lt;/p&gt;&#10;&lt;/blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;Daher sollte die Sicherheitshöhe nur ein paar Zehntel über der Werkstückoberfläche liegen, z.B. &lt;code&gt;0.5mm&lt;/code&gt;. Um die schwere Y-Achse zu schonen, macht es Sinn, das Bild per &lt;em&gt;CAM&lt;/em&gt; zeilenweise auf der X-Achse abzuarbeiten. So wird die Y-Achse nur für Zeilensprünge bewegt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Vorteilhaft ist hier eine leichte Portalfräsmaschine mit wenig Masse auf der Z-Achse. Sie sollte gut geschmiert und die Achsführungen gereinigt sein. Gleichzeitig sollte sie nicht zu steif sein, damit sie sich nicht durch die vielen abrupten Bewegungen aufschwingt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Für Schrittmotoren und -Treiber sind diese Jobs Marathonrennen. Ihre Temperaturen sollten stets gut im Auge behalten werden. Ich empfehle, die Maschine nicht mit Halbtonbildern im Dauerbetrieb zu fahren. Die Achs- und Portalbelastungen hingegen sind vernachlässigbar: Die Maschine ist kaum Last in X- und Y-Richtung ausgesetzt, da sie zumeist nach unten im Materialeingriff steht und dies auch nur minimal zum Erzeugen kegelförmiger Vertiefungen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="labyrinthliniensegmente"&gt;Labyrinth/Liniensegmente&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-01-27-bloglogo_tsp.avif" alt="Image: TSP-paths my bloglogo connecting 9600 Vonoroi stipples"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Soll das gesamte Bild in nur einem Zug abgefahren werden, so muss erst ein &amp;ldquo;Problem des Handlungsreisenden&amp;rdquo; (&lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Travelling_salesman_problem" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;TSP&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;) gelöst werden, wie es zum Beispiel die von &lt;a href="https://www.evilmadscientist.com/2012/stipplegen-weighted-voronoi-stippling-and-tsp-paths-in-processing/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;EvilMadScientist&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; vorgestellte Software &lt;em&gt;Stipplegen2&lt;/em&gt; vermag. Bei diesem Verfahren wird die Dichte der Liniensegmente pro Flächeneinheit erhöht, wenn ein Bereich besonders dunkel erscheinen soll. Auf der CNC-Maschine sind solche Bilder recht zügig fertiggestellt, da sie die Z-Achse nur einmal eintauchen lassen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nachteilig bei diesem Verfahren sind die geringe erreichbare Auflösung (Es werden sehr viele Punkte benötigt) und der geringe Kontrast, denn alle Linien sind gleich dick.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="cnc-werkzeuge"&gt;CNC-Werkzeuge&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-01-27-graver.avif" alt="Image: This CNC graver is a good tool for halftone image fabrication"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Die Erzeugung von Halbtonbildern sind Gravurarbeiten. Daher empfiehlt sich die Verwendung von Gravierfräsern mit &lt;code&gt;60°&lt;/code&gt; oder &lt;code&gt;90°&lt;/code&gt; Spitzenwinkel sowie einer Abflachung von &lt;code&gt;0-0.5mm&lt;/code&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ist das Motiv klein, so sollte gar keine Abflachung verwendet werden. Der Spitzenwinkel sollte groß sein, wenn nicht tief gefräst werden soll oder kann oder falls die &amp;ldquo;helle Farbe&amp;rdquo; die Kernfarbe des Materials ist. So werden tiefe Schatten vermieden, die das Bild zusätzlich abdunkeln.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wird lackierte Aluminium-Verbundplatte bearbeitet, so kann ich Halbrundfräser mit &lt;code&gt;r&amp;lt;2mm&lt;/code&gt; bei sehr geringer Eintauchtiefe von maximal &lt;code&gt;0.18mm&lt;/code&gt; empfehlen. Hierbei wird allerdings vorausgesetzt, dass das Maschinenbett überplant und damit sehr eben ausgerichtet ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="herstellung"&gt;Herstellung&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-01-27-bloglogo_tsp_machined.avif" alt="Image: TSP-paths on aluminium sandwich"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Bild: Versuch, mein Bloglogo als TSP-Pfad mit 9600 Kanten auf schwarz lackiertes Aluminiumverbundmaterial zu gravieren. Verwendet habe ich einen &lt;code&gt;1/8&amp;quot; 36°-Stichel mit 0.1mm Abflachung&lt;/code&gt;. Am unteren Bildrand ist zu erkennen, dass das Material etwas tiefer liegt und daher nicht mehr vom Stichel erreicht werden kann.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="bildvorbereitung"&gt;Bildvorbereitung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Bild sollte eine hohe Auflösung besitzen und in Graustufen vorliegen. Idealerweise besitzt es hohe Kontraste und nutzt das gesamte Grautonspektrum.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nun wird das Bild entweder in ein CAM-Tool geladen, welche die Anfertigung von Halbtonbildern unterstützt - z.B. von &lt;a href="https://gadgets.vectric.com/v8/halftoner" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Vectric&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, Estlcam - oder aber in ein Bearbeitungswerkzeug, welches Punktewolken oder Pfade erzeugen kann, z.B. &lt;a href="https://www.evilmadscientist.com/2012/stipplegen2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Stipplegen2&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; oder Inkscape.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dort probiere ich stets ein paar verschiedene Einstellungen durch in Abhängigkeit vom verwendeten Material, dem gewünschten Fräser und der Bildwirkung. Oft sieht man bereits dort, ob das Foto wirken kann und erlaubt eine Einschätzung, ob die Auflösung für das verwendete Material geeignet ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="wie-man-zu-guten-ergebnissen-kommt"&gt;Wie man zu guten Ergebnissen kommt&lt;/h3&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Große Abmessungen bevorzugen: Je größer das Bild gewählt wird, desto weniger fallen Materialinhomogenitäten und ausgebrochene Bereiche auf.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Große Beobachtungsdistanz ermöglichen: Je weiter das Bild vom Betrachter entfernt positioniert wird, desto schärfer wird die Auflösung wahrgenommen. Bevor es dann irgendwann zu klein erscheint 😆&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Lichteinfallwinkel berücksichtigen: Hat das Material Seidenglanz, metallischen Glanz oder ist sogar hochglänzend, so hängt die Abbildungsqualität sehr vom Blickwinkel und der Distanz zur Lichtquelle ab. Je glänzender das Material, desto kleiner wird der Bereich, in dem die Abbildung gut zu erkennen ist.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Homogene, nicht schmierende Materialien verwenden. Ich habe mit Acrylglas die besten Ergebnisse erzielen können.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="cnc-durchlauf"&gt;CNC-Durchlauf&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Hier ist vor allem eines mitzubringen: Zeit. Im Folgenden ein paar Videoausschnitte meiner Versuche (Zeitraffer).&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;iframe&#10; src="https://makertube.net/videos/embed/n7CnjF5CUn1sidg6mxYhvL"&#10; title="Graustufenbilder mit der CNC fertigen: Teil1"&#10; loading="lazy"&#10; allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture"&#10; allowfullscreen&#10; style="width: 100%; height: auto; min-height: 315px; aspect-ratio: 16/9;"&#10; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Graustufenbilder mit der CNC fertigen: Teil1&lt;/span&gt;&lt;a href="https://makertube.net/videos/embed/n7CnjF5CUn1sidg6mxYhvL" class="attr-link" target="_blank" rel="noopener noreferrer"&gt;↗&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;div class="footnotes" role="doc-endnotes"&gt;&#10;&lt;hr&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li id="fn:1"&gt;&#10;&lt;p&gt;Ausnahmen bestätigen die Regel. Natürlich gibt es sowohl bei Bildschirmen als auch bei Druckern Ausführungen, welche dieses Problem umgehen: Sie setzen etwa zusätzliche Subpixel mit zusätzlichen Farben ein und können so größere Farbräume abdecken oder - wie im Tiefdruck (Magazine, Verpackungen etc.) üblich - verwenden eine höhere Anzahl Farben beziehungsweise Farbmischungen, deren Tonwerte näher an den benötigten Halbtönen liegen.&amp;#160;&lt;a href="#fnref:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink"&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;/div&gt;&#10;</description></item><item><title>Mehrfarbige Gravuren</title><link>https://blog.schallbert.de/engrave-multicolor/</link><pubDate>Mon, 30 Dec 2024</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/engrave-multicolor/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-12-30-multicolorengrave-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: multicolored sign &amp;#39;&amp;#39;Helft Waldbraende verhueten&amp;#39;&amp;#39;"&#10; title="Mehrfarbige Gravuren" /&gt;&#10;&lt;h2 id="die-projektidee"&gt;Die Projektidee&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Vor ein paar Wochen war ich im Wald unterwegs. Dort sah ich ein wunderschönes, altes Schild mit dem Aufdruck &amp;ldquo;Helft Waldbrände verhüten&amp;rdquo;. Ein Zeichenstil wie in Tinte aus vergangenen Zeiten. Kurzerhand fotografierte ich es.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-12-30_waldbrand-original.jpg" alt="Image: An old *Waldbrände verhüten* sign"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Leider ist das Schild ziemlich verblichen und wirkt als Foto wenig plastisch. Daher beschloss ich, mit etwas Zeitaufwand aber ohne große Kosten mit Hilfe meiner CNC-Gravurmaschine eine dreidimensionale Kopie des Schildes anzufertigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="vom-jpg-nach-svg"&gt;Vom &lt;code&gt;.jpg&lt;/code&gt; nach &lt;code&gt;.svg&lt;/code&gt;&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Bevor ich einen Job für die CNC erstellen kann, muss ich das Bild aufbereiten und in Vektorform bringen. Mein CAM-Programm kann mit Pixelgrafiken nämlich wenig anfangen. Ich möchte das Bild gern als &amp;ldquo;Carve&amp;rdquo; erstellen, also mit einem spitzen Gravierfräser diejenigen Bildbereiche schnitzen, die später farbig erscheinen sollen. Hierfür benötige ich zudem eine Farbtontrennung, da das Bild auch in der gefrästen Fassung später weiße, rote und schwarze Anteile haben soll.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="bildaufbereitung"&gt;Bildaufbereitung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-12-30_waldbrand-cleaned.jpg" alt="Image: Preparing the image for trace operation"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Hierfür nutze ich gängige Bildbearbeitungsprogramme wie &lt;a href="https://www.gimp.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;gimp&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; und &lt;a href="https://www.getpaint.net/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;paint.net&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. Ich verwende das &lt;em&gt;curves&lt;/em&gt;-Werkzeug, um den Kontrast zu erhöhen, richte die Perspektive mittels 3D-Drehung gerade und hole mir anschließend mit dem &lt;em&gt;Zuschneiden&lt;/em&gt;-Werkzeug den gewünschten Bildausschnitt. Anschließend radiere ich Bilddefekte, Schmutz oder durch die Kontrasterhöhung entstandene Artefakte weg. Zum Schluss noch ein wenig Schärfe hineindrehen und eine Tontrennung vornehmen, sodass ich keine Rottöne oder Graustufen, sondern reine Farben erhalte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nun exportiere ich das Bild als &lt;code&gt;.jpg&lt;/code&gt; und importiere es in &lt;a href="https://inkscape.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Inkscape&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="pfadkonversion"&gt;Pfadkonversion&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Hier skaliere ich das Bild zuerst, sodass es auf eine A4-Seite passt. Außerdem erstelle ich ganz unten links im Bild ein &lt;code&gt;1mm x 1mm&lt;/code&gt; kleines Quadrat, was mir für die beiden Farbschichtbilder später im CAM als Nullpunkt dienen soll, selbst aber nicht gefräst wird.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-12-30_waldbrand-trace.jpg" alt="Image: tracer in Inkscape"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Wie bereits in einem früheren &lt;a href="https://blog.schallbert.de/path-from-image/#inkscape"&gt;Artikel zur Pfadkonversion&lt;/a&gt; beschrieben, nutze ich die Trace-Funktion und kann so die roten und schwarzen Bereiche mittels unterschiedlicher Helligkeitsgrenzwerte in je eigene Layers freistellen. Die &amp;ldquo;rote&amp;rdquo; Layer enthält erst einmal auch die schwarzen Bildbereiche. Ich kann jedoch Layers voneinander subtrahieren, sodass nach dieser Aktion nur noch die roten Bildanteile übrig bleiben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Anschließend lasse ich die Pfade noch vereinfachen und entferne fälschlicherweise erstellte Pfadartefakte. Ich exportiere die &amp;ldquo;rote&amp;rdquo; und die &amp;ldquo;schwarze&amp;rdquo; Layer jeweils als &lt;code&gt;.svg&lt;/code&gt;-Datei.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="pfadplanung-im-cam"&gt;Pfadplanung im CAM&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--left"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-12-30-feuertrace.jpg" alt="Image: *red* areas to be cut"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Im CAM muss ich zwei Jobs planen - je einen für jede Farbe. Die unbearbeiteten Bildbereiche sollen weiß erscheinen. Die Gravur des ersten Jobs wird mit roter Farbe ausgelegt werden, und die zweite Gravur soll später tiefschwarz erscheinen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich importiere also zuerst die &amp;ldquo;rote&amp;rdquo; SVG-Datei, wähle die für DIN A4 passende Skalierung, setze den Nullpunkt unten links und mache mich anschließend an die Erstellung der Carve-Pfade.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="job1-rote-bereiche"&gt;Job1: &amp;ldquo;rote&amp;rdquo; Bereiche&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich setze eine Tiefenbegrenzung von &lt;code&gt;2mm&lt;/code&gt; und wähle für die Gravur einen &lt;code&gt;6mm 90°&lt;/code&gt; Stichel mit einer Schneide und &lt;code&gt;0.5mm&lt;/code&gt; Abflachung an der Spitze. Für die Räumarbeiten größerer gravierter Bereiche suche ich einen &lt;code&gt;3mm&lt;/code&gt; Zweischneider für Holz heraus und fräse mit &lt;code&gt;60%&lt;/code&gt; seitlicher Zustellung. Die Drehzahl stelle ich für beide Fräser bei &lt;code&gt;24000U/min&lt;/code&gt;, den Vorschub auf &lt;code&gt;3000mm/min&lt;/code&gt; ein.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--left"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-12-30-waldtrace.jpg" alt="Image: *black* areas to be cut"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="job2-schwarze-bereiche"&gt;Job2: &amp;ldquo;schwarze&amp;rdquo; Bereiche&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Bei den schwarzen Bereichen erlaube ich für Job2 eine höhere Tiefenzustellung von &lt;code&gt;2.8mm&lt;/code&gt; und spare mir den Räumfräser, da hier weniger zusammenhängende Flächen abgenommen werden müssen. Durch die größere Tiefe soll das Schwarz noch dunkler und das Motiv plastischer wirken.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="durchführung"&gt;Durchführung&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Für das Projekt nehme ich eine schwarz durchgefärbte Faserplatte (MDF) zur Hand. Mit weißem Acryllack streiche ich sie mehrfach an, bis ich eine homogene und gut deckende Oberfläche habe. Nachdem alles getrocknet ist, bringe ich eine selbstklebende Folie auf. Profis nehmen Schablonenfolien (Maskierfolien) z.B. von Orafol, ich behelfe mir jedoch mit einer viel einfacheren Einschlagfolie für Bücher. Nicht perfekt, da ihre Haftung für kleine Flächen nicht ausreicht - aber gut genug für mich.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="rote-flammen"&gt;Rote Flammen&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Nun lasse ich den ersten Job auf der Fräse durchlaufen. Dafür klebe ich das Werkstück mit Doppelklebeband im Arbeitsbereich der Fräse fest und richte sie ordentlich aus, sodass der Nullpunkt einfach gesetzt werden kann.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Sobald die Fräse durchgelaufen ist, setze ich Schrauben in die T-Nuten des Grundplatte an den Rändern des Werkstücks. So kann ich es nachher wiederholgenau positionieren. Anschließend löse ich es vom Maschinenbett, reinige es mit Bürste und Pinsel und bringe rote Sprühfarbe auf. Dummerweise zieht diese sofort in das MDF ein (siehe Video unten). Die Flammen bleiben somit schwarz. Ich probiere es erneut, wieder ohne Erfolg. Also muss ich nochmal ins Geschäft und einen viel viskoseren Lack zum Aufbringen per Pinsel kaufen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;Soll MDF lackiert werden, eignet sich Sprühfarbe wegen ihrer geringen Viskosität nicht: Sie zieht ein und hinterlässt kaum Pigmente auf der Oberfläche.&lt;/p&gt;&#10;&lt;/blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;Nachdem ich auch hier wieder gewartet habe bis die ausgelegten Flammen getrocknet sind, montiere ich das Werkstück erneut auf dem Maschinenbett.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="schwarze-tannen"&gt;Schwarze Tannen&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Nun lasse ich den zweiten Job durchlaufen. Dies geht trotz Verzicht auf den Räumfräser bedeutend schneller, da der Werkzeugwechsel entfällt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Anschließend ziehe ich die Schutzfolie vom Werkstück ab und reinige es gründlich.&#10;Wie schön das Schild geworden ist!&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-12-30-multicolorengrave.jpg" alt="Image: carving complete: My copy of *Waldbrände verhüten*."&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h2 id="video-der-3d-gravur"&gt;Video der 3D-Gravur&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Zu diesem Projekt gibt es mal wieder ein Zeitraffer-Video, bereitgestellt auf meinem PeerTube-Kanal.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;iframe&#10; src="https://makertube.net/videos/embed/briT2e8qbbY6uWFFmv688n"&#10; title="multicolorEngrave"&#10; loading="lazy"&#10; allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture"&#10; allowfullscreen&#10; style="width: 100%; height: auto; min-height: 315px; aspect-ratio: 16/9;"&#10; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;multicolorEngrave&lt;/span&gt;&lt;a href="https://makertube.net/videos/embed/briT2e8qbbY6uWFFmv688n" class="attr-link" target="_blank" rel="noopener noreferrer"&gt;↗&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h2 id="was-noch-besser-werden-könnte"&gt;Was noch besser werden könnte&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Im Nachhinein betrachtet gibt es bei meinen Projekten oft Dinge, die noch besser gemacht werden können. Wenn ich so auf das Video gucke, fallen mir zwei Sachen auf:&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="1-pfadqualität-bestimmt-fräsqualität"&gt;1. Pfadqualität bestimmt Fräsqualität&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich wollte möglichst schnell zum Ergebnis kommen und habe daher bei der Umwandlung vom Pixelbild zur Vektorgrafik nicht alle Pfadartefakte ausgeräumt. Diese äußern sich am fertigen Produkt als kleine Inseln und Punkte, die weniger tief gefräst wurden als der Rest. Am besten ist dies in den roten Bildbereichen zu erkennen. In Natura fällt das kaum auf. Im Video erkennt man aber, dass Fräse zum Ausarbeiten dieser Stellen zusätzliche Zeit benötigt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="2-cam-strategie-kostet-zeit"&gt;2. CAM-Strategie kostet Zeit&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Mein Programm für die Fräsplanung läuft Fräspfade für Räumung, Umrisse und Ausspitzungen von oben nach unten jeweils zeilenweise ab. Dies hat zur Konsequenz, dass unglaublich viele Positioniervorgänge für nicht zusammenhängende Pfade erforderlich werden. Zudem wird jeder Punkt im ungünstigsten Falle drei mal angefahren.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;code&gt;G00&lt;/code&gt;-Kommandos sind hier schlecht, weil sie eine Menge Zeit kosten und die Maschine unnötige Wege verfährt. Dieses Problem ließe sich nur mit einem professionellerem CAM-Werkzeug beheben.&lt;/p&gt;&#10;</description></item><item><title>Stahl bearbeiten</title><link>https://blog.schallbert.de/milling-steel/</link><pubDate>Mon, 10 Jun 2024</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/milling-steel/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-06-10-siemens-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: PC towers with CNC-made window"&#10; title="Stahl bearbeiten" /&gt;&#10;&lt;p&gt;Für unseren Retro-Gaming Stand auf der &lt;a href="https://blog.schallbert.de/makerfaire-ruhr/"&gt;Maker Faire Ruhr 2024&lt;/a&gt; habe ich Ausschnitte in PC-Gehäuse gefräst. Die zugehörige Geschichte möchte ich hier nun erzählen und passende Parameter für die Bearbeitung von Stahl auf &amp;ldquo;weichen&amp;rdquo; Hobbymaschinen teilen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="doch-vorsicht"&gt;Doch Vorsicht!&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Vorab möchte ich erwähnen, dass ich einige sicherheitsrelevante Dummheiten begangen habe, die in Zukunft unbedingt zu vermeiden sind:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Niemals mit Handschuhen in der Nähe sich drehender Maschinenteile hantieren!&lt;sup id="fnref:1"&gt;&lt;a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref"&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Kühl- und Schmiermittel müssen für den Verwendungszweck geeignet sein; Rauch- und Brandgefahr!&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Schutz- und Abschrankeinrichtungen sind fest zu montieren und dürfen nicht umgangen werden!&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Wer sich also mit Arbeits- und Betriebssicherheit auskennt, sollte das weiter unten zur Verfügung gestellte Video besser nicht anschauen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="das-werkstück"&gt;Das Werkstück&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Zu bearbeiten habe ich Stahlbleche von PC-Gehäusen (MIDI-Tower) mit einer Stärke von &lt;code&gt;0.7mm-0.9mm&lt;/code&gt;. Beim Material handelt es sich um galvanisch verzinkten, kalt gewalzten Stahl (&lt;a href="https://www.cosasteel.com/secc-steel/#SECC_Material_Specification" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;SECC&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;), also eine günstige und verhältnismäßig leicht zu verarbeitende Stahlsorte mit niedrigem Kohlenstoffgehalt und geringer Beimischung anderer Legierungselemente.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-06-10-cad-pcwindow-opensea.jpg" alt="Image: PC tower case service flap drawing"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Diese Stahlsorte wird für Bleche im Automobilbau und vielen Haushaltsgeräten, vor allem in &amp;ldquo;weißer Ware&amp;rdquo; eingesetzt und findet zudem oft im Automaten- und Schaltschrankbau Verwendung. Somit ist diese Fräsarbeit übertragbar auf andere Einsatzgebiete.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Maße der Gehäuseseiten liegen zwischen &lt;code&gt;35x45xm&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;52x50cm&lt;/code&gt;, passen also alle problemlos auf meine Maschine. Mit einer Ausnahme liegen die Seitenteile mit ihrer sichtbaren Seite plan und ohne Ausschnitte auf, sodass mein Vakuumtisch für das Niederhalten ohne Weiteres in Frage kommt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Seitenwand eines der Gehäuse besitzt kiemenartige Perforationen zur Belüftung sowie eine Vertiefung für einen Griff. Bei den Lüftungsschlitzen behelfe ich mir mit Frischhaltefolie zum Halten des Vakuumdrucks, während der Verlust des Vakuums beim Durchfräsen der Griffmulde in Kauf genommen wird.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="cadcam"&gt;CAD/CAM&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Die zu schneidenden Ausschnitte sind sämtlich geometrisch einfach und berücksichtigen für Rundungen &lt;code&gt;r=1.5*Fräserradius&lt;/code&gt;. Das Fenster für den &amp;ldquo;Meeres-PC&amp;rdquo; ist dabei zweiteilig angelegt und soll eine Sturmszene auf See darstellen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-06-10-cad-pcwindow-opensea-detail.jpg" alt="Image: CAD detail drawing for open-sea-PC"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Das Fenster ist rundherum &lt;code&gt;0.25mm&lt;/code&gt; kleiner als die Aussparung, was in einer fast spielfreien Passung führt und sehr professionell aussieht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Im CAM stelle ich Gegenlauffräsen ein, was bei weniger steifen Maschinen wie meiner bei Bearbeitung harter und zäher Materialien anzuraten ist. Die Maschine läuft so etwas weicher und leiser - trotzdem schüttelt und vibriert sie noch beträchtlich.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Bei der Tiefenzustellung wähle ich einen Wert, der vier hundertstel Millimeter geringer ausfällt als die Materialstärke beträgt. So lasse ich praktisch nur noch eine hauchdünne Folie aus Lack und Korrosionsschutz übrig, verschleiße mir aber nicht die Haftvermittlungsmatte aus Gummi.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="fräsparameter"&gt;Fräsparameter&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-06-10-cutter.jpg" alt="Image: endmill for cutting steel"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Im Vergleich zur Bearbeitung von Holz liegen die Schnittgeschwindigkeiten bei Stahl deutlich niedriger. Während ich in Birke Multiplex mit &lt;code&gt;450m/min&lt;/code&gt; unterwegs bin, empfehlen mir verschiedene Schnittdatenrechner wie &lt;a href="https://www.machiningdoctor.com/de/calculators/speeds-and-feeds-calculator/#f1p5" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;dieser hier&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; Werte zwischen &lt;code&gt;80m/min&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;200m/min&lt;/code&gt;. So ergibt sich beispielsweise ein Parametersatz wie &lt;code&gt;S4250u/min, F255mm/min&lt;/code&gt; für meinen Zweischneider aus Feinstkorn-Hartmetall.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dieser Fräser besitzt im &lt;code&gt;45°&lt;/code&gt;-Winkel abgeschrägte Schnittkanten von &lt;code&gt;0.2mm&lt;/code&gt; Länge und mit &lt;code&gt;30°&lt;/code&gt; einen starken Drall. Zur Erhöhung der Standzeit ist er im Vakuumverfahren &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Physikalische_Gasphasenabscheidung" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;PVD&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; mit einer etwa &lt;code&gt;3µm&lt;/code&gt; starken &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Titanium_aluminium_nitride" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;TiAlN&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;-Legierung beschichtet.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe auf meiner Maschine nach Rücksprache mit dem Hersteller des Fräsers Parameter vorgewählt, die ich in Testläufen nochmal anpassen und damit höhere Tiefenzustellung bei geringerer Spantemperatur erreichen konnte (keine blauen Späne mehr). Hier die Werte, die ich für die Bearbeitung schließlich verwendet habe:&lt;/p&gt;&#10;&lt;table&gt;&#10;&#9;&lt;thead&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Fräser&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Schneidengeometrie&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Drehzahl&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Vorschub XY&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Vorschub Z&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Zustellung Z&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/thead&gt;&#10;&#9;&lt;tbody&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;6mm, Vollhartmetall&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;2Flutes 30°, l=12, 45°0.2Fase&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;6000u/min&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;550mm/min&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;250mm/min&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;0.8mm&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/tbody&gt;&#10;&lt;/table&gt;&#10;&lt;aside class="update-box update-box--note" role="note"&gt;&#10; &lt;span class="update-box__icon" aria-hidden="true"&gt;&#10; ℹ️&#10; &lt;/span&gt;&#10;&#10; &lt;div class="update-box__body"&gt;&#10; &lt;div class="update-box__heading"&gt;&#10; &lt;strong class="update-box__title"&gt;&#10; &#10; Update: Fräsparameter&#10; &#10; &lt;/strong&gt;&#10;&#10; &lt;time datetime="2025-12-04T00:00:00Z"&gt;&#10; 04. Dez. 2025&#10; &lt;/time&gt;&#10; &#10; &lt;/div&gt;&#10;&#10; &#10; &lt;div class="update-box__content"&gt;&#10; Nach ein paar Rückfragen in verschiedenen Foren zum Thema habe ich neue Erkenntnisse gewonnen, die meine Fräsparameter für weitere Projekte nochmal deutlich verändert haben. Weiterführende Artikel zum Thema: &lt;a href="https://blog.schallbert.de/milling-secc/"&gt;SECC fräsen&lt;/a&gt;, &lt;a href="https://blog.schallbert.de/engrave-aisi304-stainless-steel/"&gt;Edelstahl gravieren&lt;/a&gt;&#10; &lt;/div&gt;&#10; &#10; &lt;/div&gt;&#10;&lt;/aside&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;In der Stahlbearbeitung für die Fräser auf abgeschrägte Schnittkanten achten&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Vorschub hoch, Tiefenzustellung runter (gilt besonders für &amp;ldquo;weiche&amp;rdquo; Maschinen)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Trocken fräsen ist weniger problematisch als ich dachte&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Dieses &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=WzT4HJalwAs" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Youtube-Video von Stefan Gotteswinter&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; erläutert den Vorteil durch geringere Spandicken bei Verwendung abgeschrägter Schnittkanten sehr anschaulich. Dies funktioniert dann am besten, wenn die Tiefenzustellung nicht größer ist als die Länge der Fase am Schneidenende.&#10;Auch auf &lt;a href="https://www.cnczone.nl/viewtopic.php?t=23051" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;cnczone&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; wird mir empfohlen, einen &amp;ldquo;High-speed milling&amp;rdquo;-Ansatz zu wählen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Für meinen Zweischneider passe ich die Schnittdaten also so an, dass ich die Tiefenzustellung drastisch zurücknehme, dafür aber Vorschub und Drehzahl erhöhe:&lt;/p&gt;&#10;&lt;table&gt;&#10;&#9;&lt;thead&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Fräser&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Schneidengeometrie&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Drehzahl&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Vorschub XY&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Vorschub Z&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Zustellung Z&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/thead&gt;&#10;&#9;&lt;tbody&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;6mm Zweischneider&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;30°Drall, l=12, 45°0.2Fase&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;10600u/min&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;970mm/min&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;450mm/min&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;0.2mm&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/tbody&gt;&#10;&lt;/table&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich bin schon sehr gespannt darauf, diese Werte in der Praxis zu erproben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="vorbereitung-des-fräsvorganges"&gt;Vorbereitung des Fräsvorganges&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Da ich das erste Mal in Stahl unterwegs bin, musste ich noch ein paar Besorgungen machen und Dinge vorab ausprobieren.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="kühlschmierstoff"&gt;Kühlschmierstoff&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Bei Arbeiten in Stahl sei Kühlung zum Schutz des Fräsers unerlässlich, meinte der Fräsenhersteller. Also habe ich mir eine Spritze besorgt, mit der ich Schmiermittel punktgenau aufbringen kann. Nur: Welches Mittel wählen?&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Für nur drei Teile besorge ich mir nicht extra eine Minimalmengenschmierung oder Kühlschmierstoffe aus dem Industriebedarf. Also probiere ich im Haushalt verfügbare Mittel aus:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Sprühschmierstoff WD40: Für mich nicht geeignet. Verdampft schnell, riecht.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Nähmaschinenöl / Feinöl: Nicht geeignet. Sehr flüssig (fließt in Vakuumlöcher), raucht und stinkt.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Rapsöl zum Braten: Wunderbar! Schmiert gut, relativ viskos, geruchsarm, kaum Rauchentwicklung.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="spanschutz"&gt;Spanschutz&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-06-10-chipprotector.jpg" alt="Image: This tube made of acrylic glass protects from flying chips"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Die bei der Bearbeitung entstehenden Metallspäne sind kurz, heiß und scharfkantig. Sie bleiben gern in der Kleidung hängen und fliegen so weit, dass selbst bei über einem Meter Entfernung zur Maschine noch reichlich Späne ankommen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Also habe ich mir aus einem Acrylglasrohr mit &lt;code&gt;20cm&lt;/code&gt; Durchmesser ein Segment abgesägt, geschlitzt und es als Spanschutz an der Z-Achse eingehängt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Mein Fehler an dieser Stelle: Ich habe auf die Klemmkraft alleine vertraut und den Spanschutz nicht zusätzlich mit Schrauben befestigt. Zum Glück verklemmte er sich erst beim Fertigen des letzten Teiles.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="fräsen"&gt;Fräsen&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Man merkt sofort, dass die Maschine nicht die nötige Steifigkeit zur Verarbeitung von Stahl hat. Sobald der Fräser in das Material eintaucht, beginnt die Maschine zu rattern und zu schütteln. Dennoch kämpft sie sich tapfer durch das Material, während ich stets mit einem Tropfen Öl am Fräspfad bereit stehe.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;iframe&#10; src="https://makertube.net/videos/embed/jbtp1jvVi2GLvJq1GdhmgF"&#10; title="Stahl fräsen!"&#10; loading="lazy"&#10; allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture"&#10; allowfullscreen&#10; style="width: 100%; height: auto; min-height: 315px; aspect-ratio: 16/9;"&#10; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Stahl fräsen!&lt;/span&gt;&lt;a href="https://makertube.net/videos/embed/jbtp1jvVi2GLvJq1GdhmgF" class="attr-link" target="_blank" rel="noopener noreferrer"&gt;↗&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Spindel hat mehr als genügend Reserven zur Verfügung selbst bei der geringen Drehzahl. Jedoch achte ich für die Werkstückpositionierung sehr darauf, möglichst mittig an der Kugelumlaufspindel der Y-Achse zu arbeiten. Hier erfährt die Maschine die geringsten Verwindungskräfte. Die Späne sehen für meine Augen gut aus.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-06-10-chips.jpg" alt="Image: steel chip quality"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Geräusch verändert sich beim Fräsen: Ich habe mehr Vibrationen in der Maschine, wenn ich in Y-Richtung fräse, als wenn sich nur die X-Achse bewegt. Diesem Phänomen werde ich später genauer auf den Grund gehen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="das-ergebnis"&gt;Das Ergebnis&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Fensterausschnitte kann ich nach der Bearbeitung auf der CNC mit einem Cuttermesser einfach ausschneiden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2024-06-10-cuttingsteel.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Video: Auslösen des Ausschnittes mit einem Cuttermesser&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Die (minimalen) Grate entferne ich fix mit einer Feile.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-06-10-pcwindow-opensea.jpg" alt="Image: Cutout completed and cleaned"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Danach fertige ich Fenster aus durchsichtigem Acrylglas in &lt;code&gt;3mm&lt;/code&gt; Stärke, welche ich rundherum mit einer &lt;code&gt;10mm&lt;/code&gt; breiten Falz von &lt;code&gt;1mm&lt;/code&gt; Tiefe versehe. Somit wird die Stärke des doppelseitigen Klebebands zum Einpassen berücksichtigt und die Scheibe schließt plan mit dem PC-Gehäuse ab.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-06-10-siemens.jpg" alt="Image: The ready-built PC"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Das obige Bild zeigt ein &lt;code&gt;Celsius 1000 Workstation&lt;/code&gt; Gehäuse von Siemens, welches mit einem schlichten Fenster versehen, nun richtig edel aussieht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;div class="footnotes" role="doc-endnotes"&gt;&#10;&lt;hr&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li id="fn:1"&gt;&#10;&lt;p&gt;Handschuhe können bei versehentlichem Kontakt mit dem Fräser mitgerissen werden. Dies kann schwere Handverletzungen nach sich ziehen.&amp;#160;&lt;a href="#fnref:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink"&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;/div&gt;&#10;</description></item><item><title>CNC Tuning #3</title><link>https://blog.schallbert.de/cnc-tuning-pathinterpreter/</link><pubDate>Sat, 04 May 2024</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/cnc-tuning-pathinterpreter/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-04-20-G64RD-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: Thumbnail of endmill cutting forces"&#10; title="CNC Tuning #3" /&gt;&#10;&lt;p&gt;Dies ist der letzte Teil meiner Reihe über die Optimierung der Fertigungszeit auf CNC-Fräsmaschinen. Er konzentriert sich auf den Pfadinterpreter der CNC-Steuersoftware.&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-tuning-gcode/"&gt;&lt;em&gt;Teil 1&lt;/em&gt;: Besserer G-Code&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-tuning-kinematics/"&gt;&lt;em&gt;Teil 2&lt;/em&gt;: Kinematische Parameter hochdrehen&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Der Pfadinterpreter der Steuersoftware ist dafür zuständig, die Anweisungen aus dem &lt;code&gt;G-Code&lt;/code&gt; zu lesen und in Maschinenbewegungen zu übersetzen. Soll beispielsweise &lt;code&gt;G01 X100 Y200 Z-2.0 F2000 S18000&lt;/code&gt; ausgeführt werden, so muss der Pfadinterpreter die akuelle Position der Maschine kennen und einen Fräsvektor erzeugen, der zur gewünschten Position mit den vorgegebenen Parametern zeigt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Hierbei muss der Interpreter die kinematischen Parameter der Maschine berücksichtigen: Mit welcher Rampe auf Zielgeschwindigkeit &lt;code&gt;F1000&lt;/code&gt; beschleunigt wird ob der gewünschte Vorschub überhaupt zulässig ist, und ab welchem Punkt wieder gebremst werden muss um den Zielpunkt exakt zu erreichen. Die so gewonnenen Daten werden schließlich in eine Schrittfolge für die drei Schrittmotoren übersetzt, in einen Pufferspeicher geladen und schließlich in Echtzeit an die Motorendstufen ausgegeben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="schritt-3-optimierung-des-pfadinterpreters"&gt;Schritt 3: Optimierung des Pfadinterpreters&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-05-04-laf-settings.jpg" alt="Image: Look Ahead Feed in the CNC control software"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Viele Steuersoftware-Anbieter haben integrierte Fräspfadfilter programmiert, welche mittels Kommando &lt;code&gt;G64&lt;/code&gt; oder per Menü zu konfigurieren sind. Ich verlinke hier mal ein paar Beispiele verschiedener Hersteller, wo für spezifische Details nachgelesen werden kann:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://www.datron.com/resources/blog/toolpath-filter-achieves-a-perfect-surface-finish/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;&amp;ldquo;Toolpath filter&amp;rdquo; von Datron&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://docs.edingcnc.com/settings/trajectory" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;&amp;ldquo;Look Ahead Feed&amp;rdquo; von EdingCNC&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="http://wiki.linuxcnc.org/cgi-bin/wiki.pl?TrajectoryControl" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;&amp;ldquo;Path Blending&amp;rdquo; von LinuxCNC&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Kunst ist nun, eine Konfiguration passend zum Fräsjob und der Maschinenkinematik zu finden. Es geht hier immer um einen Kompromiss zwischen Fertigungsgeschwindigkeit und Bahntoleranz. Soll also mit hohem Vorschub gefahren werden, werden eigentlich spitze Kanten verrundet, verbundene Liniensegmente in einem Toleranzband angefahren oder Pfade so vereinfacht, dass außerhalb der von der Maschine erreichbaren Beschleunigung befindliche Pfadpunkte nicht angefahren werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="grundlagen-was-ist-look-ahead-feed"&gt;Grundlagen: Was ist &amp;ldquo;Look Ahead Feed&amp;rdquo;?&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Hiermit ist gemeint, dass der Pfadinterpreter der Steuersoftware sich während des Ausführens einer Fräsoperation - z.B. &lt;code&gt;G01 X* Y* (lineare Bewegung Punkt zu Punkt)&lt;/code&gt; - bereits die nächste(n) Operation(en) anschaut und herausfindet, ob und wie stark zwischen den Operationen abgebremst und wieder beschleunigt werden muss bzw. direkt durchgefahren werden kann. Die Physik dahinter erkläre ich &lt;a href="https://blog.schallbert.de/portal-milling-setup/#acceleration"&gt;im Artikel zum CNC-Setup&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Hierdurch kann teils massiv Zeit gespart werden, der Fräsvorgang wird flüssiger und die Maschine erfährt geringere Belastungen. Zusätzlich zur Vermeidung von Beschleunigungs- und Bremsvorgängen kann mittels Parameter &lt;code&gt;G64&lt;/code&gt; eingestellt werden, ob und wie Fräspfadfilter die geplante Trajektorie verändern dürfen, um weiter auf höhere Bahngeschwindigkeiten zu optimieren.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="ideal-im-gravurbetrieb"&gt;Ideal im Gravurbetrieb&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Im Gravurbetrieb kann man sich solche Optionen hervorragend zu Nutze machen: Höhere Toleranzen sind hier meist OK, und leicht verrundete Kanten oft akzeptabel. Bei 3D-Gravuren dauert das Fräsen durch die vielen Pfade lang, und hier ist besonders viel Zeit herauszuholen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Da ich Eding CNC benutze, kann ich nur für Parameter dieser Steuerung Tipps geben. Nun aber ab ins Detail zur Erklärung der Einstellungen!&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="fräspfadtoleranz-g64-p"&gt;Fräspfadtoleranz &lt;code&gt;G64 P*&lt;/code&gt;&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-05-04-lafblending.jpg" alt="Image: Look Ahead Feed G64 CNC corner blending"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Dieser Parameter gibt der Steuersoftware die allgemeine Toleranz der Pfadgenauigkeit vor.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe meine Maschine so eingestellt, dass sie im Gravurbetrieb Abweichungen vom vorgegebenen Fräspfad von bis zu &lt;code&gt;LAF blending tolerance = 0.3mm&lt;/code&gt; zulässt. Alternativ kann die Konfiguration per Kommando &lt;code&gt;G64 P0.3&lt;/code&gt; erfolgen. Im Bild habe ich skizziert, wie sich eine solche Einstellung in der Praxis auswirken kann: Der Fräspfad (weiß) besteht aus &lt;code&gt;G01&lt;/code&gt;-Liniensegmenten. Die Toleranz ist mit Hilfe von Kreisen eingezeichnet. Der Pfadinterpreter der Steuersoftware kann nun eigenständig Kreissegmente so definieren, dass innerhalb der Toleranz eine möglichst hohe Bahngeschwindigkeit erreicht wird.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die so ermittelte Bahn (türkis) ähnelt einer Spline-Kurve. Zu beachten ist hier, dass sämtliche Linien von dieser Einstellung betroffen sein können - auch solche, die strenge Toleranzanforderungen haben. Ist dies nicht gewünscht, so sollte hier ein kleinerer Wert verwendet werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="pfadverrundung-g64-r"&gt;Pfadverrundung &lt;code&gt;G64 R*&lt;/code&gt;&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Treffen zwei Liniensegmente im Winkel von bis zu &lt;code&gt;LAF full speed blending angle threshold = 12°&lt;/code&gt; aufeinander, wird die Maschine ohne abzubremsen versuchen, dem Winkel genau zu folgen. Bei größeren Winkeln wird mit reduzierter Geschwindigkeit mit per &lt;code&gt;G64 P*&lt;/code&gt; definierter Toleranz gefahren. Diese Konfiguration wird mit &lt;code&gt;G64 R12&lt;/code&gt; programmiert.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Werte hier sind mit großer Vorsicht einzustellen, weil sie zu Beschleunigungsspitzen auf der Maschine führen. Große Werte können Schrittverluste und höheren Verschleiß der CNC-Fräse verursachen. Dafür werden Bahngeschwindigkeit und Genauigkeit optimal gehalten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="pfadverrundung-bei-reduziertem-vorschub-g64-s-d"&gt;Pfadverrundung bei reduziertem Vorschub &lt;code&gt;G64 S* D*&lt;/code&gt;&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-05-04-G64RD.jpg" alt="Image: Look Ahead Feed G64 CNC corner radius"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Diese Konfiguration gibt der Steuersoftware die Möglichkeit, Kanten bis zum eingestellten Toleranzwert zu verrunden: &lt;code&gt;LAF reduced speed path smoothing delta = 0.001mm&lt;/code&gt;. In Kombination mit der Verrundung muss der Winkel eingestellt werden, bis zu dem diese Verrundung durchgeführt werden soll: &lt;code&gt;LAF reduced speed path smoothing angle threshold = 0°&lt;/code&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Programmiert wird diese Funktion am Besten in Kombination mit der Pfadverrundung bei vollem Vorschub als &lt;code&gt;G64 R* S* D*&lt;/code&gt;. Der Vorteil hierbei ist, dass Liniensegmenten wie im Bild gezeigt sehr genau gefolgt wird, und die Kanten gleichzeitig aber fein justierbar abgerundet werden. Bis zum über &lt;code&gt;R&lt;/code&gt; definierten Winkel wird sogar mit vollem Vorschub dem Pfad exakt gefolgt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Werden bei &lt;code&gt;S&lt;/code&gt; sehr große Winkel eingestellt, so findet entsprechend &lt;code&gt;D&lt;/code&gt; auch eine stärkere Verrundung statt. Überschreitet der im Fräsprogramm vorgegebene Winkel jedoch den konfigurierten Wert, so fällt der Algorithmus auf die für &lt;code&gt;P&lt;/code&gt; hinterlegten Werte bzw. in den exakten Pfadfolgemodus zurück.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="pfadvereinfachung-g64-q"&gt;Pfadvereinfachung &lt;code&gt;G64 Q*&lt;/code&gt;&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-05-04-lafcombine.jpg" alt="Image: Look Ahead Feed G64, path combine setting"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Enthält die G-Code Datei zahlreiche, sehr kurze Liniensegmente (wie sie oft bei der Erstellung von Pfaden aus Bilddateien entstehen), kann diese Funktion durch Vereinfachen der Fräspfade Abhilfe schaffen. Dabei gibt die Zahl hinter dem Parameter die Toleranz an, bis zu der Liniensegmente zu einer Linie verschmolzen werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diese Einstellung entlastet den Pufferspeicher der Maschine und erhöht gleichzeitig die mittlere Bahngeschwindigkeit. Für den Gravurbetrieb halte ich diese Einstellung insbesondere für interessant, wenn mit &amp;ldquo;verrauschten&amp;rdquo; Daten gearbeitet wird und im CAD nicht die Möglichkeit bestand, die Anzahl der Pfade zu reduzieren.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="beschleunigungsfilter-g64-f"&gt;Beschleunigungsfilter &lt;code&gt;G64 F*&lt;/code&gt;&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Mittels diesen Parameters können die durch Look Ahead Feed möglicherweise erzeugten Beschleunigungsspitzen abgemildert werden. Der minimal einzustellende Wert ergibt sich durch den Quotienten aus gewähltem Vorschub für die Operation und maximaler Geschwindigkeit der Maschine.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Beispiel: &lt;code&gt;Fmin = Foperate / Fg00&lt;/code&gt;, bei &lt;code&gt;Fg00 = 12000mm/min&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;Foperate = 5000mmm/min&lt;/code&gt; ist &lt;code&gt;Fmin = 0.42&lt;/code&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Also wird bei Vorschub von &lt;code&gt;5000mm/min&lt;/code&gt; die maximal mögliche Beschleunigung der Maschine abgerufen und Kurvenradien so eingestellt, dass sie bei konstanter Bahngeschwindigkeit gefahren werden. Alle Werte größer gleich &lt;code&gt;Fmin = 1&lt;/code&gt; sind inherent sicher, unabhängig vom gewählten Vorschub.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-05-04-accelfilter.jpg" alt="Image: acceleration filter for G64 operation"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Dieser Parameter wurde entwickelt für die Bearbeitung von elastischen Materialien wie Gummi oder Kork, wo eine konstante Vorschubgeschwindigkeit extrem wichtig und die Bahntreue eher zweitrangig ist. Der Parameter wird in Kombination mit &lt;code&gt;G64 R*&lt;/code&gt; verwendet. Die folgende Programmierung für das obige Beispiel würde die volle Kapazität der Maschine abrufen: &lt;code&gt;G64 R120 F0.42&lt;/code&gt;, wobei mit &lt;code&gt;F5000&lt;/code&gt; gefahren wird, &lt;code&gt;F12000&lt;/code&gt; der Maximalvorschub der Maschine ist und spitze Winkel bis &lt;code&gt;120°&lt;/code&gt; ohne abzubremsen gefahren werden sollen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wende ich diese Werte auf meine Maschine an, entsteht das nebenstehende Bild. Hier soll ein Rechteck mit &lt;code&gt;25 x 100mm&lt;/code&gt; Kantenlänge gefertigt werden. Weiß ist wieder die Zieltrajektorie dargestellt. Die türkise Kurve zeigt die durch die Programmierung des Beschleunigungsfilters gefahrene Kurve mit konstanter Bahngeschwindigkeit. Je geringer der Vorschub im Verhältnis zum Maximalvorschub und je höher die Beschleunigung der Maschine eingestellt ist, desto kleiner wird der notwendige Radius.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Für den Gravurbetrieb und das Fräsen fester Materialien wird dieser Parameter meiner Erfahrung nach jedoch nicht verwendet.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="meine-konfiguration-für-die-hobbyline-4530"&gt;Meine Konfiguration für die Hobbyline 4530&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe im Gravurbetrieb viel mit den verschiedenen LAF-Parametern herumgespielt und eine Menge Rohlinge als Lehrgeld &amp;ldquo;verbraucht&amp;rdquo;. Die kürzesten Fertigunszeiten erhielt ich bei vorheriger Optimierung der kinematischen Parameter mit folgender Konfiguration:&lt;/p&gt;&#10;&lt;blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;code&gt;G64 Q0.3 R12 D0.3 S120&lt;/code&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;/blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;Damit sage ich der Maschine folgendes:&lt;/p&gt;&#10;&lt;blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;&amp;ldquo;Verwende den Pfadvorschau-Algorithmus und versuche, kurze Liniensegmente unter &lt;code&gt;0.3mm&lt;/code&gt; Länge zu verschmelzen. Versuche, den Vorschub bei einem Winkel zweier Streckenabschnitte von bis zu &lt;code&gt;12°&lt;/code&gt; nicht herunterzuregeln. Bei größeren Winkeln bis &lt;code&gt;120°&lt;/code&gt; kann statt einem exakten Nachfahren mit bis zu &lt;code&gt;r=0.3mm&lt;/code&gt; verrundet werden. Bei noch größeren Winkeln ist dem vorgegebenen Pfad zu folgen und, falls erforderlich, bis zum Stillstand abzubremsen.&amp;rdquo;&lt;/p&gt;&#10;&lt;/blockquote&gt;&#10;&lt;h2 id="fazit"&gt;Fazit&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-05-04-duplicated-software.jpg" alt="Image: dual install of CNC control software for different purposes"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Da mich die Parameteroptimierung für den Gravurbetrieb ziemlich weit vom Parametersatz für den normalen Fräsbetrieb weggebracht haben, habe ich mein Steuerprogramm einfach ein zweites Mal installiert.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dort konnte ich dann Geschwindigkeit, Achsbeschleunigung und Pfadparametrierung getrennt festlegen. Nun habe ich das Beste beider Welten auf einer Maschine zur Verfügung:&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Einen sehr genauen, weich operierenden Fräsbetrieb mit folgenden Parametern:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;Fmax XY 12000mm/min&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;Fmax Z 4800mm/min&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;Amax X 1000mm/s²&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;Amax Y 1000mm/s²&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;Amax Z 1000mm/s²&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;G64 P0.1 R6&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Und über die andere Verknüpfung einen überaus flinken Gravurbetrieb:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;Fmax XY 12000mm/min&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;Fmax Z 4800mm/min&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;Amax X 4000mm/s²&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;Amax Y 3200mm/s²&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;Amax Z 1600mm/s²&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;G64 Q0.3 R12 D0.3 S120&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h2 id="und-wo-ist-der-beweis"&gt;Und wo ist der Beweis?&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Das eingebettete Video zeigt dasselbe Gravurprojekt mit vier verschiedenen Optimierungsstufen:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;oben links: Herstellerkonfiguration der Maschine, Standard-Fräspfade aus CAD/CAM&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;oben rechts: Geschwindigkeit und Beschleunigung auf Fräsbetrieb erhöht&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;unten links: Look Ahead feed eingeschaltet &lt;code&gt;G64 P0.3&lt;/code&gt;, Fräspfade im CAM optimiert&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;unten rechts: Optimiert für Gravurbetrieb wie oben beschrieben, CAM Flyover auf &lt;code&gt;2mm reduziert&lt;/code&gt; und Leerfahrten minimiert&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;iframe&#10; src="https://makertube.net/videos/embed/2EWe1ZvVW9TKY6k3XtpmWF"&#10; title="CNC-Tuning für den Gravurbetrieb"&#10; loading="lazy"&#10; allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture"&#10; allowfullscreen&#10; style="width: 100%; height: auto; min-height: 315px; aspect-ratio: 16/9;"&#10; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;CNC-Tuning für den Gravurbetrieb&lt;/span&gt;&lt;a href="https://makertube.net/videos/embed/2EWe1ZvVW9TKY6k3XtpmWF" class="attr-link" target="_blank" rel="noopener noreferrer"&gt;↗&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;</description></item><item><title>CNC Tuning #2</title><link>https://blog.schallbert.de/cnc-tuning-kinematics/</link><pubDate>Sat, 27 Apr 2024</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/cnc-tuning-kinematics/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-04-27-kinematics-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: Thumbnail of a CNC machine&amp;#39;&amp;#39;s portal X-Axis"&#10; title="CNC Tuning #2" /&gt;&#10;&lt;p&gt;Dies ist der zweite Teil meiner Reihe über die Optimierung der Fertigungszeit auf CNC-Fräsmaschinen. Er konzentriert sich auf die kinematischen Maschinenparameter für den Gravurbetrieb.&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-tuning-gcode/"&gt;&lt;em&gt;Teil 1&lt;/em&gt;: Besserer G-Code&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-tuning-pathinterpreter/"&gt;&lt;em&gt;Teil 3:&lt;/em&gt; Pfadinterpreter optimieren&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h2 id="schritt-2-tuning-der-kinematischen-parameter-der-cnc"&gt;Schritt 2: Tuning der kinematischen Parameter der CNC&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Die theoretischen Grundlagen habe ich im &lt;a href="https://blog.schallbert.de/portal-milling-setup/"&gt;Artikel zur CNC-Steuerungskonfiguration&lt;/a&gt; ausführlich erläutert. Meine Probleme damit und zugehörige Lösungen habe ich nach vielen Tests und Rücksprache mit dem Hersteller im &lt;a href="https://blog.schallbert.de/projects/one-year-zerspanobert/#velocityerror"&gt;Fazit zu einem Jahr CNC-Betrieb&lt;/a&gt; festgehalten. Die folgenden Abschnitte wenden die obigen Erkenntnisse auf eine Demonstrationsmaschine an, die ich mir habe leihen können.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="verfahrgeschwindigkeit-im-eilgang"&gt;Verfahrgeschwindigkeit im Eilgang&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Für die Demomaschine konnte ich die Geschwindigkeit im Eilgang von den vorgeschlagenen &lt;code&gt;Fxy = 4m/min&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;Fz = 2.4m/min&lt;/code&gt; auf &lt;code&gt;Fxy = 12m/min&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;Fz = 4.8m/min&lt;/code&gt; erhöhen. Setze ich alle drei Achsen gleichzeitig in Bewegung, erhalte ich durch Steigung der Kugelgewindespindeln und Mikroschrittkonfiguration (8 pro Vollschritt) der Motoren eine kombinierte Schrittfrequenz von &lt;code&gt;96kHz&lt;/code&gt;, was unter der maximalen Schrittfrequenz von &lt;code&gt;125kHz&lt;/code&gt; der Steuerung liegt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="beschleunigung-im-eilgang"&gt;Beschleunigung im Eilgang&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Herstellerangaben empfehlen hier &lt;code&gt;aXY = 300mm/s²&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;aZ = 200mm/s²&lt;/code&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe die Beschleunigung in mehreren Schritten hochgesetzt und bin in einer ersten Runde bei &lt;code&gt;aXY = 1000mm/s²&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;aZ = 400mm/s²&lt;/code&gt; gelandet. Diese Werte sind für diese kleine und leichte Maschine mit nur &lt;code&gt;30x45x14cm&lt;/code&gt; Verfahrweg nach meiner Erfahrung für den Normalbetrieb ohne Weiteres möglich. Sie erhöhen die Fertigungsgeschwindigkeit stark, denn jeder Richtungswechsel, auch die im Materialeingriff bei &lt;code&gt;G01, G02, G03&lt;/code&gt;, werden nun um Faktor &lt;code&gt;3&lt;/code&gt; bzw. &lt;code&gt;2.5&lt;/code&gt; schneller ausgeführt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;So habe ich die Maschine oft betrieben und auch auf der Messe bin ich mit diesen Werten stabil und sicher gefahren. Das folgende Video zeigt die Fräse im Gravurbetrieb mit den angegebenen Werten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;iframe&#10; src="https://makertube.net/videos/embed/vvmwT8e6vWnj5zbuqMdUfN"&#10; title="CNC-Tuning: Vorschau"&#10; loading="lazy"&#10; allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture"&#10; allowfullscreen&#10; style="width: 100%; height: auto; min-height: 315px; aspect-ratio: 16/9;"&#10; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;CNC-Tuning: Vorschau&lt;/span&gt;&lt;a href="https://makertube.net/videos/embed/vvmwT8e6vWnj5zbuqMdUfN" class="attr-link" target="_blank" rel="noopener noreferrer"&gt;↗&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Danach jedoch wollte ich wissen, wie weit ich es treiben kann. Getreu dem vorher beschriebenen Motto&lt;/p&gt;&#10;&lt;blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;&amp;ldquo;Wer die Grenze nicht überschreitet, weiß nicht, wo sie liegt&amp;rdquo;&lt;/p&gt;&#10;&lt;/blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;habe ich erst einmal geprüft, wie sich massive Schrittverluste bei dieser Maschine anhören. Also habe ich eine Achse mit einem Holzbalken blockiert und bin vorsichtig dagegen gefahren:&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2024-04-27-soundoflosingsteps.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Massive step loss soundcheck&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Das deutlich vernehmbare Rattern entsteht wenn der Motorhochlauf zwar klappt, in Richtung Zielgeschwindigkeit aber diverse Vollschritte verloren gehen. Wird der Rotor bereits bei Anlauf des Motors &amp;ldquo;verloren&amp;rdquo;, so fiept der Motor nur noch, ohne die Achse überhaupt in Bewegung zu setzen. Verliert der Motor nur wenige Schritte, befindet sich aber auf Zielgeschwindigkeit, so gibt es einen rauen und unter Umständen kratzenden Ton.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe für das Experiment die X-Achse gewählt, weil sie sich am einfachsten blockieren lässt. Des Weiteren habe ich sie in &lt;code&gt;X+&lt;/code&gt;-Richtung blockiert. Begründung: diese Maschine besitzt kein professionelles Festlager zur Aufnahme von Druck- und Zugkräften der Kugelumlaufspindel. Stattdessen werden Druckkräfte in Richtung Schrittmotor sicher von einem auf der Spindel montierten Flansch abgefangen, der gegen in der Portalwange befindliche Kugellager drückt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Zugkräfte hingegen werden hauptsächlich von den Motorlagern aufgenommen - da wollte ich kein Risiko eingehen.&#10;Nun ist also das Geräusch bei plötzlichem und ruckartigen Schrittverlust bekannt - das Übertakten kann beginnen!&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Meine Vorgehensweise:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li&gt;Die Beschleunigung einer Achse der Maschine verdoppeln&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Die betreffende Achse umher joggen, dabei auf merkwürdige Geräusche achten und die Achsbewegung beobachten&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Vorige Schritte wiederholen, bis massive Schrittverluste auftreten&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Beschleunigung auf den Mittelwert zwischen &amp;ldquo;klappt&amp;rdquo; und &amp;ldquo;klappt nicht&amp;rdquo; zurückfahren&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Den vorigen Schritt solange wiederholen, bis die Maschine sauber fährt&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Alle Schritte auch für die anderen Achsen durchführen&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;p&gt;So bin ich schließlich bei für eine solche Hobbymaschine unglaublichen &lt;code&gt;aXY = 4000mm/s²&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;aZ = 1600mm/s²&lt;/code&gt; gelandet. Dies liegt nun eine Größenordnung über den empfohlenen Werten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die kleine Fräse scheint auch hier stabil zu laufen und die gefertigten Gravuren sehen gut aus. Allerdings konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich Schrittmotoren, Treiberstufen und Netzteil noch innerhalb ihrer Spezifikation betreibe. Daher habe ich gemessen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="elektrische-messwerte"&gt;Elektrische Messwerte&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Netzteil ist mit &lt;code&gt;3.7A&lt;/code&gt; bei &lt;code&gt;36V&lt;/code&gt; angegeben. Ich darf diesen Wert also in der Summe weder im Eilgang &lt;code&gt;G00&lt;/code&gt; noch im Materialeingriff dauerhaft überschreiten. Wie oben erklärt, ist der Eilgang im Gravurbetrieb durch die geringeren Fräskräfte maßgeblich, sodass ich besonderes Augenmerk auf das Verfahren mehrerer Achsen gleichzeitig legen muss.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Motoren können je einen Dauerstrom von &lt;code&gt;3.0A&lt;/code&gt; verkraften, limitieren mir hier also nichts. In den elektrischen Tests schaue ich lediglich, ob ich mit der Energieaufnahme des Systems im Rahmen bleibe.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h4 id="messaufbau"&gt;Messaufbau&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich schließe das aus &lt;a href="https://blog.schallbert.de/measure-inrush-current/"&gt;diesem Artikel bekannte&lt;/a&gt; Multimeter direkt am Ausgang des Netzteils an und nehme Spannung und Strom auf. Für das Experiment simuliere ich die Fertigung der oben im Video verlinkten Gravur und führe in zwei Durchläufen zuerst eine zeitlich grob aufgelöste Leistungsfaktoranalyse (&lt;code&gt;2Hz&lt;/code&gt;) durch, gefolgt von einer fein aufgelösten Stromermittlung mit &lt;code&gt;20kHz&lt;/code&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h4 id="ergebnisse"&gt;Ergebnisse&lt;/h4&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-04-27-powerdiagram-engrave.jpg" alt="Image: Power diagram for tuned engraving"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Im obigen Bild sind Spannung, Strom, Wirk- und Blindleistung aufgetragen. Zu erkennen ist, dass die Blindleistung (&lt;code&gt;grün&lt;/code&gt;) immer dann kurze Spitzen zeigt, wenn mehrere Achsen gleichzeitig in den Eilgang beschleunigen. Die Leistungsaufnahme einer Achse im Eingriff &lt;code&gt;G01/G02/G03, blau&lt;/code&gt; beträgt im Schnitt etwa &lt;code&gt;45W&lt;/code&gt; und ist ähnlich hoch wie bei der Konstantfahrt im Eilgang.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Netzteil ist in der Lage, die Spannung (&lt;code&gt;orange&lt;/code&gt;) ziemlich konstant zu halten und knickt selbst unter Volllast nur um knapp &lt;code&gt;0.2V&lt;/code&gt; ein. Einzig der Stromwert sah mir etwas zu glatt aus. Ich vermutete an dieser Stelle, dass die zeitliche Auflösung zu gering ist und beschloss, das Experiment mit Konzentration auf den Strom zu wiederholen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-04-27-currentdiagram-engrave.jpg" alt="Image: Current diagram for tuned engraving"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Und tatsächlich. Die höhere zeitliche Auflösung zeigt, dass die Stromaufnahme bei Beschleunigung mehrerer Achsen Spitzen zeigt, die über den bereits bekannten Werten liegt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-04-27-currentpeak-engrave.jpg" alt="Image: Zoomed-in current draw for axis acceleration"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Hier stechen Bewegungen auf der Y-Achse, welche das gesamte Portal in Bewegung setzen muss, besonders heraus. Und zwar genau dann, wenn die anderen Achsen noch in Bewegung sind oder gerade gehalten haben. Dies hängt mit den Schrittmotortreibern zusammen. Sie betreiben die Motoren nämlich noch etwa &lt;code&gt;0.5s&lt;/code&gt; nach Anhalten bei vollem Strom weiter. Die dadurch entstehende Überlagerung lässt die Spitzen noch dramatischer aussehen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h4 id="benchmark-spitzenlast"&gt;Benchmark Spitzenlast&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-04-27-loadtest.jpg" alt="Image: Zoomed-in current draw for axis acceleration"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Na dann treiben wir es mal auf die Spitze mit einem Beschleunigungs-Benchmark. Wird das Netzteil auch bei voller Last unter Beschleunigung aller Motoren gleichzeitig die Ausgangsspannung halten können?&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Um dies zu testen, habe ich einen G-Code geschrieben, der alle Achsen gleichzeitig auf Höchstgeschwindigkeit beschleunigen und dann wieder abbremsen lässt. Anschließend wird unter gleichen Bedingungen zum Ausgangspunkt zurückgefahren und das Ganze wiederholt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auf diese Weise kann ich herausfinden, ob das Netzteil genügend Reserven hat, um Lastspitzen abzufangen und gleichzeitig schauen, ob die Motoren bereits im größeren Maße Schritte verlieren. Im Mittel liegt hier die aufgebrachte Leistung bei &lt;code&gt;95W&lt;/code&gt; und die Versorgungsspannung sinkt um &lt;code&gt;0.28V&lt;/code&gt; auf &lt;code&gt;35.72V&lt;/code&gt; ab. Dabei muss das Netzteil in der Spitze &lt;code&gt;5.14A&lt;/code&gt; abgeben, was knapp &lt;code&gt;40%&lt;/code&gt; über Nennstrom liegt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2024-04-20-benchmark.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Benchmark&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Hört man ganz genau hin, so klingt die Maschine direkt zu Beginn des Benchmarks etwas rau, fängt sich dann aber. So können auch Schrittverluste klingen. Es ist daher sehr wichtig, die Maschine mit allen Sinnen zu überwachen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="mechanische-prüfung"&gt;Mechanische Prüfung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Nun zur letzten Prüfung: Ich gebe beim Eilgang-Benchmark zusätzlich Last auf die Achsen, indem ich während des Programmablaufes mit meinem Arm an der jeweiligen Achse ziehe. Die Achsen Z und X laufen stabil weiter. Bei der Portalachse &lt;code&gt;Y&lt;/code&gt; merke ich jedoch, dass die Maschine nun anders klingt. Irgendwie rau, als würde man mit mit einer Raspel leicht über eine Holzplatte ziehen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-04-27-steplossy.jpg" alt="Image: Y-axis reveals massive step loss"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Lege ich eine große Last an, so fährt der Schrittmotor auf dieser Achse nicht mal mehr an, sondern fiept nur noch. Er kann den Pulsen der Endstufe nicht mehr folgen. Ich reduziere nun also die Beschleunigung schrittweise, bis der Motor die Portalachse auch unter mittlerer Last wiederholbar und ohne hörbare Schrittverluste beschleunigen kann. Hier lande ich am Ende bei immer noch flinken &lt;code&gt;[aX = 4000mm/s² aY = 3200mm/s² aZ = 1600mm/s²]&lt;/code&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;In einem letzten Schritt führe ich nach fünfmaliger Wiederholung des Benchmarks eine weitere Referenzfahrt durch und schaue mir die Logs der Steuersoftware an. Alle Achsen sind nun unauffällig hinsichtlich Schrittverlusten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-04-27-steplossxz.jpg" alt="Image: XZ-axis without step loss"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="appelle-zum-cnc-tuning"&gt;Appelle zum CNC-Tuning&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Bitte geht beim Tuning eurer Maschine behutsam vor. Lernt sie richtig kennen, bevor ihr damit beginnt. Hört genau hin und optimiert Achse für Achse nacheinander. Nehmt euch Zeit für Tests, Prüfungen und Experimente.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Selbst wenn ihr eine sehr ähnliche Maschine wie meine besitzt, machen andere Abmessungen bereits einen riesigen Unterschied hinsichtlich Steifigkeit und damit auch möglicher Verfahrgeschwindigkeit bzw. Beschleunigung. Sogar Wartungszustand, leichtgängigere Wellen, andere Führungen o.Ä. können dazu führen, dass ihr am Ende mit anderen Werten fahrt als ich.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Es wird kein Profi-Equipment benötigt, um die Grenzen der Maschine auszuloten. Nicht einmal eine Messuhr, da Schrittverluste auch mit Hilfe der Referenzschalter hinreichend genau bestimmt werden können.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Alles was ich durch die elektrischen Messungen oben festgestellt habe, ist, dass der Hersteller bei der Auslegung der Maschine sauber gearbeitet hat und keine Komponente unterdimensioniert ist. Im Gegenteil, diese Maschine ist für die Übertaktung bestens geeignet.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Und nun weiter zum letzten &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-tuning-pathinterpreter/"&gt;&lt;em&gt;Teil 3:&lt;/em&gt; Pfadinterpreter optimieren&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&#10;</description></item><item><title>CNC Tuning #1</title><link>https://blog.schallbert.de/cnc-tuning-gcode/</link><pubDate>Sat, 20 Apr 2024</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/cnc-tuning-gcode/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-04-20-camtuned-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: Thumbnail of CAM simulation for G-code optimizing"&#10; title="CNC Tuning #1" /&gt;&#10;&lt;p&gt;Dies ist der erste Teil meiner Reihe über die Optimierung der Fertigungszeit auf CNC-Fräsmaschinen. Er konzentriert sich auf den Einsatz von CAD- und CAM-Werkzeugen zur Erzeugung effizienteren G-Codes.&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-tuning-kinematics/"&gt;&lt;em&gt;Teil 2&lt;/em&gt;: Kinematische Parameter hochdrehen&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-tuning-pathinterpreter/"&gt;&lt;em&gt;Teil 3:&lt;/em&gt; Pfadinterpreter optimieren&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Es gibt diverse Maßnahmen zur Reduktion der Fertigungszeit mit einer CNC-Maschine. Erstmal jedoch sollte beleuchtet werden, warum so etwas gewünscht ist und welche möglichen Nachteile sich hierdurch ergeben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="warum-überhaupt"&gt;Warum überhaupt?&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Aus kaufmännischer Sicht sorgen geringere Fertigungszeiten für einen höheren Teiledurchsatz und ermöglichen damit einen höheren Umsatz in einer gegebenen Zeitspanne. Zudem ist die Investition der Maschine schneller amortisiert.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Als Hobbyist sind kürzere Fertigungszeiten vor allem dann interessant, wenn das Ziel die Herstellung sehr komplexer Geometrien oder die 3D-Fertigung ist. Hier können Fräszeiten durchaus mehrere Stunden betragen und die möglichen Einsparungen sind folglich besonders groß.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Bei mir steht wie auch in der Lehre der wissenschaftliche Gedanke im Vordergrund: Ich will herauszufinden, wo die Grenze der Maschine liegt. Ich möchte wissen, warum sie dort liegt. Ich werde versuchen, sie stabil innerhalb ihrer Grenzen zu betreiben. Dabei ist der Verschleiß unter Kontrolle zu halten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;Um diese Grenze jedoch genau zu kennen, muss sie zuerst übertreten werden. Woher sonst soll ich wissen, wo sie sich befindet?&lt;/p&gt;&#10;&lt;/blockquote&gt;&#10;&lt;h3 id="was-sind-mögliche-nachteile"&gt;Was sind mögliche Nachteile?&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Bestimmte Komponenten einer &amp;ldquo;übertakteten&amp;rdquo; Maschine könnten schneller als üblich verschleißen. Dazu zählen etwa Netzteile und Motor-Endstufen, die höhere transiente Ströme verkraften müssen. Lager und Führungen werden durch höhere Beschleunigungen stärker beansprucht. Umlaufspindeln und Maschinenrahmen müssen die dadurch resultierenden, stärkeren und schneller wechselnden Kräfte und Vibrationen aufnehmen und können früher Ermüdungserscheinungen oder sich lösende Verbindungen aufweisen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Bei der Ermittlung der Grenzen kann die Maschine im Extremfall sogar beschädigt werden: Mit hoher Wahrscheinlichkeit treten jenseits der Grenze Schrittverluste&lt;sup id="fnref:1"&gt;&lt;a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref"&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; auf. Das ist zwar im Testbetrieb nicht weiter problematisch. Doch stimmt die angenommene Position dann nicht mehr mit der tatsächlichen Position überein und es besteht das Risiko des &amp;ldquo;Crashes&amp;rdquo; - wenn nicht mit Bedacht vorgegangen wird. Hier noch ein ziemlich gutes &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=C_9dM1wx0Sg" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Youtube-Video von &lt;em&gt;gammaflow&lt;/em&gt; zum Thema Schrittverluste vermeiden&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Werden die Fräsbahnen im CAD oder CAM zugunsten kürzerer Fertigungszeiten verändert, so kann dies außerdem negative Auswirkungen auf Schnitt-, Kanten- und Oberflächenqualität haben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Bei der Optimierung des Pfadinterpreters der Steuersoftware ist ebenfalls ein Kompromiss einzugehen: Höhere Fertigungsgeschwindigkeit wird hier mit geringerer Genauigkeit und/oder höherem Maschinenverschleiß eingekauft.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="welche-maßnahmen-werden-nicht-diskutiert"&gt;Welche Maßnahmen werden nicht diskutiert?&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Nicht betrachten werde ich hier die Optimierung von Vorschub &lt;code&gt;F&lt;/code&gt; und Drehzahl &lt;code&gt;S&lt;/code&gt; des gewählten Fräsers im Eingriff. Diese Parameter hängen vom zu bearbeitendem Material, der Fräsergeometrie, den Fähigkeiten der Maschine und dem Mut des Bedienpersonals ab, sodass ich keine allgemein gültigen Tunings vorschlagen kann.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Einen anderen, großen Einflussfaktor muss ich hier ebenfalls ausklammern: Die Bearbeitungsstrategie des CAM-Programms bezogen auf Eilgänge. Mein CAM-Programm lässt mich da nicht besonders tief eingreifen, sodass ich für die Optimierung der letzten paar Prozent Fertigungszeit stets von Hand im G-Code arbeiten muss, was entsprechend fehleranfällig ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="tuning-in-drei-schritten"&gt;Tuning in drei Schritten&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Bei meiner Optimierung bin ich in drei Schritten vorgegangen, die allerdings unabhängig voneinander umgesetzt werden können. Jeder Schritt hat mir hierbei deutlich spürbare Verbesserungen gebracht. Dieser Artikel konzentriert sich aus mehreren Gründen auf den Gravurbetrieb:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Gravuren erlauben meist größere Toleranzen als andere Betriebsarten. Dadurch kann stärker verrundet werden, was zu geringeren Beschleunigungen führt. Dies ermöglicht im Mittel größere Vorschübe&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Die zu erwartenden Fräskräfte sind geringer: Keine Durchfräsungen, kaum Energieeinsatz bei der Spanverdrängung, kleineres Spanvolumen als bei Schaftfräsern&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Dadurch kann die Maschine näher an ihren mechanischen und elektrischen Grenzen betrieben werden&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Durch im Schnitt größere G-Code Dateien mehr Optimierungspotential&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h2 id="schritt-1-besserer-g-code"&gt;Schritt 1: Besserer G-Code&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Dieser Abschnitt folgt dem Credo &lt;code&gt;Garbage in, Garbage out&lt;/code&gt;. Will heißen: Wenn mein G-Code schon schlecht ist, kann die Maschine niemals optimale Fertigungszeiten erreichen. Was zeichnet also &amp;ldquo;schlechten&amp;rdquo; G-Code in Bezug auf Fertigungszeit aus?&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;übermäßig komplex und lang, möglicherweise Dateigröße im Megabyte-Bereich&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;extrem viele Stützpunkte und eine Menge kurzer Liniensegmente&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Einen Haufen &amp;ldquo;Leerfahrten&amp;rdquo; im Eilgang auf XY mit hochgezogener Z-Achse&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Viele Rückzüge der Z-Achse auf Sicherheitshöhe&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Häufige Wartezeiten der Maschine (Spindelhochlauf, Kühlmittelpumpe, Controller-Puffer voll)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Übermäßiges Feinstschlichten auch bei B-Oberflächen&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="aber-wie-soll-ich-meinen-g-code-vereinfachen"&gt;Aber wie soll ich meinen G-Code vereinfachen?&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Kurze Frage, lange Antwort: Es fängt im CAD an und hört möglicherweise im CAM nicht auf.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="beispiel-cad"&gt;Beispiel CAD&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-04-20-bline.jpg" alt="Image: Letter &amp;#39;B&amp;#39; in CAM, drawn as a set of line segments"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Nehmen wir an, wir möchten eine Schrift fräsen. Unser CAD-Programm hat auch einen Haufen toller Schriftarten dazu. Wir erzeugen nun eine DXF-Datei für&amp;rsquo;s CAM. Im CAM dann sehen wir plötzlich beim Hineinzoomen, dass alle Buchstaben aus sehr kurzen Liniensegmenten bestehen statt aus Kreissegmenten oder &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Spline_%28mathematics%29" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Splines&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. Die Folge: Das CAM wird &lt;code&gt;G01&lt;/code&gt;-Bewegungen, also &amp;ldquo;Linear Moves&amp;rdquo; bzw. eine Aneinanderreihung von Strecken erzeugen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die verbundenen Strecken machen sehr viele Richtungswechsel der Maschine erforderlich. Folglich muss sie vor dem Verbindungspunkt ständig abbremsen und danach wieder beschleunigen. Die Maschine kann also nicht mit konstanter Geschwindigkeit fahren, denn das würde eine unendliche Beschleunigung am Knickpunkt erfordern.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Für dieses Problem gibt es Lösungen, die im Idealfall gemeinsam angewendet werden:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Im CAD-Programm einstellen, dass wann immer möglich Splines oder Kurven statt Liniensegmenten erstellt werden sollen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Vereinfachung der Zeichnung durch Reduktion der Stützstellen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Vermehrte Nutzung von Radien und Splines an Kanten, Vermeidung von Winkeln&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;In meinem Falle war die erste Option nicht verfügbar, sodass ich nun ein anderes Programm für die Gravur von Schriften verwende als für meine üblichen Zeichnungen. Dadurch kann ich Schrift jetzt in Linien- und Bogensegmenten ausdrücken. Die dafür erforderliche Fräszeit halbiert sich und gleichzeitig kommt der G-Code mit weniger Zeilen aus. Außerdem wird die Schrift runder und hält sich sogar noch genauer an die anfangs gewählte Schriftart.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-04-20-bsplinevsline.jpg" alt="Image: Letter &amp;#39;B&amp;#39; in CAM, twice. Once per spline, once as line segments"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Gute Beispiele für die Vereinfachung von Pfaden durch Reduktion von Stützpunkten liefern Gimp und Inkscape - für Inkscape habe ich das sogar bereits meinem &lt;a href="https://blog.schallbert.de/path-from-image/#inkscape"&gt;Artikel zum Thema Bild-zu-Pfad-Konversion&lt;/a&gt; gezeigt. Mit ein paar wenigen Klicks erhält man auf Kosten der Genauigkeit Zeichnungsdaten, die teils deutlich schneller zu fertigen sind.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Da ein Schaftfräser sowieso keine Tasche mit &lt;code&gt;r=0&lt;/code&gt; in den Ecken fertigen kann, habe ich mir angewöhnt, sämtliche Ecken und Kanten im CAD abzurunden. Nicht nur liegen so hergestellte Teile besser in der Hand, sie sind außerdem schneller zu fertigen - die Zeitersparnis summiert sich, besonders auf langsamen und trägen Maschinen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="beispiel-cam"&gt;Beispiel CAM&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Im CAM kann ich durch vermehrte Verwendung von Anfahrpunkten und Rampen ein wenig Zeit sparen. Ich lege sie zumeist an das kürzeste Liniensegment und spare so einen Brems/Beschleunigungsvorgang. Bei der Eintauchart ist der Vorteil von &amp;ldquo;Rampe&amp;rdquo; gegenüber &amp;ldquo;Helix&amp;rdquo;, dass sämtliche Wege des Fräsers Nutzwege sind und ich ohne zusätzliche Achsbeschleunigungen durchfahren kann. Je nach Rampensteigung allerdings verlängert sich der Fräspfad, da Überlappungen entstehen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Einen viel größeren Effekt auf die Fertigungszeit hat die kluge Auswahl von Räumzustellungen und -strategien für Taschen passend zu Material, Fräser und gewünschter Oberflächengüte. So erzeugt Wirbelfräsen (Trochoidalfräsen&lt;sup id="fnref:2"&gt;&lt;a href="#fn:2" class="footnote-ref" role="doc-noteref"&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;) in vielen Fällen längere Dateien und kostet auf der Maschine mehr Zeit als der klassische &amp;ldquo;Rasenmäher&amp;rdquo;, welcher die Tasche bloß abzeilt. Für die Räumzustellung wähle ich bei Materialien wie Holz und Acrylglas gern große Werte über &lt;code&gt;60%&lt;/code&gt; - es sei denn, der Boden der Tasche muss besonders hohen Qualitätsansprüchen genügen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Für Gravuren ist es meiner Meinung nach oft am Schnellsten, auf einen Räumgang mit einem zweiten Fräser zu verzichten und wenn möglich einen Gravurfräser mit abgeflachter Spitze - ähnlich derer für meine &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cut-dibond-tests/"&gt;Tests mit Dibond&lt;/a&gt; - zu verwenden. Dieser benötigt zum Räumen zwar länger; das kann ich durch gesteigerte Gravurtiefe und eine recht breite Abflachung von &lt;code&gt;1.5mm&lt;/code&gt; aber kompensieren. Ich verwende bei einem solchen Fräser eine Räumzustellung in XY von &lt;code&gt;1mm&lt;/code&gt;. Übrig bleibt schließlich der Zeitvorteil durch weniger Werkzeugwechsel.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="aber-wie-soll-ich-die-leerfahrten-reduzieren"&gt;Aber wie soll ich die Leerfahrten reduzieren?&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Endlich mal ein paar knackig-kurze Antworten:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Geringere Rückzugshöhe in &lt;code&gt;Z&lt;/code&gt; (ich verwende &lt;code&gt;5mm&lt;/code&gt; aber &lt;code&gt;2mm&lt;/code&gt; würde bei mir wahrscheinlich auch funktionieren)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Optimierung der Frässtrategie im CAM auf &amp;ldquo;minimale Wege&amp;rdquo;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Bei Nesting: Darauf achten, dass die Geometrie möglichst nicht Zeile für Zeile, sondern Teil für Teil gefertigt wird.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Im Zweifel Optimierung der Strategie im G-Code von Hand. Lohnt sich dann, wenn das CAM-Programm nicht gut genug arbeiten kann und viele Gleichteile zu fertigen sind&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="und-wo-ist-das-problem-mit-rückzügen-der-z-achse"&gt;Und wo ist das Problem mit Rückzügen der Z-Achse?&lt;/h3&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Rückzüge finden vor allem im Gravurbetrieb sehr häufig statt&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;der Zeitverlust summiert sich&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Beim Wiedereingriff wird meist nicht im Eilgang sondern mit für den Fräser vorgesehener Geschwindigkeit mit &lt;code&gt;G01&lt;/code&gt; auf das Material gefahren&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Eine Verbesserung kann hier eine gute Planung der Fräsreihenfolge im CAM bringen. Möglichst viele Sektionen sollten verbunden und ohne Absetzen des Fräsers gefertigt werden. Im CAM sollte für Rückzug und Wiedereinfahrt in &lt;code&gt;Z&lt;/code&gt; der Eilgang verwendet werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="wie-reduziere-ich-wartezeiten"&gt;Wie reduziere ich Wartezeiten?&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Mit Kühlschmierstoffschaltvorgängen, Wechsel der Spindeldrehzahl oder des Werkzeugs sind Wartezeiten verbunden, die meist leicht zu reduzieren sind:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Kühlschmierstoffförderung durchlaufen lassen während des Programmablaufes&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;die Verwendung möglichst weniger Werkzeuge bei gleichbleibender Drehzahl für ein Produkt&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Anschläge verwenden, um die Maschinenbeschickung zu vereinfachen und Nullpunkte nicht immer wieder neu setzen zu müssen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Wird die Maschine mit komplett verschiedenen parametern für Gravur- und Fräsbetrieb gefahren, empfiehlt sich die doppelte Installation der Steuersoftware mit jeweils passenden Parametersätzen. Dadurch entfällt das ständige Ändern der Konfiguration.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Weiter geht es in &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-tuning-kinematics/"&gt;&lt;em&gt;Teil 2&lt;/em&gt;: Kinematische Parameter hochdrehen&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;div class="footnotes" role="doc-endnotes"&gt;&#10;&lt;hr&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li id="fn:1"&gt;&#10;&lt;p&gt;Schrittverluste treten dann auf, wenn die Achse eines Schrittmotors nicht mehr synchron mit der durch die Steuerung vorgegebenen Schrittfolge dreht, sondern weniger bzw. mehr Schritte zurücklegt als vorgegeben. Fast immer ist die Ursache eines Schrittverlustes in einer unzureichenden Auslegung des Systems (z.B. zu geringe oder instabile Versorgungsspannung, zu schwache oder nicht an den Motor angepasste Endstufen) oder einer Überlastung des Schrittmotors zu finden. Selten jedoch können Schrittverluste Symptome von Defekten sein wie Lagerfraß, Windungsschluss oder durchschlagene Pufferkondensatoren.&amp;#160;&lt;a href="#fnref:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink"&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li id="fn:2"&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Trochoidalfräsen ist keine schlechte Praxis. Es hat andere Stärken, ist im Gravurrbetrieb aber nur selten von Nutzen.&amp;#160;&lt;a href="#fnref:2" class="footnote-backref" role="doc-backlink"&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;/div&gt;&#10;</description></item><item><title>Vakuumspannen</title><link>https://blog.schallbert.de/vacuum-clamping/</link><pubDate>Tue, 02 Apr 2024</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/vacuum-clamping/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-04-02-cuttingforces-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: Thumbnail of endmill cutting forces"&#10; title="Vakuumspannen" /&gt;&#10;&lt;p&gt;Wie ich im &lt;a href="https://blog.schallbert.de/makerfaire-ruhr/#verz%c3%b6gerungen"&gt;Artikel zur Maker Faire Ruhr 2024 erwähnte&lt;/a&gt;, hatte ich große Probleme beim Spannen meiner Werkstücke für die Fertigung von Spirographen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;In diesem Beitrag möchte ich genauer darauf eingehen, eine Analyse der Ursachen vornehmen und schließlich ein paar Lösungsmöglichkeiten vorstellen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Was ich vorwegnehmen kann: Sämtliche Probleme lassen sich mit Wissen über die Ursachen sowie etwas Zeit-, Planungs- und Materialaufwand beheben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="das-problem"&gt;Das Problem&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich hatte wie üblich die Bahnplanung für die Spirographen so festgelegt, dass ich erst die inneren Bereiche (Taschen, Teile, Bohrungen) und danach die äußeren Bereiche fräsen lasse. Ganz zum Schluss sollten Ausschnitte und Fasen gefertigt werden. Des Weiteren sah ich vor, die Teile doppelseitig zu bearbeiten, damit auch die Rückseiten der Zahnräder gebrochene Kanten und weiche Übergänge aufweisen würden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="vakuumverlust"&gt;Vakuumverlust&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Bei meinem ersten Versuch bin ich so vorgegangen wie ich das im &lt;a href="https://blog.schallbert.de/projects/spirograph/"&gt;Spirographen-Projekt&lt;/a&gt; mit dem Material Acrylglas bereits erfolgreich durchführen konnte: Die Rückseite wird zuerst bearbeitet, aber nicht ganz durchgefräst. Nach dem Wenden des Werkstückes dann soll nur noch mit dem Fasenfräser ausgeschnitten und gleichzeitig die Kanten gebrochen werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dies funktionierte für die erste Aufspannung auch hervorragend.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2024-04-02-spiro-back.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Rückseitige Bearbeitung der Spirographen.&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Bei der zweiten jedoch ging mit dem Durchstoßen der Oberfläche so viel Unterdruck verloren, dass sich das Material vom Vakuumtisch löste und seine ursprüngliche, leichte Wölbung annahm. Somit musste ich den Fräsvorgang abbrechen und mir eine andere Strategie zum Niederhalten überlegen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich konnte mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht richtig erklären, warum jetzt so viel mehr Druck verloren ging als bei der Fertigung in Acrylglas.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="frischhaltefolie"&gt;Frischhaltefolie&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich probierte mit Frischhaltefolie dem Druckverlust entgegenzuwirken. Dabei stellten sich gleich mehrere Folgeschwierigkeiten: Fährt der Fräser durch die Folie, so wird sie beim Fräsen geschlossener Konturen vom Fräser erfasst und in Windeseile um selbigen gewickelt. Der Fräser schneidet nun nicht mehr, sondern reibt nur noch am Material, was sehr schnell zu Hitzespuren am Holz führt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Doch selbst wenn ich die Frischhaltefolie vorab befestige: Da ich Teile ausschneide, ist beim ersten Eindringen in die auf der Unterseite bereits vorhandene Nut der &lt;em&gt;lokale Unterdruck&lt;/em&gt; am Teil bereits wieder so klein, dass es sich kaum an Ort und Stelle halten lässt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="verdrehung-des-werkstücks"&gt;Verdrehung des Werkstücks&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Für den zweiten Versuch passte ich die Strategie an: Der Schaftfräser würde das Werkstück durchfräsen, so dass ich keine zweite Aufspannung benötigte. Ich wollte die Kantenbrechung auf der Rückseite später optional über eine auf dem Tisch festgespannte Halterung realisieren, in die ich die Teile würde einlegen können.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Während das Ausschneiden der Teile noch problemlos funktionierte (erneut die &amp;ldquo;inneren&amp;rdquo; Teile zuerst fräsen), so bekam ich beim Anbringen der Fase bereits auf der Vorderseite große Probleme. Die Zahnräder begannen, sich zu verdrehen und die Schablone mit Hohlrad war überhaupt nicht niederzuhalten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="zu-wenig-zeit"&gt;Zu wenig Zeit&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich musste also schon bei der Bearbeitung der Vorderseite auf speziell für die Werkstücke angefertigte Halterungen zurückgreifen. Deren Konstruktion und Fertigung nahm Zeit in Anspruch die ich an dieser Stelle so nicht eingeplant hatte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Vor der Messe konnte ich mich nicht in der Tiefe mit der Analyse beschäftigen - eine schnelle Lösung musste her.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="die-ursachen"&gt;Die Ursachen&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Mit ein paar Wochen Abstand kann nun ich sagen, dass mehrere Faktoren zu den Problemen führten. So kommen eine schwierige Geometrie, ungünstige Materialeigenschaften und bestimmte Eigenheiten des Vakuumtischdesigns zusammen. Aber gehen wir dem Ganzen hier mal auf den Grund.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="werkstück"&gt;Werkstück&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-04-02-rawmaterial.jpg" alt="Image: Veneered MDF raw material"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Das Ausgangsmaterial ist mitteldichte Faserplatte von &lt;code&gt;10mm&lt;/code&gt; Stärke. Sie ist einseitig mit &lt;code&gt;0.75mm&lt;/code&gt; starkem Olivenholzfurnier versehen. Dieses Material ist für die Bearbeitung auf einem Vakuumtisch bereits von Grund auf problematisch:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Durch Furnierung und Lagerung sind die Platten leicht gewölbt&lt;sup id="fnref:1"&gt;&lt;a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref"&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;, wollen sich also von meinem Vakuumtisch abheben.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;MDF ist luftdurchlässig, sodass die Vakuumpumpe mit größeren Leckageströmen zu tun hat als üblicherweise (so bekomme ich bei Aufspannung der Platte nur &lt;code&gt;-300mBar&lt;/code&gt; zusammen statt der üblichen &lt;code&gt;-800mBar&lt;/code&gt; ohne Leckströme). Die geringe Materialdicke verstärkt diesen Effekt.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;MDF ist nicht nur senkrecht zur Plattenebene luftdurchlässig, sondern auch waagerecht. Dadurch sind die Haltekräfte in der Nähe von Fräsungen stark reduziert, denn Luft kann nun auch seitlich in das Material eindringen und erhöht so zusätzlich die Leckageströme.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Das hier verlinkte Video &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=osJik4XjZTY" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Youtube: Verschiebekraftmessungen von &lt;em&gt;Anton CNC&lt;/em&gt;&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; zeigt anschaulich, wie sich verschiedene Materialien auf einem Vakuumtisch mit poröser Oberfläche verhalten. Ebenfalls sehr empfehlenswert zum Thema ist dieses Video &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=jk7Clrvtlmo" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;YouTube: Haltekraftermittlung während des Zerspanens von &lt;em&gt;vakuumtischDE&lt;/em&gt;&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; um einen Eindruck zu gewinnen, unter welcher Belastung das Werkstück während des Fräsvorganges stehen kann.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="geometrie"&gt;Geometrie&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Mein Design für die Spirographen lässt sich nicht besonders gut niederhalten:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Die Schablone mit Hohlrad besitzt dünne Wände von nur etwa &lt;code&gt;2cm&lt;/code&gt; Stärke. Am dicksten sind sie an den Seiten links und rechts, weisen in der Mitte aber eine große Aussparung auf, durch die Luft in alle Richtungen in das Material eindringen kann und so die Haltekräfte reduziert.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Das Zahnrad verfügt über Löcher zur Aufnahme von Stiften. Um die Löcher herum ist der Anpressdruck reduziert.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Die Zähne von Hohlrad und Zahnrad liegen so frei, dass sie durch Querströme der Luft im Material praktisch keinen Beitrag zur Haltekraft leisten können. Gleichzeitig bieten die Zahnköpfe aber einen großen Hebel für Verdrehung oder Verschiebung des Werkstücks: Eine ungünstige Paarung.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-04-02-spirograph-on-vacuum-table.jpg" alt="Image: Spirograph on vacuum table: hole grid overlay"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Nehme ich das als Grundlage für die Praxis, so sind nur die im Bild oben innerhalb des Kreises befindlichen Vakuumlöcher überhaupt in der Lage, nennenswerte Spannkräfte zu erzeugen. Diese sind aber wiederum nahe am Zentrum und bieten folglich nur wenig Widerstand gegen Verdrehen des Werkstücks. Hinzu kommt, dass das Zahnrad hier mehrere Bohrungen und damit zusätzliche &amp;ldquo;Lecks&amp;rdquo; aufweist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="fräskräfte"&gt;Fräskräfte&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-04-02-cuttingforces-z.jpg" alt="Image: Cutting forces XY"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Die durch das Werkzeug (den Fräser) in das Material eingebrachten Kräfte wirken stets in XY-Richtung, bei V-cut Fräsern und Schaftfräsern mit Spirale/Drall zusätzlich in Z-Richtung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Kräfte durch Vorschub: Je schneller durch das Material gefahren wird, desto stärkere Kräfte in XY-Richtung wirken auf das Material in Verfahrrichtung.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Kräfte durch Fräserdrehung bzw. Gleich- oder Gegenlauf: Verwendet man einen Schaftfräser ohne Drall, so entstehen Kräfte orthogonal in der Ebene der Verfahrrichtung. Fahre ich also in positive X-Richtung, wird der Fräser auch in Y-Richtung eine Kraft ausüben, die durch seine Eigendrehung eingebracht wird: Im Gleichlauf möchte der Fräser dem Material ausweichen, wird also nach &lt;code&gt;Y+&lt;/code&gt; abgelenkt (wie &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-router-overload/"&gt;in diesem Artikel anschaulich gezeigt&lt;/a&gt;). Im Gegenlauf ist die Ablenkrichtung invers und der Fräser möchte nach &lt;code&gt;Y-&lt;/code&gt; ausweichen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Kräfte durch Fräsergeometrie: Weist der Fräser eine Spirale auf oder ist er in der Geometrie abgeschrägt, so wirken zusätzlich Kräfte in Z-Richtung. Bei Vcut- und Downcut-Fräsern wird das Material auf das Maschinenbett gedrückt, bei Upcut-Spiralfräsern hingegen wird der Span wie gewünscht ausgeworfen. Das Werkstück erfährt aber auch eine Kraft, die es im Extremfall vom Maschinenbett abheben kann.&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-04-02-cuttingforces-xy.jpg" alt="Image: Cutting forces Z"&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Wird in der Vollnut gefräst (d.h. der Fräser ist statt an der Werkstückkante entlang zu fahren über seinen kompletten Durchmesser im Eingriff), erhöhen sich die Kräfte quer zur Fräsrichtung sogar noch: Im Bild fährt er am oberen Rand der Nut im Gegenlauf, was den Fräser &amp;ldquo;vom Material weg&amp;rdquo;, im Bild also nach unten, drückt. Gleichzeitig fährt er am unteren Nutrand im Gleichlauf, was ihn &amp;ldquo;in das Material&amp;rdquo; zieht - ebenfalls nach unten.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="vakuumspannsystem"&gt;Vakuumspannsystem&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Wie in den Artikeln &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-vacuum-pumps/"&gt;über Vakuumpumpen&lt;/a&gt; und &lt;a href="https://blog.schallbert.de/why-vacuum-table/"&gt;Vakuumtische&lt;/a&gt; beschrieben, verfüge ich über eine trockenlaufende Drehschieberpumpe, angeschlossen an einen Lochrastervakuumtisch. Bei der Bearbeitung poröser Werkstoffe ist diese Kombination ebenso wie Rastervakuumtische mit kleinvolumigen Pumpen problematisch:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Mein Lochrastervakuumtisch besitzt Löcher mit einem Vakuumkanal von &lt;code&gt;0.5mm&lt;/code&gt; Durchmesser. Durch diese Engstelle wird die Pumpe zwar bei offenliegenden Löchern entlastet, denn sie muss nicht den vollen Luftstrom bringen, die das &lt;code&gt;5mm&lt;/code&gt; große Sackloch ermöglicht. Allerdings kann das Loch durch den begrenzten Luftstrom in Kombination mit MDF weniger Unterdruck aufbauen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Durch die hohen Leckströme ist meine Vakuumpumpe mit ihrem Volumenstrom an ihrer Grenze. Hier sind andere Pumpentypen deutlich besser geeignet (siehe &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-vacuum-pumps/#radial-blower"&gt;Radialgebläse&lt;/a&gt;, &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-vacuum-pumps/#seitenkanalverdichter"&gt;Seitenkanalverdichter&lt;/a&gt;).&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Ein Vakuumtisch spannt generell nur nach unten (in Z-Richtung). Allerdings müssen auch Kräfte in XY-Richtung abgefangen werden, damit es nicht zu einer Verschiebung oder Drehung des Werkstückes kommt. Diese sind über den &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-vacuum-pumps/#parallelverschiebung"&gt;Haftreibkoeffizienten µ&lt;/a&gt; zwar an den Unterdruck am Werkstück gekoppelt (und lässt sich über Materialpaarung und Oberflächenbeschaffenheit beeinflussen), wenn Letzterer aber zu niedrig ausfällt, wird das Werkstück nicht zuverlässig gehalten.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-04-02-vacuumtable-channels-porousmaterials.jpg" alt="Image: Air flow system of vacuum table and porous material"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Obwohl sich die Vakuumkanäle im &lt;code&gt;10mm&lt;/code&gt;-Raster befinden, beträgt der für den Leckstrom maßgebliche Abstand nur &lt;code&gt;5mm&lt;/code&gt;. Die Ränder der Sacklöcher (je &lt;code&gt;5mm&lt;/code&gt;Durchmesser) befinden sich nämlich in diesem Abstand zueinander, sodass der Luftstrom quer zum Material eine geringere Distanz zurücklegen muss als durch das Material hindurch.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h4 id="vergleich-zum-widerstandsnetzwerk"&gt;Vergleich zum Widerstandsnetzwerk&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Die tatsächliche Spannkraft lässt sich gut abschätzen wenn man sich Pumpe, Vakuumtisch und Werkstück als elektrisches Netzwerk vorstellt. Ich habe hierfür ein Modell vorbereitet und stelle es im Folgenden vor.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h4 id="widerstände-vakuumtisch-werkstück"&gt;Widerstände: Vakuumtisch, Werkstück&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-04-02-tableworkpiece.jpg" alt="Image: Vacuum table and workpiece"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Die Sauglöcher des Vakuumtisches stellen Widerstände für den Luftstrom dar, welche sich in einer Parallelschaltung befinden. In Reihe dazu ist das Werkstück erneut als Widerstand geschaltet, was mit seinem anderen Pol an &amp;ldquo;Masse&amp;rdquo;, also dem Umgebungsluftdruck, liegt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h4 id="vakuumverteiler--schalter-manometer--spannungsmesser"&gt;Vakuumverteiler = Schalter, Manometer = Spannungsmesser&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-04-02-manoswitch.jpg" alt="Image: Vacuum manifold and Manometer"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Das Manometer im Saugkanal kann als Spannungsmessgerät gesehen werden. Den Vakuumverteiler mit seinen Ventilen zum Schalten der Vakuumsektionen sehe ich als elektrische Schalteinrichtung. Ist der Schalter geschlossen, so stellt er die Verbindung zwischen Pumpe und Vakuumtisch her. Ist er geöffnet, so blockiert er den Luftstrom.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h4 id="vakuumpumpe--spannungsquelle"&gt;Vakuumpumpe = Spannungsquelle&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;In diesem Bild stellt die Pumpe eine Spannungsquelle dar, die in meinem Falle maximal &lt;code&gt;U = 8V&lt;/code&gt; entsprechend &lt;code&gt;-800mBar&lt;/code&gt; bereitstellen kann. Durch den bei realen Spannungsquellen vorhandenen inneren Widerstand von &lt;code&gt;0.2Ohm&lt;/code&gt; kann sie einen Kurzschlussstrom von &lt;code&gt;I = 40A&lt;/code&gt; erzeugen, analog zu den &lt;code&gt;40m³/h&lt;/code&gt; Durchsatz. Dieser Vergleich ist physikalisch natürlich nicht korrekt, denn ich müsste hier mit Masse- statt Volumenströmen arbeiten. Außerdem hängt die Fördermenge nicht überall im Kennfeld linear mit dem Druck zusammen und die von mir angenommenen Widerstandswerte sind nur Richtgrößen. Zur Modellierung des Sachverhaltes eignet es sich meiner Meinung nach trotzdem.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Bei Werkstückmaterialien wie Acrylglas oder Metall ist der Luftdurchfluss nahe Null, ihr &amp;ldquo;Widerstand&amp;rdquo; ist also extrem hoch. Dadurch fällt hier der allergrößte Teil der Spannung (Unterdruck) ab, sodass das Werkstück fest gespannt wird.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Bei Verwendung luftdichter Materialien ist die Welt entsprechend in Ordnung: Das Manometer zeigt beim noch unbearbeiteten Werkstück den den Druck auf dem Material korrekt an an. Selbst bei Durchfräsungen wird lediglich der Widerstand des Materials &amp;ldquo;in Reihe&amp;rdquo; zu den betroffenen Sauglöchern zu Null gesetzt. So wird der Unterdruck und damit Haltekraft am Teil selbst kaum reduziert.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Schaut man genau hin, so ist zu erkennen, dass das Manometer die Druckdifferenz vor dem Vakuumverteiler misst. Sein Wert ist also nur dann auch aussagekräftig für die Spannkraft, wenn das Werkstück einen sehr hohen Durchströmungswiderstand bietet.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h4 id="sonderfall-poröse-werkstoffe"&gt;Sonderfall poröse Werkstoffe&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Ganz anders sieht das Bild bei porösen Werkstoffen wie MDF aus:&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-04-02-porousmaterial-circuitdiagram.jpg" alt="Image: equivalent circuit diagram for porous material on a vacuum table"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Hier liegt der Durchgangswiderstand des Materials nur knapp eine Größenordnung über dem der Vakuumlöcher. Ich habe die Werte durch Versuche am Vakuumtisch ermittelt. Sie basieren auf Druckmessungen und Berechnungen von Werkstückfläche und der Anzahl vom Material abgedeckter, aktiver Sauglöcher. Besonders hervorzuheben sind hier zwei Effekte, die mir das Niederhalten zusätzlich schwer gemacht haben:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Augenmerk auf die Widerstände im Material in Parallelschaltung zum Durchgangswiderstand in &lt;code&gt;Z-Richtung&lt;/code&gt;. Sie entstehen dadurch, dass die Luft sich nun auch &amp;ldquo;zwischen den Löchern&amp;rdquo; durch das Material bewegen kann.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Auf der rechten Seite des Bildes ist zu erkennen, was passiert, wenn das Werkstück in einen inaktiven Vakuumbereich hineinragt: Die Sauglöcher sind untereinander praktisch ohne Widerstand mittels Vakuumkanälen im Tisch verbunden. Da das Werkstück &amp;ldquo;Querluftzug&amp;rdquo; in &lt;code&gt;XY-Richtung&lt;/code&gt; ermöglicht, muss durch Verbindung der Sauglöcher deutlich weniger Widerstand überwunden werden, als für die Durchdringung in &lt;code&gt;Z&lt;/code&gt;. Hierdurch liegen nur noch &lt;code&gt;R29&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;R22||R21&lt;/code&gt; in Reihe. Überdeckt das Werkstück mehrere inaktive Lochfelder, geht &lt;code&gt;R22&lt;/code&gt; gegen 0.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;In der Folge werden die Widerstände vor &lt;code&gt;R19&lt;/code&gt;, nämlich &lt;code&gt;R18||(R29+(R21||R22))&lt;/code&gt; so klein, dass die Pumpe hier praktisch nur noch Umgebungsluft zieht und an der Stelle kaum Spannkraft aufbringen kann. Über &lt;code&gt;R25&lt;/code&gt; wirkt sich der Querluftstrom außerdem auf den Druckabfall von &lt;code&gt;R17, R15&lt;/code&gt; aus.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Jetzt wirken die kleinen Sauglöcher als Spannungsteiler, sodass an ihnen ein nicht unerheblicher Teil des Unterdrucks &amp;ldquo;hängen&amp;rdquo; bleibt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Also stimmt auch der auf dem Manometer angezeigte Druck überhaupt nicht mehr mit den Gegebenheiten am Werkstück überein: Obwohl ich hier noch immer &lt;code&gt;-200mBar&lt;/code&gt; angezeigt bekomme, reduziert sich die Spannkraft genau an den für das Niederhalten empfindlichsten Stellen&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-04-02-resnetwork.jpg" alt="Image: Simplified equivalent circuit diagram for a vacuum clamping system"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;am Rand des Werkstücks&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;in angrenzenden Bereichen zu denen, wo das Werkstück nicht aktiv angesaugt wird&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;sowie an jeder Durchfräsung und einem gewissen Umkreis&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;auf nahe null.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Für alle anderen Bereiche gelten die &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Kirchhoff%27s_circuit_laws" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Kirchhoff&amp;rsquo;schen Gesetze&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;: Gebildet wird ein Spannungsteiler bestehend aus Innenwiderstand der Pumpe, Vakuumsystem sowie dem Durchdringungswiderstand des Werkstücks. Nur die noch am Werkstück abfallende Spannung bestimmt die Niederhaltekraft. Sie ist - ich wiederhole mich jetzt - unter Umständen &lt;em&gt;viel geringer&lt;/em&gt; als der Blick auf das Manometer vermuten lässt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="lösungen"&gt;Lösungen&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ganz schön viel Theorie für die banale Erkenntnis, dass mir das Werkstück auf dem Maschinenbett verdreht wird, oder? Folgende Lösungen habe ich für ein solches Problem im Köcher:&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="pumpe--vakuumtisch"&gt;Pumpe / Vakuumtisch&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Bei der Arbeit mit porösen Werkstoffen ist es wichtig, dass der Tisch selbst einen geringen Durchströmungswiderstand aufweist. Nur so fällt der Großteil des Unterdrucks am Werkstück ab, was zu höherer Spannkraft führt. Hier wäre nach dem Motto &amp;ldquo;viel hilft viel&amp;rdquo; also eine Pumpe mit mehr Durchsatz, ein Tisch mit größeren Saugöffnungen und ein Vakuumverteiler mit größeren Schlauchdurchmessern angemessen. Kommt für mich aber überhaupt nicht in Frage.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="haftvermittler"&gt;Haftvermittler&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich könnte probieren, eine grobmaschigere Gummimatte zu verwenden. Mit einem &lt;code&gt;20mm&lt;/code&gt; Lochraster etwa verdreifacht sich der Widerstand für den Querluftstrom, sodass Außenbereiche nicht mehr so stark vom Druckverlust betroffen sind. Zudem besitzt eine solche Matte mehr Gummifläche, was die Haftreibung erhöht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Klebeband statt Frischhaltefolie auf der Materialoberfläche löst das Problem des Verfangens im Fräser und verschließt lokal die Poren des Werkstoffes, kann also die Haltekraft in kritischen Bereichen verbessern.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Natürlich können auch auf einem Vakuumtisch gängige Methoden wie die Aufbringung doppelseitigen Klebebandes oder das Festschrauben des Werkstückes angewandt werden. Mache ich aber nicht - denn dann müsste ich mir ja eingestehen, dass mein Vakuumtisch nicht für alle Fälle geeignet ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="haltestege-spannvorrichtung"&gt;Haltestege, Spannvorrichtung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-04-02-spirofixtures.jpg" alt="Image: Fixture for holding my gears in place"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Diese Lösung zielt darauf ab, Verdrehen und Verschieben des Werkstückes zu vermeiden. Der Vakuumtisch wird hier nur noch zum Niederhalten verwendet, während eine passend angefertigte Halterung Kräfte in &lt;code&gt;XY-Richtung&lt;/code&gt; aufnimmt. Im Bild sind Halterungen für die Schablone sowie das Zahnrad zu erkennen, die ebendiese Aufgabe erfüllen. Sie werden auf dem Maschinenbett befestigt und benötigen einen präzisen Nullpunkt, um die Kanten versatzfrei brechen zu können.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich verwende eine Spielpassung mit &lt;code&gt;0.1mm&lt;/code&gt; Luft zwischen den Komponenten. Ist das Spiel kleiner, benötige ich zu viel Kraft, den Rohling einzusetzen. Setze ich größere Werte an, lassen sich die Werkstücke zu stark verdrehen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Mit dieser Variante kann ich verzogene Werkstücke geradeziehen, weiterhin sehr feine Gravuren anfertigen und gehe trotzdem sicher, dass mir nichts mehr verrutscht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nachteilig sind der Zeit- und Materialaufwand für Planung und Herstellung individueller Halterungen bzw. Schablonen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="modifikation-des-werkstückes"&gt;Modifikation des Werkstückes&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Dies liegt auf der Hand: Ich kann das Werkstück in seinen Eigenschaften so verändern, dass es undurchlässiger wird für Luft. So kann ich z.B. die Unterseite mit einer Folie bekleben und damit zusätzlich die Haftreibung verbessern.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wer wie ich nicht so gerne Plastik verwendet: Ich habe herausgefunden, dass Backpapier / Frischhaltepapier aus ungebleichtem Zellstoff kaum Luft hindurch lässt. Demnächst probiere ich mal aus, Materialien damit zu bekleben bzw. von Durchfräsung betroffene Bereiche damit abzudecken statt mit Kunststofffolie.&lt;/p&gt;&#10;&lt;div class="footnotes" role="doc-endnotes"&gt;&#10;&lt;hr&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li id="fn:1"&gt;&#10;&lt;p&gt;Liegt ein solches Problem regelmäßig vor, sind Rastervakuumtische mit Dichtschnur eine hervorragende Lösung: Hier mittels einer linienförmigen Dichtung an den Außenkanten des Werkstückes gegen den Umgebungsluftdruck abgedichtet, sodass Werkstückkanten keine Chance bekommen, sich hochzuwölben. Bei meinem Lochrastertisch jedoch wirkt die gesamte Fläche der Gummimatte als Dichtung, sodass die Wölbung in Form einer Kontaktlinie auf der Matte vorliegt. Linien haben jedoch keinen Flächeninhalt, und nur durch jenen kann mein Tisch niederhalten. Dies ist übrigens auch der Grund, warum biegsame Materialien wie Folien so leicht vom Vakuumtisch abgezogen werden können.&amp;#160;&lt;a href="#fnref:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink"&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;/div&gt;&#10;</description></item><item><title>Maker Faire Ruhr 2024</title><link>https://blog.schallbert.de/makerfaire-ruhr/</link><pubDate>Mon, 25 Mar 2024</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/makerfaire-ruhr/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-02-23-maker-faire-logo-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: Maker Faire Ruhr Logo / Banner"&#10; title="Maker Faire Ruhr 2024" /&gt;&#10;&lt;h2 id="vorbereitung"&gt;Vorbereitung&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-02-23-maker-faire-logo.jpg" alt="Image: Maker Faire Logo"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Seit Anfang Januar bereiten sich zwei meiner Freunde und ich auf die &lt;a href="https://www.makerfaire-ruhr.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Maker Fair Ruhr&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; in der &lt;a href="https://www.dasa-dortmund.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;DASA Dortmund&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; vor. Im Zuge dessen habe ich Faserplatten furniert, Rohlinge für Gravuren ausgeschnitten, Tischdecken besorgt, PC-Gehäuse bearbeitet, Zahnräder gefräst, LED-Streifen programmiert, ein Standschild designt, eine CNC-Maschine eingerichtet, sie für den Gravurbetrieb optimiert und so weiter&amp;hellip;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Als der Termin dann nahte, wurde es dann doch knapp. Es geht schon eine Menge Zeit und Koordination in so eine Messevorbereitung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;section class="hugo-gallery"&gt;&#10; &lt;div class="hugo-gallery__frame"&gt;&#10; &lt;div class="hugo-gallery__grid" role="list"&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-0"&#10; aria-label="Image: Vacuumpump and -table"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-02-23-vacuumpump.jpg"&#10; alt="Image: Vacuumpump and -table"&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-1"&#10; aria-label="Image: CNC machine, ready to run."&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-02-23-hobbyline_readytorun.jpg"&#10; alt="Image: CNC machine, ready to run."&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-2"&#10; aria-label="Image: Signs for my projects that I&amp;#39;ll showcase."&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-02-23-standschilder.jpg"&#10; alt="Image: Signs for my projects that I&amp;#39;ll showcase."&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-3"&#10; aria-label="Image: Retrogaming sign for another booth"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-02-23-retrogaming_sign.jpg"&#10; alt="Image: Retrogaming sign for another booth"&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-4"&#10; aria-label="Image: Beautiful scrap - residue piece of PMMA in form of a wave"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-02-23-pmma_wave.jpg"&#10; alt="Image: Beautiful scrap - residue piece of PMMA in form of a wave"&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-5"&#10; aria-label="Image: The side panel of a midi-tower PC: now with a window"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-02-23-pcwindow_sea.jpg"&#10; alt="Image: The side panel of a midi-tower PC: now with a window"&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-6"&#10; aria-label="Image: Schallbert&amp;#39;s booth on Maker Faire Ruhr 2024"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-03-25-DerStand.jpg"&#10; alt="Image: Schallbert&amp;#39;s booth on Maker Faire Ruhr 2024"&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-7"&#10; aria-label="Image: 2000s-retro-PCs set up and ready to play."&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-03-25-Gaming.jpg"&#10; alt="Image: 2000s-retro-PCs set up and ready to play."&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-8"&#10; aria-label="Image: CNC machine detail view"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-03-25-StandDetail.jpg"&#10; alt="Image: CNC machine detail view"&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-9"&#10; aria-label="Image: Visitors on Saturday"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-03-25-Besucher.jpg"&#10; alt="Image: Visitors on Saturday"&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-10"&#10; aria-label="Image: Schallbert&amp;#39;s booth, rear view"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-03-25-Backstage.jpg"&#10; alt="Image: Schallbert&amp;#39;s booth, rear view"&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-11"&#10; aria-label="Image: Many more visitors on Sunday."&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-03-25-Menschenmenge.jpg"&#10; alt="Image: Many more visitors on Sunday."&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="hugo-gallery__caption"&gt;&#10; Impressionen von der Maker Faire Ruhr 2024.&#10; &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&#10;&#10; &lt;div class="hugo-gallery__full" aria-live="polite"&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-0"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-02-23-vacuumpump.jpg"&#10; alt="Image: Vacuumpump and -table"&gt;&lt;figcaption&gt;Hier wird der Vakuumtisch in Betrieb genommen und getestet.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-1"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-02-23-hobbyline_readytorun.jpg"&#10; alt="Image: CNC machine, ready to run."&gt;&lt;figcaption&gt;Die CNC-Maschine für die Messe. Fertig eingerichtet und betriebsbereit.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-2"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-02-23-standschilder.jpg"&#10; alt="Image: Signs for my projects that I&amp;#39;ll showcase."&gt;&lt;figcaption&gt;Selbstgefräster Schilder für die dargestellten Projekte.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-3"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-02-23-retrogaming_sign.jpg"&#10; alt="Image: Retrogaming sign for another booth"&gt;&lt;figcaption&gt;Das Standschild für einen guten Freund, der Retro-PCs und -Spiele ausstellt.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-4"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-02-23-pmma_wave.jpg"&#10; alt="Image: Beautiful scrap - residue piece of PMMA in form of a wave"&gt;&lt;figcaption&gt;Schöner Abfall - ein Reststück Acrylglas in Form einer Welle&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-5"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-02-23-pcwindow_sea.jpg"&#10; alt="Image: The side panel of a midi-tower PC: now with a window"&gt;&lt;figcaption&gt;Das Gegenstück zur Welle: Ein PC mit einzigartigem Fenster, selbstgefräst.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-6"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-03-25-DerStand.jpg"&#10; alt="Image: Schallbert&amp;#39;s booth on Maker Faire Ruhr 2024"&gt;&lt;figcaption&gt;Die LED-Streifen sind fertig programmiert und alles steht an seinem Platz.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-7"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-03-25-Gaming.jpg"&#10; alt="Image: 2000s-retro-PCs set up and ready to play."&gt;&lt;figcaption&gt;Retro-2000er-PCs sind aufgebaut und vernetzt. Bereit zum Spielen.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-8"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-03-25-StandDetail.jpg"&#10; alt="Image: CNC machine detail view"&gt;&lt;figcaption&gt;Die betriebsbereite CNC-Maschine auf der Messe.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-9"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-03-25-Besucher.jpg"&#10; alt="Image: Visitors on Saturday"&gt;&lt;figcaption&gt;Bereits einige Besucher, Maker und Interessierte am Samstag.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-10"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-03-25-Backstage.jpg"&#10; alt="Image: Schallbert&amp;#39;s booth, rear view"&gt;&lt;figcaption&gt;Backstage des betriebsbereiten Standes.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-11"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-03-25-Menschenmenge.jpg"&#10; alt="Image: Many more visitors on Sunday."&gt;&lt;figcaption&gt;Doch am Sonntag war noch viel mehr los.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;&#10;&lt;/section&gt;&#10;&#10;&lt;h3 id="projekte"&gt;Projekte&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Auf der Messe wollte ich ein paar meiner schönsten Projekte vorstellen wie etwa den &lt;a href="https://blog.schallbert.de/projects/seifenbutler/"&gt;Seifenbutler&lt;/a&gt;, meine übergroßen &lt;a href="https://blog.schallbert.de/projects/spirograph/"&gt;Spirographen&lt;/a&gt; und Besuchern ermöglichen, eigene Schilder &lt;a href="https://blog.schallbert.de/negative-carving-with-estlcam/"&gt;graviert zu bekommen&lt;/a&gt;, nach Bedarf sogar mit &lt;a href="https://blog.schallbert.de/projects/qr-codengrave/"&gt;QR-Code&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Damit die Fräsarbeiten schnell von der Hand gehen, habe ich Rohlinge gefertigt, die später nur noch graviert werden mussten. Die Spirographen musste ich wegen der erforderlichen doppelseitigen Bearbeitung ebenfalls vorab fertigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="maschinen"&gt;Maschinen&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich konnte ein paar Firmen davon überzeugen, mir Maschinen und -Teile für die Messe zu leihen:&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--left"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/1year_cnc/sorotec.jpg" alt="Bild: Sorotec Logo"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Von &lt;a href="https://www.sorotec.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Sorotec&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; borgte ich mir eine &amp;ldquo;Hobbyline4530&amp;rdquo;, deren kleinste und leichteste Maschine.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--left"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/1year_cnc/stritzelberger.jpg" alt="Bild: Stritzelberger Logo"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Die Firma &lt;a href="https://vakuumtisch.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Stritzelberger&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; stellte mir einen zur Maschine passenden Vakuumtisch inkl. passender Pumpe zur Verfügung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--left"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/1year_cnc/eding.jpg" alt="Bild: EdingCNC Logo"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;a href="https://edingcnc.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;EdingCNC&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; unterstützte bei der Einrichtung ihrer Software, lieh mir Aussteller für die aktuellste Steuerungshardware und kam schließlich sogar live an meinem Messestand zwecks Austausch vorbei.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="das-standschild"&gt;Das Standschild&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-02-23-schallbert-standschild.jpg" alt="Image: My plan for a great booth sign"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Für das Standschild habe ich mir etwas ganz Besonderes ausgedacht: Ein Planetengetriebe! Drei bewegliche Zahnräder umkreisen hierbei ein feststehendes Sonnenrad. Um das Standschild aufhängen und das Getriebe dabei randlos behalten zu können, kam für die Planetenträger keine mittig gelagerte Achse in Frage.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diese Aufgabe übernimmt ein durch das Sonnenrad verdecktes, durch drei Kugellager (Bild: Im 120°-Winkel angeordnet, montiert auf den Zähnen des Sonnenrads) gehaltenes Hohlrad. Es wird von einem Schrittmotor mit der Untersetzung 1:5 angetrieben. Das Hohlrad bietet Aufnahmen für die Planetenträger. So bekomme ich den mittleren Bereich des Sonnenrades frei und kann dort sowohl Antriebsmotor als auch Beleuchtung und Schildhalterungen unterbringen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ein auf meinem PeerTube-Kanal befindliches Video zeigt, wie ich das Standschild mit meiner CNC-Portalfräse fertige.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;iframe&#10; src="https://makertube.net/videos/embed/xsLhWWygyJbtJGwUGrKvVE"&#10; title="Herstellung Standschild"&#10; loading="lazy"&#10; allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture"&#10; allowfullscreen&#10; style="width: 100%; height: auto; min-height: 315px; aspect-ratio: 16/9;"&#10; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Herstellung Standschild&lt;/span&gt;&lt;a href="https://makertube.net/videos/embed/xsLhWWygyJbtJGwUGrKvVE" class="attr-link" target="_blank" rel="noopener noreferrer"&gt;↗&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="verzögerungen"&gt;Verzögerungen&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Wie immer bei solchen größeren Unternehmungen ging bei den Vorbereitungen auch einiges schief:&lt;/p&gt;&#10;&lt;h4 id="ablösung-des-vakuums-bei-der-fertigung-der-spirographen"&gt;Ablösung des Vakuums bei der Fertigung der Spirographen&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Spirographen wollte ich aus furniertem MDF herstellen, da das Material sehr schön anzusehen und gleichzeitig stabil genug ist, dass es auch bei rauer Behandlung keinen Schaden nimmt. Also habe ich &lt;code&gt;10mm&lt;/code&gt; starke mitteldichte Faserplatte mit Olivenholzfurnier beklebt (zeitraubend!) und es dann auf meiner Portalfräse beareitet.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Da ich ein &lt;a href="https://blog.schallbert.de/why-vacuum-table/"&gt;Vakuumspannsystem&lt;/a&gt; verwende, ist es total wichtig, einen Mindestunterdruck zu erreichen, da mir sonst die Werkstücke nicht an Ort und Stelle bleiben. Nun ist MDF luftdurchlässig, sodass die Pumpe selbst bei noch nicht bearbeiteter Platte gut zu tun hat. Die Geometrie meines Entwurfs für die Spirographen ist nun leider so, dass die für das Spannen verbliebene Oberfläche bei der Bearbeitung immer weiter sinkt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;In letzter Konsequenz hatte ich das Problem, dass sich die Zahnräder spätestens bei der Kantenbearbeitung der Rückseite mitdrehen wollen. Sogar meine verzweifelten Versuche genügend Unterdruck aufrecht zu erhalten, indem ich großflächig Frischhaltefolie auf dem Werkstück aufbrachte, scheiterten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-03-25-spirograph.jpg" alt="Image: Spirograph under test"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;So erhielt ich anstatt der geplanten zehn Spirographen nur vier - die Restlichen waren Ausschuss. &lt;em&gt;Merke&lt;/em&gt;: MDF ist auf meinem Vakuumspannsystem nur für großflächige Werkstücke einsetzbar.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h4 id="problematische-zahnradpaarung-beim-spirographen"&gt;Problematische Zahnradpaarung beim Spirographen&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Der erste Spirograph aus MDF war zudem leider gar nicht richtig zu gebrauchen: Ständig verklemmte sich ein Zahn auf der Flanke des Hohlrades und weigerte sich, in Eingriff zu gehen. Die Ursachen dafür liegen darin, dass ich kein Flankenspiel vorgesehen und die Zahnköpfe ohne Radius gefertigt hatte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;In der Folge muss das Zahnrad immer kräftig gegen das Hohlrad gedrückt werden, um den nächsten Zahneingriff zu ermöglichen. Rutscht das Zahnrad nur ein paar Zehntelmillimeter heraus, so blockiert es. &lt;em&gt;Abhilfe&lt;/em&gt;: Sowohl Zahnrad- als auch Hohlradzahnköpfe mit &lt;code&gt;r=3.0mm&lt;/code&gt; versehen und die Zahnradpaarung mit Flankenspiel von &lt;code&gt;a=0.25mm&lt;/code&gt; konstruieren.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h4 id="falsch-gravierte-schriften-auf-dem-großen-standschild"&gt;Falsch gravierte Schriften auf dem großen Standschild&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Hier habe ich mich sogar zweimal vertan und damit leider viel Ausschuss produziert. Beim ersten Versuch hatte ich übersehen, das Zahnrad für die rückseitige Bearbeitung zu spiegeln. Ich dachte, das sei nicht nötig, weil das Zahnrad selbst spiegelsymmetrisch ist. Leider waren die Haltestifte aber nicht spiegelsymmetrisch eingelassen, sodass sich die Rückseite leider nicht in Deckung mit der Vorderseite befand.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Beim zweiten Versuch - siehe Video oben - hatte ich dies zwar behoben, jedoch vergessen, den Nullpunkt ensprechend der neuen Zentrierstiftlage auf der Rückseite anzupassen. Zum Glück habe ich das während der Bearbeitung bemerkt und konnte korrigieren.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h4 id="retro-pc-fensterfertigung"&gt;Retro-PC Fensterfertigung&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Bei einem der drei Retro-PCs habe ich die Gehäuserückseite um 180° gedreht aufs Maschinenbett gelegt. Das Fenster wurde also &amp;ldquo;verkehrt herum&amp;rdquo; gefräst, was ich erst nach Beendigung des Fräsjobs bemerkte. Zum Glück konnte mein Freund durch Feilen und Biegen der Rastnasen dafür sorgen, dass die Gehäuserückseite auch &amp;ldquo;verkehrt herum&amp;rdquo; am PC angebracht werden konnte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Bei der Fertigung des letzten Fensters verhakte sich der Spanschutz im Gehäusefalz und brach, da ich die Maschine nicht rechtzeitig zum Stehen bekam. Dies konnte überhaupt nur passieren, weil sich der Spanschutz durch die Vibrationen bei der Bearbeitung lockerte. &lt;em&gt;Merke&lt;/em&gt;: Die Fräse ist kein Spielzeug. Also keine Kompromisse machen oder halbgare Provisorien anbringen!&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="die-maker-faire-ruhr-2024"&gt;Die Maker Faire Ruhr 2024&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Messe selber war super. Ich wurde sehr freundlich empfangen und seitens der DASA erhielt ich hervorragende Unterstützung beim Ausladen und aller weiterer Logistik. Auch der mir zugeteilte Stand war toll: Sehr groß, gut gelegen, mit ausreichend Steckdosen - was will man mehr.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich hatte eine Firma zu Besuch an meinem Stand, Familie und Freunde waren gekommen und sogar einige Leute aus den CNC-Foren sowie ein paar Arbeitskollegen waren extra angereist. Mehr kann ich mir nicht wünschen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="aufbau"&gt;Aufbau&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Beim Ausladen kam uns zum Glück ein Stapler zur Hilfe.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2024-03-25-unloading.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Unloading the CNC&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Alles Weitere war Handarbeit und nicht deutlich anders, als für ein Musikkonzert aufzubauen: Tische rücken, Stromleitungen legen, Lichtanlage montieren, Ausstellungsstücke aufbauen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="besucher"&gt;Besucher&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Für meine erste Maker Faire kann ich eine positive Bilanz ziehen: Es waren echt viele Leute an unserem Stand und ich hatte kaum ein paar Minuten zum Ausruhen - ständig gab es etwas zu erzählen, meine Projekte vorzustellen oder über die ausgestellte Maschine zu sprechen. Aber genau das war es ja, was uns an diesem Format gereizt hat. Außerdem hat die Technik funktioniert, die Maschine lief problemlos und alle Dinge, die ich so lange vorher vorbereitet hatte (wie etwa das Standschild), konnten ausgestellt bzw. im Betrieb gezeigt werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2024-03-25-short_engrave.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;QR-Codengrave Demonstration&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="was-ich-beim-nächsten-mal-trotzdem-anders-machen-würde"&gt;Was ich beim nächsten Mal trotzdem anders machen würde&lt;/h3&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Die Maker Faire ist vom Setup her keine Verkaufsmesse, sondern ein riesiges Show &amp;amp; Tell. Daher würde ich nicht nochmal einen kostenpflichtigen Verkaufsstand buchen, denn das hat sich in meinem Falle nicht gelohnt.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Ein bis zwei Personen mehr für die Standbetreuung wären prima. Dann könnte man sich mal ablösen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Mehr Material für die Spirographen! Die Stifte waren am Ende der Veranstaltung komplett durch und Papier hatten wir schon Mitte des zweiten Tages keines mehr.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Mehr Vorträge / Demos. Die Fräse lief zwar schon oft, aber es mangelte dann doch an Vorlagen und Wünschen seitens der Besucher. Beim nächsten Mal werde ich mehr eigene Designs mitnehmen und auch ohne Anfrage zu Demozwecken fertigen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Bessere Verweise auf die Internetpräsenz vorbereiten, denn ein QR-Code alleine hilft da nicht allen weiter.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Mehr Kaffee: Die Versorgung mit Heißgetränken (und jetzt wo ich es schreibe, auch die mit Nahrung) war unterdimensioniert und leider auch nicht so schmackhaft, wie ich mir das gewünscht hätte. Also besser selbst Stullen schmieren und Thermoskannen mitbringen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;</description></item><item><title>Kleinteile fräsen</title><link>https://blog.schallbert.de/milling-small-parts/</link><pubDate>Wed, 01 Nov 2023</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/milling-small-parts/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-11-01_smallparts-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: Milled small part, size comparison to a coin"&#10; title="Kleinteile fräsen" /&gt;&#10;&lt;h2 id="warum-kleine-teile-überhaupt-fräsen"&gt;Warum kleine Teile überhaupt fräsen?&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Es ist meist schwierig, sehr kleine Teile zu fertigen, zudem wenn sie nur in geringer Stückzahl benötigt werden. Spritzgießen lohnt sich hier nicht und 3D-Drucker wie sie im Hobbybereich eingesetzt werden sind erfüllen nicht die Toleranzanforderungen für meine Passungen. Die Laserschneider, auf die ich Zugriff habe, können das Teil ebenfalls nicht fertigen, weil es verschiedene Oberflächenhöhen hat. Auf die Option, das Teil in Fernost anfertigen zu lassen, möchte ich verzichten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dennoch: Diese Teile können auf einer Fräsmaschine gefertigt werden. Dieses Video zeigt, wie:&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;iframe&#10; src="https://makertube.net/videos/embed/64TS5d5cp2eNqf8SSPvY77"&#10; title="Kleinteile fräsen"&#10; loading="lazy"&#10; allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture"&#10; allowfullscreen&#10; style="width: 100%; height: auto; min-height: 315px; aspect-ratio: 16/9;"&#10; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Kleinteile fräsen&lt;/span&gt;&lt;a href="https://makertube.net/videos/embed/64TS5d5cp2eNqf8SSPvY77" class="attr-link" target="_blank" rel="noopener noreferrer"&gt;↗&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="welche-ausstattung-muss-die-maschine-dafür-besitzen"&gt;Welche Ausstattung muss die Maschine dafür besitzen?&lt;/h3&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Einen Vakuumtisch&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Eine Vakuumpumpe, vorzugsweise mit hohen Unterdrücken&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Etwas Frischhaltefolie&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Ein Vakuumvlies&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h2 id="wofür-ist-dieses-kleinteil"&gt;Wofür ist dieses Kleinteil?&lt;/h2&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-11-01_smallparts_soapbutler.jpg" alt="Image: Video splash preview with soapbutler"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Das im Video gefertigte Teil gehört zu einem meiner &lt;a href="https://blog.schallbert.de/projects/seifenbutler/"&gt;Seifenbutler&lt;/a&gt;. Die aktuelle Version kann an jeder handelsüblichen Duschstange mit Durchmesser von &lt;code&gt;18-25mm&lt;/code&gt; befestigt werden und benötigt dieses Teilchen zum Klemmen. Es drückt sich an der Rückseite an die Stange und sorgt so dafür, dass der Seifenbutler weder verrutscht noch wackelt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Mit diesem Upgrade gegenüber früheren Versionen ist der Seifenbutler nicht nur in der Lage, festes Shampoo zu halten, sondern auch die viel schwereren Shampooflaschen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-11-01_soapbutler_shampoobottle.jpg" alt="Image: black soapbutler holding a shampoo bottle"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Der &amp;ldquo;Klemmer&amp;rdquo; muss ohne merkliches Spiel in seine Führung passen und dennoch leichtgängig zu verschieben sein, um sich an verschiedene Duschstangendurchmesser anpassen zu können.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="was-muss-noch-beachtet-werden"&gt;Was muss noch beachtet werden?&lt;/h2&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li&gt;Frischhaltefolie: Wenn Teile ausgeschnitten werden, sollten sie nicht zu groß sein. Ansonsten wird die Folie vom Fräser mitgerissen und hinterlässt hässliche Spuren im Werkstück. Außerdem kann sie eine Unwucht erzeugen, die bei hohen Drehzahlen zu Beschädigung des Fräsers oder sogar der Maschine führen kann. Um das Einziehen zu vermeiden hilft das Anbringen eines kleinen Stückes doppelseitigen Klebebandes auf dem auszuschneidenden Teil.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Vakuumvlies: Das Vlies wird bei Anlegen des Vakuums auf weniger als die Hälfte seiner Höhe zusammengepresst. Es ist also erforderlich, die Werkstückhöhe bei angelegtem Vakuum abzunullen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Nicht ganz durchfräsen sondern eine dünne Materialschicht stehen lassen. Ihre Stärke hängt vom bearteiten Material ab. Bei PMMA lasse ich &lt;code&gt;0.3mm&lt;/code&gt; stehen, bei Holz &lt;code&gt;0.7mm&lt;/code&gt;.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Ich berücksichtige die Frischhaltefolie (etwa &lt;code&gt;10µm&lt;/code&gt; stark) nicht beim Einmessen der Werkstückhöhe, da sie sich in der Größenordnung meiner Maschinentoleranz befindet. Dickere Schutzfolien (&lt;code&gt;20-30µm&lt;/code&gt;), wie sie z.B. bei Plexiglas und Dibond verwendet werden, hingegen schon - zumal sie doppelseitig aufgebracht sind.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;</description></item><item><title>DIY Kantenfinder</title><link>https://blog.schallbert.de/touching-off/</link><pubDate>Sun, 21 May 2023</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/touching-off/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-05-21_edgefinder-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: DIY low-cost edge finder"&#10; title="DIY Kantenfinder" /&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-05-21_edge_taperedtool.jpg" alt="Image: getting XY0 of a workpiece visually"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Als CNC-Bediener muss ich bei manchen Arbeiten genau wissen, wo sich mein Werkstück befindet. Daher benötige ich in solchen Fällen die &lt;code&gt;X/Y&lt;/code&gt;-Werte einer Ecke des Werkstücks im Maschinenkoordinatensystem. Bisher habe ich dieses Problem mittels eines V-Fräsers gelöst, dessen Spitze ich manuell auf die Kante des Werkstücks verfahren und immer wieder mit Augenmaß geprüft habe, ob die Positionen übereinstimmen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="das-problem"&gt;Das Problem&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Obwohl diese manuelle Methode relativ schnell und unkompliziert anzuwenden ist, so ist sie für die meisten Aufträge nicht mehr genau genug. Als ich in die doppelseitige Bearbeitung eingestiegen bin &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cut-dibond/"&gt;wie damals mit Dibond&lt;/a&gt; war der Versatz so groß, dass ich die ersten Teile nur noch entsorgen konnte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="lösung"&gt;Lösung&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe mein Problem mit dem Hersteller meiner Fräsmaschine besprochen - in der Annahme, dass ich einen elektrischen, in die Spindel einzuspannenden Kantentaster &amp;ldquo;3D finder&amp;rdquo; empfohlen bekommen würde und nun wieder viel Geld und Arbeit in Kauf und Einrichtung eines solchen Messwerkzeugs fließen müsse. Da lag ich aber falsch. Stattdessen erhielt ich einen Tipp, wie ich einen einfachen aber genauen Kantenfinder bauen kann, der zudem praktisch nichts kostet.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="einzelteile"&gt;Einzelteile&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-05-21_build.jpg" alt="Image: Things needed to construct the edge finder"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Roy sagte &amp;ldquo;Na ja, das Einzige, was du dafür brauchst, ist ein Kugellager. Befestige es auf einer Achse und wechsle sie in die Spindel ein wie jedes andere Werkzeug auch. Lasse die Spindel im niedrigen Drehzahlbereich laufen und bewege die Maschine langsam in Richtung Werkstückkante. Sobald der äußere Ring des Kugellagers nicht mehr mitläuft, hast du die Kante gefunden.&amp;rdquo; Alles was ich dann noch tun muss, ist, den Radius des Kugellagers auf die Maschinenposition zu addieren und ich habe die Position bestimmt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="aufbau"&gt;Aufbau&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich fand die Idee genial. Da ich leider kein gut sortiertes Metallfachgeschäft in der Nähe habe, durchwühlte ich den Haushalt nach einem Kugellager. Voilà, meine Kinder haben einen Fidget Spinner, den sie eine Weile nicht mehr benutzt haben. Also habe ich ihn&amp;hellip; stibitzt. Er enthält ein Kugellager mit 22mm Durchmesser für eine 8mm Welle.&lt;/p&gt;&#10;&lt;aside class="update-box update-box--note" role="note"&gt;&#10; &lt;span class="update-box__icon" aria-hidden="true"&gt;&#10; ℹ️&#10; &lt;/span&gt;&#10;&#10; &lt;div class="update-box__body"&gt;&#10; &lt;div class="update-box__heading"&gt;&#10; &lt;strong class="update-box__title"&gt;&#10; &#10; Auch gut geeignet: Kugellager aus Rollern oder Inline Skates&#10; &#10; &lt;/strong&gt;&#10;&#10; &lt;time datetime="2023-06-04T00:00:00Z"&gt;&#10; 04. Juni 2023&#10; &lt;/time&gt;&#10; &#10; &lt;/div&gt;&#10;&#10; &#10; &lt;div class="update-box__content"&gt;&#10; Kurz nach Veröffentlichung dieses Artikels schrieb ein Leser, dass alte Inline Skates oder Roller auch hervorragende Spender für Kugellager im Haushalt wären.&#10; &lt;/div&gt;&#10; &#10; &lt;/div&gt;&#10;&lt;/aside&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-05-21_edgefinder.jpg" alt="Image: The mounted edge finder"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Hierfür bot sich der Schaft eines stumpfen 8mm Bohrers an. Also schnitt ich ihn in der Mitte durch, setzte den Schaft in das Kugellager ein und befestigte ihn mit einem Tropfen Kleber - Fertig!&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="kanten-finden"&gt;Kanten finden&lt;/h2&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li&gt;Wechseln Sie den selbstgebauten Kantenfinder in die Spindel ein und verfahren sie in die Nähe des Werkstücks&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Schalten Sie die Spindel bei niedriger Drehzahl ein, z.B. &lt;code&gt;S500....S3000&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Optional: Für eine einfachere Positionsbestimmung wechseln Sie in das Maschinenkoordinatensystem&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Lassen Sie die Maschine langsam in Richtung des Werkstücks fahren, z.B. mit dem Kommando &lt;code&gt;G01 X&amp;lt;endpunktImWerkstück&amp;gt; F1&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Drücken Sie auf &lt;code&gt;Stop/Pause&lt;/code&gt;, sobald das Lager sich nicht mehr mitdreht&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Notieren Sie sich die Maschinenkoordinaten bzw. verschieben das Arbeitskoordinatensystem der angetasteten Achse &lt;code&gt;G92&lt;/code&gt; auf diesen Punkt&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Wiederholen Sie ab Schritt 2 für die nächste Achse&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2023-05-22_edgefinder_action.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Einfacher Kantenfinder im Einsatz.&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;</description></item><item><title>Hardware Test</title><link>https://blog.schallbert.de/testing-hardware/</link><pubDate>Sun, 23 Apr 2023</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/testing-hardware/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-04-23_subsystem_test-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: Subsystem boundary diagram"&#10; title="Hardware Test" /&gt;&#10;&lt;h2 id="ein-neuer-antrieb"&gt;Ein neuer Antrieb&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Kürzlich habe ich Zerspanobert ein &lt;a href="https://blog.schallbert.de/projects/spindle-upgrade/"&gt;Spindel-Upgrade&lt;/a&gt; gegönnt. Ich bin jetzt auf eine Drehstrom-Asynchronmaschine umgestiegen, welche mit einem 24V-Lüfter fremdgekühlt wird. Für den Betrieb im benötigten Drehzahlbereich musste ich in einen Frequenzumrichter investieren, der in meinem Falle wie beim vorigen Fräsmotor auch über ein analoges &lt;code&gt;0-10V&lt;/code&gt; Signal gesteuert wird. Aus Sicht der CNC ist die neue Spindel bis auf eine Ausnahme identisch mit der alten: Der Frequenzumrichter kann nun ein &amp;ldquo;Not-Aus&amp;rdquo; Signal erzeugen und an die Steuerung melden, z.B. wenn die Drehzahl ungeplant abfällt, zu lange ein Überlastzustand auftritt etc.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wie man sich vorstellen kann ist das neue Subsystem rund um die Spindel deutlich komplizierter als das alte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="warum-extra-tests"&gt;Warum extra Tests?&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Mit höherer Systemkomplexität erhöht sich auch das Risiko für Fehlfunktionen. Es sind eine Menge mehr elektrischer, elektronischer und mechanischer Bauteile verbaut als bei meinem Fräsmotor, die selbst Defekte aufweisen oder bei falscher Verdrahtung selbst in Rauch aufgehen können. Da ich als Systemdesigner selbst nur ein Mensch bin der Fehler macht, wäre es nicht besonders schlau, das System irgendwie zusammenzustecken und dann direkt auszuprobieren.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Während ich die Verdrahtung erstellte, überlegte ich mir also, wie ich das System effizient testen könne, ohne etwas zu zerstören.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="teststrategie"&gt;Teststrategie&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe die unterschiedlichen Testbereiche von meiner Arbeit in der Softwareindustrie geborgt. Sie passen hier denke ich recht gut hinein:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Unit&lt;/strong&gt;: Ein Test, der das Verhalten einer Komponente des Systems isoliert überprüft. Alle externen Einflüsse wurden entweder entfernt oder durch Komponenten ersetzt, auf die im Test selbst problemlos zugegriffen werden kann. Beispiel: Prüfe, ob der Lüfter bei Anlegen seiner Betriebsspannung wie erwartet im richtigen Drehsinn anläuft.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Integration&lt;/strong&gt;: Diese Tests prüfen das Zusammenspiel verschiedener Komponenten, welche gemeinsam eine Funktion abbilden. Beispiel: Überprüfe, ob die Luftkühlung der Spindel auch nach Abschalten derselben für eine bestimmte Zeit nachläuft.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Subsystem&lt;/strong&gt;: Verifiziert die korrekte Interaktion aller Komponenten eines Subsystems. Beispiel: Die Spindeldrehzahl kann über eine analoge Spannung am Eingang des Frequenzumrichters verändert werden.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;strong&gt;System (End2End)&lt;/strong&gt;: Diese Tests werden aus Kundensicht ausgeführt und durchlaufen das komplette System. Beispiel: Wenn ich den Not-Aus an der CNC betätige, muss der Frequenzumrichter die Spindel umgehend sicher zum Stillstand bringen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-04-23_test_scopes.jpg" alt="Image: different test scopes of my CNC system"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="teste-früh"&gt;Teste früh&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Aus meiner Erfahrung macht es Sinn, die Tests zum frühestmöglichen Zeitpunkt durchzuführen. Nachdem die Spindel geliefert worden war, konnte ich auf diese Weise sofort nachvollziehen, ob alle Lager leichtgängig sind, ob der Lüfter funktioniert und ob der elektrische Widerstand der Statorwicklungen im erwarteten Bereich liegt. Alle diese Tests waren durchführbar noch bevor ich mit dem Bau des Schaltschranks überhaupt begonnen hatte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2023-04-23-blowertest.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Unit test: Lüfter&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Die schnell und einfach durchführbaren Unit Tests können einen Haufen Zeit sparen, denn diese Fehlerquellen kann man später bei der Inbetriebnahme direkt ausschließen. Und findet man doch etwas so früh, kann man sich direkt um Ersatz kümmern und hält nicht den Einrichtbetrieb auf.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="teste-von-unten-nach-oben"&gt;Teste &amp;ldquo;von unten nach oben&amp;rdquo;&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-04-23_test_pyramid.jpg" alt="Image: my test pyramid"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Bei den vier Testebenen versuche ich, so viel wie möglich mit einfachen und schnellen Unit Tests abzudecken. Was hier noch nicht geht, wird jeweils auf der nächsthöheren Ebene abgearbeitet und so weiter. Am Ende möchte ich nur ein paar Wenige Tests aus Kundensicht durchführen, da diese meist einen größeren Aufwand für Vor- und Nachbereitung benötigen und außerdem zumeist nicht genau in der Lage sind, den Fehler zu lokalisieren.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dies deckt sich mit dem Konzept der &lt;a href="https://martinfowler.com/testing/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Testpyramide&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, welche in der Softwareentwicklung des Öfteren herangezogen wird.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="test-plan"&gt;Testplan&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Für meine privaten Hobbyprojekte schreibe ich üblicherweise keinen Testplan. Meine Systeme sind meist deutlich einfacher als dieses. Außerdem benötigen nur die wenigsten potentiell gefährliche Niederspannung wie in diesem Fall.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Um das System besser zu visualisieren habe ich mal einen groben Schaltplan mit allen Komponenten sowie relevanten Ein- und Ausgängen gezeichnet.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-04-23_system_layout.jpg" alt="Image: motor spindle subsystem layout"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Von diesem Bild habe ich einen Testplan abgeleitet. Hierbei habe ich versucht, die Interaktionen jeder Komponente mit jeder anderen abzudecken und wenn möglich versucht, dem Komponententest den Vorrang zu geben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-04-23_test_plan.jpg" alt="Image: A test plan for the motor spindle subsystem"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2023-04-23-powersupplytest.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Unit test: Stromversorgung &amp;#43;24V OK&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Hier überprüfe ich die Versorgungsspannung für den 24V-Lüfter&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2023-04-23-relaytest.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Unit test: Abfallverzögerung&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Mit diesem Test stelle ich sicher, dass die Konfiguration der Anzugs- und Abfallverzögerung wie gewünscht funktioniert. Für den Test habe ich kürzere Zeiten gewählt als später im produktiven Betrieb.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2023-04-23-vfdtest.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Integrationstest: FU Inbetriebnahme&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Hier prüfe ich, ob der Frequenzumrichter die Spindel mit der korrekten Drehrichtung und mit unterschiedlichen Drehzahlen betreiben kann.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="ausführung-der-tests"&gt;Ausführung der Tests&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Es gibt natürlich noch viele weitere hardwarebasierte Tests die ich oben nicht erwähnt habe. Dinge wie &amp;ldquo;ist die Spindel korrekt mit der Z-Achse ausgerichtet?&amp;rdquo; &amp;ldquo;Habe ich alle Schrauben mit dem vorgeschriebenen Drehmoment angezogen?&amp;rdquo; &amp;ldquo;Sind alle Stecker angeschlossen und verriegelt?&amp;rdquo;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Bevor ich nach dem Umbau also das erste mal wieder Späne mache, habe ich den Testplan komplett abgearbeitet und tatsächlich ein Problem auf Systemebene entdeckt: Ich habe den Analogausgang zur Vorgabe der Spindeldrehzahl falsch verdrahtet, sodass andere Pins das Signal führten als geplant. Dies führte dazu, dass sich die Spindel trotz Freigabe nicht starten ließ, obwohl die CNC &amp;ldquo;Spindel läuft&amp;rdquo; ausgab.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dank der vorausgehenden Tests am Frequenzumrichter (&amp;ldquo;Reacts to speed command&amp;rdquo;) habe ich nur Minuten benötigt um den Fehler zu finden und zu beheben - denn ich wusste, am FU liegt&amp;rsquo;s nicht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="dokumente"&gt;Dokumente&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Falls Sie planen, eine Frequenzumrichtergesteuerte Motorspindel an Ihrer Maschine einzusetzen, können Sie sich meinen Testplan kostenlos herunterladen.&#10;In case you plan on adding a VFD-controlled spindle motor to your machine, please find my full test plan below.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/assets/docs/SpindleTests.pdf"&gt;VFD-controlled spindle motor test plan&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Aber bitte betrachten Sie diesen Plan mehr als Unterstützung denn als vollumfängliche Prüfung und beachten Sie vor allem die üblichen Warnhinweise:&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;⚠️ &lt;strong&gt;Warnung vor gefährlicher Spannung&lt;/strong&gt; ⚠️&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dieses System sollte nur von Profis konstruiert, zusammengebaut, angepasst, in Betrieb genommen und schließlich fachgerecht geprüft werden. In diesem Falle meine ich mit &amp;ldquo;Profi&amp;rdquo; jemanden, der eine abgeschlossene Berufsausbildung zum Elektriker oder Elektroniker, optimalerweise in der Fachrichtung Anlagenbau/Betriebstechnik sowie Erfahrung im Umgang mit Industrieelektronik vorzuweisen hat. Vermeiden Sie insbesondere, unter Spannung stehende Teile zu berühren oder an einer der Komponenten zu arbeiten, bevor der Frequenzumrichter nach dem Abschalten genügend Zeit hatte, seine Pufferkondensatoren zu entladen.&lt;/p&gt;&#10;</description></item><item><title>Dibond Tests</title><link>https://blog.schallbert.de/cut-dibond-tests/</link><pubDate>Fri, 10 Mar 2023</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/cut-dibond-tests/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-10_dibond_test-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: Dibond engrave test runs"&#10; title="Dibond Tests" /&gt;&#10;&lt;p&gt;Anmerkung: Die in diesem Artikel analysierten Gravuren sind recht fein. Die Schrifthöhe beträgt zwischen 3 und 6mm, und die Größe des Werkstückes liegt bei 80x80mm. Blickt man von einer Distanz von 30cm oder mehr auf das Werkstück, so sind die rauen Kanten etc. nicht mehr wahrnehmbar.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="weitere-qualitätsverbesserungen-bei-arbeiten-mit-dibond"&gt;Weitere Qualitätsverbesserungen bei Arbeiten mit Dibond&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Die in meinem &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cut-dibond/"&gt;letzten Fräsprojekt&lt;/a&gt; in Dibond erzielten, nur mittelmäßigen Ergebnisse wollte ich so nicht auf mir sitzen lassen. Deshalb habe ich mögliche Einflussgrößen ersonnen und niedergeschrieben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;In diesem Artikel versuche ich, sie Stück für Stück zu analysieren und schließlich, falls erforderlich, auszuschalten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="mögliche-gründe-für-schlechte-qualität"&gt;Mögliche Gründe für schlechte Qualität&lt;/h3&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/cut-dibond-tests/#cutter-inspection"&gt;Verschlissene Fräser&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/cut-dibond-tests/#cutter-geometry"&gt;Falsche Schneidengeometrie&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/cut-dibond-tests/#speed-feed"&gt;Ungeeignete Parameter&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/cut-dibond-tests/#milling-style"&gt;Gleichlauf statt Gegenlauf&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/cut-dibond-tests/#engrave-depth"&gt;Probleme mit der Gravurtiefe&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/cut-dibond-tests/#machine-vibrations"&gt;Maschinenvibrationen&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/cut-dibond-tests/#spindle-mount"&gt;Fräsmotorhalterung zu weich&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/cut-dibond-tests/#spindle-imbalance"&gt;Unwucht&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="cutter-inspection"&gt;Untersuchung der Fräser&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich bin kein Fräserexperte, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass ein VHM-Fräser nach nur dreißig Arbeitsminuten in Kontakt mit &lt;code&gt;0.3mm&lt;/code&gt; starkem &lt;code&gt;AlMg1&lt;/code&gt; stumpf sein soll (Na gut, da mögen ein paar Zusätze drin sein für die gebürstete Oberfläche samt Färbung). Die Schneiden sehen recht sauber aus. Das Einzige, was mir auffällt, ist eine dünne Schicht Aluminium, welche der Schneide anzuhaften scheint.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diese habe ich vorsichtig mit einem Cuttermesser entfernt. Nun sehen sie wieder normal aus.&lt;/p&gt;&#10;&lt;aside class="update-box update-box--warn" role="note"&gt;&#10; &lt;span class="update-box__icon" aria-hidden="true"&gt;&#10; ⚠️&#10; &lt;/span&gt;&#10;&#10; &lt;div class="update-box__body"&gt;&#10; &lt;div class="update-box__heading"&gt;&#10; &lt;strong class="update-box__title"&gt;&#10; &#10; Gravierstichel immer in demselben Werkstoff einsetzen&#10; &#10; &lt;/strong&gt;&#10;&#10; &lt;time datetime="2023-10-30T00:00:00Z"&gt;&#10; 30. Okt. 2023&#10; &lt;/time&gt;&#10; &#10; &lt;/div&gt;&#10;&#10; &#10; &lt;div class="update-box__content"&gt;&#10; Ich habe mit denselben Graviersticheln - Sie sind inzwischen ca. 4h gelaufen - etwas in Acrylglas (PMMA) gefertigt. Die Schnittkanten sind viel rauer als bei neuen Gravierfräsern. Acrylglas braucht sehr scharfe Werkzeuge. Ich empfehle daher, ein Werkzeug immer in demselben Werkstoff einzusetzen.&#10; &lt;/div&gt;&#10; &#10; &lt;/div&gt;&#10;&lt;/aside&gt;&#10;&lt;h3 id="cutter-geometry"&gt;Schneidengeometrie&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Die für diesen Test verwendeten Fräser haben keine Spiralnut zur Spanabfuhr, sondern sind auf der Eingriffseite offen ausgeführt. Daher ist aber auch stets die komplette Schneide im Eingriff und ich frage mich, ob das einen Unterschied macht. Vielleicht wäre eine gewundene Schneide (Habichtschnabel, Helix) hier besser geeignet?&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Hintergrund dieser These ist, dass mein CAM-Werkzeug für Gravuren keine Pendelbewegung oder Helix zum Eintauchen verwendet sondern stets gerade in das Material eintaucht. Wenn man bei den Bildern unten (z.B. in der Vergrößerung des &lt;code&gt;t&lt;/code&gt;) genau hinsieht, so erkennt man Kratzer im Klarlack, wo der Fräser ins Material eingetaucht ist und die Späne nicht hat rechtzeitig abführen können.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auf der anderen Seite werden spiralgenutete Fräser das Material nach oben ziehen. Da das Aluminiumblech lediglich thermisch mit dem PE-Kern verklebt ist, könnte die Haltekraft besonders bei filigranen Gravuren durchaus zu gering sein und sich die Aluminiumschicht ablösen - die Gefahr ist besonders hoch bei Inseln, wie es sie z.B. bei den Buchstaben &lt;code&gt;e, a, o, g, p...&lt;/code&gt; gibt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Kurzgesagt&lt;/em&gt; Gravierfräser mit Spiralnut kaufen, ausprobieren und die Fräsergebnisse hier dokumentieren&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="speed-feed"&gt;Ungeeignete Parameter für Vorschub und Drehzahl&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe die empfohlenen Parameter nochmal geprüft, mit dem Hersteller der Fräser besprochen und sie auch in ein paar Berechnungstools eingegeben. Optimalerweise werden sie bei noch höherer Drehzahl als &lt;code&gt;24000U/min&lt;/code&gt; betrieben, was an meiner Maschine allerdings das Maximum ist - also behalte ich das so bei.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Also bleibt mir jetzt noch der Vorschub zum Herumspielen übrig. Schnell eine Testgravur im CAD erstellt und im CAM dann mit verschiedenen Vorschüben abfahren lassen: &lt;code&gt;F600mm/min&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;F800mm/min&lt;/code&gt; sowie &lt;code&gt;F1000mm/min&lt;/code&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-10_workpiece.jpg" alt="Image: My Test workpiece with tryout engravings"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;In diesem Bild kann man viele Dinge erkennen:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li&gt;Die Beschriftungen für verschiedene Vorschubgeschwindigkeiten sind so klein geraten, dass der Gravierstichel nicht einmal die Aluminiumschicht vollständig durchbricht. Vielmehr quetscht er das Aluminium in die darunter liegende Polyethylenschicht und zur Seite weg.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Obwohl ich die Vorschubgeschwindigkeit um bis zu 20% pro Umdrehung verändere, bleibt die Schnittqualität gleich. Dies bestätigt, dass für meinen Stichel in Dibond ein Vorschub von &lt;code&gt;F1000mm/min&lt;/code&gt; in Ordnung ist.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Es ist deutlich zu sehen, dass die äußeren Kanten der Gravur rau sind. Ich kann dies fühlen, wenn ich mit dem Finger über das Werkstück streiche.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Die inneren Ränder der Gravuren sind wirklich glatt. Sie glänzen im Gegensatz zu ihren matten Gegenstücken.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Die schwarzen, inneren Teile der Spirale sind sehr gleichmäßig und ohne Schnittspuren gefertigt.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Das große &lt;code&gt;T&lt;/code&gt; des Wortes &amp;ldquo;Test&amp;rdquo; sieht etwas seltsam aus, da senkrechte Kerben an der Schnittkante auftreten. Darauf kommen wir später noch zu sprechen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Kurzgesagt&lt;/em&gt;: Drehzahl- sowie Vorschubparameter sind OK und scheinen für mein Problem nicht die Ursache gewesen zu sein.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="milling-style"&gt;Gleichlauf- vs. Gegenlauffräsen&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Um zu entscheiden, ob es bei der Verarbeitung von Aluminiumsandwichplatten eine bevorzugte &lt;a href="https://blog.schallbert.de/portal-milling/#milling-style"&gt;Fräsrichtung&lt;/a&gt; gibt, schauen wir uns die Spirale etwas genauer an:&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-10_spiral.jpg" alt="Image: Detail view of the spiral, cut with the engrave bit"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Die schmalere Linie wurde in einem Schritt gefertigt während die breitere einen zweiten Durchlauf mit nur &lt;code&gt;Z-0.1mm&lt;/code&gt; Tiefenzustellung hat.&#10;Sofort ist zu erkennen, dass die Gravur außen viel glattere Kanten hat als innen. Die Spirale wurde von außen nach innen mit einer rechtsdrehenden Spindel gefräst.&#10;Das bedeutet also, dass außen im Gegenlauf und innen im Gleichlauf gearbeitet wurde.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Kurzgesagt&lt;/em&gt; wird auf einer CNC zwar eher der Gleichlauf empfohlen, bei der Bearbeitung von Dibond ist unter Verwendung von Graviersticheln jedoch im Gegenlauf mit deutlich besseren Ergebnissen zu rechnen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="engrave-depth"&gt;Zu niedrige Gravurtiefe&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Wie die Bilder oben zeigen, sollte die Aluminiumschicht beim Gravieren satt durchbrochen werden. Nach ein paar weiteren Tests konnte ich die minimale Gravurtiefe bei &lt;code&gt;0.3mm&lt;/code&gt; Schichtstärke des Blechs bei etwa &lt;code&gt;0.5mm&lt;/code&gt; ermitteln.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="zu-hohe-gravurtiefe"&gt;Zu hohe Gravurtiefe&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Diese Mutmaßung ergab sich bei meinem &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cut-dibond/#quality-analysis"&gt;vorigen Experiment mit Dibond&lt;/a&gt;. Zum Vergleich habe ich hier zwei verschieden Dicke Gravurpfade gefertigt. Tiefere Gravuren werden tatsächlich etwas sauberer, wenn man sie mit einem Schlichtgang nochmal nachzieht. Für schmale Gravuren halte ich die Verbesserung für vernachlässigbar. Daher ist eine Hohe Gravurtiefe meiner Einschätzung nach kein Problem.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="machine-vibrations"&gt;Vibrationen&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Betrachtet man erneut die Kerben und Unregelmäßigkeiten an der Schnittkante, so liegt der Schluss nahe, dass sie sich aus der gebürsteten Oberfläche ergeben. Tatsächlich nämlich wird die Oberfläche aber nicht gebürstet, sondern unter hohem Druck mit Hilfe von Walzen geprägt. Die Kerben könnten also durch Dichteunterschiede im Material begünstigt werden. Es gibt aber eine weitere mögliche Ursache: Maschinenvibrationen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-10_text.jpg" alt="Image: Test texts with different feed rates."&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Texte wurden mit verschiedenen Vorschubwerten gefertigt. Die Zahlen geben hierbei den Vorschub an: &lt;code&gt;6&lt;/code&gt; bedeutet &lt;code&gt;600mm/min&lt;/code&gt; und so weiter. Ich habe noch ein weiteres Bild gemacht, was die Buchstaben nochmal stärker vergrößert darstellt. Hier zeigt sich, dass die Texte bei größerem Vorschub ein klein wenig besser aussehen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-10_ts.jpg" alt="Image: Macro zoom into the `t`&amp;#39;s of the text."&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Im letzten halben Jahr habe ich viel mit den mechanischen Werten der Maschine experimentiert, um die Grenzen auszuloten. Ich habe damals recht hohe Werte für Geschwindigkeit und Beschleunigung festgelegt, da ich die Maschine für fähig hielt, diese zu unterstützen. &amp;ldquo;Unüblich hoch&amp;rdquo; nannte der Hersteller der Steuersoftware diese Werte, als ich ihn wegen eines anderen Problems kontaktierte (&lt;a href="https://blog.schallbert.de/projects/one-year-zerspanobert/#velocityerror"&gt;&amp;ldquo;Velocity was higher than max!&amp;rdquo;&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Also habe ich ein weiteres Teststück designt, wo ich nur gerade Linien und Texte gravieren würde, sodass rechtwinklige Ecken entstehen an denen die Maschine auf null abbremsen und von dort wieder beschleunigen würde.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dieses mal habe ich den Vorschub bei &lt;code&gt;F1000mm/min&lt;/code&gt; belassen, aber in jedem Durchgang die Beschleunigungswerte der Maschine verändert.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dieses Experiment zeigt, dass die vertikalen Kerben bei geringerer Beschleunigung deutlich weniger sichtbar werden und unterhalb irgendwann sogar ganz verschwinden. Da ich die Maschine für diese Anpassung stets neustarten musste, waren Werkzeug und Z0-Höhe immer neu einzumessen. Möglicherweise hatte ich ein Staubkorn unter dem Werkzeuglängensensor bei der Vermessung für die geringste Beschleunigung, daher kommt die Gravur hier nicht ganz so gut hervor.&lt;/p&gt;&#10;&lt;section class="hugo-gallery"&gt;&#10; &lt;div class="hugo-gallery__frame"&gt;&#10; &lt;div class="hugo-gallery__grid" role="list"&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-0"&#10; aria-label="Image: Front view of used V-cut bit. "&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-10_vcut_front.jpg"&#10; alt="Image: Front view of used V-cut bit. "&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-1"&#10; aria-label="Image: 45° Front view of used V-cut bit. It carries some residual aluminium material."&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-10_vcut_front45.jpg"&#10; alt="Image: 45° Front view of used V-cut bit. It carries some residual aluminium material."&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-2"&#10; aria-label="Image: Side view of used V-cut bit. The cutting edge looks sharp and polished."&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-10_vcut_side.jpg"&#10; alt="Image: Side view of used V-cut bit. The cutting edge looks sharp and polished."&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-3"&#10; aria-label="Image: Rear view of used V-cut bit. At the very tip, it is more shiny than at the rest of its body."&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-10_vcut_back.jpg"&#10; alt="Image: Rear view of used V-cut bit. At the very tip, it is more shiny than at the rest of its body."&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-4"&#10; aria-label="Image: Test text and numbers. At 800mm/s² acceleration, there are visible horizontal marks in the path and the quality of cut is poor."&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-10_test800.jpg"&#10; alt="Image: Test text and numbers. At 800mm/s² acceleration, there are visible horizontal marks in the path and the quality of cut is poor."&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-5"&#10; aria-label="Image: Test text and numbers. At 400mm/s² the highly detailed text does not look too good. There are chatter marks everywhere."&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-10_test400.jpg"&#10; alt="Image: Test text and numbers. At 400mm/s² the highly detailed text does not look too good. There are chatter marks everywhere."&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-6"&#10; aria-label="Image: Test text and numbers. Even with lowest acceleration, the problem is to stay. The aluminium layer tends to squash into the much softer polyurethane core material, creating mediocre results."&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-10_test200.jpg"&#10; alt="Image: Test text and numbers. Even with lowest acceleration, the problem is to stay. The aluminium layer tends to squash into the much softer polyurethane core material, creating mediocre results."&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="hugo-gallery__caption"&gt;&#10; Testergebnisse: Detailaufnahmen von Stichel und Material bei variabler Maschinenbeschleunigung.&#10; &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&#10;&#10; &lt;div class="hugo-gallery__full" aria-live="polite"&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-0"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-10_vcut_front.jpg"&#10; alt="Image: Front view of used V-cut bit. "&gt;&lt;figcaption&gt;The 6mm 90° 0.5m tip V-cut tool. At the cutting edge, there&amp;#39;s a little built-up material.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-1"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-10_vcut_front45.jpg"&#10; alt="Image: 45° Front view of used V-cut bit. It carries some residual aluminium material."&gt;&lt;figcaption&gt;It has been used for roughly 30minutes. The cutting edge looks intact.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-2"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-10_vcut_side.jpg"&#10; alt="Image: Side view of used V-cut bit. The cutting edge looks sharp and polished."&gt;&lt;figcaption&gt;Minimal residues of Aluminium seem to stick to its tip.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-3"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-10_vcut_back.jpg"&#10; alt="Image: Rear view of used V-cut bit. At the very tip, it is more shiny than at the rest of its body."&gt;&lt;figcaption&gt;Also here, the tip colour is different than the rest of the bit.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-4"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-10_test800.jpg"&#10; alt="Image: Test text and numbers. At 800mm/s² acceleration, there are visible horizontal marks in the path and the quality of cut is poor."&gt;&lt;figcaption&gt;Result with high machine acceleration&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-5"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-10_test400.jpg"&#10; alt="Image: Test text and numbers. At 400mm/s² the highly detailed text does not look too good. There are chatter marks everywhere."&gt;&lt;figcaption&gt;Result with medium machine acceleration&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-6"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-10_test200.jpg"&#10; alt="Image: Test text and numbers. Even with lowest acceleration, the problem is to stay. The aluminium layer tends to squash into the much softer polyurethane core material, creating mediocre results."&gt;&lt;figcaption&gt;Result with low machine acceleration.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;&#10;&lt;/section&gt;&#10;&#10;&lt;p&gt;Beleuchten wir kurz, ob die Maschine bei diesen kleinen Strukturen überhaupt die Zielgeschwindigkeit von &lt;code&gt;F1000mm/min&lt;/code&gt; erreichen kann: Die Texthöhe beträgt &lt;code&gt;s0=6mm&lt;/code&gt;, sodass die Maschine bei &lt;code&gt;a=800mm/s²&lt;/code&gt;, etwa &lt;code&gt;t=F/a=20ms&lt;/code&gt; für die Beschleunigung auf den angepeilten Vorschub benötigt. Dabei legt sie eine Distanz von &lt;code&gt;s=a/2*t^2=0.17mm&lt;/code&gt; zurück. Daher wird für &lt;code&gt;s1=6-2*0.17=5.66mm&lt;/code&gt; mit voller Geschwindigkeit verfahren, z.B. für den vertikalen Strich im Buchstaben &lt;code&gt;t&lt;/code&gt;. Hier sind die kinematischen Gleichungen mal wieder sehr nützlich gewesen 😃&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Jetzt wäre es noch interessant, die Eigenfrequenz der Maschine in X-Richtung zu bestimmen, denn hier treten die Kerben ja auf. Meine Überschlagsrechnung ergibt: &lt;code&gt;11&lt;/code&gt; Kerben auf &lt;code&gt;6mm&lt;/code&gt; Weg bei einer Geschwindigkeit von &lt;code&gt;F1000mm/min --&amp;gt; F16.67mm/s&lt;/code&gt; ergibt &lt;code&gt;fE=30Hz&lt;/code&gt;. Da die Anregung der Maschine in der &amp;ldquo;Ansteigenden&amp;rdquo; Halbwelle geschieht, sollte ich stets versuchen, die Maschine weit weg von &lt;code&gt;t=1/(2f) = 16ms&lt;/code&gt; auf Zielgeschwindigkeit zu bringen und so die Resonanzfrequenz vermeiden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Kurzgesagt&lt;/em&gt;: Die kinematischen Parameter sollten - besonders bei weniger steifen und eher leichten Maschinen - fein auf die jeweilige Fräsmaschine angepasst werden. Hierbei it es hilfreich, die Eigenfrequenz der instabilsten Achse zu kennen und &amp;ldquo;weiträumig&amp;rdquo; zu umschiffen. Für meine Maschine habe ich festgestellt, dass eine Beschleunigung von &lt;code&gt;a=400mm/s²&lt;/code&gt; noch ausreichend zügig ist, meine Probleme mit am Werkstück sichtbaren Schwingungen aber löst.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="spindle-mount"&gt;Halterung des Fräsmotors&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich wusste, dass dies bei &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-router-overload/"&gt;Überlastung der Maschine&lt;/a&gt; ein Problem darstellen würde. Für Gravurarbeiten jedoch fräst die Spindel quasi im Leerlauf. Daher klammere ich diesen Aspekt hier aus.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="spindle-imbalance"&gt;Unwucht des Fräsers oder der Spannzange&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Wenn dies der Fall gewesen wäre, hätte ich ungewöhnliche Geräusche oder Vibrationen der Maschine wahrnehmen müssen. Da dies alles nicht vorlag, schließe ich Unwucht des Werkzeugs als Ursache aus.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="maßnahmen"&gt;Maßnahmen&lt;/h2&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Fräser nach Benutzung prüfen und reinigen, bei übermäßigem Verschleiß austauschen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Vermeiden von Gleichlauf bei der Verarbeitung von Dibond. Die Gravurpfade lieber minimal weiter auslegen und dann beide Seiten der Gravur im Gegenlauf fertigen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Bei höheren Gravurtiefen einen Schlichtgang hinzufügen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Maschinenbeschleunigung in Verbindung mit Vorschüben bei weniger steifen Maschinen drosseln.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Vor Einstieg in die Fertigung ein paar Probefräsungen durchführen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-10_dibondmetallic.jpg" alt="Image: Dibond metallic, cut after all improvements were applied"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Dieses Teil wurde nach Ausführung der oben genannten Maßnahmen gefertigt.&lt;/p&gt;&#10;</description></item><item><title>Aluminiumverbundmaterial</title><link>https://blog.schallbert.de/cut-dibond/</link><pubDate>Thu, 02 Mar 2023</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/cut-dibond/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-02_btc_beermat-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: Engraving Dibond, required manual rework"&#10; title="Aluminiumverbundmaterial" /&gt;&#10;&lt;h2 id="experimente-mit-dibond"&gt;Experimente mit Dibond&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ein Freund von mir gründet gerade eine Unternehmung. Er wollte etwas haben, was er seinen Kunden geben kann, etwas, an das sie sich erinnern und so erneut seine Dienste in Anspruch nehmen würden. Es sollte nicht der Standard-Kugelschreiber oder die Tasse sein. Sondern etwas, das etwas näher an dem dran ist, was er selbst tut. Irgendwas metallisches. Vielleicht eine Visitenkarte aus Metall, mit dreidimsionalen Touch. Etwas Graviertes.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Als ich passende Materialien recherchierte, stieß ich auf Aluminiumverbundplatten. Dies sind Sandwichplatten, die einen Kern aus &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Polyethylene" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Polyethylen&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; besitzen, welcher auf beiden Seiten mit dünnen Aluminiumblechen kaschiert sind. Solche Platten sind bekannt unter den Markennamen Dibond®, Dilite®, Alcubond® etc. und werden blank oder beschichtet, lackiert oder sogar mit strukturierter Oberfläche angeboten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;&amp;ldquo;Der PE-Kern ist schwarz durchgefärbt, also könnte es sich prima für Gravurarbeiten eignen&amp;rdquo;, dachte ich.&lt;/p&gt;&#10;&lt;/blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;Also habe ich ein paar Muster bestellt und sie meinem Freund gezeigt. Er war völlig aus dem Häuschen. Und so begann es.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="der-untersetzer"&gt;Der Untersetzer&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Wir überlegten, was wir alles mit diesem Material anstellen könnten. Es sollte leicht zu designen sein und nicht zu groß werden, sodass es leicht als Werbegeschenk weitergegeben werden kann.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich wusste, dass Alu-Sandwichplatten zu dreidimensionalen Objekten gefaltet werden können (&lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=9h0RVwTpabk" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Youtube video link&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;) - Aber das schien uns zu kompliziert für den Anfang. Daher war die nächste Idee:&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Untersetzer gravieren. Rund oder quadratisch mit abgerundeten Ecken, sogar besondere Formen sind möglich.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich begann, ein paar meiner Gravurfräser für ein paar Experimente auf das Material loszulassen. Die Qualität sah OK aus, war aber noch lange nicht perfekt. Die Aluminiumschicht neigt dazu, zu verschmieren und möchte dem Fräser ausweichen, also drückt es sich beim Eintauchen (90°) in das weichere Polyethylen ein und benötigt so höhere Gravurtiefen als die Blechdicke allein vermuten lassen würde.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Der Freund von mir meinte jedoch, ich solle es einfach weiter probieren. Und so bestellte ich ein paar Platten und setzte die Experimente fort.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="fräser-vorschübe-drehzahl"&gt;Fräser, Vorschübe, Drehzahl&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Da die Untersetzer filigrane Teile kleiner als 100x100mm sind, nutze ich kleine Fräser:&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;| VHM-Fräser | Schneiden | ⌀ | Drehzahl | Vorschub XY | Vorschub Z | Z+ |&lt;/p&gt;&#10;&lt;table&gt;&#10;&#9;&lt;thead&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;[mm]&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;[RPM]&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;[mm/min]&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;[mm]&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;[mm]&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/thead&gt;&#10;&#9;&lt;tbody&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Acrylfräser 30° upcut&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;1&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;2&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;24000&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;1600&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;800&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;3&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Gravierfräser 90°&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;1&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;6&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;24000&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;1000&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;500&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;1.5&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/tbody&gt;&#10;&lt;/table&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Werte mögen für die Aluminiumbearbeitung zu aggressiv sein, ich muss aber einen Mindestvorschub einhalten um den PE-Kern des Plattenmaterials nicht aufzuschmelzen. Die Späne sehen jedenfalls gut aus - kurz und dick. Mit diesen Werten gibt Zerspanobert beim Fräsen eine ruhiges, summendes Geräusch von sich.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="das-erste-teil"&gt;Das erste Teil&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe zuerst den Halter für die Untersetzer gefertigt. Er besteht aus vier Teilen, die einfach zusammengesteckt werden können. Sie müssen nicht geklebt werden, da ich eine Übergangspassung gewählt habe. Ich verwende einen Anschlag als Orientierung für den XY-Nullpunkt des Werkstücks, da ich beidseitig fräsen möchte. Auf diese Weise kann ich die Ausschnitte in einem letzten Schritt anbringen und den Vakuumdruck auf meinem Tisch bis zu diesem letzten Schritt aufrechterhalten. Außerdem wollte ich vermeiden, dass ich die Teile manuell nachbearbeiten muss.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Der erste Versuch war miserabel - die vorderen und hinteren Fräsbahnen waren nicht perfekt ausgerichtet. Schon ein paar Zehntelmillimeter Versatz zwischen Vorder- und Rückseite machen hier einen großen Unterschied, also musste ich die Ursache beheben (Kanten am Anschlag, die ich vorher nicht bemerkt hatte und die ich abschleifen musste) und es erneut versuchen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Hier ist das Ergebnis:&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-02_btc_holder.jpg" alt="Image: The coaster holder, made of Aluminium composite"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich bin ziemlich zufrieden damit. Ich musste keine manuelle Nacharbeit leisten - die Teile sind einfach so aus der CNC gefallen. Die Fasen allerdings, die ich hinzugefügt habe, um dem Material eine glatte Oberfläche zu geben, waren leider von sehr unterschiedlicher Qualität. Während sie auf der &amp;ldquo;Rückseite&amp;rdquo; wirklich gut geworden sind, fühlen sie sich auf der Vorderseite viel rauer an. Hier musste das Werkzeug aber auch tiefer eintauchen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="sechs-stück-auf-einmal"&gt;Sechs Stück auf einmal&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Dann wählte ich ein einfach herzustellendes Logo - das Bitcoin-Blitz-Symbol - und plante einige einfache Gravurpfade, um es zu gravieren. Auch hier habe ich zweiseitig gefräst, so dass das Material nicht vollständig durchtrennt wird. Unten bleibt eine hauchdünne Schicht Aluminium stehen, die in einem zweiten Durchgang auf der Unterseite beim Fase fräsen entfernt wird.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Maschine brauchte für diesen Job etwa &lt;code&gt;20min&lt;/code&gt;. Leider erwies sich der Anschlag als zu ungenau, um Vorder- und Rückseite mit demselben Nullpunkt passgenau zu fertigen. Der Ausschnitt an der Unterseite wich nur um ein oder zwei Zehntelmillimeter ab, was in meinem Fall die Gesamtabweichung verdoppelt, wenn ich ihn um seine diagonale Achse drehte. Auf diese Weise hatte ein Teil der Kontur meines Untersetzers eine sehr tiefe Fase, während die andere Hälfte überhaupt keine Fase aufwies.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich muss bald eine Lösung dafür finden. Bis dahin schleife ich die Kanten von Hand nach.&#10;Dann habe ich die restlichen Späne entlang der Gravurwege mit einer Zahnbürste entfernt und das obige Titelfoto aufgenommen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="quality-analysis"&gt;Qualitätsanalyse&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Nachdem ich das Teil genauer untersucht hatte, machte ich die folgenden Beobachtungen:&lt;/p&gt;&#10;&lt;section class="hugo-gallery"&gt;&#10; &lt;div class="hugo-gallery__frame"&gt;&#10; &lt;div class="hugo-gallery__grid" role="list"&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-0"&#10; aria-label="Image: BTC coasters on the machine, already fully cut."&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-02_btc_cutouts.jpg"&#10; alt="Image: BTC coasters on the machine, already fully cut."&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-1"&#10; aria-label="Image: A coaster holder: A U-shaped assembly holds up to six round coasters."&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-02_holder_cutouts.jpg"&#10; alt="Image: A coaster holder: A U-shaped assembly holds up to six round coasters."&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-2"&#10; aria-label="Image: Closeup of coaster&amp;#39;s bottom area. The edges look rough on deeper engravings. There is no uniform, shiny cut."&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-02_engrave_closeup.jpg"&#10; alt="Image: Closeup of coaster&amp;#39;s bottom area. The edges look rough on deeper engravings. There is no uniform, shiny cut."&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-3"&#10; aria-label="Image: Closeup of coaster&amp;#39;s lightning area. Its cutting edges look clean and shiny, the engraving is pretty shallow."&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-02_engrave_closeup2.jpg"&#10; alt="Image: Closeup of coaster&amp;#39;s lightning area. Its cutting edges look clean and shiny, the engraving is pretty shallow."&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-4"&#10; aria-label="Image: Closeup of coaster&amp;#39;s top area. Due to the slow feed, PU chips have molten to the cutting channel."&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-02_engrave_closeup3.jpg"&#10; alt="Image: Closeup of coaster&amp;#39;s top area. Due to the slow feed, PU chips have molten to the cutting channel."&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-5"&#10; aria-label="Image: Closeup of coaster&amp;#39;s lightning area, focusing on the deeper engrave. There are some marks on the aluminium edge."&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-02_engrave_closeup4.jpg"&#10; alt="Image: Closeup of coaster&amp;#39;s lightning area, focusing on the deeper engrave. There are some marks on the aluminium edge."&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="hugo-gallery__caption"&gt;&#10; Prototypen eines Untersetzers aus Metall.&#10; &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&#10;&#10; &lt;div class="hugo-gallery__full" aria-live="polite"&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-0"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-02_btc_cutouts.jpg"&#10; alt="Image: BTC coasters on the machine, already fully cut."&gt;&lt;figcaption&gt;Top sheet machining complete. Cutout and engravings.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-1"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-02_holder_cutouts.jpg"&#10; alt="Image: A coaster holder: A U-shaped assembly holds up to six round coasters."&gt;&lt;figcaption&gt;Coaster holder cutouts, bottom view&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-2"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-02_engrave_closeup.jpg"&#10; alt="Image: Closeup of coaster&amp;#39;s bottom area. The edges look rough on deeper engravings. There is no uniform, shiny cut."&gt;&lt;figcaption&gt;Rough edges where engravings are more deep&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-3"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-02_engrave_closeup2.jpg"&#10; alt="Image: Closeup of coaster&amp;#39;s lightning area. Its cutting edges look clean and shiny, the engraving is pretty shallow."&gt;&lt;figcaption&gt;Less wide engravings looks more clean.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-4"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-02_engrave_closeup3.jpg"&#10; alt="Image: Closeup of coaster&amp;#39;s top area. Due to the slow feed, PU chips have molten to the cutting channel."&gt;&lt;figcaption&gt;Residues and chips left in the engrave channels&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-5"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-02_engrave_closeup4.jpg"&#10; alt="Image: Closeup of coaster&amp;#39;s lightning area, focusing on the deeper engrave. There are some marks on the aluminium edge."&gt;&lt;figcaption&gt;Wondering why engrave quality reduces on deeper engravings&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;&#10;&lt;/section&gt;&#10;&#10;&lt;h3 id="alle-teile-sehen-gleich-aus"&gt;Alle Teile sehen gleich aus&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Das sind doch gute Neuigkeiten. Es bedeutet, dass die Fräser, die ich erstmals bei &lt;a href="https://www.vhf.com/de-de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;vhf&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; gekauft habe, scharf geblieben sind und ihr Durchmesser daher konstant war. Ich kann mit den eingestellten Schnittweiten also wahrscheinlich viele weitere Prototypen fertigen. Dibond scheint also ein weniger anspruchsvolles Material zu sein als HPL, wo meine Fräser oft nach zwei Teilen bereits abgenutzt sind und z.B. Passungen klemmen - mehr dazu &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-router-overload/"&gt;in diesem Beitrag&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Es bedeutet auch, dass die Maschine keine Schrittverluste oder andere mechanische Probleme hat, und dass mein Klemmbereich eben ist, sodass der &lt;code&gt;90°&lt;/code&gt;-Gravierstichel sehr gleichmäßige Fräsergebnisse liefert. Linien behalten durch die zur Ausrichtung der Z-Achse orthogonale Ebene des Maschinentisches eine einheitliche Breite.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="breitere-gravuren-sind-qualitativ-schlechter-als-schmalere"&gt;Breitere Gravuren sind qualitativ schlechter als schmalere&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich bin mir nicht sicher, warum. Da ich noch kein Experte im Umgang mit Dibond bin und keine Ausbildung als Zerspanungsmechaniker vorweisen kann, muss ich raten: Bekommt der Gravierstichel die Späne nicht rechtzeitig aus dem Fräskanal heraus gefördert? Dadurch würde er sie bei der nächsten Drehung erneut erfassen und &amp;ldquo;durch das Material ziehen&amp;rdquo;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Sollte dies der Fall sein, würde ein zusätzlicher Schlichtgang Abhilfe schaffen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="kantenbrechen-ohne-vorherige-nutfräsung-ergibt-rauere-schnittkanten"&gt;Kantenbrechen ohne vorherige Nutfräsung ergibt rauere Schnittkanten&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Hier könnte ich es mit demselben Problem wie oben zu tun haben. Ich probiere es mal mit einem zusätzlichen Schlichtgang aus und schaue, ob es dann besser wird. Eine Tiefgehendere Analyse hierzu gibt es &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cut-dibond-tests/"&gt;in diesem Beitrag&lt;/a&gt;&#10;Eine weitere Alternative wäre, mit Vorschub und Drehzahl herumzuprobieren um das Optimum herauszufinden. Dafür benötige ich aber erst einmal frisches Material 😅&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="zweiseitige-bearbeitung-werkstückposition-präzise-festlegen"&gt;Zweiseitige Bearbeitung? Werkstückposition präzise festlegen!&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Offensichtlich war ich nicht in der Lage, die Position des Werkstückes nach dem Umdrehen auf die Rückseite mit Hilfe eines Anschlags genau genug festzulegen. Hier reichen ein paar Zehntelmillimeter Abweichung und die Sandwichplatte ist Schrott.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Lösungsansätze:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li&gt;Einen &lt;code&gt;Job00&lt;/code&gt; einfügen, der Locatorlöcher (Positionsgeber) mit &lt;code&gt;5.04mm&lt;/code&gt; Durchmesser in einen Teil des Werkstücks einbringt, was später ein Abfallstück wird. Wenn ich sie symmetrisch platziere und diese Löcher ebenfalls im Frästisch fertige, so kann ich Passstifte einbringen, die mir die genaue Werkstückpositionierung beim Drehen auf die Rückseite sicherstellen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Die Position des Anschlags überprüfen und sicherstellen, dass das Rohteil genau rechtwinklig und ohne Lichtspalt dort anliegt.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Ich könnte auch durchfräsen und die scharfen Kanten auf der Rückseite an einem Frästisch von Hand brechen. Da ich allerdings a) keine Frästisch besitze, b) meine Werkstücke oft sehr klein sind und c) Ich manuelle Nacharbeit verabscheue, wird dies wohl eine Rückfallebene bleiben für den Fall, dass die beiden obigen Lösungen für mich nicht funktionieren.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;h3 id="einige-späne-kleben-in-der-fräsnut-fest"&gt;Einige Späne kleben in der Fräsnut fest&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe keine Ahnung, warum. Werden die Späne zu heiß und schmelzen sich in die Polyethylenschicht ein? Ich werde wohl mal mit dem Fräserhersteller telefonieren müssen, um das zu klären.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="zusammenfassung"&gt;Zusammenfassung&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Alles in Allem kann ich einigermaßen zufrieden sein. Die Maschine ist in der Lage, Dibond und andere Aluminiumverbundmaterialien zu bearbeiten und die Ergebnisse sehen für einen ersten Versuch OK aus. Das Verbundmaterial nutzt die Fräser nicht übermäßig schnell ab und sieht einfach toll aus im Kontrast mit dem schwarzen Kern. Die Späne stören mich allerdings etwas, denn sie haften überall an und mögen ungern abgesaugt werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dennoch. Die Qualität überzeugt mich noch nicht voll. Ich werde weiter probieren und meinen Fortschritt im Blog dokumentieren.&lt;/p&gt;&#10;</description></item><item><title>QR-codengrave V1.1 / V1.2</title><link>https://blog.schallbert.de/qr-codengrave1-1/</link><pubDate>Sun, 12 Feb 2023</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/qr-codengrave1-1/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-02-12_qr-codengrave-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: Splash screen of QR-codengrave V1.1"&#10; title="QR-codengrave V1.1 / V1.2" /&gt;&#10;&lt;h2 id="kurze-fakten-des-updates"&gt;Kurze Fakten des Updates&lt;/h2&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Schnellerer Gravuralgorithmus und -Pfadoptimierung&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Diverse Bugfixes&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Bedienbarkeit verbessert&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h2 id="demo-video"&gt;Demo Video&lt;/h2&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;iframe&#10; src="https://makertube.net/videos/embed/jFD7nxftVHjUy6LKPCFE3N"&#10; title="QR-codengrave Quick Demo"&#10; loading="lazy"&#10; allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture"&#10; allowfullscreen&#10; style="width: 100%; height: auto; min-height: 315px; aspect-ratio: 16/9;"&#10; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;QR-codengrave Quick Demo&lt;/span&gt;&lt;a href="https://makertube.net/videos/embed/jFD7nxftVHjUy6LKPCFE3N" class="attr-link" target="_blank" rel="noopener noreferrer"&gt;↗&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h2 id="version-11"&gt;Version 1.1&lt;/h2&gt;&#10;&lt;h3 id="algoritmusoptimierung"&gt;Algoritmusoptimierung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Die Zeilen des QR-Codes werden nun horizontal eingelesen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Die Ausgabe der Pfade verläuft nun &amp;ldquo;rechts nach links&amp;rdquo;, danach &amp;ldquo;links nach rechts&amp;rdquo; und reduziert damit Maschinenbewegungen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Linien werden Punkten vorgezogen, da sie schneller gefertigt werden können&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Linien werden nun vertikal und horizontal berechnet, die längere Linie bekommt den Vorzug&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Eilgänge werden nun per XY-Vektor gefahren und nicht mehr nur eindimensional, was Zeit spart&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Der neue Pfadalgorithmus benötigt 20% weniger Maschinenzeit&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-02-12_qr-codengrave_algo.jpg" alt="Image: Algorithm comparison 1.0 vs. 1.1"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="bugfixes"&gt;Bugfixes&lt;/h3&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Bei nicht vorliegendem Datensatz &lt;code&gt;Persistence.dat&lt;/code&gt; wird das Startbild nicht angezeigt (&lt;code&gt;qruwu.jpg&lt;/code&gt;)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Crash bei Klick auf &lt;code&gt;Stop Draw&lt;/code&gt; wenn zuvor keine Zeichnung angefragt wurde&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Crash bei Hinzufügen eines Werkzeuges bei leerer Werkzeugliste&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Wird das Programm ohne Werkzeugauswahl gestartet, ist das dropdown-Menü gesperrt&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Fehler in der QR-Code Größenschätzung&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Fehler in der Blockbreitenberechnung bei Verwendung von V-Fräsern&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Das gegenwärtig ausgewählte Werkzeug wird bei Start der Anwendung nicht im Dropdown-Feld angezeigt&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;QR-codes können größer dargestellt werden der Anzeigebereich&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="bedienbarkeit"&gt;Bedienbarkeit&lt;/h3&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Default Werkzeugname geändert von &lt;code&gt;name&lt;/code&gt; nach &lt;code&gt;default&lt;/code&gt; zur besseren Verständlichkeit&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Fräser mit geraden Schneiden (also kein V-cut) ist jetzt das Standardwerkzeug&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Erstellen eines Offsets für den XY-Nullpunkt ist jetzt intuitiver gelöst (Y- nach unten, X+ nach Rechts)&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h2 id="version-12"&gt;Version 1.2&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Kleine Änderungen zu 1.1, am Wichtigsten die Behebung eines Bugs, bei dem die Aufforderung zum Werkzeugwechsel verloren gehen kann. Außerdem werden die Winkel von V-Fräsern jetzt bei Berechnung von Pixelbreite und Größe der QR-Codes mit einbezogen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="bugfixes-1"&gt;Bugfixes&lt;/h3&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Werkzeugauswahl &lt;code&gt;Tx&lt;/code&gt; und Werkzeugwechselkommando &lt;code&gt;M06&lt;/code&gt; befinden sich nun in derselben Zeile G-Code wie üblich und können so wie gewünscht Makros auslösen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Das beim letzten Speichern verwendete Werkzeug wird nicht angezeigt, stattdessen das erste Werkzeug der Liste&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Programmabsturz wenn versucht wird, den Jobstatus zu aktualisieren obwohl keine Gravurparameter vorliegen&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="bedienbarkeit-1"&gt;Bedienbarkeit&lt;/h3&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Versionsnummer als Kommentar in G-code hinzugefügt&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Prefix &lt;code&gt;qr_&lt;/code&gt; der Zieldatei im Datei-Speichern-Dialog hinzugefügt&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Genauigkeit der Maschinenzeitabschätzung verbessert&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h2 id="download"&gt;Download&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Der aktuelle Release ist &lt;a href="https://github.com/Schallbert/QR-codengrave/releases" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;hier&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; zum Download verfügbar. Das Programm ist für die private Anwendung sowie Schulungszwecke kostenlos. Für weitere Informationen und Projektdokumentation stehen die &lt;a href="https://github.com/Schallbert/QR-codengrave" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;readme&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; sowie eine &lt;a href="https://blog.schallbert.de/projects/qr-codengrave/"&gt;Projektseite&lt;/a&gt; zur freien Verfügung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="upgrade-von-einer-früheren-version"&gt;Upgrade von einer früheren Version&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Es wird empfohlen, die Persistenzdatei von der alten Version in die neue Version zu übernehmen. Auf diese Weise werden gespeicherte Werkzeuglisten, Gravurparameter und XY-Offsets portiert. Und so geht&amp;rsquo;s:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li&gt;Wechseln Sie in den Ordner, wo sich das QR-codengrave Programm befindet. Anschließend navigieren Sie zu &lt;code&gt;src/assets&lt;/code&gt;.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Kopieren Sie die Datei &lt;code&gt;Persistence.dat&lt;/code&gt; in einen temporären Ordner oder z.B. auf Ihren Desktop.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Entfernen Sie die alte Version durch Löschen des QR-codengrave Ordners.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Laden Sie die letzte Version herunter und verschieben Sie sie zur gewünschten Position auf Ihrem Rechner.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Verschieben Sie nun die vorab zwischengespeicherte &lt;code&gt;Persistence.dat&lt;/code&gt; in den &lt;code&gt;src/assets&lt;/code&gt; Ordner des aktualisierten Programms.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;</description></item><item><title>Vakuumpumpen</title><link>https://blog.schallbert.de/cnc-vacuum-pumps/</link><pubDate>Fri, 28 Oct 2022</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/cnc-vacuum-pumps/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-10-28_vacuumpump-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image of a Sidechain compressor vacuum pump"&#10; title="Vakuumpumpen" /&gt;&#10;&lt;h2 id="was-ist-das"&gt;Was ist das?&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-10-28_manometer.jpg" alt="Image: Vacuum intake manifold"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Eine Vakuumpumpe ist ein Gerät, welches ein Gefäß evakuieren kann. Es ist also in der Lage, eine Menge an Gasatomen aus einem Gefäß zu entnehmen, sodass dieses schließlich weniger Atome pro Volumeneinheit enthält als das umgebende Medium. Dies erzeugt in dem Gefäß einen Unterdruck. Hier auf der Erde &lt;a href="https://physics.stackexchange.com/questions/161107/why-is-it-impossible-to-have-a-perfect-vacuum" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;scheint es nicht möglich zu sein&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, die Zahl der Atome in einem Gefäß auf null zu senken, aber das ist natürlich für unsere Zweck auch nicht erforderlich. Ein technisches Grobvakuum ist hier vollkommen ausreichend.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Es gibt verschiedene Typen von Vakuumpumpen, jeder optimiert für andere Einsatzbedingungen. Doch mehr dazu später.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="wie-kann-die-vakuumpumpe-werkstücke-festhalten"&gt;Wie kann die Vakuumpumpe Werkstücke festhalten?&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Für Niederhalten und Spannen von Werkstücken mittels Vakuumpumpe wird ein Vakuumtisch (siehe mein &lt;a href="https://blog.schallbert.de/why-vacuum-table/"&gt;Beitrag zum Thema&lt;/a&gt;) beziehungsweise eine Unterdruckklemmvorrichtung benötigt. Hier sind wir an der Druckdifferenz zur Umgebungsluftdruck (&lt;code&gt;103000Pa = 10.3N/cm² = 1kg/cm²&lt;/code&gt;) interessiert. Dies ist die maximale Niederhaltekraft pro Fläche, die mit einem Vakuumtisch und dazu passend ausgelegter Pumpe theoretisch erreicht werden kann.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="volumenförderstrom-vs-unterdruck"&gt;Volumenförderstrom vs. Unterdruck&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Die wichtigsten Parameter einer Vakuumpumpe sind - wie bei anderen Pumpentypen auch - die maximal erreichbare Förderleistung, gemessen in &lt;code&gt;m³/h&lt;/code&gt; (bei niedriger Druckdifferenz), sowie geringster erreichbarer Absolutdruck im vakuumierten Gefäß in &lt;code&gt;hPa&lt;/code&gt; (bei niedrigem Volumenstrom) auf der Saugseite. Die Druckseite ist bei Vakuumpumpen logischerweise uninteressant.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das erinnert mich ein wenig an die elektrische Welt, wo z.B. Leerlaufspannung (max. Druckdifferenz) und Kurschlussstrom (max. Volumenstrom) eine Spannungsquelle charakterisieren und es darum geht, einen optimalen Arbeitspunkt zu finden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wenn man auf eine Spannung aus ist, kann man eine Quelle nur mit einem geringen Strom belasten und so die Spannung oben halten. Anders herum kann bei geringer Spannung ein hoher Strom aus der Quelle bezogen werden. In jedem Falle ist auch bei der Vakuumpumpe ein optimaler Arbeitspunkt zu finden und den Pumpentyp entsprechend auszuwählen. Einige Pumpentypen nämlich sind auf Durchsatz optimiert und damit für andere Zwecke gut geeignet als Pumpen, die große Unterdrücke bei geringerem Volumenstrom erreichen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wird viel von beidem benötigt, steigen Kosten und Energiebedarf der Pumpe stark an - es kommt also wieder einmal darauf an, was man braucht, denn die &amp;ldquo;Alleskönnerpumpe&amp;rdquo; ist ökonomisch oft nicht sinnvoll.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="charakteristika-der-pumpen"&gt;Charakteristika der Pumpen&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe mir mal die Mühe gemacht, Volumenstrom über Druckdifferenz in einem Diagramm einzutragen und für verschiedene Pumpentypen in ähnlicher Leistungsklasse auszuwerten. Dann zog ich eine Linie durch die beiden Punkte (sicher, das ist nur eine Annäherung, der wahre Verlauf ist eher asymptotisch), um sie besser vergleichbar zu machen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Für das Beispiel habe ich willkürlich eine elektrische Leistung der Pumpe von rund &lt;code&gt;1.5kW&lt;/code&gt; angenommen. Die Werte habe ich aus online abrufbaren Datenblättern verschiedener Pumpenhersteller entnommen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-10-28_pump_type_compare.jpg" alt="Image: XY-line graph for pump types of same power"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Natürlich ist das nur eine grobe Annäherung und gilt eher für Pumpentypen mit großem Durchsatz als für diejenigen mit hoher Druckdifferenz. Die Funktion letzterer sieht eher aus wie ein hyperbolisches Parabolid (siehe Abbildung weiter unten), da erreichbare Druckdifferenz von Leckströmen stark gemindert wird.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wir können solch eine Kurve gut für die Arbeitspunktbestimmung verwenden: Der Hersteller des Vakuumtisch empfiehlt meist den erforderlichen Volumenstrom für das jeweilige Produkt. Dieser wird nun auf der Linie markiert, und schon ergibt sich das dann erreichbare Vakuum. Am Schluss des Artikels komme ich hierauf zurück und versuche, ein paar Empfehlungen zu geben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="pumpentypen"&gt;Pumpentypen&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-10-28_pump_types.jpg" alt="Image: Comparison of vaccuum pump leakage behavior"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Es gibt viele verschiedene Pumpentypen zur Vakuumerzeugung in der Industrie. Sie haben teils verschiedene Wirkprinzipien und selbstverständlich unterschiedliche Einsatzzwecke. Ich konzentriere mich hier auf die vier Typen, die im Hobbybereich meiner Ansicht nach am Häufigsten zum Einsatz kommen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Radialgebläse (Sehr hoher Volumenstrom)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Seitenkanalverdichter (Hoher Volumenstrom)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Kolbenpumpe (Tiefes Vakuum)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Drehschieberpumpe (Tiefes Vakuum)&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="radial-blower"&gt;Radialgebläse&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-10-28_radialblower.jpg" alt="Image: Radial blower symbol view"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Radialgebläse beschleunigen die Luft zwischen ihren Schaufeln. Luft wird axial in Mitte des Gebläses angesaugt und durch Fliehkräfte radial nach außen gedrückt, wo sie über einen Kanal an einer Stelle radial austreten kann.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Radialgebläse werden für sehr viele Anwendungen gebaut. Sie kommen beispielsweise in Großfeuerungen von Kraftwerken, in Hüpfburgen und dem Automotive-Bereich vor und waren vor fast zwei Jahrzehnten sogar auf Grafikkarten häufiger anzutreffen (Ich hatte mal einen auf meiner ATI Radeon X1900XT). Sie sind sehr einfach im Aufbau, kostengünstig herzustellen und sind in der Lage, einen unglaublich hohen Luftdurchsatz bereitzustellen. Nachteilig sind die hohen Laufgeräuschpegel und die im Vakuumbereich relevanten, geringen erreichbaren Unterdrücke.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wenn allerdings mit Plattenmaterial und großflächigen Werkstücken gearbeitet wird, kann diese Vakuumlösung trotzdem sehr gut passen. Im Hobbybereich können hier oft sogar günstige Staubsauger (mit Fremdkühlung durch einen eigenen Lüfter) verwendet werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="seitenkanalverdichter"&gt;Seitenkanalverdichter&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-10-28_sidechaincompressor.jpg" alt="Image: Sidechain compressor symbol view"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Seitenkanalverdichter kombinieren einen hohen Volumenstrom mit mittleren Druckdifferenzen. Man kann sie als ein- oder mehrstufige Systeme erwerben (Serienschaltung). Dadurch sind sie gut auf die Bedürfnisse der Kundschaft anpassbar. Wie Radialgebläse interagieren sie nur mit dem Medium und verschleißen nicht durch Teil-zu-Teil-Reibung. Dadurch sind sie ebenso wartungsarm und tolerieren auch Dämpfe und staubige Umgebungen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wünscht man einen Seitenkanalverdichter mit hohen Druckdifferenzen, muss man einen sehr leistungsfähigen Motor wählen, denn die charakteristische Kurve verläuft recht flach. Die Geräuschbelästigung kann durch beidseitige Verwendung von Schalldämpfern gut reduziert werden. Dennoch sind sie bei vergleichbaren Leistungswerten teurer als Radialgebläse.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;In dieser Aufzählung sind sie die eierlegende Wollmilchsau: Sie können einen passablen Unterdruck bei hohem Volumenstrom erzeugen, ihr Preis ist moderat, sie benötigen kaum Wartung und ihr unangenehmes, turbinenartiges Geräusch lässt sich mit ein paar technischen Maßnahmen in den Griff bekommen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich fand diese tiefgehende Erklärung von Seitenkanalgebläsen ebenfalls nützlich: &lt;a href="https://gutmbh.de/SKVM.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Link geht zur &amp;ldquo;GutmbH&amp;rdquo;&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. Und dieses &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=8JpBVmqjSu0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Youtube-Video&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; zeigt einen herrlich verspielten Einsatz als Verdichter.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="kolbenpumpe"&gt;Kolbenpumpe&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-10-28_pistonpump.jpg" alt="Image: Piston pump symbol view"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Der Klassiker. Kolbenpumpen werden sowohl für Kompressoren als auch für Vakuumpumpen verwendet. Sie stellen bei vergleichbar geringen Volumenströmen hohe Druckdifferenzen bereit, benötigen nicht viel Platz in der Werkstatt, und sind schon allein durch die hohen Produktionsvolumen günstig in der Anschaffung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auf der anderen Seite bieten sie nur einen pulsierenden Luftstrom und sind konzeptbedingt eher laut. Überdies können nur speziell dafür angefertigte Modelle mit Flüssigkeiten (Flutkühlung) oder Stäuben umgehen und benötigen mehr Wartung als die obengenannten Typen. Ich habe längst nicht so viele Anwendungsbeispiele dieses Pumpentyps für Vakuumtische gefunden wie bei den anderen. Das heißt aber nicht, dass ich sie für diese Einsatzzwecke als ungeeignet einstufe.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="drehschieberpumpen"&gt;Drehschieberpumpen&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-10-28_rotaryvanepump.jpg" alt="Image: Rotary vane pump symbol view"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Drehschieberpumpen teilen sich wiederum in zwei Klassen: Trockenlaufend und ölgeschmiert.&#10;Während trockenlaufende Drehschieberpumpen gleicher Leistung bei etwas höherem Durchsatz ähnliche Unterdrücke erzeugen können wie Kolbenpumpen, sind ihre ölgeschmierten Pendants in der Lage, deutlich größere Unterdrücke zu erreichen. Zudem benötigen sie weniger Energie zum Betrieb als ihre trockenlaufenden Kollegen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auf der anderen Seite benötigen sie eine Warmlaufzeit für das Öl und einen Entgasungszyklus vor ihrer Abschaltung. Zudem benötigen sie durch Ölwechsel und leichte Ölnebel in der Abluft mehr Wartungsaufwand.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Wirkprinzip: Ein Motor treibt eine auf seiner Welle befindliche geschlitzte Scheibe an, welche exzentrisch in einem Gehäuse montiert ist. In den Schlitzen sind kleine Platten eingelassen, die sich radial frei bewegen können. Startet der Motor nun, werden die Platten durch Fliehkräfte an die Wände der Kammer gedrückt und schließen diese beinahe luftdicht gegen die anderen Kammern ab. Durch die Exzentrizität ist das Volumen dieser Kammern über einen Umlauf variabel und verkleinert sich in Richtung Auslass, sodass auf der Saugseite ein Unterdruck und am Auslass ein Überdruck entsteht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Drehschieberpumpen sind nur für kompressible Medien geeignet, benötigen Staubabscheider am Einlass und vertragen keine Flüssigkeiten im Medium. Dafür liefern sie einen kontinuierlichen Saugstrom und sind im Betrieb vergleichsweise leise. Die Drehschieber sind Verschleißteile, die irgendwann ersetzt werden müssen - besonders bei den trockenlaufenden Geräten. Im Vergleich zu Seitenkanalverdichtern gleichen Volumenstroms liegen ihre Kosten zur Zeit des Verfassens dieses Artikels um den Faktor zwei bis drei höher.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Weitere Details gefällig? Wie oben bereits erwähnt halte ich diese Seite von &lt;a href="https://gutmbh.de/Vakuumpumpen.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;GutmbH&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; für lesenswert.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="das-werkstück-bestimmt-die-pumpe"&gt;Das Werkstück bestimmt die Pumpe&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-10-21_table_operating_principle.jpg" alt="Image: Vacuum table principle of operation - pressure difference causes downforce"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Um eine gute Wahl für eine Vakuumpumpe treffen zu können, sollte der Einsatzzweck also klar und der zu verwendende Vakuumtisch eine bekannte Größe sein.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wie in der Zeichnung zu erkennen ist, hängt die erreichbare Niederhaltekraft stark von der Größe der Oberfläche des Werkstücks ab - je kleiner sie ist, desto größer muss der Unterdruck sein, den die Pumpe liefert, um dieselbe Niederhaltekraft zu erreichen. Leider ist der Unterdruck wie oben beschrieben durch das absolute bzw. das durch die gewählte Pumpe erreichbare technische Grobvakuum limitiert. Trotzdem können Vakuumtische sehr homogene Niederhaltekräfte bieten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Was wir vermeiden wollen, ist, dass das Werkstück durch das Werkzeug beim Eingriff vom Maschinentisch gelöst wird. Ebenfalls möchten wir Parallelverschiebung oder Drehung des Werkstücks durch das Werkzeug verhindern. Um ein paar Anhaltspunkte zu bekommen, können wir zuerst die Niederhaltekraft für unser Werkstück berechnen. In einem zweiten Schritt dann können wir abschätzen, wie viel Widerstand uns dies gegen laterale Verschiebung oder Drehung bietet. Solange die vom Werkzeug in das Werkstück eingebrachte Kraft unter dieser Losbrechkraft liegt, sind wir auf der sicheren Seite und können möglicherweise eine preisgünstigere Pumpe wählen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="niederhaltekraft"&gt;Niederhaltekraft&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Klemmkraft, die das Werkstück auf dem Maschinentisch festhält, ist leicht zu berechnen:&lt;/p&gt;&#10;$$f_{clamp}= F_N = \Delta p A + F_g $$&lt;p&gt;Sie wird in &lt;code&gt;Newton&lt;/code&gt; angegeben und ergibt sich aus der Druckdifferenz zwischen Ober- und Unterseite des Werkstücks und der Erdanziehungskraft, die das Werkstück nach unten drückt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Der erforderliche Wert hängt stark von der Werkzeuggröße- und Geometrie, Werkstückmaterial sowie vom Vorschub und gewählter Drehzahl ab. So wird wesentlich mehr Klemmkraft bei harten und zähen Materialien wie Hochdrucklaminaten oder Stahl benötigt, wenn Werkzeuge mit großen Durchmessern oder Drallwinkeln eingesetzt werden, die zudem bei großen Vorschüben und geringer Drehzahl durch das Material gehen als bei Weichhölzern, wo gern mit hohen Drehzahlen und gerade geschliffenen Fräsern gearbeitet wird.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Berechnung der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zerspankraft#Komponenten_der_Zerspankraft" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Zerspankräfte&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, insbesondere der hier für uns interessanten Vorschubkraft, würde einen eigenen Artikel erforderlich machen. Für den Hobbybereich sind meine Erfahrungswerte, dass Werkstücke kleiner als &lt;code&gt;80x80mm&lt;/code&gt; nur mit großen Unterdrücken um &lt;code&gt;-0.8Bar&lt;/code&gt; gehalten werden können, wenn man nicht gerade im Schneckentempo arbeiten möchte. Andersherum reichen bei &lt;code&gt;600x600mm&lt;/code&gt; großen Platten ohne Durchfräsungen bereits &lt;code&gt;-0.1Bar&lt;/code&gt;, um die Platte sicher zu halten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="parallelverschiebung"&gt;Parallelverschiebung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Um Niederhaltekraft in Widerstand gegen Parallelverschiebung umzurechnen, führe ich hier den &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Friction#Coefficient_of_friction" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;statischen Reibungskoeffizienten&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; \(µ_s\) ein.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nehmen wir an, wir legen eine Lage Gummi zwischen unser (metallisches) Werkstück und den Vakuumtisch. Nehmen wir weiter einen statischen Reibungskoeffizienten &lt;code&gt;µs = 0.7&lt;/code&gt; zwischen Gummi und Werkstück an - &lt;a href="https://www.schweizer-fn.de/stoff/reibwerte/reibwerte.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;den Wert habe ich online gefunden&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; - was für mich aus mehreren Gründen nach einer konservativen Schätzung aussieht: Erstens klammern wir die Oberflächenrauigkeit von Gummimatte und Werkstück aus, und zweitens wird das Werkstück durch den Unterdruck etwas in die Gummimatte hineingedrückt, was die Losbrechkräfte durch Formschluss nochmal deutlich erhöht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Egal, denn alles was zu tun bleibt, ist die oben berechnete Kraft mit dem Reibungskoeffizienten zu multiplizieren.&lt;/p&gt;&#10;$$F_s = F_N µ_s$$&lt;p&gt;Hier kann man also an zwei Stellschrauben drehen: Der Materialpaarung und dem von der Pumpe bereitgestellten Anpressdruck. Es gibt auch spezielle Vakuumvliese, welche besonders hohe Reibungskoeffizienten besitzen und bei Anlegen des Vakuums durch Eindrücken des Werkstücks in das Vlies für zusätzlichen Widerstand gegen Verschiebung und Rotation sorgen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="rotation"&gt;Rotation&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-10-28_rotatingworkpiece.jpg" alt="Image: Worst-case scenario for rotating a workpiece out of position"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Hier wird die Berechnung schwierig. Interessanterweise wird weniger Kraft benötigt, ein Werkstück von seiner Position wegzudrehen, als es parallel zu verschieben. Das kann man sich aber zum Glück recht leicht klarmachen:&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wenn Sie z.B. Ihr Mobiltelefon auf dem Tisch um seinen Mittelpunkt herum drehen (etwa durch Berührung der rechten oberen Kante mit dem Zeigefinger), müssen nicht alle denkbaren Punkte auf dem Smartphone denselben Weg zurücklegen. Punkte, die sich näher am Drehpunkt befinden, legen eine geringere Distanz für den selben überstrichenen Winkel zurück als solche, die weiter in Richtung Kante des Smartphones liegen. Für eine Paralellverschiebung hingegen muss jeder Punkt einen gleich großen Weg zurücklegen, für den ein entsprechender Energieeinsatz erforderlich ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Für das Spannen auf dem Vakuumtisch sind lange, schmale Werkstücke besonders anspruchsvoll. Sie bieten mit ihren langen Kanten einen großen Hebel und bieten zudem keine große Oberfläche, die der Unterdruck zum Niederhalten nutzen kann. Daher lassen sie sich leicht versehentlich verdrehen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Am einfachsten zu bearbeiten sind daher runde oder quadratische Werkstücke, zumal wenn sie nahe an ihrem geometrischen Mittelpunkt gefräst werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="welche-vakuumpumpe-wird-nun-also-benötigt"&gt;Welche Vakuumpumpe wird nun also benötigt?&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ok, fassen wir zusammen:&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Es ist immer eine Kombination aus Werkstückmaterial (leicht/ schwer zu bearbeiten, niedrige/hohe Reibungskoeffizienten), -Größe (je mehr Oberfläche, desto einfacher sind hohe Klemmkräfte realisierbar), Bedürfnissen durch die Bearbeitung wie Durchfräsungen (Toleranz gegenüber Leckageströmen), Vakuumtischgröße- und Typ sowie Bearbeitungsparametern, die die Auswahl der Vakuumpumpe bestimmt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Daher sollten ein paar Erfahrungswerte vorliegen und klare Wünsche formuliert werden können: Wie groß sind die Werkstücke typischerweise? Werden oft Teile aus Plattenmaterial ausgeschnitten? Welche Materialien sollen verarbeitet werden? Werden Kühlschmierstoffe benötigt? Muss mit aggressiven Parametern vorgegangen werden, um Fertigungszeiten niedrig zu halten?&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="ein-paar-vorschläge-meinerseits"&gt;Ein paar Vorschläge meinerseits:&lt;/h3&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Aluminium, kleine Werkstückgröße, keine Durchfräsungen: Kleinvolumige Kolben- oder Drehschieberpumpe mit einem Lochrastertisch&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Holz und MDF, große Werkstücke, Nesting und eine Menge Durchfräsungen: Radialgebläse oder einstufiger Seitenkanalverdichter, Vakuumtisch mit poröser Oberfläche oder Rastervakuumtisch mit Vakuumvlies&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Hochdrucklaminate, kleine Werkstücke, viele Durchfräsungen: Drehschieberpumpe mit großem Volumenstrom oder mehrstufige Seitenkanalgebläse sowie ein Lochrastervakuumtisch. Zudem Verwendung von an das Werkstück angepassten, speziellen Frässtrategien im CAM: späte Durchfräsungen in Kombination mit geringerer Tiefenzustellung.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="meine-wahl"&gt;Meine Wahl&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Da ich auf meiner Maschine Platten mit &lt;code&gt;60x60cm&lt;/code&gt; Größe in einem Rutsch bearbeiten möchte, habe ich mich für einen &lt;a href="https://blog.schallbert.de/why-vacuum-table/#meine-wahl"&gt;recht großen Lochrastervakuumtisch&lt;/a&gt; (&lt;code&gt;730 x 655 mm&lt;/code&gt;) mit &lt;code&gt;0.5mm&lt;/code&gt; Durchgangsbohrungen in einem &lt;code&gt;10mm&lt;/code&gt; Raster entschieden. Da ich noch immer eine Menge verschiedener Materialien auf meiner Maschine ausprobiere und hauptsächlich Prototypen anfertige, sehen meine Werkstücke selten ähnlich aus und haben sehr unterschiedliche Abmessungen (kleinstes Werkstück bis dato: &lt;code&gt;14x26mm&lt;/code&gt;). Daher musste ich in den sauren Apfel beißen und einen Haufen Geld in eine großzügig dimensionierte, trockenlaufende Drehschieberpumpe investieren, die für kleine Werkstücke einen hohen Unterdruck zur Verfügung stellt und dennoch eine Menge nicht abgedeckter Sauglöcher toleriert, ohne in die Knie zu gehen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-10-28_selection.jpg" alt="Image: Grid vacuum table"&gt;&lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Vergleich mehrerer Drehschieberpumpen (Bild bereitgestellt von Stritzelberger GmbH)&lt;/span&gt;&lt;a&#10; href="https://www.vakuumtisch.de/"&#10; class="attr-link"&#10; aria-label="Attribution 1"&#10; &gt;&#10; &lt;sup class="attr-id"&gt;[1]&lt;/sup&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Pumpe stellt einen Volumenstrom von &lt;code&gt;40m³/h&lt;/code&gt; zur Verfügung und kann maximal &lt;code&gt;880mBar&lt;/code&gt; unter Umgebungsluftdruck gefahren werden. Sie wiegt in etwa &lt;code&gt;40kg&lt;/code&gt; und wird von einem &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Induction_motor" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;3-Phasen Asynchronmaschine&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; mit einer Nennleistung von &lt;code&gt;1.3kW&lt;/code&gt; angetrieben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Durch einen Umbau läuft meine Pumpe auf nur einer Phase. Ich habe zudem einen Motorschutzschalter hinzugefügt, um die Maschine vor Überlast zu schützen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-10-28_my_dst40_pump.jpg" alt="Image: My DST40 dry-running vane-type vacuum pump"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="ist-die-pumpe-laut"&gt;Ist die Pumpe laut?&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Na ja, &lt;code&gt;68dB(A)&lt;/code&gt; aus einem Meter Abstand sind nicht so richtig leise. Das Geräusch erinnert mich an das Außengerät einer Klimaanlage, die bei voller Last läuft. Ist die Fräsmaschine allerdings in Betrieb, so geht das Geräusch der Pumpe in den Fräsgeräuschen praktisch unter.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Aber überzeugen Sie sich selbst; ich habe ein kleines Video vom Betrieb der Pumpe erstellt:&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;iframe&#10; src="https://makertube.net/videos/embed/9CsPToFRYf3R7S6FC87gRZ"&#10; title="Drehschiebervakuumpumpe: Inbetriebnahme"&#10; loading="lazy"&#10; allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture"&#10; allowfullscreen&#10; style="width: 100%; height: auto; min-height: 315px; aspect-ratio: 16/9;"&#10; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Drehschiebervakuumpumpe: Inbetriebnahme&lt;/span&gt;&lt;a href="https://makertube.net/videos/embed/9CsPToFRYf3R7S6FC87gRZ" class="attr-link" target="_blank" rel="noopener noreferrer"&gt;↗&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;</description></item><item><title>Vakuumtisch für die CNC</title><link>https://blog.schallbert.de/why-vacuum-table/</link><pubDate>Fri, 21 Oct 2022</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/why-vacuum-table/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-10-21_table_gr_thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image of my hole grid vacuum table"&#10; title="Vakuumtisch für die CNC" /&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-10-21_table_operating_principle.jpg" alt="Image: Vacuum table principle of operation - pressure difference causes downforce"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Nehmen wir mal an, Sie sind nicht durch Zufall beim Surfen durch das Internet auf diesen Beitrag gestoßen. Sie wissen also bereits was ein Vakuumtisch ist (falls nicht: &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Vacuum_table" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;hier weiterlesen&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;). Sein Wirkprinzip wird im Bild auf der rechten Seite erläutert. Wahrscheinlich wissen Sie außerdem bereits, dass es verschiedene Typen Vakuumtische für unterschiedliche Zwecke gibt, und vielleicht auch schon, dass Sie einen anschaffen möchten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Hervorragend! Dieser Artikel beschreibt sowohl meinen eigenen Weg hin zu einem Vakuumtisch, soll aber ebenfalls als Entscheidungshilfe für Sie dienen. Beginnen wir mit einem kleinen Interview.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="warum-möchten-sie-einen-vakuumtisch-haben"&gt;Warum möchten Sie einen Vakuumtisch haben?&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Gleich zu Anfang die wichtigste Frage.&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;🤩 Weil er toll aussieht, eine Menge Gewicht auf die Waage bringt, stabil und teuer ist?&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;😪 Weil Sie keine Lust mehr haben, sich ständig über das richtige Klemmen des Werkstücks Gedanken zu machen?&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;😖 Oder weil Sie bereits ein paar Fräser verschlissen haben beim Versuch durch Klemmen zu fahren?&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;😨 Oder doch weil sich Doppelklebeband als nicht stark genug erwiesen hat und Ihr Werkstück fliegen ging?&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;😎 Professionalisieren Sie Ihr Gewerk vielleicht gerade und Sie versuchen, Produktionszeit einzusparen?&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;😕 Vielleicht ist auch die Qualität Ihrer Werkstücke nach Bearbeitung unzureichend oder Sie haben Probleme, Plattenware plan zu bekommen?&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="meine-gründe-qualität-und-höhere-fertigungsgeschwindigkeit"&gt;Meine Gründe: Qualität und höhere Fertigungsgeschwindigkeit&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Dies hier soll mein Vakuumtisch in den Griff kriegen:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li&gt;Bei Gravuren machen nicht vollkommen plan aufliegende Werkstücke mir einen Strich durch die Rechnung, da die Gravurbreite ungleichmäßig wird. Dies ist leider nicht nur auf Holzwerkstoffe beschränkt.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Momentan arbeite ich mit Anbindungen, um Frästeile in Position zu halten. Meine Frästeile benötigen also manuelle Nacharbeit und die Anbindungen am Werkstück können danach immer noch erahnt werden.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Wenn ich keine Anbindungen wünsche, muss ich eine &amp;ldquo;Zwiebelhaut&amp;rdquo; übrig lassen, kann also nicht ganz durchfräsen. Das macht die Bearbeitung der Rückseite z.B. mit einem Gravurfräser erforderlich, was durch die genaue Positioniererfordernisse viel Zeit in Anspruch nimmt.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Mit einem Vakuumtisch werden ballige Werkstücke für die Bearbeitung plan gezogen, sodass Probleme ungleicher Gravuren, nicht erwünschter Durchfräsungen usw. behoben sind.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Unter bestimmten Bedingungen &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-vibrates/"&gt;leidet Meine Maschine an Vibrationen&lt;/a&gt;, besonders bei Verwendung langer Zweizahnfräser bei großer Tiefenzustellung und größeren Geschwindigkeiten. Das zusätzliche Gewicht und die flächige Kraftverteilung durch den Vakuumtisch könnten dieses Problem lösen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;h2 id="welcher-typ-vakuumtisch"&gt;Welcher Typ Vakuumtisch?&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ok, nun sollten wir herausfinden, welche Art Vakuumtisch sich am besten für Ihren Einsatz und für Ihre Randbedingungen eignet. Vakuumtische sind prinzipbedingt nur dann sinnvoll, wenn Plattenmaterial mit entsprechend großer Oberfläche bearbeitet wird. Zudem sollte das Plattenmaterial nicht zu biegsam oder sehr porös sein - Folien, Gummimatten und Weichschäume beispielsweise können von einem Vakuumtisch kaum gehalten werden, da durch die Fräskräfte angehobene Kanten des Plattenmaterials sofort das Vakuum kollabieren lassen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Es gibt drei Typen Vakuumtische:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Rastervakuumtische&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Lochrastervakuumtische&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Vakuumtische mit poröser Oberfläche&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="rastervakuumtisch"&gt;Rastervakuumtisch&lt;/h3&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-10-21_table_r.jpg" alt="Image: Ein Rastervakuumtisch. Zu erkennen ist eine Aluminiumplatte, durchzogen von Nuten. Diese sind in einem quadratischen Raster angeordnet. In diese Nuten lässt sich eine Gummischnur einlegen, welche die zu vakuumierende Geometrie festlegt."&gt;&lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Ein Rastervakuumtisch (Bild zur Verfügung gestellt von Stritzelberger GmbH)&lt;/span&gt;&lt;a&#10; href="https://www.vakuumtisch.de/Grid-vacuum-table-R-Series"&#10; class="attr-link"&#10; aria-label="Attribution 1"&#10; &gt;&#10; &lt;sup class="attr-id"&gt;[1]&lt;/sup&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Viele Rastervakuumtische haben nur einen Vakuumanschluss, der in der Mitte des Tisches platziert ist. Der Bereich, in dem Unterdruck das Werkstück halten soll, wird mittels einer in das Raster gelegten (Schaum-) Gummidichtung bestimmt. Hierbei muss sich die Dichtung stets innerhalb des Werkstückes befinden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Da die Dichtung bei Einschalten des Vakuums zusammengepresst wird und damit Vakuumtisch und Werkstück luftdicht miteinander verbindet, muss die Pumpe nur einen geringen Volumenstrom zur Verfügung stellen. Zudem hält das Werkstück bei entsprechend starkem Unterdruck sehr großen Zug- und Scherkräften stand, ohne sich zu lösen.&#10;Durch die flexible Dichtung können auch nicht ganz plan aufliegende Werkstücke oder solche mit rauen Oberflächen auf dieser Art Tisch gut bearbeitet werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Bei all den Vorteilen haben sie aber zwei gewichtige Nachteile: Werden erstens verschieden große Werkstücke verarbeitet, ist die Verlegung der Dichtung stets anzupassen. Außerdem muss beachtet werden, dass durch das meist in der Mitte befindliche Absaugloch auch die Werkstücke zentriert werden müssen; Anschläge für das vereinfachte Kantenfinden sind daher oft nicht verwendbar.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Zweitens darf nicht &amp;ldquo;innerhalb der Dichtung&amp;rdquo; durchgefräst werden. Tut man es doch, wird das Vakuum sofort zusammenbrechen, da die Pumpe plötzlich einen riesigen Luftstrom bewältigen muss. Daher darf das Werkstück nicht zu klein werden (das Raster ist das Maß der Dinge) oder man muss zusätzlich Arbeit in Klemmen oder Halterungen stecken, die dieses Problem lösen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Kurzgesagt:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li&gt;Rastervakuumtische funktionieren sehr gut, solange man nicht durchfräst.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Rastervakuumtische stellen geringe Anforderungen an die Pumpe und halten auch unebene oder verzogene Werkstücke sicher.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Rastervakuumtische sind günstig, benötigen aber bei unterschiedlichen Werkstückgrößen, kleinen Werkstücken oder Durchfräsungen extra angepasste Halterungen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;h3 id="lochrastervakuumtisch"&gt;Lochrastervakuumtisch&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-10-21_table_seal.jpg" alt="Image: Hole grid vacuum table"&gt;&lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Ein Lochrastervakuumtisch (Bild zur Verfügung gestellt von Stritzelberger GmbH)&lt;/span&gt;&lt;a&#10; href="https://www.vakuumtisch.de/Rastervakuumtisch-R-Serie"&#10; class="attr-link"&#10; aria-label="Attribution 2"&#10; &gt;&#10; &lt;sup class="attr-id"&gt;[2]&lt;/sup&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Lochrastervakuumtische verfügen über - wie der Name schon sagt - in einem Raster angeordnete Sacklöcher, über die Luft abgesaugt wird. In jedem dieses Sacklöcher befindet sich eine winzige Durchgangsbohrung, die zu einem im Tisch befindlichen Kanalsystem führt. Der Durchmesser der Durchgangsbohrung wird vom vorrangig zu bearbeitenden Material vorgegeben - sie sind etwas größer bei &amp;ldquo;porösen&amp;rdquo; Materialien wie Holz und MDF, und kleiner für die Aluminium- oder Stahlbearbeitung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Zumeist sind sie in zuschaltbare Segmente unterteilt, sodass bei kleineren Werkstücken nicht der ganze Tisch abgedeckt werden muss um Leckströme zu vermeiden. Dennoch ist es sinnvoll, weiterhin freiliegende Löcher abzudecken und damit den Vakuumdruck zu erhöhen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diese Vakuumtische bestehen meist aus drei Teilen: Dem Unterbau zur Montage auf dem Maschinenbett, einer mittleren Ebene mit Vakuumanschlüssen und dem Kanalsystem sowie einer oberen Ebene mit Lochraster, was zudem oft eine Bearbeitungsreserve zum Planfräsen aufweist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Sie sind in der Lage, Werkstücke jeglicher Form niederzuhalten, vorausgesetzt sie besitzen eine ebene Fläche auf der Unterseite. Die kleinen Durchgangsbohrungen ermöglichen auch das Durchfräsen: die betroffenen Löcher liefern zwar keinen Beitrag mehr zur Klemmkraft, überfordern mit dem geringen Leckstrom aber auch die Vakuumpumpe nicht, sodass sie den Unterdruck bei den anderen Löchern aufrecht erhalten kann (solange man es mit der Anzahl freiliegender Löcher nicht übertreibt). Das Ausrichten des Werkstücks ist auf solchen Tischen ebenfalls einfach, da das Lochraster einfach mit Zentrierstiften bestückt werden kann, die einen Anschlag o.Ä. bilden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nachteile dieses Tischtyps sind ihr hoher Preis durch das aufwendige Design, mehr benötigtes Zubehör wie Vakuumverteiler bei einem Mehrkammersystem (und alles muss leckfrei gehalten werden), sowie hohe Anforderungen an die Vakuumpumpe bei Durchfräsungen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Kurzgesagt:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li&gt;Lochrastervakuumtische sind für jedes feste Werkstück mit genügend Oberfläche und glatter Unterseite geeignet.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Lochrastervakuumtische tolerieren Durchfräsungen und freiliegende Löcher, erfordern dann aber großzügig dimensionierte Vakuumpumpen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Lochrastervakuumtische vereinfachen die Positionierung von Werkstücken ungemein.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Lochrastervakuumtische sind komplex in der Fertigung und daher vergleichsweise teuer.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;h3 id="vakuumtische-mit-poröser-oberfläche"&gt;Vakuumtische mit poröser Oberfläche&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-10-21_table_porous.jpg" alt="Image: Porous surface table, MDF top layer"&gt;&lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Ein Porenvakuumtisch (Bild zur Verfügung gestellt von &amp;#39;Jens´ Vakuumtische&amp;#39;)&lt;/span&gt;&lt;a&#10; href="https://hobbyline.info/forum/index.php?thread/366-neue-erkenntnisse-von-meinem-vakuumtisch/&amp;amp;pageNo=1"&#10; class="attr-link"&#10; aria-label="Attribution 3"&#10; &gt;&#10; &lt;sup class="attr-id"&gt;[3]&lt;/sup&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Diese Art Vakuumtisch benötigt weder sichtbare Löcher noch Kanäle an seiner Oberfläche: Stattdessen ist die Oberfläche selbst luftdurchlässig. Für das Fräsen von Leiterplatten wird als Material oft Aluminiumschaum verwendet. Im Hobbybereich gibt es auch gute Erfahrungen mit überplanter mitteldichter Faserplatte. Bei Letzterer ist es beim Durchfräsen nicht einmal schlimm, wenn man sich mit der Materialdicke vertan hat, da MDF solche Fehler gut verzeiht und bei Bedarf einfach eine frische Platte aufgelegt werden kann.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Tische sind leicht und - mit viel Hintergrundwissen über Werkstoffe und Dünwwandfräsen - sogar als &amp;ldquo;Marke Eigenbau&amp;rdquo; zu fertigen. Im Netz gibt es dazu viele Beispiele.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Sie funktionieren am besten über einen großen Volumenstrom und arbeiten daher meist mit geringen Unterdrücken - sie erhalten ihre Klemmkraft also über die Fläche. Besser noch als Lochrastervakuumtische sind sie also für Durchfräsungen geeignet. Zudem sind sie in der Anschaffung günstig und können sogar mit Staubsaugern betrieben werden, deren Motoren auch ohne Förderstrom durch ein eigenes Gebläse gekühlt werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ihre Nachteile: Durch ihr geringes Gewicht sind sie anfälliger für Vibrationen. Sie benötigen Werkstücke mit eher großer Oberfläche um adäquate Klemmkräfte zu realisieren und bei hohen Unterdrücken bleibt das poröse Obermaterial nicht maßhaltig, es &amp;ldquo;schrumpft&amp;rdquo; also bei aufgelegtem Werkstück etwas. Außerdem sind sie nicht geeignet bei Verwendung von Kühlschmierstoffen und haben einen ungünstigen statischen Reibungskoeffizienten (Je nach Werkstückpaarung bieten sie keinen besonders guten Halt gegen laterale Verschiebung).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Kurzgesagt:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li&gt;Porenvakuumtische sind günstig zu erwerben und zu betreiben.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Porenvakuumtische sind für größere Werkstücke und Materialien, die keine Kühlschmierstoffe benötigen, gut geeignet.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Porenvakuumtische sind bei Durchfräsungen sehr gut geeignet.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Porenvakuumtische sind bei Verwendung von MDF nicht präzise in Z-Richtung.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;h3 id="was-alle-diese-vakuumtische-gemeinsam-haben"&gt;Was alle diese Vakuumtische gemeinsam haben&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-10-21_table_vacuum_principle.jpg" alt="Image: How surface irregularities help keep pressure differences homogenous"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Die Klemmkraft auf das Werkstück in Z-Richtung kann für einen gegebenen Unterdruck auf identische Art berechnet werden. Aber vorsicht, dieser Unterdruck ist bei Durchfräsungen und anderen Quellen für Leckagen am Werkstück geringer als auf dem Manometer angezeigt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Werden keine Durchfräsungen gefertigt, lässt sich die volle Werkstückoberfläche zur Berechnung der Klemmkraft hinzuziehen (und nicht nur die Summe der Fläche aller Löcher im Bereich unter dem Werkstück im Falle des Lochrastertisches). Das kommt daher, dass mikroskopisch kleine Unebenheiten auf der Oberfläche von Werkstück und Tisch einen geringen lateralen Luftfluss an der Grenzschicht zulassen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Andererseits gilt dies auch für die Ränder des Werkstücks. Nutzt man also keinen Rastervakuumtisch, wird es immer Leckageluftströme geben. Fräst man zusätzlich komplett durch das Material, werden weitere Randzonen erzeugt, die wiederum geringere Klemmkräfte aufweisen als der Rest des Werkstücks.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="welches-zubehör-für-einen-vakuumtisch"&gt;Welches Zubehör für einen Vakuumtisch?&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ohne Pumpe funktioniert der Vakuumtisch natürlich gar nicht. Und obacht, werden hohe Unterdrücke und gleichzeitig große Volumenströme verlangt, bewegt sich der Preis für die gewünschte Pumpe ganz schnell in derselben Liga wie der Vakuumtisch. Aber das führt hier zu weit - ich habe den &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-vacuum-pumps/"&gt;Vakuumpumpen einen eigenen Artikel&lt;/a&gt; gewidmet. Aber es wird weiteres Zubehör benötigt:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Schrauben, Unterlegscheiben, Nutensteine / Muttern um den Tisch auf der Maschine zu befestigen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Sortiment verschieden dicker Unterlagsbleche für die plane Montage des Tisches gegenüber der Z-Achse der Maschine&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Einen Vakuumverteiler, falls der Vakuumtisch mehrere Zonen besitzt&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Vakuumleitungen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Einen Schalter mit Motorschutz für die Vakuumpumpe&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;gegebenenfalls ein Vakuumvlies (Holz-, Kunststoffbearbeitung) oder eine Lochrastermatte aus Gummi (Alu, Stahl)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Dichtband (für Rastervakuumtische)&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="zusammenfassung"&gt;Zusammenfassung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Alles in allem will die Anschaffung eines Vakuumtisches gut überlegt sein - gerade wegen des großen Kosten- und Zeitaufwandes für Montage, Einrichtung und Betrieb des Tisches. Entscheidet man sich dennoch dafür, so wird man bei zweckmäßigem Einsatz mit höherer Fertigungsqualität durch die flächige Auflage des Werkstücks, kürzerer Richtzeit durch Wegfallen der Klemmen und einfacherer Jobplanung belohnt - denn Materialanbindungen sind nun passé.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="meine-wahl"&gt;Meine Wahl&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich arbeite ausschließlich mit Plattenmaterial. Ich fertige bisher Produkte aus Holz, Hochdrucklaminaten, Acrylglas, mitteldichter Faserplatte oder Aluminium-Verbundmaterial. Zumeist muss ich Konturen aus einer größeren Platte ausschneiden (Durchfräsen) und wende Nestingverfahren an, um möglichst wenig Abfall zu erzeugen. Ich arbeite oft zweiseitig, was eine genaue Lokalisierung des Werkstückes auf dem Maschinentisch erfordert. Daher kommt ein Rastervakuumtisch für mich nicht infrage.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Um die Kanten auf der Werkstückunterseite anzufasen, schneide ich im ersten Arbeitsgang meist nicht ganz durch, sondern lasse einen V-Fräser diesen letzten Schritt auf der Unterseite erledigen. Da ich hierfür eine sehr exakte Bestimmung der Werkstückhöhe benötige und der Unterdruck sich bei Auffräsen einer Kontur durch den Fasenfräser verringert, muss die Oberfläche des Vakuumtisches starr sein - daher kommt ein Porenvakuumtisch mit Oberfläche aus MDF für mich nicht in Frage.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-10-21_bl0607_dwg.jpg" alt="Image: Creating a drawing of my machine bed for the vacuum table manufacturer"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Stattdessen habe ich einen Hersteller für Vakuumtische direkt kontaktiert, um ein paar kleine Lochrastervakuumtische zu kaufen, die ich unabhängig voneinander einschalten und damit je nach Größe des Werkstücks Segmente auf meiner CNC mit Unterdruck versorgen könnte. Dieser meinte, dass die einfachere und bessere Lösung ein für meine Maschine angepasster Vakuumtisch sei, da bei Zusammenstellen mehrerer Tische Höhenunterschiede und Undichtigkeiten entstehen würden und die Zuführung der Vakuumleitung erschwert würde.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Also habe ich gespart und mir den teureren, großen Tisch zugelegt. Hierfür habe ich dem Hersteller Zeichnungsdaten meiner Maschine zur Verfügung gestellt und nach ein paar Gesprächen und Vorschlägen seitens des Herstellers hatte ich dann einen an meine Bedarfe angepassten Entwurf.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-10-21_custom_table.jpg" alt="Image: Custom designed vacuum table to fit my machine"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="lieferung-des-tisches"&gt;Lieferung des Tisches&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Der von mir ausgewählte Hersteller sitzt nicht zu weit von meinem Wohnort entfernt. Also bin ich hingefahren für eine kleine Führung durch die Produktion und konnte den Tisch dabei direkt mitnehmen. Da ich für die Montage meine alte Werkstückunterlage vom Maschinentisch nehmen musste, konnte ich in einem Zug direkt Schalldämmung im Maschinenrahmen anbringen. So wird die Maschine nochmal etwas leiser.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-10-21_table_mounting.jpg" alt="Image: Vacuum table mounting"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Danach habe ich den Vakuumtisch mit M6 Maschinenschrauben und T-Nut Muttern am Rahmen befestigt. Für eine ebene Oberfläche (gemessene Abweichung in Z über die gesamte Fläche des Maschinentisches unter &lt;code&gt;15/100mm&lt;/code&gt;, Messuhr siehe Bild unten links) habe ich Unterlegbleche verwendet und stundenlang nachkontrolliert und -justiert, bis ich zufrieden war.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;iframe&#10; src="https://makertube.net/videos/embed/8qP4FeBN2RYAVxkB4SWPHi"&#10; title="Parallelität der Z-Achse prüfen"&#10; loading="lazy"&#10; allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture"&#10; allowfullscreen&#10; style="width: 100%; height: auto; min-height: 315px; aspect-ratio: 16/9;"&#10; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Parallelität der Z-Achse prüfen&lt;/span&gt;&lt;a href="https://makertube.net/videos/embed/8qP4FeBN2RYAVxkB4SWPHi" class="attr-link" target="_blank" rel="noopener noreferrer"&gt;↗&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Für noch bessere Ergebnisse könnte man:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li&gt;Den Vakuumtisch einmal komplett planfräsen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Dn Tisch wieder herunternehmen und den Maschinenrahmen so nachrustieren, dass die Profile exakt waagerecht aufliegen und die Oberseiten aller Rahmenteile auf das Hundertstel genau auf einer Ebene enden.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;p&gt;Dies erschien mir als unverhältnismäßig großer Aufwand angesichts der vorhandenen Maschinentoleranzen (Immerhin handelt es sich hier um einen Eigenbau), also gebe ich mich mit den oben erreichten Werten zufrieden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="anschluss-des-vakuumverteilers"&gt;Anschluss des Vakuumverteilers&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Als ich einfach drauflos die dünnen Vakuumleitungen zur Verbindung von Tisch und Verteile zurechtschnitt, dachte ich mir: &amp;ldquo;Warte mal eine Sekunde. Wäre es nicht klüger, die 9mm-Leitungen so kurz wie möglich zu halten, und lieber die 18er-Leitung zur Pumpe länger zu lassen und so den Druckabfall zu reduzieren?&amp;rdquo; Also habe ich mich erst einmal mit dem Taschenrechner zurückgezogen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Mein Tisch hat etwa 4900 Sauglöcher mit je &lt;code&gt;0.5mm&lt;/code&gt; Durchmesser. Ihre zusammengerechnete Oberfläche beträgt \(A_{table}=962mm^2\), was in etwa einem Loch mit &lt;code&gt;35mm&lt;/code&gt; Durchmesser entspricht (ich ignoriere hier komplett die Widerstände an den Lochrändern.)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Die sieben Vakuumleitungen zum Verteiler haben einen Durchmesser von &lt;code&gt;9mm&lt;/code&gt;. Zusammengenommen liegt ihre Oberfläche bei \(A_{hose}=445mm^2\), entsprechen also einem Loch mit &lt;code&gt;24mm&lt;/code&gt; Durchmesser; deutlich weniger also als der Gesamtquerschnitt der Löcher des Tisches.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Für den Saugschlauch mit &lt;code&gt;18mm&lt;/code&gt; Innendurchmesser sieht es sogar noch schlimmer aus: \(A_{pump}=254mm\) liegt bei unter 30% des Querschnitts auf dem Tisch.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Wenn ich jetzt also von einem gleichmäßigen Leckagestrom über die sieben Segmente meines Tisches ausgehe, macht es Sinn, die Pumpenzuleitung so kurz wie möglich zu wählen, da sie bei vielen offenen Sauglöchern die höchste Flussgeschwindigkeit und damit den höchsten Druckverlust aufweist. In einem Szenario mit weniger verwendeten Segmenten wird irgendwann die 9mm-Leitung ausschlaggebend.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Daher ist also zu beachten, dass das Manometer am Vakuumverteiler bei größeren Leckageluftströmen einen höheren Wert anzeigt, als am Tisch tatsächlich anliegt!&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Da ich die Zahl freiliegender Löcher aber begrenzen werde, kann ich mir einfach eine komfortable Position für den Vakuumverteiler aussuchen und die Verlegung abschließen 😉. Übrigens ist das erste auf meinem neuen Vakuumtisch gefertigte Teil ein Halter für den Vakuumverteiler aus Holz - wie im Bild rechts zu erkennen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-10-21_table_mounted.jpg" alt="Image: Vacuum table mounted"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;</description></item><item><title>Estlcam: Inverse Gravuren</title><link>https://blog.schallbert.de/negative-carving-with-estlcam/</link><pubDate>Tue, 27 Sep 2022</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/negative-carving-with-estlcam/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-09-27_carve_results-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: A negative carve in wood"&#10; title="Estlcam: Inverse Gravuren" /&gt;&#10;&lt;p&gt;Der Plan war, ein Holzschild mit meiner CNC zu fertigen. Es sollte jedoch invertiert sein. Das heißt, die Lettern sollten sich vom flachen Hintergrund abheben. Da es verschiedene Wege gibt, so etwas in Estlcam umzusetzen (ein sogenanntes Computer Aided Machining Programm, was aus Zeichnungsdaten Fräspfade und später Maschineninstruktionen erzeugen kann), aber nicht alle Wege leicht zu finden oder gut anwendbar sind, biete ich hier eine Schritt-für-Schritt Anleitung an.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="1-den-rahmen-des-schildes-importieren"&gt;1. Den Rahmen des Schildes importieren&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Zuerst sollten Zeichnungsdaten des Rahmens von dem zu fertigenden Schild vorliegen, beispielsweise im &lt;code&gt;DXF&lt;/code&gt;-Format. Ich habe ein rechteckiges Schild mit abgerundeten Ecken und definierter Rahmenstärke in meinem CAD-Programm gezeichnet. Es gilt sicherzustellen, dass die Frästiefe später nicht die Breite des Rahmens überschreitet, ansonsten könnte die Fräsarbeit zu instabil werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-09-27_frame.jpg" alt="Image: Frame for my sign"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="2-den-text-hinzufügen"&gt;2. Den Text hinzufügen&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Jetzt kann der Inhalt des Schildes in Form von Text durch Tastendruck auf das &amp;ldquo;Carve&amp;rdquo;-Symbol hinzugefügt werden. Dabei ist es sinnvoll, die Breite der Textbox an die inneren Rahmengrenze anzupassen, sodass der Text stets hineinpasst. Man hat verschiedene Carve-Stile zur Auswahl. Für die hier dargestellte Fräsarbeit ist &lt;code&gt;Carve aussen&lt;/code&gt; zu wählen. Nun den Text eintippen, Schriftart selektieren und die Schrifthöhe so anpassen, dass es im Schild ein harmonisches Bild ergibt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Abhängig vom zu verwendenden Fräser sollte dann die Frästiefe gewählt werden. Bei kleineren Winkeln der V-Nutfräsers ist die Frästiefe meist größer zu wählen als bei breiten 90°-Fräsern wie ich ihn verwende. Für mein &lt;code&gt;12mm&lt;/code&gt; starkes Plattenmaterial setze ich eine Frästiefe von &lt;code&gt;4.5mm&lt;/code&gt; an. Anschließend wird die maximale Fräsbreite festgelegt. Gemeint ist hier, wie breit die &amp;ldquo;Täler&amp;rdquo; zwischen den Buchstaben sein sollen. Da ich für den invertierten Carve eine &amp;ldquo;Talsohle&amp;rdquo; benötige, habe ich hier einen sehr großen Wert eingestellt. Zum Schluss dann sollte die Taste &lt;code&gt;Umrahmung auswählen&lt;/code&gt; geklickt werden. Hiermit ist die Fräsarbeit dann nach außen begrenzt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Bitte dieses Bearbeitungsfenster vorerst geöffnet lassen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-09-27_carve_text.jpg" alt="Image: Settings for the text to carve"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="3-werkzeugauswahl"&gt;3. Werkzeugauswahl&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-09-27_carve_preview1.jpg" alt="Image: Carve preview 1"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Wählen Sie nun das V-Nutwerkzeug durch Klicken in der entsprechenden Zeile Ihrer Werkzeugliste für die Textfräsung aus. Stellen Sie sicher, dass das Häkchen bei &lt;code&gt;Textobjekt zerlegen&lt;/code&gt; im Fenster &amp;ldquo;Text Fräsen&amp;rdquo; nicht erscheint, denn nur dann können Sie weitere Anpassungen vornehmen. Schließen Sie nun dieses Fenster per Klick auf &lt;code&gt;OK&lt;/code&gt;. Nun wählen Sie &lt;code&gt;Vorschau&lt;/code&gt; aus, um sich einen Eindruck von der Fräsarbeit zu verschaffen. Sehen Sie die eng beisammenstehenden parallelen Linien rechts im Bild? Dies wird durch den Parameter &lt;code&gt;Räumzustellung&lt;/code&gt; aus der Werkzeugtabelle verursacht. Für saubere Arbeiten mit einem Gravurfräser sollte dieser Wert bei kleiner gleich &lt;code&gt;5%&lt;/code&gt; bleiben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Hmm, so werden Sie noch keine befriedigenden Arbeitsergebnisse erhalten, und die Fräsarbeit wird lange dauern. Wir benötigen also zusätzlich ein paar Räumpfade mit einem normalen Schaftfräser.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="4-räumen"&gt;4. Räumen&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-09-27_carve_clearing_tool.jpg" alt="Image: Carve preview 1"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Speichern Sie Ihr Projekt spätestens jetzt ab. Nach dem aktuellen Schritt kann der Text nicht mehr bearbeitet werden!&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Um den Fräser für die Räumung der &amp;ldquo;Talsohle&amp;rdquo; hinzuzufügen, wählen Sie den Carve-Pfad aus und wählen &lt;code&gt;Textobjekt zerlegen&lt;/code&gt; an. Bestätigen Sie mit &lt;code&gt;OK&lt;/code&gt; und wählen den Fräspfad erneut aus. Nun erscheint die Werkzeugkonfiguration. Fügen Sie das Räumwerkzeug hinzu. Vorzugsweise ist sein Durchmesser geringer als der Abstand zwischen Schrift und Rahmen, sodass eine möglichst große Fläche später glatt geräumt werden kann (Anmerkung: Ich habe das nicht gemacht, weswegen auf meinem Beispiel ein paar raue Stellen übrig geblieben sind). Die Räumzustellung dieses Fräsers wähle ich bei Holz zwischen 20% und 40%.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wenn Sie für die Gravur einen Fräser ohne Abflachung am Boden gewählt haben (ich empfehle hier gern &lt;code&gt;0.5mm&lt;/code&gt; als guten Kompromiss zwischen hoher Auflösung und guter Fertigungsqualität), können Sie die Räumzustellung des Fräsers in der Werkzeugtabelle zur Verbesserung der Oberflächenqualität noch einmal nach unten korrigieren.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="5-zweite-vorschau"&gt;5. Zweite Vorschau&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-09-27_carve_preview2.jpg" alt="Image: Carve preview 2"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Ok, jetzt sollten wir durch sein. Nochmal kurz die Vorschau ausgewählt und sich über die reduzierte Verarbeitungszeit gefreut, und ran an die Maschine?&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ah, eine weitere Optimierung kann für das Gravurfräsen angebracht sein: Unter &lt;code&gt;Einstellungen&lt;/code&gt; die Sicherheitshöhe auf ein Minimum reduzieren (aber ohne in Klemmen oder andere Hindernisse zu rauschen). Das ständige Aus- und Eintauchen ins Material kostet bei Gravuren in Estlcam immer recht viel Zeit, wenn sich die Sicherheitshöhe in großem Abstand zur Werkstückoberfläche befindet.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Keine Sorge, wenn die Schrift in der Vorschau nun nicht mehr lesbar ist. Das ist total normal, weil ja nur die (jetzt wegen Verwendung des Räumfräsers gröber dargestellten) Fräspfade angezeigt werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nach einer letzten Prüfung von Vorschüben und Werkzeugen kann&amp;rsquo;s jetzt endlich losgehen :)&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="engrave"&gt;6. Auf die CNC damit!&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Viel Spaß beim Fräsen. Ich für meinen Teil fand es sehr entspannend, der Maschine dabei zuzusehen, wie sie langsam ein immer deutlicher werdendes Bild ins Holz schneidet, was aber erst bei Verwendung des V-Fräsers lesbar wird.&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-09-27_carve_results.jpg" alt="Image: The completed sign"&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;&#10;</description></item><item><title>CNC job erstellen</title><link>https://blog.schallbert.de/cnc-job-setup/</link><pubDate>Mon, 22 Aug 2022</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/cnc-job-setup/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-08-22_cnc_job_setup-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image of a CNC job demo"&#10; title="CNC job erstellen" /&gt;&#10;&lt;h2 id="demo-video-über-vorbereitung-und-ausführung-eines-fräsjobs"&gt;Demo video über Vorbereitung und Ausführung eines Fräsjobs&lt;/h2&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;iframe&#10; src="https://makertube.net/videos/embed/mFreMUKxXktZH3kpqdENGJ"&#10; title="How-to: CNC job setup &amp;amp;amp; quick demo"&#10; loading="lazy"&#10; allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture"&#10; allowfullscreen&#10; style="width: 100%; height: auto; min-height: 315px; aspect-ratio: 16/9;"&#10; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;How-to: CNC job setup &amp;amp;amp; quick demo&lt;/span&gt;&lt;a href="https://makertube.net/videos/embed/mFreMUKxXktZH3kpqdENGJ" class="attr-link" target="_blank" rel="noopener noreferrer"&gt;↗&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Die folgenden Abschnitte beschreiben die im Video gezeigten Schritte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="checkliste-zur-vorbereitung"&gt;Checkliste zur Vorbereitung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Bei komplett heruntergefahrener Anlage:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Das Werkstück sicher im Arbeitsbereich der CNC befestigen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Die G-Code Datei auf den Maschinenrechner übertragen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Not-Aus aktiviert (verhindert unbeabsichtigtes Anlaufen)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Energieversorgung zur CNC und Peripherie einschalten&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Maschinenrechner mit der CNC verbinden und CNC-Programm starten&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Not-Aus deaktivieren&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Zu verwendende Fräser bereitlegen und auf Beschädigungen prüfen&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="checkliste-für-hochfahren-der-cnc"&gt;Checkliste für Hochfahren der CNC&lt;/h3&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li&gt;Not-Aus quittieren (Schrittmotortreiber aktivieren)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Maschine referenzieren&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Werkzeugwechsel auf das erste Werkzeug im Job&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;X/Y Werkstücknullpunkte anfahren und setzen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Z-Nullpunkt ermitteln und setzen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;CNC zurück in Warteposition fahren&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Spindelwarmlauf durchführen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Peripheriegeräte auf Funktion prüfen (Absaugung, Kühlschmierung etc.)&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;h3 id="während-des-automatikbetriebs"&gt;Während des Automatikbetriebs&lt;/h3&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Maschine überwachen&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li&gt;Hören: Klingt die Maschine &amp;ldquo;wie immer&amp;rdquo;? Gibt es Vibrationen oder hört sich irgend etwas merkwürdig an?&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Sehen: Ist die Düse für Kühlschmierstoff korrekt ausgerichtet? Alle Parameter am PC im grünen Bereich? Verfahrwege OK?&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Fühlen: Treten Vibrationen der Maschine auf? Führen z.B. Kühlgebläse einen merklichen Luftstrom?&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Falls erforderlich: Werkzeugwechsel durchführen bzw. Werkzeuge vermessen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Falls etwas nicht in Ordnung scheint: Job per &amp;ldquo;Pause&amp;rdquo;-Taste unterbrechen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Im Falle eines Falles den Not-Aus betätigen&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="nach-abschluss-des-fräsjobs"&gt;Nach Abschluss des Fräsjobs&lt;/h3&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Maschine zurück vor die Referenzschalter bewegen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Not-Aus betätigen und Maschinenrechner trennen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Energieversorgung der Maschine abschalten&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Werkstück und gegebenenfalls Reststücke vom Maschinentisch nehmen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Reinigung von Maschine und Werkstück&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;</description></item><item><title>Meine CNC vibriert</title><link>https://blog.schallbert.de/cnc-vibrates/</link><pubDate>Thu, 14 Jul 2022</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/cnc-vibrates/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-07-14_vibrations-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: Distorted image of a circle cut with my CNC"&#10; title="Meine CNC vibriert" /&gt;&#10;&lt;h2 id="hintergrund"&gt;Hintergrund&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Langsam werde ich mutiger im Umgang mit meiner Maschine. In letzter Zeit bearbeite ich des Öfteren Birke Multiplex in der Vollnut, möglichst mit nur einem Fräsdurchgang um nicht so lange im kalten Keller stehen zu müssen. Das bedeutet aber auch, dass die Maschine eine Tiefenzustellung &lt;code&gt;Z+&lt;/code&gt; von &lt;code&gt;12mm&lt;/code&gt; bei &lt;code&gt;F2700mm/min&lt;/code&gt; mit einem 6mm 2-Schneider Schruppfräser bei &lt;code&gt;S=24000rpm``Z+&lt;/code&gt; bewältigen muss. Dabei fräse ich im Gleichlauf.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nun fängt meine Maschine in bestimmten Situation an, hörbar zu vibrieren.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nun liegt es nahe, die Schneidkräfte an der Maschine zu reduzieren, entweder durch Reduktion der Tiefenzustellung oder des Vorschubs. Die Drehzahl kann ich bei meinem Fräsmotor nämlich nicht weiter erhöhen. Das werde ich vielleicht auch tun, aber erst einmal möchte ich verstehen, was die Fräse zum Vibrieren bringt und ob ich das auch durch andere Maßnahmen abstellen kann, ohne die Maschinenzeit zu erhöhen oder Standzeiten meiner Fräser merklich zu reduzieren.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="problembeschreibung"&gt;Problembeschreibung&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Maschine vibriert nicht nur bei Konturschnitten, sondern auch wenn ich Taschen fertige. Allerdings nur bei bestimmten Bewegungsrichtungen. Es fühlt sich so an, als würde sich die ganze Maschine leicht schütteln, und das Geräusch ähnelt einem Stuhl, der unter Last über Parkettboden zurückgeschoben wird.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Um das etwas zu verdeutlichen, habe ich zwei kleine Referenzvideos gemacht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2022-07-14-machine_vibrations_pocketing.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Vibrationen nur an bestimmten Stellen beim Taschenfräsen (80% Räumzustellung)&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2022-07-14-machine_vibrations_slot.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Vibrationen beim Formatieren&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h2 id="analyse"&gt;Analyse&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Fräsbild sieht trotz Vibrationen ordentlich aus.&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-07-14_cut_results.jpg" alt="Image: Despite vibrating, the cut still looks clean"&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe versuchsweise ein paar Einstellungen angepasst: Reduzierte Tiefenzustellung &lt;code&gt;Z+&lt;/code&gt; von nur noch &lt;code&gt;6mm&lt;/code&gt; bei erhöhtem Vorschub von &lt;code&gt;3600mm/min&lt;/code&gt; mit demselben Fräser - Vibrationen abgestellt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nun war es zugegebenermaßen nicht so klug, zwei Parameter gleichzeitig zu ändern - so weiß ich nicht, ob die erhöhten Schnittkräfte oder ein Vorschub im Resonanzbereich der Maschine zu den Vibrationen lag - tsja.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dennoch habe ich den Maschinenhersteller auf das Problem angesprochen &lt;a href="https://hobbyline.info/forum/index.php?thread/686-meine-maschine-vibriert-erledigt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;hier verlinkt&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, und seiner Meinung nach ist der wahrscheinlichste Grund die etwas schwach ausgelegte Verbindung zwischen Fräsmotor und Z-Achse.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-07-14_routermount.jpg" alt="Image: Router mounting to the Z-axis"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Der Fräsmotor hat weniger hochwertige Lager als professionelle Hochfrequenzspindeln, also sind sie potentiell eher von Spiel betroffen. Außerdem klemmt die &lt;code&gt;42mm&lt;/code&gt; Eurohals-Halterung den Fräsmotor mit nur einer Verschraubung, die zudem bei recht niedrigen &lt;code&gt;7Nm&lt;/code&gt; drehmomentbegrenzt ist, da der vordere Lagersitz des Fräsmotors sonst zu stark gequetscht wird.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Im Gegensatz dazu werden Motorspindeln meist direkt und vollflächig mit der Z-Achse verschraubt, sodass Kraftschluss und Kontaktfläche viel größer ausfallen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="ergebnis"&gt;Ergebnis&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe jetzt ein paar Optionen:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Weiter mit großer Tiefenzustellung arbeiten und die Vibrationen und damit einhergehenden erhöhten Maschinenverschleiß tolerieren&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Geringere Zustellungen fahren, dafür aber Maschinenzeit opfern&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/projects/spindle-upgrade/"&gt;Die Spindel aufrüsten&lt;/a&gt;, welches meine Maschine deutlich teurer macht&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Mein &lt;a href="https://blog.schallbert.de/why-vacuum-table/"&gt;Maschinenbett aufrüsten&lt;/a&gt; und so die Steifigkeit des Grundrahmens erhöhen&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;aside class="update-box update-box--note" role="note"&gt;&#10; &lt;span class="update-box__icon" aria-hidden="true"&gt;&#10; ℹ️&#10; &lt;/span&gt;&#10;&#10; &lt;div class="update-box__body"&gt;&#10; &lt;div class="update-box__heading"&gt;&#10; &lt;strong class="update-box__title"&gt;&#10; &#10; Update: Maschinenvibration&#10; &#10; &lt;/strong&gt;&#10;&#10; &lt;time datetime="2023-09-12T00:00:00Z"&gt;&#10; 12. Sept. 2023&#10; &lt;/time&gt;&#10; &#10; &lt;/div&gt;&#10;&#10; &#10; &lt;div class="update-box__content"&gt;&#10; Inzwischen sind sowohl &lt;a href="https://blog.schallbert.de/projects/spindle-upgrade/"&gt;Spindel&lt;/a&gt; als auch das &lt;a href="https://blog.schallbert.de/why-vacuum-table/"&gt;Maschinenbett&lt;/a&gt; aufgerüstet. Die Vibrationen sind leider immer noch da. Das finde ich ziemlich ärgerlich. Wenn ich mir die Umstände nochmal genau ansehe, dann treten die Vibrationen immer dann auf, wenn sich das Portal vorwiegend auf der breiten Achse (bei mir X) bewegt, gleichzeitig aber ebenfalls leicht auf der Längsachse (Y) unterwegs ist. Fahre ich nur in &lt;code&gt;Y&lt;/code&gt;, passiert nichts. Fahre ich nur in &lt;code&gt;X&lt;/code&gt;, treten die Vibrationen schwächer auf. Ich kan inzwischen ebenfalls sagen, dass die Vibrationen in schwächerer Form auch in Acrylglas bei einer Tiefenzustellung von &lt;code&gt;Z+5mm&lt;/code&gt;, Vorschub &lt;code&gt;F3000mm/min&lt;/code&gt; und einem 4mm-Einschneider auftreten. Da ich inzwischen Maschinenbett und Spindelbefestigung als Ursache sicher ausschließen kann, muss die Ursache im Zusammenspiel der Portalachsen begründet sein.&#10; &lt;/div&gt;&#10; &#10; &lt;/div&gt;&#10;&lt;/aside&gt;&#10;</description></item><item><title>CNC: Überlastung Fräsmotor</title><link>https://blog.schallbert.de/cnc-router-overload/</link><pubDate>Sat, 18 Jun 2022</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/cnc-router-overload/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-06-18_overload-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image of an endmill path that doesn&amp;#39;t look good at all"&#10; title="CNC: Überlastung Fräsmotor" /&gt;&#10;&lt;h2 id="was-ich-eigentlich-wollte"&gt;Was ich eigentlich wollte&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich hatte eine Anfrage zum Schneiden und Gravieren von Hochdrucklaminaten. Dabei handelt es sich um eine Lasagne aus gepresstem Papier und &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Phenol_formaldehyde_resin" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Phenolharz&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, überzogen mit einer dünnen Schicht (farbigen) &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Melamine_resin" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Melaminharzes&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. HPL ist so widerstandsfähig, dass es für Fassadenbeplankungen verwendet wird. Es ist spülmaschinenfest und einige Varianten können auf bis zu 200°C erhitzt werden, ohne Schaden zu nehmen. HPL findet man als Platten auf Spielplätzen, Gartentischen, als Paneele in der Straßenbahn und an vielen anderen Stellen im Alltag.&#10;Also dachte ich mir: &amp;ldquo;Cooles Zeug, Probieren geht über Studieren!&amp;rdquo;&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="schnittdaten-in-hochdrucklaminaten-hpl-resopal"&gt;Schnittdaten in Hochdrucklaminaten (HPL, &amp;ldquo;Resopal&amp;rdquo;)&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-06-18_overload_chips.jpg" alt="Image: HPL und Späne nach dem Schneiden"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Ich habe die von einigen Websites empfohlenen Schnittdaten mit Werten für &amp;ldquo;Hartholz&amp;rdquo; verwendet.&#10;2-Schneider.Holz-Hartmetallschaftfräser, Schnittgeschwindigkeit &lt;code&gt;450m/min&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;d6mm&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;Z+6,5mm&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;S24000rpm&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;F3500mm/min&lt;/code&gt;, Vollnut, Gleichlauffräsen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="schnittergebnisse"&gt;Schnittergebnisse&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Und ich war erschrocken, wie der Schnitt aussah, als ich fertig war.&#10;Hier sind die Symptome:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Während des Schneidens fiel die Spindeldrehzahl wiederholt ab, stieg aber schnell wieder auf die gewünschte Drehzahl an.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;hohe Spanlast am Fräser, große Späne, sah alles gut aus&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;der Fräser folgte keiner geraden Linie: schien dem Material irgendwie ausweichen zu wollen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;bei der Herstellung von Anbindungen, um das Werkstück an Ort und Stelle zu halten, bewegt sich der Fräser ein wenig quer zur Fräsbahn, obwohl er das nicht sollte&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h2 id="suche-nach-dem-übeltäter"&gt;Suche nach dem Übeltäter&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Zuerst habe ich die Spindel überprüft. Keine Überhitzung, immer noch fest an der Portalfräse eingespannt, kein Lagerspiel, Schaftfräser sicher befestigt. Dann dachte ich: &amp;ldquo;Vielleicht stimmt etwas mit dem Portal nicht? Kann ich es merklich verwinden?&amp;rdquo; Nein, das konnte ich nicht. Dann sah ich mir den Schaftfräser an.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-06-18_overload_endmill.jpg" alt="Image: dull carbide endmill after cutting HPL"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Es sah überhaupt nicht gut aus. Die Schnittkanten waren an den Stellen, an denen sie das Material berührt hatten, praktisch weg. Seltsam. Es war nagelneu als ich den Auftrag begann, und der lief nicht einmal 20 Minuten lang.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="analyseergebnisse"&gt;Analyseergebnisse&lt;/h2&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Ich habe viel zu aggressive Schnittdaten verwendet.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Dadurch wurde der Motor der Oberfräse weit über seine Möglichkeiten hinaus betrieben.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Dies führte zu einem plötzlichen Abfall der Motordrehzahl.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Dies wiederum führte zu einer erhöhten Spanbelastung meines Fräsers&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Da die Lager und die Befestigung des Fräsmotors am Portal &amp;ldquo;weich&amp;rdquo; sind, versuchte der Fräser, seiner Fräsbahn auszuweichen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Dies hat mich wahrscheinlich vor dem Bruch des Fräsers bewahrt.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h2 id="verbesserungen"&gt;Verbesserungen&lt;/h2&gt;&#10;&lt;h3 id="neubewertung-der-schnittparameter-für-hochdrucklaminat"&gt;Neubewertung der Schnittparameter für Hochdrucklaminat&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe nochmal online recherchiert. HPL ist unglaublich hart und steif. Hier mal ein paar Werte zum Vergleich (Brinellhärte):&lt;/p&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li&gt;Buche: &lt;code&gt;~3.7N/mm²&lt;/code&gt; (&lt;a href="https://www.olivenholzprodukte.de/Holzhaerte-Tabelle-nach-Brinell" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Source&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;HPL: &lt;code&gt;~185N/mm²&lt;/code&gt; (&lt;a href="https://www.pro-hpl.org/assets/uploads/prohpl/files/200330_Technische_Kennziffern_und_physikalische_Eigenschaften_von_HPL.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Source&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Baustahl ST70: &lt;code&gt;215N/mm²&lt;/code&gt; (&lt;a href="https://www.ingenieurkurse.de/baustofftechnik-1/stoffeigenschaften-im-bauwesen/mechanische-eigenschaften-von-baustoffen/oberflaechenhaerte/brinellhaerte.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Source&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;)&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;p&gt;Des Weiteren fand ich einige Empfehlungen zur spanabhebenden Verarbeitung von HPL, z.B.: &amp;ldquo;Vollhartmetallfräser sollten eine Schnittgeschwindigkeit von bis zu &lt;a href="https://www.dekorplatten.de/sites/default/files/dateien/HPL-Verarbeitungshinweise.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;&lt;code&gt;150m/min&lt;/code&gt;&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&amp;rdquo; und &amp;ldquo;Diamantbeschichtungen aufweisen oder als Einschneider zur Bearbeitung von Aluminium ausgeführt sein&amp;rdquo;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="zwischenlösung"&gt;Zwischenlösung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-06-18_overload_corrected.jpg" alt="Image: dull carbide endmill after cutting HPL"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Um die Dinge zu korrigieren, habe ich alle Ausschnitte mit den Schlicht-Einstellungen in CAM erneut durchgeführt. Mit einem neuen Schaftfräser und weniger aggressiven Vorschubgeschwindigkeiten von &lt;code&gt;F2500mm/min&lt;/code&gt; und einer aktualisierten Tiefe pro Durchgang von &lt;code&gt;Z+1,5mm&lt;/code&gt;.&#10;Das Ergebnis sieht jetzt viel besser aus.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="optimierung-der-schnittdaten"&gt;Optimierung der Schnittdaten&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Dann berechnen wir schnell mal neue Schnittdaten aufgrund der oben gewonnenen Erkenntnisse. Ich wähle einen &lt;code&gt;4mm&lt;/code&gt; Einschneider (&lt;code&gt;z=1&lt;/code&gt;) mit Beschichtung zur besseren Wärmeabfuhr für Aluminium und lege die oben genannte Schnittgeschwindigkeit von &lt;code&gt;vc=150m/min&lt;/code&gt; für HPL zugrunde. Weiterhin wähle ich einen Zahnvorschub von &lt;code&gt;fTooth = 0,025mm&lt;/code&gt;, ähnlich wie beim Fräsen von Stahl.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Zieldrehzahl: &lt;/p&gt;&#10;$$n=\frac{v_c}{\pi d}=\frac{150000\frac{mm}{min}}{\pi \cdot 4mm}=12000\frac{1}{min}$$&lt;p&gt;Zielvorschub: &lt;/p&gt;&#10;$$F=n \cdot f_{Tooth} \cdot z = 12000\frac{1}{min} \cdot 0,025mm \cdot min \cdot 1= 300\frac{mm}{min}$$&lt;p&gt;Ich habe einen &lt;code&gt;4mm&lt;/code&gt;-Schaftfräser gewählt, weil das Drehmoment meines Fräsmotors bei sinkender Drehzahl überproportional abnimmt. Bei größerem Fräserdurchmesser würde dieser Effekt wahrscheinlich zu einer unzureichenden Schnittleistung führen. Spindeln mit einer Asynchronmaschine sind hier durch ihr konstant hohes Drehmoment im unteren Drehzahlbereich (bei Vektorsteuerung kann es sogar deutlich über dem Nennmoment des Motors liegen) ganz klar im Vorteil.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Der berechnete Vorschub kommt mir so langsam vor. Ich hoffe, dass sich das Material dadurch nicht so stark erhitzt, dass es delaminiert (laut Wikipedia schmilzt es nicht&amp;hellip;)&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Zur Information: &lt;a href="https://hobbyline.info/forum/index.php?thread/678-hpl-platten-fr%C3%A4sen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Hier ist der zugehörige Thread&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; in dem Forum, das ich regelmäßig besuche.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="weitere-tests"&gt;Weitere Tests&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-06-18_coated_new.jpg" alt="Image: new coated carbide endmill for aluminium"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Ich habe einige Teile mit oben angesprochenem Fräser und Einstellungen gefertigt. Um die Fertigungszeiten etwas im Zaum zu halten, habe ich die Werte leicht angepasst: &lt;code&gt;ftooth = 0.04mm&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;vc = 130m/min&lt;/code&gt;. Für den &lt;code&gt;4mm&lt;/code&gt; Fräser ergibt sich&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;S = 10300U/min&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;F = 410mm/min&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;Z+ = 3mm&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;vc = 1%&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Dieser Schaftfräser lebte etwa 1 Stunde lang. Nicht lange genug. Das Schneiden mit einem solchen Fräser könnte nie wirtschaftlich werden. Das HPL, das ich verwende, hat zwei Materialeigenschaften, die Hartmetallfräser schnell zerstören: Erstens ist es abrasiv, sodass die dünne Schneide des Fräsers abgetragen und zerstört wird. Meines ist ganz besonders abrasiv, da es einen unheimlich hohen Faseranteil besitzt. Zweitens leiten die Späne die entstehende Wärme nicht gut von der Schneide ab, so dass ihre Schärfe noch schneller nachlässt. Hitze scheint das Kryptonit für Hartmetallfräser zu sein.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-06-18_coated_worn.jpg" alt="Image: coated carbide endmill for aluminium after 1h"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="endgültige-lösung"&gt;Endgültige Lösung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Eine wirtschaftlichere Lösung mit 40-facher (Herstellerangabe) Lebensdauer wäre ein Hartmetallfräser mit Diamantschneiden (z. B. wie &lt;a href="https://www.artifex24.de/JSO-5mm-Diamant-PKD-Nutschaftfraeser-Diatec-DUO-5x10/50mm-Z2-S6-rechts" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;dieser hier&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;). Der Nachteil ist, dass sie fast zehnmal so teuer sind. Wenn ich dieses Material in Zukunft öfter schneiden muss, kaufe ich vielleicht einen und teile meine Erfahrungen - in der Zwischenzeit lasse ich die Fräser lieber schärfen, um Geld zu sparen.&lt;/p&gt;&#10;</description></item><item><title>Mein Fräser 'kreischt'</title><link>https://blog.schallbert.de/my-endmill-screams/</link><pubDate>Mon, 06 Jun 2022</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/my-endmill-screams/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-03-06_endmill-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Anfängerproblem mit CNC: Vorschub/Dehzahl"&#10; title="Mein Fräser &amp;#39;kreischt&amp;#39;" /&gt;&#10;&lt;h3 id="einordnung"&gt;Einordnung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-06-03_upcut_bit.jpg" alt="Image: a 2-flute upcut bit for wood"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Ich arbeite gerade an meinem allerersten CNC-Fräsprojekt: Eine &amp;ldquo;Opferplatte&amp;rdquo; mit Schraubmuffen und T-Nuten für die Niederhalter, welche einen Anschlag für Werkstücke und eine Aufnahme für den Werkzeuglängensensor besitzt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auf der Oberfräse habe ich bis jetzt nur gerade genutete HSS-Fräser mit großen Durchmessern verwendet. Für die CNC kaufte ich nun 6-mm-Vollhartmetallfräser &amp;ldquo;Fischschwanz&amp;rdquo; mit zwei Schneiden und einer Arbeitslänge von &lt;code&gt;21mm&lt;/code&gt;. Und der klingt einfach furchtbar, ganz anders als ich es von der Oberfräse gewöhnt bin.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="die-verwirrung-des-anfängers"&gt;Die Verwirrung des Anfängers&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Mit diesem Fräser habe ich die vom Hersteller empfohlenen Vorschübe und Geschwindigkeiten für Hartholz auf meinem Werkstück aus mitteldichten Faserplatten eingehalten (Tiefe pro Durchgang: &lt;code&gt;6mm&lt;/code&gt;, Vorschub: &lt;code&gt;3500mm/min&lt;/code&gt;, Drehzahl: &lt;code&gt;24000U/min&lt;/code&gt;). Aber offensichtlich mache ich etwas falsch, denn beim Schneiden gibt es ein schrecklich lautes, unangenehmes schrilles und zischendes Geräusch.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe die Vorschubgeschwindigkeit allmählich erhöht, weil ich den Eindruck hatte, dass die Fräser wegen zu geringen Vorschubs so klingen. Ich landete bei &lt;code&gt;9100mm/min&lt;/code&gt; (!), wo es etwas besser war. Trotzdem ging dieses unangenehme Geräusch nicht weg.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2022-03-06_endmill_screams.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Fräser &amp;#39;kreischt&amp;#39; beim Zerspanen von MDF&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="analyse"&gt;Analyse&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Nachdem die 15-minütige Arbeit beendet war, habe ich den Schaftfräser angefasst - die Spannuten sind so gut wie neu und der Fräser fühlt sich kaum warm an. Hmm. Auch der Fräsmotor klang nicht gestresst. Meine Schrittmotoren ließen die Maschine buchstäblich durch das MDF pflügen (reibungslos und ohne Probleme), ich musste sogar die Absaugung aufdrehen, um nicht im Staub zu ertrinken. Auch das Ergebnis sieht für mich gut aus; die Toleranzen sind eng und der Schnitt ist so sauber, wie ich es erwarte - viel besser als ich es von Hand hätte machen können.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-06-03_mdf_result.jpg" alt="Image: milling in MDF - spoilboard t-nut slots"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="offene-fragen"&gt;Offene Fragen&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Was mache ich also falsch? Ist dieses Geräusch &amp;ldquo;normal&amp;rdquo; für einen 2-Schneider mit so kleinem Durchmesser? Braucht MDF ganz andere Parameter als Hartholz, um leise zu schneiden, z.B. viel weniger Spindeldrehzahl? Muss ich in meinem CAM-Tool eine andere Frässtrategie wählen?&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diese Fragen stelle ich schnell mal im Forum.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="fragen-beantwortet"&gt;Fragen beantwortet&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;OK, ich habe eine Antwort vom &lt;a href="https://hobbyline.info/forum/index.php?thread/620-mein-fr%C3%A4ser-kreischt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Hersteller des Bits&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. Dieses Geräusch ist normal für Schaftfräser, die auf das Schneiden von Holz spezialisiert sind. Nun denn. Wahrscheinlich sollte ich ein Gehäuse für meine Maschine bauen und ein paar sehr gute Ohrstöpsel kaufen. 😬 Nach ein paar Gesprächen mit einem weiteren Werkzeughersteller bestätigt sich diese Aussage nochmal:&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&amp;ldquo;Zweischneider sind immer lauter als gleichgroße Ein- oder Dreischneider. Ihre im 180°-Winkel gegenüberliegenden Flanken sorgen durch die im Wechsel im Eingriff befindlichen Schneiden für zusätzliche Schwingungen des Fräsers. Dafür bieten sie ein besseres Verschleißverhalten als Einschneider und ermöglichen eine bessere Spanabfuhr als Dreischneider.&amp;rdquo;&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="vergleich-gleiches-material-anderer-fräser"&gt;Vergleich: Gleiches Material, anderer Fräser&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Hier ist ein Vergleichsvideo um zu beurteilen, wie unterschiedlich Fräser in demselben Material klingen können:&#10;&lt;code&gt;14mm 3-Schneider&lt;/code&gt; Planfräser, &lt;code&gt;10mm Schaft, S5500, F7100, Z0.3, Fxy 90%&lt;/code&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2022-03-06_leveling.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;14mm Planfräser nivelliert in aller Ruhe meine Opferplatte.&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Zum Testen habe ich in meinem CAM-Werkzeug eine Spiralstrategie verwendet, die 50% mehr Zeit benötigt als die typischen &amp;ldquo;Rasenmäher&amp;rdquo;-Strategien. Auf diese Weise gibt es keine sichtbaren Fräsbahnen im fertigen Material.&lt;/p&gt;&#10;&lt;aside class="update-box update-box--note" role="note"&gt;&#10; &lt;span class="update-box__icon" aria-hidden="true"&gt;&#10; ℹ️&#10; &lt;/span&gt;&#10;&#10; &lt;div class="update-box__body"&gt;&#10; &lt;div class="update-box__heading"&gt;&#10; &lt;strong class="update-box__title"&gt;&#10; &#10; Erfahrungswerte Holzfräser&#10; &#10; &lt;/strong&gt;&#10;&#10; &lt;time datetime="2024-04-04T00:00:00Z"&gt;&#10; 04. Apr. 2024&#10; &lt;/time&gt;&#10; &#10; &lt;/div&gt;&#10;&#10; &#10; &lt;div class="update-box__content"&gt;&#10; Nach etwa zwei Jahren Betrieb mit diesen Holzfräsern kann ich sagen, dass sie robust laufen und lange halten. Hier ist mehr Vorschub und mehr Tiefenzustellung besser, als zu behutsam vorzugehen (&lt;code&gt;F4000 S24000 Z+12mm&lt;/code&gt; ist in Birke Multiplex auf meiner Maschine durchaus drin). Und die Fräser sind im Gegenlauf deutlich leiser als im Gleichlauf.&#10; &lt;/div&gt;&#10; &#10; &lt;/div&gt;&#10;&lt;/aside&gt;&#10;</description></item><item><title>CNC Teil5 - Makros</title><link>https://blog.schallbert.de/macros-for-cnc/</link><pubDate>Wed, 11 May 2022</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/macros-for-cnc/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-06-11_sub-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: snippet of the tool length sensor self-test macro for my CNC machine. It shows C-style code and checks if the probe touches the sensor."&#10; title="CNC Teil5 - Makros" /&gt;&#10;&lt;p&gt;Dies ist der fünfte Teil meiner Serie über Portalfräsmaschinen. Er befasst sich mit praktischem Zubehör, welches das Leben als CNC-Bediener erleichtert und zu schnelleren und genaueren Fräsergebnissen führen kann.&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/portal-milling/"&gt;&lt;em&gt;Teil 1&lt;/em&gt;: Gedanken zu CNCs im Allgemeinen und zur Maschinenauswahl&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-electronics/"&gt;&lt;em&gt;Teil 2&lt;/em&gt;: CNC-Elektronik aufbauen&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/portal-milling-build/"&gt;&lt;em&gt;Teil 3:&lt;/em&gt; CNC-Maschinenbau&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/portal-milling-setup/"&gt;&lt;em&gt;Teil 4:&lt;/em&gt; CNC-Einrichtung&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h2 id="übersicht"&gt;Übersicht&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;In diesem Artikel geht es um Makros für die CNC, mit deren Hilfe sich wiederholende Vorgänge automatisiert werden können. Ich decke sowohl grundlegende als auch anspruchsvollere Makros für mehrere Zwecke wie automatische Z-Nullstellung, Werkzeuglängenmessung oder Werkzeugwechsel ab.&#10;Ich führe ein paar &lt;a href="https://www.linuxcnc.org/docs/html/gcode/g-code.html#_g_code_quick_reference_table_a_id_gcode_quick_reference_table_a" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;G-Code&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; Befehle ein. Die Beschäftigung damit half mir dabei, ein tieferes Verständnis der Funktionsweise zu erarbeiten und damit &amp;ldquo;Vertrauen&amp;rdquo; zu meiner Maschine aufzubauen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="haftungsausschluss"&gt;Haftungsausschluss&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Die folgenden Subroutinen wurden für den RS274 NGC Interpreter geschrieben. Ich habe sie mit &lt;a href="https://edingcnc.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;EdingCNC&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; validiert, da dies die von mir verwendete CNC-Software ist. Ich habe einige Aspekte von Makro-Dateien abgeleitet, die sowohl &lt;a href="https://webseite.sorotec.de/service/downloads/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Sorotec&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; als auch Eding zusammen mit ihren Maschinen ausliefern.&lt;/p&gt;&#10;&lt;blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;⚠️ Ich kann für die Funktion des hier beschriebenen Codes auf anderen Maschinen keine Verantwortung übernehmen. Meine Absicht ist lediglich zu erklären wie die Makros funktionieren.&lt;/p&gt;&#10;&lt;/blockquote&gt;&#10;&lt;h2 id="was-ist-ein-makro"&gt;Was ist ein Makro?&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ein Makro oder Unterprogramm ist eine Sammlung von Anweisungen, die für den CNC-Interpreter geschrieben wurden, um Aktionen auszuführen. Sie werden oft verwendet, um wiederkehrende Vorgänge zu automatisieren. Auf meiner Maschine beginnt ein solches Makro mit einem &lt;code&gt;SUB&lt;/code&gt;-Befehl und endet mit einem &lt;code&gt;ENDSUB&lt;/code&gt;. Makros enthalten oft Verzweigungslogik und G-Code-Befehle, beispielsweise um die Maschine Bewegungen ausführen zu lassen, Parameter abzuspeichern oder Benutzerdialoge anzuzeigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auf meiner Maschine befinden sich alle Makros in einer einzigen Datei namens &lt;code&gt;macro.cnc&lt;/code&gt;, die von meiner CNC-Software beim Start eingelesen wird. Einige &amp;ldquo;Soft-Buttons&amp;rdquo; der Software rufen direkt Makros aus dieser Datei auf, z.B. für die Referenzfahrt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-06-11_macro.jpg" alt="Image: Macro execution in action"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Als kleine Einführung öffne ich das Dokument &lt;code&gt;macro.cnc&lt;/code&gt; mit einem Texteditor. Ich suche nach &lt;code&gt;Sub user_9&lt;/code&gt; (es sollte eine Routine sein, die nichts Relevantes tut), entferne ihren Inhalt und füge stattdessen &lt;code&gt;MSG &amp;quot;hello world!&amp;quot;&lt;/code&gt; ein. Abspeichern, CNC-Software öffnen, die Taste &lt;code&gt;9&lt;/code&gt; im &lt;code&gt;user menu &lt;/code&gt; drücken und Voilà!&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="ein-einfaches-makro-zur-erkennung-des-status-des-werkzeuglängensensors"&gt;Ein einfaches Makro zur Erkennung des Status des Werkzeuglängensensors&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Legen wir los und verbinden das neu erworbene Wissen über Makros mit einem nützlichen Beispiel.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="der-werkzeuglängensensor"&gt;Der Werkzeuglängensensor&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-06-11_tls3d.jpg" alt="Image: Mein Werkzeuglängensensor"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Ein Werkzeuglängensensor (im Folgenden &lt;em&gt;WZLS&lt;/em&gt;) ist ein Zubehörteil, das an einen Eingang der CNC-Maschine angeschlossen wird und bei Berührung (z.B. durch eine Werkzeugspitze) auslöst. Es gibt viele verschiedene Ausführungen, von einem einfachen Mikroschalter mit Gehäuse und Tastmechanismus bis hin zu hochpräzisen induktiven Sensoren aus feingedrehtem Edelstahl mit automatischer Luftspülung um sicherzustellen, dass die Oberfläche des Sensors sauber ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Der Werkzeuglängensensor wird entweder am Maschinenbett, auf dem Ablagetisch oder einfach an einer anderen festen Position an der Maschine angebracht. Meiner ist ein sehr einfacher Schalter. Seine Wiederholgenauigkeit ist mit &lt;code&gt;10µm&lt;/code&gt; angegeben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="makro-aufgabe"&gt;Makro-Aufgabe&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Makro soll vor der Messung prüfen, ob der WZLS betriebsbereit ist. Ich teste also, ob der Sensorschalter den Status &amp;ldquo;nicht ausgelöst&amp;rdquo; hat. Seine Verdrahtung ist als &amp;ldquo;normally closed&amp;rdquo; (NC) ausgeführt. Falls er doch ausgelöst ist (seine Kontakte also offen sind), könnte das Folgendes bedeuten:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Der Sensor klemmt in der ausgelösten Position&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Kabelbruch in der Zuleitung zum WZLS&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Sensor ist nicht mit der Maschine verbunden&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="code-prüfe-betriebsbereitschaft-wzls"&gt;Code: Prüfe Betriebsbereitschaft WZLS&lt;/h3&gt;&#10;&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre tabindex="0" style="color:#f8f8f2;background-color:#272822;-moz-tab-size:4;-o-tab-size:4;tab-size:4;-webkit-text-size-adjust:none;"&gt;&lt;code class="language-ruby" data-lang="ruby"&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="color:#66d9ef"&gt;SUB&lt;/span&gt; is_sensor_ok&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;IF&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;sensorStatus &lt;span style="color:#f92672"&gt;==&lt;/span&gt; triggered&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# 5068 == 0 (normally closed)&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;DLGMSG&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#e6db74"&gt;&amp;#34;Tool length sensor not connected or already triggered - please check&amp;#34;&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;IF&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;dialogButton &lt;span style="color:#f92672"&gt;==&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;1&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;IF&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;sensorStatus &lt;span style="color:#f92672"&gt;==&lt;/span&gt; triggered&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ERRMSG&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#e6db74"&gt;&amp;#34;Tool length sensor input still unexpected - aborting&amp;#34;&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ENDIF&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ELSE&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ERRMSG&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#e6db74"&gt;&amp;#34;User abort.&amp;#34;&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ENDIF&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ENDIF&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ENDSUB&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Der Name des Makros lautet &lt;code&gt;is_sensor_ok&lt;/code&gt;. Ich prüfe den Sensorstatus und zeige eine Dialogmeldung an, falls hier etwas nicht stimmt. Sobald auf &amp;ldquo;OK&amp;rdquo; gedrückt wird, gehe ich davon aus, dass das Problem behoben wurde und versuche es erneut. Wenn er immer noch ausgelöst ist, breche ich die Routine ab.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dieses Prüf-Makro ist in allen folgenden Abschnitten zu finden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="benennung-von-variablen"&gt;Benennung von Variablen&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Die RS274/NGC-Sprache ist alt. Wirklich alt. Ihre erste Version wurde in den späten 1950er Jahren veröffentlicht. Kein Wunder, dass die Parameter (#1 - #5399 ist der erlaubte Bereich) alle numerisch sind. Sowohl in der Benennung als auch in den Werten, die sie speichern können. Es gibt kein Typsystem (wie &lt;code&gt;Strings&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;int&lt;/code&gt; usw.) und keine praktischen Aliase oder menschenlesbare Namen, die das Verständnis eines Parameters wie &lt;code&gt;sensorStatus&lt;/code&gt; erleichtert.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Im Makro auf der Maschine wird stattdessen &lt;code&gt;#5068&lt;/code&gt; erscheinen man muss sich selbst daran erinnern, dass der Hersteller der CNC-Software such auf diese Variable festgelegt hat, um den Status des Werkzeuglängensensors zu kennzeichnen. Und dass sie vom Typ &lt;code&gt;boolean&lt;/code&gt; ist mit &lt;code&gt;0&lt;/code&gt; = nicht ausgelöst und &lt;code&gt;1&lt;/code&gt; = ausgelöst.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Um den Makrocode so lesbar und verständlich wie möglich zu gestalten, verzichte ich in diesem Artikel auf die Verwendung von numerischen Parameternamen. Eine Übersetzungstabelle ist &lt;a href="https://blog.schallbert.de/macros-for-cnc/#tables"&gt;ganz unten&lt;/a&gt; zu finden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="verwendung-des-werkzeuglängensensors-zur-ermittlung-der-werkstückhöhe-z0"&gt;Verwendung des Werkzeuglängensensors zur Ermittlung der Werkstückhöhe (Z=0)&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Hiermit kann die Werkstückhöhe automatisch eingemessen und auf der Obefläche abgenullt werden. So entfallen das manuelle Absenken der Z-Achse bis das Werkzeug die Oberfläche leicht ankratzt und dann das Festlegen der Werkstückkoordinaten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-06-11_tls.jpg" alt="Image: Skizze Werkzeuglängensensor"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Sobald das Makro programmiert und eingerichtet ist, wird der WZLS möglichst mittig auf dem Werkstück platziert und die Spindel der Maschine mit ein paar Millimeter Luft direkt über diesem in Position gebracht. Dann wird das Makro gestartet. Die Maschine wird nun automatisch ihre Z-Achse langsam absenken, bis der Sensor schaltet. Dann fährt sie sehr langsam zurück, bis der Sensorkontakt wieder geschlossen ist. Dieser Punkt wird dann zur Bestimmung von &lt;code&gt;Z0&lt;/code&gt; herangezogen, welcher dann automatisch gesetzt wird.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="voraussetzungen"&gt;Voraussetzungen&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Bevor wir das Makro schreiben können, benötigen wir die Z-Position des Werkzeuglängensensors &amp;ldquo;zTls&amp;rdquo; zum Zeitpunkt des Umschaltens von &amp;ldquo;ausgelöst&amp;rdquo; auf &amp;ldquo;nicht ausgelöst&amp;rdquo;. Ich habe meine vorerst (denn das ist nicht sehr genau) mit einem Messschieber gemessen und notiert. Wir brauchen diesen Wert, damit die Maschine ihn beim Ansetzen von der Z-Höhe abziehen kann, um die Position der Werkstückoberfläche zu ermitteln.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wie man die Messung des Auslösepunktes präziser hinbekommt soll Gegenstand eines eigenen Artikels werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Außerdem ist es wichtig zu wissen, wie der Schalter mit der Maschine verbunden ist. Die bevorzugte Art ist &amp;ldquo;NC&amp;rdquo;, d.h. der Schalter öffnet sich, wenn er ausgelöst wird: &amp;ldquo;Ausgelöst = 0&amp;rdquo;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Schließlich müssen wir den Vorwärts- und Rückwärtsvorschub des Messtasters festlegen, z.B. &lt;code&gt;Absenken = 100mm/min&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;Anheben = 10mm/min&lt;/code&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Makro enthält auch einen etwas aufwendigeren Teil: Wenn &lt;code&gt;Z0&lt;/code&gt; gemessen werden soll, obwohl die aktuell Werkzeuglänge noch unbekannt ist, macht das keinen Sinn: Bei einem Werkzeugwechsel wäre sie nicht in der Lage, den Nullabgleich auszuführen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Daher wird in diesem Fall die Werkzeugvermessung zwischengeschoben: die Maschine speichert die aktuelle Position &lt;code&gt;posX, posY&lt;/code&gt; vor der Fahrt zum Werkzeuglängensensor in Hilfsvariablen zwischen und führt direkt das Makro &lt;code&gt;get_tool_length&lt;/code&gt; aus. Anschließend fährt sie wieder in die Ausgangsposition zurück, um die Vermessung von &lt;code&gt;Z0&lt;/code&gt; nachzuholen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="das-unterprogramm-z0-bestimmen"&gt;Das Unterprogramm &amp;ldquo;Z0 bestimmen&amp;rdquo;&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Nach dem Ausschalten der Spindel senkt das Programm mit dem Befehl &lt;code&gt;G38.2&lt;/code&gt; die Z-Achse der Maschine ab, bis der Fräser Werkzeuglängensensor auslöst (oder bis sie ohne eingelegtes Werkzeug so weit nach unten gefahren ist, dass die Spindelnase den Sensor fast berührt, wo das Makro dann wiederum abbrechen würde, weil es den Sensor nicht gefunden hat). Sobald der Sensor ausgelöst, fährt die Maschine vorsichtig die Z-Achse wieder hoch. Der Punkt der erneuten Freigabe des Sensors durch das Werkzeug wird dann als Koordinaten-Offset für die Z-Achse mit dem Befehl &lt;code&gt;G92&lt;/code&gt; gespeichert.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="code-werkstücknullpunkt-bestimmen"&gt;Code: Werkstücknullpunkt bestimmen&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Bevor wir beginnen stellen wir sicher, dass alle Vorbedingungen erfüllt sind:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Die Werkzeuglänge ist bekannt&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Der WZLS ist korrekt angeschlossen&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre tabindex="0" style="color:#f8f8f2;background-color:#272822;-moz-tab-size:4;-o-tab-size:4;tab-size:4;-webkit-text-size-adjust:none;"&gt;&lt;code class="language-ruby" data-lang="ruby"&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="color:#66d9ef"&gt;SUB&lt;/span&gt; measure_workpiece_z0&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;IF&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;![&lt;/span&gt;toolLengthStat&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;DLGMSG&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#e6db74"&gt;&amp;#34;WARNING - Please first measure tool length!&amp;#34;&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;IF&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;dialogButton &lt;span style="color:#f92672"&gt;==&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;1&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; xPosReposition &lt;span style="color:#f92672"&gt;=&lt;/span&gt; xPos&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; yPosReposition &lt;span style="color:#f92672"&gt;=&lt;/span&gt; yPos&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; repositionTo &lt;span style="color:#f92672"&gt;=&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;1&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;GOSUB&lt;/span&gt; get_tool_length&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ENDIF&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ENDIF&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;GOSUB&lt;/span&gt; is_sensor_ok ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# Check if tool length sensor status is OK&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Programmieren wir nun die eigentliche Routine, indem wir abfragen, ob der Z-Nullabgleich jetzt durchgeführt werden soll. Wenn die CNC im Simulationsmodus läuft (ohne angeschlossene Hardware), wird der Z-Nullabgleich nicht funktionieren. Also müssen wir auch dies überprüfen und den Schritt gegebenenfalls überspringen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre tabindex="0" style="color:#f8f8f2;background-color:#272822;-moz-tab-size:4;-o-tab-size:4;tab-size:4;-webkit-text-size-adjust:none;"&gt;&lt;code class="language-ruby" data-lang="ruby"&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;DLGMSG&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#e6db74"&gt;&amp;#34;Start Z-Zeroing?&amp;#34;&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;IF&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;dialogButton &lt;span style="color:#f92672"&gt;==&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;1&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;AND&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;operatingMode &lt;span style="color:#f92672"&gt;!=&lt;/span&gt; simulator&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;M5&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;#Switch spindle off&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;M9&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;#Switch coolant off&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G53&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G38&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#ae81ff"&gt;2&lt;/span&gt; Z&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;zSpindleTip &lt;span style="color:#f92672"&gt;+&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;5&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; F&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;touch&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; &#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# G38.2 = touch toward probe, stop on contact, flag error on fail&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# fail = 5mm before touching spindle tip&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;IF&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;probeOk &lt;span style="color:#f92672"&gt;==&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;1&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# #5067 == 1 : G38.2 command success&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G38&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#ae81ff"&gt;2&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G91&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;Z20&lt;/span&gt; F&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;rev&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# now reverse slowly to find untrigger point (max. 20mm up)&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G90&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# back to absolute coordinates&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;IF&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;probeOk &lt;span style="color:#f92672"&gt;==&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;1&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; &#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G00&lt;/span&gt; Z&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;zTouched&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# #5063 Go to Z-axis&amp;#39;s probe point&#9;&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G92&lt;/span&gt; Z&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;zTls&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# Set Z-axis&amp;#39;s coordinate offset (0) to tool length sensor&amp;#39;s height&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G00&lt;/span&gt; Z&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;zTls &lt;span style="color:#f92672"&gt;+&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;5&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# clear sensor&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ELSE&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ERRMSG&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#e6db74"&gt;&amp;#34;Could not locate sensor untrigger point.&amp;#34;&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ENDIF&lt;/span&gt; &#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ELSE&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;DLGMSG&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#e6db74"&gt;&amp;#34;Could not locate sensor trigger point. Retry?&amp;#34;&lt;/span&gt; &#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;IF&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;dialogButton &lt;span style="color:#f92672"&gt;==&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;1&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; &#9;&#9;&#9;&#9;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;GOSUB&lt;/span&gt; measure_workpiece_z0&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ELSE&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ERRMSG&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#e6db74"&gt;&amp;#34;User abort.&amp;#34;&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ENDIF&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ENDIF&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ENDSUB&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2022-06-11_z_zeroing.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Ausführen des Makros Z-Nullabgleich auf Zerspanobert&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h2 id="messung-der-werkzeuglänge"&gt;Messung der Werkzeuglänge&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Wenn die Maschine die Werkzeuglänge kennt, bevor sie den Z-Nullpunkt misst, muss der Z-Nullpunkt bei anstehenden Werkzeugwechseln während des Auftrags nicht erneut bestimmt werden. Das passende Makro beschreibe ich im Folgenden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="vorbereitung"&gt;Vorbereitung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-06-11_toolLengthVariables.jpg" alt="Image: get_tool_length macro parameters"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Die meisten CNCs leiten ihre aktuellen Positionsdaten durch Zählen der Motorschritte ab, die sie nach Abschluss der Referenzfahrt ausgeführt hat. Um nun die Werkzeuglänge zu vermessen, benötigt sie ein paar einprogrammierte Parameter:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Z-Position der Spindelnase &lt;code&gt;zSpindleTip&lt;/code&gt; (berührt Werkzeuglängensensor ohne eingelegtes Werkzeug) damit berechnet werden kann, wie weit das Werkzeug aus der Spindel herausragt&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;X-Position &lt;code&gt;xPosTls&lt;/code&gt; des Werkzeuglängensensors beim Werkzeugwechsel&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Y-Position &lt;code&gt;yPosTls&lt;/code&gt; des Werkzeuglängensensors bei Werkzeugwechseln&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Sicherheitshöhe &lt;code&gt;zSafety&lt;/code&gt; (stellt sicher, dass die Spindel auf ihrem Weg zum Werkzeugwechselbereich nicht auf ein Hindernis stößt)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Tastvorschub vorwärts und rückwärts. Wir können ihn aus dem Makro für den Werkstücknullpunkt wiederverwenden.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="die-unterroutine-werkzeuglänge-messen"&gt;Die Unterroutine &amp;ldquo;Werkzeuglänge messen&amp;rdquo;&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Legen wir zunächst fest, was diese Unterroutine tun soll:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li&gt;Spindel, Kühlmittel etc. anhalten.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Dialog: Bediener soll geschätzte Werkzeuglänge eingeben&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Eilgang Z auf Sicherheitshöhe, dann XY zur Position des Werkzeugsensors&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Werkzeuglängensensor antasten, ähnlich wie bei der Werkstücknullpunktbestimmung&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Werkzeuglänge berechnen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Berechnung der Differenz zwischen der letzten und der aktuellen Werkzeuglänge&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Z-Nullpunkt entsprechend aktualisieren&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Z im Eilgang wieder auf Sicherheitshöhe bringen&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;h3 id="function-measure-tool-length"&gt;Code: Werkzeug vermessen&lt;/h3&gt;&#10;&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre tabindex="0" style="color:#f8f8f2;background-color:#272822;-moz-tab-size:4;-o-tab-size:4;tab-size:4;-webkit-text-size-adjust:none;"&gt;&lt;code class="language-ruby" data-lang="ruby"&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="color:#66d9ef"&gt;SUB&lt;/span&gt; get_tool_length&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;GOSUB&lt;/span&gt; is_sensor_ok ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# Check if tool length sensor status is OK&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;DLGMSG&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#e6db74"&gt;&amp;#34;Start tool length measurement? Please enter estimated tool length: &amp;#34;&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;toolLengthEst&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;IF&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;dialogButton &lt;span style="color:#f92672"&gt;==&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;1&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;AND&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;operatingMode &lt;span style="color:#f92672"&gt;!=&lt;/span&gt; simulator&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;IF&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;toolLengthEst &lt;span style="color:#f92672"&gt;&amp;lt;&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;0&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ERRMSG&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#e6db74"&gt;&amp;#34;Error: tool length cannot be negative.&amp;#34;&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ENDIF&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;IF&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;zSpindleTip&lt;span style="color:#f92672"&gt;+&lt;/span&gt; toolLengthEst &lt;span style="color:#f92672"&gt;+&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;10&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;&amp;gt;&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;zSafety&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ERRMSG&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#e6db74"&gt;&amp;#34;Error: tool too long - could collide with sensor.&amp;#34;&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ENDIF&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;M5&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# Switch spindle off&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;M9&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# Switch coolant off&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G53&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G00&lt;/span&gt; Z&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;zSafety&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# Go to safety height (machine coordinates)&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G53&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G00&lt;/span&gt; X&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;xPosTls&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; Y&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;xPosTls&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# Go to tool length sensor&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G53&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G00&lt;/span&gt; Z&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;zSpindleTip &lt;span style="color:#f92672"&gt;+&lt;/span&gt; toolLengthEst &lt;span style="color:#f92672"&gt;+&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;10&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# Move Z down to 10mm above estimated tool tip&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# measure tool length, save results, apply Z-offset if needed&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G53&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G38&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#ae81ff"&gt;2&lt;/span&gt; Z&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;zSpindleTip&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; F&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;touch&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# probe sensor, latest stop point is spindle tip&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;IF&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;probeOk &lt;span style="color:#f92672"&gt;==&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;1&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# #5067 == 1 : G38.2 command success&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G38&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#ae81ff"&gt;2&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G91&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;Z20&lt;/span&gt; F&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;rev&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# now reverse slowly to find untrigger point&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G90&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# back to absolute coordinates&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;IF&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;probeOk &lt;span style="color:#f92672"&gt;==&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;1&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; &#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; toolLength &lt;span style="color:#f92672"&gt;=&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;zTouched &lt;span style="color:#f92672"&gt;-&lt;/span&gt; sTip&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;MSG&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#e6db74"&gt;&amp;#34;Tool length = &amp;#34;&lt;/span&gt; toolLength&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;IF&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;toolLengthStat &lt;span style="color:#f92672"&gt;==&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;1&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# defaults to 0 on startup&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; lastToolLength &lt;span style="color:#f92672"&gt;=&lt;/span&gt; currToolLength ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# save last tool&amp;#39;s length&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; currToolLength &lt;span style="color:#f92672"&gt;=&lt;/span&gt; toolLength ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# save current tool&amp;#39;s length&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; toolLengthDiff &lt;span style="color:#f92672"&gt;=&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;currToolLength &lt;span style="color:#f92672"&gt;-&lt;/span&gt; lastToolLength&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt;&#9;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G92&lt;/span&gt; Z&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;zPos &lt;span style="color:#f92672"&gt;-&lt;/span&gt; toolLengthDiff&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# Set Z-axis&amp;#39;s coordinate offset (0)&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ELSE&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; currToolLength &lt;span style="color:#f92672"&gt;=&lt;/span&gt; toolLength ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# save current tool&amp;#39;s length&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ENDIF&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; toolLengthStat &lt;span style="color:#f92672"&gt;=&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;1&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;GOSUB&lt;/span&gt; reposition_spindle&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ELSE&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ERRMSG&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#e6db74"&gt;&amp;#34;Could not locate sensor untrigger point.&amp;#34;&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ENDIF&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ELSE&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ERRMSG&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#e6db74"&gt;&amp;#34;Could not locate sensor trigger point.&amp;#34;&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ENDIF&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ENDIF&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ENDSUB&lt;/span&gt; &#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2022-06-11_tool_length_measurement.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Werkzeuglängenmakro auf meiner Maschine&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;In diesem Video ist die Maschine so konfiguriert, dass sie zum XY-Nullpunkt zurückkehrt, wenn die Werkzeugmessung abgeschlossen ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="werkzeugwechsel"&gt;Werkzeugwechsel&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Wenn es kein Makro für den Werkzeugwechsel gibt, hält die Maschine ihren Auftrag an. Sobald die &lt;code&gt;Z0&lt;/code&gt;-Position des Werkstücks erneut ermittelt wurde (denn die Werkzeuglänge hat sich ja wahrscheinlich geändert), kann der Auftrag fortgesetzt werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diese Aufgabe kann automatisiert werden, indem der Z-Nullpunkt durch Bestimmen der neuen Werkzeuglänge gegenüber der alten neu kalibriert wird.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="voraussetzungen-1"&gt;Voraussetzungen&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ein optionales Flag &lt;code&gt;getToolLength&lt;/code&gt; kann das Verhalten des Werkzeugwechsel-Makros konfigurieren - ob die Länge jedes Werkzeugs nach einem Werkzeugwechsel gemessen werden soll oder nicht. Wenn Sie einen automatischen Werkzeugwechsler haben, brauchen Sie dies wahrscheinlich nicht: In diesem Falle ist die Werkzeuglänge in einer Tabelle festgehalten und die Längenkompensation erfolgt ohne Vermessung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die folgenden zusätzlichen Parameter werden ebenfalls benötigt:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;X-Position &lt;code&gt;xToolChg&lt;/code&gt; wo der Werkzeugwechsel stattfindet (bei mir ist es &lt;code&gt;xToolChg = xPosTls&lt;/code&gt;)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Y-Position &lt;code&gt;yToolChg&lt;/code&gt;, wo der Werkzeugwechsel stattfindet (bei mir ist es &lt;code&gt;yToolChg = yPosTls&lt;/code&gt;)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Wiederverwendung von &lt;code&gt;zSafety&lt;/code&gt; aus &lt;code&gt;get_tool_length&lt;/code&gt; Makro&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;newToolNumber&lt;/code&gt; zur Angabe des angeforderten Werkzeugs aus dem G-Code (oder bei manueller Eingabe)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;currToolNumber&lt;/code&gt; zur Angabe des &amp;ldquo;alten&amp;rdquo; Werkzeugs, das ersetzt werden soll&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;ToolChangeDone&lt;/code&gt;-Hilfsflag, um anzuzeigen, ob ein Werkzeugwechsel bereits stattgefunden hat&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="das-makro-werkzeugwechsel"&gt;Das Makro &amp;ldquo;Werkzeugwechsel&amp;rdquo;&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Die folgenden Schritte werden von dem Makro ausgeführt, wenn ein Werkzeugwechsel entweder durch den Befehl &lt;code&gt;M06&lt;/code&gt; &amp;ldquo;Werkzeugwechsel&amp;rdquo; in der G-Code-Datei eines Jobs oder manuell durch Benutzer ausgelöst wird:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li&gt;Spindel, Kühlmittel etc. anhalten.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Wenn das angeforderte Werkzeug das aktuelle Werkzeug ist, erscheint ein Dialog mit der Frage, ob es trotzdem gewechselt werden soll.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Z im Eilgang nach oben (&lt;code&gt;zSafety&lt;/code&gt;), dann XY auf die Werkzeugwechselposition fahren&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Dialog: Angabe des aktuellen Werkzeugs &lt;code&gt;a&lt;/code&gt; und Aufforderung, das gewünschte Werkzeug &lt;code&gt;b&lt;/code&gt; einzusetzen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Prüfen, ob die Werkzeugwechselkonfiguration die Bestimmung der Werkzeuglänge impliziert. Wenn ja, Makro &amp;ldquo;get_tool_length&amp;rdquo; aufrufen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;h3 id="code"&gt;Code&lt;/h3&gt;&#10;&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre tabindex="0" style="color:#f8f8f2;background-color:#272822;-moz-tab-size:4;-o-tab-size:4;tab-size:4;-webkit-text-size-adjust:none;"&gt;&lt;code class="language-ruby" data-lang="ruby"&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="color:#66d9ef"&gt;SUB&lt;/span&gt; change_tool&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; toolChangeDone &lt;span style="color:#f92672"&gt;=&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;0&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;M5&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# Switch spindle off&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;M9&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# Switch coolant off&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;IF&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;operatingMode &lt;span style="color:#f92672"&gt;!=&lt;/span&gt; simulator&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;TCAGuard&lt;/span&gt; off ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# tool change area guard: off for tool change&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# handle case that tool is already in place&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;IF&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;newToolNumber &lt;span style="color:#f92672"&gt;==&lt;/span&gt; currToolNumber&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;DLGMSG&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#e6db74"&gt;&amp;#34;Tool already mounted. Change anyways?&amp;#34;&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;IF&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;dialogButton &lt;span style="color:#f92672"&gt;==&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;1&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; toolChangeDone &lt;span style="color:#f92672"&gt;=&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;0&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ELSE&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; toolChangeDone &lt;span style="color:#f92672"&gt;=&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;1&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ENDIF&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ENDIF&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# go to tool change position and prompt to change tool&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;IF&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;toolChangeDone &lt;span style="color:#f92672"&gt;==&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;0&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G53&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G00&lt;/span&gt; Z&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;zSafety&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# Go to safety height (machine coordinates)&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G53&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G00&lt;/span&gt; X&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;xToolChg&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; Y&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;yToolChg&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# Go to tool change position&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;DLGMSG&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#e6db74"&gt;&amp;#34;Please mount tool now. Old tool number: &amp;#34;&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;currToolNumber&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; &#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#e6db74"&gt;&amp;#34; New tool number: &amp;#34;&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;newToolNumber&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;IF&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;dialogButton &lt;span style="color:#f92672"&gt;==&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;1&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;IF&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;newToolNumber &lt;span style="color:#f92672"&gt;&amp;gt;&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;99&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;OR&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;newToolNumber &lt;span style="color:#f92672"&gt;&amp;lt;&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;0&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;TCAGuard&lt;/span&gt; on ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# tool change area guard: on for normal job&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ERRMSG&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#e6db74"&gt;&amp;#34;New tool number implausible.&amp;#34;&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ENDIF&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; toolChangeDone &lt;span style="color:#f92672"&gt;=&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;1&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ELSE&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ERRMSG&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#e6db74"&gt;&amp;#34;Tool change aborted.&amp;#34;&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ENDIF&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ENDIF&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# prompt when complete and optionally call tool length measurement&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;IF&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;toolChangeDone &lt;span style="color:#f92672"&gt;==&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;1&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; &#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;MSG&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#e6db74"&gt;&amp;#34;Tool change from &amp;#34;&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;currToolNumber&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#e6db74"&gt;&amp;#34; to &amp;#34;&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;newToolNumber&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#e6db74"&gt;&amp;#34; complete.&amp;#34;&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;M6&lt;/span&gt; T&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;newToolNumber&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt;&#9;&#9;&#9;&#9; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# set new tool number&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;IF&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;getToolLength &lt;span style="color:#f92672"&gt;==&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;1&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# config flag 0 = no, 1 = yes&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;GOSUB&lt;/span&gt; get_tool_length ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# Measure tool length. Careful: To be called after M6 T !&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ELSE&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;GOSUB&lt;/span&gt; reposition_spindle&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ENDIF&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ENDIF&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;TCAGuard&lt;/span&gt; on ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# tool change area guard: on for normal job&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ENDIF&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ENDSUB&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;&lt;h2 id="repositionieren-auf-gespeicherte-koordinaten"&gt;Repositionieren (auf gespeicherte Koordinaten)&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Dieses kurze Makro wird von anderen Unterprogrammen aufgerufen, um die Maschine entweder zu einer gewünschten Position oder zum XY-Werkstücknullpunkt zu fahren. Es kann mit mehreren &lt;code&gt;repositionTo&lt;/code&gt;-Flag-Werten erweitert werden, z.B.&lt;/p&gt;&#10;&lt;pre tabindex="0"&gt;&lt;code class="language-log" data-lang="log"&gt;0 = keine_Neupositionierung, 1 = benutzerdefinierte_Position, 2 = Werkstücknullpunkt, 3 = Maschinennullpunkt ...&#10;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;h3 id="code-1"&gt;Code&lt;/h3&gt;&#10;&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre tabindex="0" style="color:#f8f8f2;background-color:#272822;-moz-tab-size:4;-o-tab-size:4;tab-size:4;-webkit-text-size-adjust:none;"&gt;&lt;code class="language-ruby" data-lang="ruby"&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="color:#66d9ef"&gt;SUB&lt;/span&gt; reposition_spindle&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G53&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G00&lt;/span&gt; Z&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;zSafety&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# Go to safety height (machine coordinates)&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;IF&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;repositionTo &lt;span style="color:#f92672"&gt;==&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;1&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G00&lt;/span&gt; X&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;xPosReposition&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; Y&lt;span style="color:#f92672"&gt;[&lt;/span&gt;yPosReposition&lt;span style="color:#f92672"&gt;]&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# Move back to where requested before&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; repositionTo &lt;span style="color:#f92672"&gt;=&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;0&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# reset reposition flag and values&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; xPosReposition &lt;span style="color:#f92672"&gt;=&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;0&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; yPosReposition &lt;span style="color:#f92672"&gt;=&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#ae81ff"&gt;0&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ELSE&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;G00&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;X0&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;Y0&lt;/span&gt; ;&lt;span style="color:#75715e"&gt;# Move back to XY zero (workpiece coordinates)&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt; &lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ENDIF&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="display:flex;"&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="color:#66d9ef"&gt;ENDSUB&lt;/span&gt;&#10;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;&lt;h2 id="tables"&gt;Tabelle der Variablen&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Typ-Erläuterungen:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;protected&lt;/code&gt;: Parameter gehört zu festen Befehlen oder Zuständen, die schreibgeschützt sind&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;reserved&lt;/code&gt; : Parameter hat eine feste Verwendung innerhalb meiner CNC-Software&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;free&lt;/code&gt; : Parameter kann frei durch den Programmierer verwendet werden (Ist nach Not-Aus oder Neustart aber zurückgesetzt!)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;persisted&lt;/code&gt;: Parameter wird im nicht-flüchtigen Speicher abgelegt&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="systemparameter"&gt;Systemparameter&lt;/h3&gt;&#10;&lt;table&gt;&#10;&#9;&lt;thead&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Variable name&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Parameter nr.&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Type&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Comment&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/thead&gt;&#10;&#9;&lt;tbody&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;xPos&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#5001&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;protected&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;current CNC position&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;yPos&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#5002&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;protected&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;current CNC position&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;zPos&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#5003&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;protected&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;current CNC position&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;currToolNumber&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#5008&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;protected&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;[1&amp;hellip;99]&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;newToolNumber&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#5011&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;protected&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;[1&amp;hellip;99]&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;zTouched&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#5063&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;protected&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Z where sensor touched&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;probeOk&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#5067&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;protected&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;1 = OK&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;sensorStatus&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#5068&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;protected&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;1 = triggered&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;operatingMode&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#5397&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;reserved&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;1 = simulator&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;dialogButton&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#5398&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;reserved&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;1 = OK&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/tbody&gt;&#10;&lt;/table&gt;&#10;&lt;h3 id="konfig-parameter"&gt;Konfig-Parameter&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Config-Parameter sind die Parameter, die einmal eingestellt und dann konstant gehalten werden, da sie an die CNC und ihre Geometrie gebunden sind.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Volatilität der Parameter hängt stark von der CNC-Softwarelösung ab, die Sie verwenden, und die Anzahl der freien Parameter kann unterschiedlich sein. In meiner Software werden die Variablen im Bereich &amp;ldquo;#4000 - #4999&amp;rdquo; beibehalten, während alle anderen freien und reservierten Parameter flüchtig und/oder skaliert sind.&lt;/p&gt;&#10;&lt;table&gt;&#10;&#9;&lt;thead&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Variable name&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Parameter nr.&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Type&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Comment&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/thead&gt;&#10;&#9;&lt;tbody&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;triggered&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#4400&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;free, persisted&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;1 = normally open&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;currToolLength&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#4501&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;free, persisted&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;[mm]&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;lastToolLength&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#4502&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;free, persisted&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;[mm]&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;zSafety&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#4506&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;free, persisted&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Z position for move&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;xPosTls&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#4507&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;free, persisted&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;tls position&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;xPosTls&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#4508&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;free, persisted&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;tls position&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;zSpindleTip&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#4509&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;free, persisted&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Z zpindle on tls&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;zTls&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#4510&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;free, persisted&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;TLS height [mm]&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;toolLengthEst&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#4511&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;free, persisted&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;[mm]&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;touch&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#4512&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;free, persisted&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;touch feed [mm/min]&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;rev&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#4513&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;free, persisted&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;reverse feed [mm/min]&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;getToolLength&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#4520&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;free, persisted&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Flag, 1 = Yes&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;xToolChg&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#4521&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;free, persisted&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;tool change position&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;yToolChg&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#4522&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;free, persisted&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;tool change position&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/tbody&gt;&#10;&lt;/table&gt;&#10;&lt;h3 id="flag-parameter"&gt;Flag-Parameter&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Freie Parameter können nach Belieben verwendet werden. Es muss jedoch darauf geachtet werden, dass nicht versehentlich eine bestehende Systemvariable wiederverwendet oder überschrieben wird.&lt;/p&gt;&#10;&lt;table&gt;&#10;&#9;&lt;thead&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Variable name&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Parameter nr.&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Type&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Comment&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/thead&gt;&#10;&#9;&lt;tbody&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;toolLengthStat&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#3501&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;free&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;1 = measured&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;toolLengthDiff&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#3502&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;free&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;[mm]&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;toolChangeDone&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#5015&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;free&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;1 = Yes&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;repositionTo&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#5020&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;free&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Flag, 1 = Yes&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;xPosReposition&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#5021&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;free&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;reposition flag&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;yPosReposition&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#5022&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;free&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;reposition flag&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;toolLength&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;#5024&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;free&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;[mm]&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/tbody&gt;&#10;&lt;/table&gt;&#10;&lt;p&gt;PS: Damit die obigen Code-Beispiele ordentlich angezeigt werden, habe ich fürs Markup die Sprachinterpretation &lt;code&gt;ruby&lt;/code&gt; verwendet. Hier kommt die farbige Syntax-Markierung am besten überein mit der Logik des NGC-interpreters.&lt;/p&gt;&#10;</description></item><item><title>CNC Teil 4.1 - Konfiguration</title><link>https://blog.schallbert.de/edingcnc-config/</link><pubDate>Tue, 08 Mar 2022</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/edingcnc-config/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-03-08_edingcnc-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: Zerspanobert&amp;#39;&amp;#39;s switchbox, components labeled"&#10; title="CNC Teil 4.1 - Konfiguration" /&gt;&#10;&lt;p&gt;Dies ist Teil 4.1 meiner Reihe über Portalfräsmaschinen. Er hängt eng zusammen mit &lt;a href="https://blog.schallbert.de/portal-milling-setup/"&gt;Teil4&lt;/a&gt;, konzentriert sich aber auf die korrekte Einstellung meiner Steuersoftware für die Fräse.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="hardware"&gt;Hardware&lt;/h2&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://edingcnc.com/product/cpu5a4e/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;EdingCnc V5A-4E&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; Prozessorboard oder ähnlich&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://www.benezan-electronics.de/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Interface Advanced PRO&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; Breakout board oder ähnlich&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://www.upload.sorotec.de/doku/manuals/adapter.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Adapter Board&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; falls nötig zum Verbinden von Prozessor- und Breakout board&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Diese Komponenten sind notwendig, um die von der CNC-Software erzeugten Befehle in Signale der physischen Welt zu übersetzen, die mit Materie interagieren können. Die Breakout-Platine wird vom CNC-Prozessor gesteuert und bietet Relaisausgänge für die Oberfräse und meinen Staubabscheider, so dass ich sie über den Laptop einschalten kann. Es gibt auch analoge Spannungsausgänge, z.B. zur Steuerung der Spindeldrehzahl, und mehrere Eingänge, z.B. zum Ablesen des Referenzschalterstatus und zur Rückmeldung von Ereignissen an die CNC-Software.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Natürlich gibt es viele Hersteller für diese Schaltkreise. Ich verwende das oben genannte Ökosystem, so dass ich nur für dieses sprechen kann. Die zugrundeliegende Technologie ist stets ähnlich oder sogar identisch, und obwohl Sie vielleicht eine andere Benutzeroberfläche oder einen anderen Kommunikationskanal wie USB haben, wird Ihre Software wahrscheinlich ähnliche Einstellungen bieten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="setup-bildschirm-1"&gt;Setup Bildschirm 1&lt;/h2&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-03-08_settings1.jpg" alt="Image: EdingCNC settings screen1"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="kinematik"&gt;Kinematik&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Wie bereits ausführlich &lt;a href="https://blog.schallbert.de/portal-milling-setup/#kinematics"&gt;in diesem Beitrag&lt;/a&gt; beschrieben, zeigt der grüne Rahmen die Kinematikeinstellungen. Ein negatives Vorzeichen in &lt;code&gt;Schritte/[mm]&lt;/code&gt; bedeutet, dass die Richtung des Schrittmotors invertiert ist. Zu beachten ist, dass das Feld &amp;ldquo;Umkehrspiel&amp;rdquo; 0 bleiben kann, wenn Kugelumlaufspindeln verwendet werden. Ich verwende &lt;code&gt;einfache Kinematik&lt;/code&gt;, da ich keine Drehachse besitze. Also ist das Koordinatensystem kartesisch.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="referenz--notaus"&gt;Referenz / Notaus&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Dieser Abschnitt steuert, wie die Software die Signalpegel für die Eingangsschalter auf der Schnittstellenkarte interpretiert. Obwohl ich sicher bin, dass ich alle Eingänge &amp;ldquo;normal geschlossen&amp;rdquo; verdrahtet habe, um einen unentdeckten Kabelbruch zu vermeiden, musste ich den Eingang für den Notschalter invertieren.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="spindel"&gt;Spindel&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Diese Einstellungen sind sehr spezifisch für die Maschine, die Sie verwenden. Ich wollte, dass die Spindel anhält, wenn ich einen Auftrag unterbreche, und dass sie automatisch wieder anläuft, bevor ich den Auftrag fortsetze.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Der Parameter &lt;code&gt;ApproachFeed&lt;/code&gt; ist ein wenig verwirrend, weil der Standardwert hier sehr niedrig ist. Seine Bedeutung ist die folgende: Er gibt den Vorschub der Z-Achse nach unten an, wenn ein Auftrag angehalten und die Z-Achse zuvor aufwärts bewegt wurde. Wenn Sie den Auftrag fortsetzen, wird die Z-Achse mit diesem Vorschub abgesenkt, und wenn die Zieltiefe erreicht ist, wird der Auftrag normal fortgesetzt. Ich habe &lt;code&gt;600mm/min&lt;/code&gt; als einen Wert eingegeben, den die meisten Schaftfräser bewältigen können sollten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="setup-bildschirm-2"&gt;Setup Bildschirm 2&lt;/h2&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-03-08_settings2.jpg" alt="Image: EdingCNC settings screen2"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Viele Einstellungen hier lasse ich (vorerst) bei ihren Standardwerten. Auf meine Anpassungen gehe ich weiter unten ein.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="benutzeroberfläche"&gt;Benutzeroberfläche&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich wollte, dass das Referenzieren der Maschine Pflicht ist, bevor ich einen Auftrag laden oder die Achsen der Maschine im Eilgang verfahren kann.&#10;Außerdem musste ich &amp;ldquo;automatischer Werkzeugwechsel&amp;rdquo; anwählen, obwohl ich keinen Werkzeugwechsler habe: sonst würde mein Makro für den manuellen Werkzeugwechsel nicht aufgerufen werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="schnittstelle-ea"&gt;Schnittstelle E/A&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Um die Hardware-Einstellungen des Breakout-Boards zu berücksichtigen, musste ich einige Software-Ausgänge invertieren. Wenn ich z.B. &lt;code&gt;PWM1&lt;/code&gt; nicht invertiert hätte, würde die Spindel mit voller Drehzahl starten, obwohl ich nur &lt;code&gt;5000rpm&lt;/code&gt; wollte und umgekehrt. Dies liegt an teils unterschiedlicher Interpretation der Logikpegel, welche als &amp;ldquo;open collector&amp;rdquo; oder auch &amp;ldquo;open emitter&amp;rdquo; ausgelegt sein können.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="variablen-bildschirm"&gt;Variablen-Bildschirm&lt;/h2&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-03-08_variables.jpg" alt="IMage: EdingCNC variable screen"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="parkposition-g28--g30"&gt;Parkposition G28 / G30&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich stelle meine Parkpositionen so ein, dass ich effizient arbeiten kann. Einer dieser Befehle bewirkt, dass die Achsen auf den XY-Nullpunkt meines Anschlags fahren, den ich auch in CAM zum Werkstück-Nullpunkt mache, so dass das Einnullen wirklich einfach wird.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die andere Parkposition wird auf einen Punkt gesetzt, an dem die Referenzschalter aller drei Achsen ganz nah sind, so dass das Referenzieren der Maschine nach dem Hochfahren sehr schnell abläuft.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="überwachung-der-variablen"&gt;Überwachung der Variablen&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Schauen wir uns das Überwachungsfenster an. Hier können Sie eine Variable aus dem Interpreterbereich der &lt;code&gt;RS274 NGC&lt;/code&gt;eingeben und sich deren aktuelle Werte anzeigen lassen. Dies ist praktisch, wenn Sie Makros debuggen oder einfach nur interne Parameter wie die gemessene Werkzeuglänge, die Lage des aktuellen Z-Nullpunkts etc. ablesen wollen.&lt;/p&gt;&#10;</description></item><item><title>CNC Teil4 - Setup</title><link>https://blog.schallbert.de/portal-milling-setup/</link><pubDate>Thu, 03 Mar 2022</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/portal-milling-setup/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-03-03_setup-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: First steps with CNC software &amp; config"&#10; title="CNC Teil4 - Setup" /&gt;&#10;&lt;p&gt;Dies ist der vierte Teil meiner Reihe über Portalfräsmaschinen. Er konzentriert sich auf das Zusammenspiel von Hardware und Software, sodass mein fertig aufgebauter &amp;ldquo;Zerspanobert&amp;rdquo; bald im Produktivbetrieb arbeiten kann.&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/portal-milling/"&gt;&lt;em&gt;Teil 1&lt;/em&gt;: Gedanken zu Portalfräsmaschinen und ihre Auslegung für den (ambitionierten) Hobbybereich&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-electronics/"&gt;&lt;em&gt;Teil 2&lt;/em&gt;: CNC Elektrik / Elektronik&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/portal-milling-build/"&gt;&lt;em&gt;Teil 3:&lt;/em&gt; Zusammenbau&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/edingcnc-config/"&gt;&lt;em&gt;Teil 4.1:&lt;/em&gt; Konfiguration der Software&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/macros-for-cnc/"&gt;&lt;em&gt;Teil 5:&lt;/em&gt; Makros für die CNC&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h2 id="kinematics"&gt;Kinematik&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Bevor die CNC-Software auf meiner &lt;strong&gt;BasicLine 0607&lt;/strong&gt; arbeiten kann, muss sie korrekt eingerichtet werden. Sie muss die Verfahrbereiche der Maschinenachsen kennen und wissen, wo sich die Referenzschalter befinden. Außerdem ist relevant, in welche Richtung die Schrittmotoren gedreht werden müssen, um eine &amp;ldquo;positive/negative&amp;rdquo; Achsenbewegung zu erreichen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;In einem ersten Schritt muss entschieden werden, wie die Achsen der Maschine benannt werden (X, Y, Z), wo alle Achsen tatsächlich 0 sein sollen, und in welche Richtung die Bewegung gehen soll (positiv, negativ). Alle diese Koordinatenpunkte sind relativ und können willkürlich gewählt werden, aber es gibt einige Konventionen in der CNC-Welt:&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Achsen:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Die X-Achse liegt auf dem Portalbett und bewegt die Y-Achse des Portals.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Die Y-Achse befindet sich oben auf dem Portal und bewegt die Z-Achsen-Baugruppe.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Die Z-Achse befindet sich an der Spindel und bewegt diese auf- und abwärts.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="maschinen-nullpunkt"&gt;Maschinen-Nullpunkt&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Maschinen- Nullpunkt und -Bewegungsrichtung:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;X-0 befindet sich auf der &amp;ldquo;hinteren&amp;rdquo; Seite der Achse. Die Bewegungsrichtung ist negativ.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Y-0 befindet sich auf der &amp;ldquo;linken&amp;rdquo; Seite der Achse. Die Bewegungsrichtung ist positiv.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Z-0 befindet sich auf der &amp;ldquo;oberen&amp;rdquo; Seite der Achse. Die Bewegungsrichtung ist negativ.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Für meine Maschine (sie ist breiter als lang), ihre Zugänglichkeit und den Raum, den ich zur Verfügung habe, habe ich die Achsen umgelegt. Bei mir ist die X-Achse die lange Achse des Portals und die Y-Achse befindet sich parallel zur Linearschine, die das Portal hält. Vom Arbeitstisch aus betrachtet ist der Maschinen-Nullpunkt bei mir also &amp;ldquo;hinten links oben&amp;rdquo;. Also bewegt sich Z in negative Richtung, Y ebenfalls, nur X geht zu positiven Werten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Verwirrend, nicht wahr? Ist aber kein Problem, denn später arbeitet man kaum mehr mit Maschinenkoordinaten ;)&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-03-03_kinematics.jpg" alt="Image: machine kinematics and 0-point"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="bewegungsrichtungen"&gt;Bewegungsrichtungen&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Für die Konfiguration habe ich meine CNC-Software &lt;a href="https://edingcnc.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Link zu EdingCNC&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; mit der Maschine verbunden. An ihr erkläre ich das Vorgehen, was bei anderen Steuerungsprogrammen im Kern aber ähnlich funktioniert. In de &lt;em&gt;Setup&lt;/em&gt;-Ansicht gebe ich die Anzahl Schritte ein, die vom Motor zu gehen sind, bis sich die Achse um einen Millimeter bewegt: &lt;code&gt;16 Mikroschritte/Schritt&lt;/code&gt; multipliziert mit &lt;code&gt;200 Schritten/Motorumdrehung&lt;/code&gt; geteilt durch &lt;code&gt;10mm/spindelumdrehung&lt;/code&gt; = &lt;code&gt;320 Mikroschritte/mm&lt;/code&gt;. Für die Z-Achse wird der Wert durch die bei mir engere Gewindespindel verdoppelt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die 16 Mikroschritte/Schritt ist der Standardwert, welcher von meinem Maschinenhersteller vorgeschlagen wurde. Es gibt &lt;a href="https://www.faulhaber.com/en/support/technical-support/motors/tutorials/stepper-motor-tutorial-microstepping-myths-and-realities/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;ein paar gute Argumente&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; und eine tiefgehende Analyse &lt;a href="https://www.edn.com/why-microstepping-in-stepper-motors-isnt-as-good-as-you-think/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;hier&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; darüber, dass man Microstepping so wenig wie möglich verwenden sollte. Da ich weder eine Genauigkeit von 1µm erreichen muss, noch die Schrittmotoren bei meiner Anwendung sehr hohe Drehmomente bewältigen müssen, sollte das aber kein Thema sein.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ohne vorher eine Referenzfahrt durchzuführen (die sowieso nicht funktionieren würde), habe ich die Maschine per Pfeiltasten vorsichtig verfahren, um zu sehen, welche Taste welche Achse in welche Richtung bewegt. Da mein Setup vom &amp;ldquo;Normal&amp;rdquo; abweicht, können die von mir gewählten Werte individuell ausfallen.&#10;Wenn eine Achse nicht mit der Pfeiltaste übereinstimmt (wenn ich z.B. &amp;ldquo;rechts&amp;rdquo; drücke und erwarte, dass sich meine X-Achse nach rechts bewegt, aber die Z-Achse tatsächlich nach unten geht), so konnte ich die Motoranschlüsse am Schaltkasten vertauschen, bis die Tasten mit den erwarteten Achsen übereinstimmten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-03-03_setup_kinematics.jpg" alt="Image: machine kinematics EdingCNC setup"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Wenn die Tasten die Maschine nun in die falsche Richtung bewegen - ich drücke z.B: &amp;ldquo;Bild abwärts) aber die Z-Achse bewegt sich nach oben, würde ich das Vorzeichen der Motorschrittauflösung ändern - Nicht besonders intuitiv, was? Ich habe auch ein paar Foreneinträge durchsuchen müssen, bevor ich das raus hatte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dies kam nun dabei heraus:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;X-axis -320.000&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;Y-axis 320.000&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;Z-axis -640.000&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="grenzen-der-maschinenbewegung"&gt;Grenzen der Maschinenbewegung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Meine Maschine hat einen nutzbaren mechanischen Verfahrweg von &lt;code&gt;0 / 732mm&lt;/code&gt; in X-Richtung, &lt;code&gt;-654mm / 0&lt;/code&gt; in Y-Richtung, und &lt;code&gt;-134mm / 0&lt;/code&gt; in Z-Richtung. Diese Werte habe ich in die Maske für &lt;code&gt;negative limit&lt;/code&gt; / &lt;code&gt;positive limit&lt;/code&gt; eingegeben und die Vorzeichen auf Basis der Bewegungsrichtung relativ zum Maschinennullpunkt eingestellt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="referenzschalter-triggerpegel"&gt;Referenzschalter: Triggerpegel&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Achsen der meisten Maschinen haben einen &lt;a href="https://cncphilosophy.com/cnc-offsets-and-machine-reference-explained/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Referenzschalter&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. Diese Schalter werden verwendet, um die Maschine zu &amp;ldquo;referenzieren&amp;rdquo;. Die Referenzfahrt ist bei jedem Start der Maschine erforderlich, da die Software intern nur die XYZ-Position durch Akkumulation der Motorschritte ermittelt. Sobald das System neu gestartet wird, gehen alle diese Werte auf 0 zurück, so dass die Maschine ihre Position vergisst.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe meine Schalter so angeschlossen, dass sie &amp;ldquo;normalerweise geschlossen&amp;rdquo; sind: Ihre Kontakte sind stromführend, wenn sie nicht ausgelöst werden. Auf diese Weise kann eine fehlerhafte, offene Verbindung sofort erkannt werden, da die Maschine in diesem Fall (erfolglos) mit einer ungewöhnlich niedrigen Geschwindigkeit anfahren würde: &lt;code&gt;homeVelocitySlow&lt;/code&gt; ist in meiner Konfiguration nur 1/10 der normalen Fahrgeschwindigkeit für das Anfahren der Nullpunkte. Trotzdem müssen wir sicherstellen, dass der Referenzfahrt-Kontakt richtig interpretiert wird. Dies kann im Abschnitt &amp;ldquo;Homing and E-Stop&amp;rdquo; des &amp;ldquo;Setup&amp;rdquo;-Bildschirms eingestellt werden. Ich gebe also eine &amp;ldquo;1&amp;rdquo; für &amp;ldquo;Normalerweise geschlossen&amp;rdquo; ein.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="referenzschalter-position"&gt;Referenzschalter: Position&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Einige CNC-Maschinen bieten eine Positioniersteuerung mit geschlossenem Regelkreis - sie benötigen keine Referenzschalter, da ihre Motoren mit Positionsgebern ausgestattet sind, die die absolute Position jeder Achse zurückmelden. Diese Maschinen verlieren keine Schritte und sind in der Lage, Positionierungsfehler zu erkennen, die z. B. durch mechanische Überlastung verursacht werden. Man nennt solche Motoren meist &lt;em&gt;Servos&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Mit Hilfe des Referenzschalters kann eine Maschine ohne geregelte Positionierung - wie meine - ihre Schrittzahl an einer bekannten Position zurücksetzen, so dass die Achsbewegung wiederholbar wird. Allerdings muss die Position des Referenzschalters bekannt sein, um die Schrittzählung korrekt den Achsenpositionen zuzuordnen, und deshalb müssen wir die Positionen der Referenzschalter an den Achsen eingeben. Ich habe mit Vorsicht beobachtet, wie weit ich die Maschine nach dem Auslösen des Referenzschalters weiter verfahren kann, bevor ich an das mechanische Ende einer Achse stoße (Menü &amp;ldquo;Jog&amp;rdquo;). Dies sind die Werte, die ich schließlich für meine Maschine eingegeben habe:&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Steps/AppUnit&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;X-axis: 10mm&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;Y-axis: -4mm&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;Z-axis: -16mm&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="not-aus"&gt;Not-Aus&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Der Not-Aus ist ein weiterer Eingang für die CNC-Software und -Hardware. Durch Drücken dieses Schalters wird die Achsenbewegung gestoppt und im Zuge dessen sowohl Spindel, Kühlschmierstoffzufuhr als auch Hilfsstromkreise deaktiviert. Er ist auch &amp;ldquo;normal geschlossen&amp;rdquo; verdrahtet, um Verbindungsprobleme zu erkennen, und kann wie ein Referenzschalter konfiguriert werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wenn der Not-Aus-Schalter aktiviert wurde, müssen die Treiber der Maschine zurückgesetzt und die Maschine erneut referenziert werden, bevor sie nach dem Loslassen der Taste wieder normal arbeiten kann.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Not-Aus Signal wird nicht nur an die Software gemeldet, sondern sorgt auf der Steuerplatine selbst für das Abfallen der entsprechenden Relais, sodass die Maschine in den sicheren Zustand gebracht werden kann.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="bewegungsparameter-der-achsen"&gt;Bewegungsparameter der Achsen&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Die CNC-Software muss wissen, wie sie die Bewegung der Maschinenachsen richtig handhaben muss: Eine schwerere und steifere Maschine mit starken Schrittmotoren wird natürlich schneller verfahren und starke Beschleunigungen sowie ruckartige Bewegungen besser bewältigen können als weichere, leichtere Maschinen. Aus diesem Grund sollten die Bewegungsparameter Ihrer Maschine sorgfältig ermittelt und in der Software hinterlegt werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="achsgeschwindigkeit"&gt;Achsgeschwindigkeit&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&amp;ldquo;Warum sollte Zerspanobert schnell sein?&amp;rdquo; habe ich mich gefragt. Mir fielen nicht allzu viele gute Antworten ein, da die normalen Vorschubgeschwindigkeiten mit den geplanten Schaftfräsern weit unter den Möglichkeiten der Maschine liegen werden. Aber egal, hier sind einige Argumente, eine Maschine schnell verfahren zu lassen:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;die Arbeitszeiten sollten nicht zu lang werden&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;lange Verfahrwege, die mit einer großen Maschine zurückzulegen sind&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;beim Schneiden weicher Materialien mit geringer Dichte können die Vorschübe viel höher sein&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Wollen Sie noch immer eine schnelle Maschine? Einige Berechnungen helfen uns hier weiter.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h4 id="bestimmung-der-fähigkeiten-der-bewegungselektronik"&gt;Bestimmung der Fähigkeiten der Bewegungselektronik&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Die maximale Geschwindigkeit wird durch mehrere Faktoren begrenzt:&lt;/p&gt;&#10;&lt;table&gt;&#10;&#9;&lt;thead&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Parameter&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Symbol&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Wert&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Einheit&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/thead&gt;&#10;&#9;&lt;tbody&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;maximale Antriebsfrequenz&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;fD&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;125&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;kHz&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Mikroschritt-Einstellung des Antriebs&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;N&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;16&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;max. Software-Frequenz&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;fS&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;125&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;kHz&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Schrittzahl/Umdrehung&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;nS&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;200&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Schrittmotor max. Drehzahl&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;nSm&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;3300&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;1/min&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Kugelgewindebreite&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;P&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;0,01&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;m&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Kugelumlaufspindel max. Drehzahl&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;nLm&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;1700&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;1/min&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/tbody&gt;&#10;&lt;/table&gt;&#10;&lt;p&gt;Nehmen wir ein Beispiel für einen 125-kHz-Treiber und nehmen wir an, dass die Software diese Schrittfrequenz unterstützt. Nehmen wir weiter an, dass die Motoren 200 Schritte/Umdrehung haben und der Treiber auf 16 Mikroschritte/Schritt konfiguriert ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Damit erreicht man eine Maximaldrehzahl der Kugelumlaufspindel von \(\frac{125000}{3200} = 39\) Umdrehungen pro Sekunde oder &lt;code&gt;2340 U/min&lt;/code&gt;, was für einen Schrittmotor echt zügig ist. Auf einer Kugelumlaufspindel mit &lt;code&gt;10mm&lt;/code&gt; Gewindeweite führt das zu einer theoretischen Verfahrgeschwindigkeit von &lt;code&gt;23.4m/min&lt;/code&gt;, was auf einer kleinen Maschine wie meiner unglaublich schnell aussieht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h4 id="grenzen-der-mechanik"&gt;Grenzen der Mechanik&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Gut, dann schauen wir mal, ob die Kugelumlaufspindeln dieses Tempo mitgehen. Die auf meiner Maschine verbaute Serie &lt;code&gt;KGS16&lt;/code&gt; hat eine ungestützte Strecke von &lt;code&gt;~850mm&lt;/code&gt; zwischen den Lagern auf der langen Achse. Aus der &lt;a href="https://www.neff-gewindetriebe.de/fileadmin/PDF-Datenblaetter/berechnungsgrundlagen/kugelgewindetriebe/berechnungsgrundlagen_kgt.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Online-Dokumenation des Herstellers&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; entnehme ich hierbei eine maximale Drehzahl von &lt;code&gt;1700U/min&lt;/code&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Damit bleiben 70% von der anfänglichen Maximalgeschwindigkeit übrig: &lt;code&gt;17m/min&lt;/code&gt;. Immer noch echt flink.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nun wissen wir aber, dass das Moment der Schrittmotore bei steigender Geschwindigkeit abnimmt. Wenden wir unseren Blick mal dorthin:&lt;/p&gt;&#10;&lt;h4 id="genügend-motormoment"&gt;Genügend Motormoment?&lt;/h4&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-03-03_torque_curve.jpg" alt="ESM.6088.42 Schrittmotor: Drehmomentverlauf"&gt;&lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Datasheet: Der Drehmomentverlauf meines Schrittmotors (Bild bereitgestellt durch Sorotec GmbH)&lt;/span&gt;&lt;a&#10; href="https://www.sorotec.de/webshop/Datenblaetter/Schrittmotoren/ESM.6088.42/ESM.6088.42_V1.1.pdf"&#10; class="attr-link"&#10; aria-label="Attribution 1"&#10; &gt;&#10; &lt;sup class="attr-id"&gt;[1]&lt;/sup&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Der blaue Pfeil markiert meinen Zielvorschub zum Schruppen in Holz. Hier habe ich ordentlich Drehmoment zur Verfügung um auch tiefe Nuten in einem Durchgang fertigen zu können. Selbst bei schnellen Schlichtdurchläufen oder sehr weichen Materialien (grüner Pfeil) habe ich noch fast 50% des maximalen Drehmoments zur Verfügung. Um noch genügend Luft bis zur kritischen Drehzahl der Kugelumlaufspindel zu haben, wähle ich eine maximale Geschwindigkeit für den Eilgang (&lt;code&gt;G0&lt;/code&gt;) von &lt;code&gt;12m/min = 200mm/sek&lt;/code&gt;. An diesem Punkt sind von den ursprünglich &lt;code&gt;3Nm&lt;/code&gt; nur noch &lt;code&gt;0.7Nm&lt;/code&gt; verfügbar.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Mit dieser Konfiguration habe ich eine recht schnelle Maschine bei genügend Luft zu kritischen Werten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="acceleration"&gt;Beschleunigungen&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Stellen Sie sich vor, Sie möchten in einem Ihrer Programme einen 90°-Winkel bei einem Vorschub von &lt;code&gt;12m/min&lt;/code&gt; fahren. Ähnlich wie bei dem Versuch, eine sehr enge Kurve auf dem Fahrrad zu nehmen, ist dies nicht bei hoher Geschwindigkeit möglich. Man muss erst auf eine Geschwindigkeit herunterbremsen, bei der die Kurve gefahrlos genommen werden kann und danach wieder hochbeschleunigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wenn wir bei der Maschine nicht bereit sind zu warten, bis eine Achse quasi zum Stillstand gekommen ist bevor die andere losfährt, schneiden wir die Ecke rund. Wenn wir jedoch bremsen, ist unsere Bahngeschwindigkeit nicht mehr konstant - ein Dilemma. Um hier einen möglichst guten Kompromiss zu erreichen, ist die Ermittlung einer passenden Maschinenbeschleunigung wichtig.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auf dem Fahrrad vermeidet man beim Bremsen bewusst das Blockieren eines Rades, um die Stabilität nicht zu gefährden. Auf der CNC gilt wieder um Ähnliches: Hinreichend hohe Beschleunigungen erreichen, ohne Schrittverlust, unnötige Schwingungen, Verklemmung / Blockade einer Achse, starke Rucke oder Torsion zu riskieren. Zudem möchten wir Maschinenverschleiß minimieren.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Klingt schwierig? Ist machbar, benötigt aber etwas Mathematik und Gefühl.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2022-03-03_cnc_cornering.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Kurven zeichnen: `vmax = 200mm/s`, `a=400mm/s^2`&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Video oben illustriert den Sachverhalt: Bei Kanten und engen Kurven bremst die Maschine merklich ab um den Richtungswechsel hinzubekommen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h4 id="motivation"&gt;Motivation&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Warum möchte ich, dass Zerspanobert hohe Beschleunigungswerte unterstützt? Ein paar meiner Antworten: Meine Projekte haben oft eine Menge kurzer Liniensegmente und 2.5D-Arbeiten. Die Formen sind komplex und die G-Code Dateien zumeist recht lang. Daher verwende ich auch den &lt;a href="https://www.mmsonline.com/articles/a-closer-look-at-look-ahead" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Look-Ahead Feed&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; &lt;code&gt;G64&lt;/code&gt; mit &lt;code&gt;0.1mm&lt;/code&gt; erlaubter Abweichung vom Pfad.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Außerdem möchte ich möglichst lange mit konstanter Geschwindigkeit durch das Material fahren. So vermeide ich Stellen, an denen das Material heißer wird als nötig. Nicht zuletzt will ich natürlich nicht unnötig viel Zeit an der Maschine verbringen - Die Maschine arbeitet mit höheren Beschleunigungswerten einfach deutlich schneller; dies wirkt sich bei meinen Projekten sogar stärker aus als ein noch flinkerer Eilgang.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h4 id="bestimmung-der-maximalen-achsbeschleunigung"&gt;Bestimmung der maximalen Achsbeschleunigung&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Dann ermitteln wir mal den maximal möglichen Wert für die Maschinenbeschleunigung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Newton%27s_laws_of_motion" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Newtons zweites Gesetz&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; (axiale Bewegung): \(F_{ax} = m_pa\)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Torque" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Drehmoment&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; an der Achse: \(M_a = \frac{a J}{P}\)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Moment_of_inertia" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Trägheitsmoment&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; der Achse (Zylinder): \(J = m \frac{a}{2}r^2\)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Benötigtes &lt;a href="https://tech.thk.com/de/products/pdf/de_b17_009.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Motormoment&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; für die Linearbewegung: \(M_d =\frac{F_{ax} P}{2 \pi \eta} + M_a\)&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;p&gt;Wenn ich diese Formeln kombiniere, erhalte ich für die Beschleunigung:&lt;/p&gt;&#10;$$a = \frac{M_d}{\frac{m_p P}{2 \pi \eta} + \frac{J}{P}}$$&lt;p&gt;In Worten: Die höchste Beschleunigung, die die Maschine theoretisch erreichen kann, ist das verfügbare Motormoment \(M_d\) geteilt durch die Masse des Portals \(m_p\), gewichtet mit spezifischen Parametern der Kugelumlaufspindel wie Gewindespreizung \(P\) und Wirkungsgrad des bewegten Systems \(\eta\) zuzüglich des Trägheitsmoment \(J\) der rotierenden Komponenten, wiederung gewichtet durch die Gewindespreizung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h4 id="konkrete-richtwerte"&gt;Konkrete Richtwerte&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Setzen wir mal ein paar Werte ein - meine BasicLine 0607:&lt;/p&gt;&#10;&lt;table&gt;&#10;&#9;&lt;thead&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Parameter&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Symbol&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Wert&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Einheit&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/thead&gt;&#10;&#9;&lt;tbody&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Stepper torque @ vmax&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Md&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;0.5&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Nm&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Portalmasse&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;mp&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;40&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;kg&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Spreizung Gewindespindel&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;P&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;0.01&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;m&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Radius Gewindespindel&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;r&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;0.008&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;m&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Rotierende Masse&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;ma&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;4&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;kg&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Wirkungsgrad der Bewegung&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;n&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;75&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;%&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/tbody&gt;&#10;&lt;/table&gt;&#10;&lt;p&gt;Wo ich keine exakten Werte zur Verfügung hatte, habe ich worst-case Annahmen getroffen. Beim Schrittmotor z.B. meine Maximalgeschwindigkeit bei geringster Versorgungsspannung. Auch das Gewicht der rotierenden Masse (Spindel, Kupplung, Rotor und Achse des Motors) habe ich geschätzt sowie den Wirkungsgrad von Kugelumlaufspindel, Lagern und Linearführungen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dies ist mein Ergebnis (Trommelwirbel):&lt;/p&gt;&#10;$$a = 5.0m/s^2$$&lt;h4 id="was-dieser-wert-bedeutet"&gt;Was dieser Wert bedeutet&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Wie lange benötigt die Maschine, um auf Höchstgeschwindigkeit zu beschleunigen?&#10;Nehmen wir unser Physikwissen aus der Sekundarstufe: &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Acceleration" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;gleichmäßig beschleunigte Bewegung&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&#10;$$v(t) = at \Rightarrow t = \frac{v_{max}}{a} = 40ms$$&lt;p&gt;Wie groß ist der Weg, den wir dabei zurücklegen (&lt;/p&gt;&#10;$$s_0 = 0, v_0 = 0$$&lt;p&gt;)?&lt;/p&gt;&#10;$$s(t) = \frac{a}{2}t^2 + v_0t + s0 \Rightarrow s(t=40ms) = 4mm$$&lt;p&gt;Welche Axialkräfte wirken dabei auf das Portal ein? &lt;/p&gt;&#10;$$F_{ax} = m_pa = 200N$$&lt;p&gt;Die von mir hier errechnete Beschleunigung ist mehr als eine Größenordnung über der Empfehlung des Herstellers von &lt;code&gt;300mm/s^2&lt;/code&gt;. Ich habe mich da deutlich verschätzt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;🤔 &lt;em&gt;Ich muss etwas übersehen haben.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;h4 id="zusammenfassung-erfahrung-zählt"&gt;Zusammenfassung: Erfahrung zählt!&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Formeln oben berücksichtigen weder die Steifheit der Maschine noch Ruck, Torsion oder auftretende Schwingungen unter dynamischer Last. Was ein &amp;ldquo;Ruck&amp;rdquo; im CNC-Kontext darstellt? Dieses kurze &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=9Z9Zws9K5kc" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Youtube-Video&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; klärt auf. Meine Steuersoftware jedoch verfügt nicht über eine Ruckbegrenzung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Obwohl ich viel darüber gelernt habe, wie man sich mit Hilfe der Mathematik eine Einordnung der Parameter ermöglicht, läuft alles wieder auf die Erfahrung hinaus:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Wie schwer und stabil ist die Maschine?&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Mit welcher Art von Material arbeite ich: Ist es nachgiebig oder steif?&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Habe ich komplexe oder möglicherweise langwierige Fräsaufgaben zu erledigen?&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Arbeitet meine CNC in einer Produktionsumgebung, in der die Maschinenzeit wichtig ist?&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Wie klingt und fühlt sich die CNC bei hohen Beschleunigungswerten an?&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe einen Wert von 800 mm/s^2 als Beschleunigung für die X- und Y-Achse eingegeben. Das schien ohne Probleme zu funktionieren. Immerhin bleibt er um den Faktor 6 unter der berechneten Fähigkeit des Bewegungssystems.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="ausprobieren"&gt;Ausprobieren&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich weiß, das war eine lange Lektüre und viel mehr eine fundierte Vermutung als eine strenge Berechnung 😅. Trotzdem sind wir jetzt bereit, die Maschine das erste Mal in Betrieb zu nehmen.&#10;Probieren Sie es aus. Gehen Sie danach im manuellen Betrieb auf allen Achsen auf auf den Maschinennullpunkt. Hält sie an, bevor sie den mechanischen Endstopp erreicht?&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Verwenden Sie dann den kontinuierlichen Tippbetrieb, um sich dem anderen Ende aller Achsen anzunähern. Bewegen Sie vorsichtig die letzten Millimeter. Sind alle Messungen und Einstellungen korrekt?&#10;Wenn ja, versuchen Sie es mit der 100%-Geschwindigkeitstaste (&lt;code&gt;Shift&lt;/code&gt; - auf meiner Tastatur). Bewegt sich die CNC schnell und stoppt automatisch am Achsenende ohne Kollision?&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Herzlichen Glückwunsch!&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="rechner-für-maximale-kinematikparameter"&gt;Rechner für maximale Kinematikparameter&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Dies war ein richtig langer Artikel. Zur Belohnung habe ich ein kleines Excel-Tool vorbereitet: Den &lt;a href="https://blog.schallbert.de/assets/docs/cnc_kinematics_helper.xlsx"&gt;CNC kinematics helper&lt;/a&gt;. Er basiert auf den oben angegebenen Formeln und erlaubt es, Schätzungen für mögliche Maximalwerte der Parameter zu erstellen. Natürlich kann ich keine Verantwortung für die Ergebnisse übernehmen, die bei der Verwendung dieses Tools herauskommen. Selbiges gilt für Schäden, die unpassende Werte verursachen können.&lt;/p&gt;&#10;&lt;aside class="update-box update-box--error" role="note"&gt;&#10; &lt;span class="update-box__icon" aria-hidden="true"&gt;&#10; ⛔&#10; &lt;/span&gt;&#10;&#10; &lt;div class="update-box__body"&gt;&#10; &lt;div class="update-box__heading"&gt;&#10; &lt;strong class="update-box__title"&gt;&#10; &#10; Update der Kinematikparameter&#10; &#10; &lt;/strong&gt;&#10;&#10; &lt;time datetime="2022-03-20T00:00:00Z"&gt;&#10; 20. März 2022&#10; &lt;/time&gt;&#10; &#10; &lt;/div&gt;&#10;&#10; &#10; &lt;div class="update-box__content"&gt;&#10; Die gewählten &lt;code&gt;300mm/s&lt;/code&gt; im Eilgang war zu schnell und ich bekam Software-Limit-Fehler. Bei &lt;code&gt;240mm/s&lt;/code&gt; hat meine Maschine stark vibriert. Also habe ich die Höchstgeschwindigkeit bei &lt;code&gt;220mm/s&lt;/code&gt; belassen, was in Ordnung zu sein scheint. Außerdem habe ich die Beschleunigung auf &lt;code&gt;1200mm/s^2&lt;/code&gt; erhöhen können. Das einzige Problem mit diesem neuen Wert ist, dass die Maschine bei kurzen Bewegungen etwas schwingt.&#10; &lt;/div&gt;&#10; &#10; &lt;/div&gt;&#10;&lt;/aside&gt;&#10;&lt;aside class="update-box update-box--note" role="note"&gt;&#10; &lt;span class="update-box__icon" aria-hidden="true"&gt;&#10; ℹ️&#10; &lt;/span&gt;&#10;&#10; &lt;div class="update-box__body"&gt;&#10; &lt;div class="update-box__heading"&gt;&#10; &lt;strong class="update-box__title"&gt;&#10; &#10; Update: Grenzwerte korrekt berücksichtigen&#10; &#10; &lt;/strong&gt;&#10;&#10; &lt;time datetime="2022-04-03T00:00:00Z"&gt;&#10; 03. Apr. 2022&#10; &lt;/time&gt;&#10; &#10; &lt;/div&gt;&#10;&#10; &#10; &lt;div class="update-box__content"&gt;&#10; Die obige Berechnung ist zwar mathematisch nicht falsch, aber sie ist &lt;em&gt;irreführend&lt;/em&gt;. Sie suggeriert, dass jede Achse mit dieser Geschwindigkeit laufen könnte, was schlicht nicht der Fall ist. Ich habe mir vom &lt;a href="https://edingcnc.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Anbieter der Steuerungssoftware für meine Maschine&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; bestätigen lassen, dass die &lt;code&gt;125kHz&lt;/code&gt; die maximale Befehlsfrequenz des &lt;strong&gt;Systems&lt;/strong&gt; sind. Wenn ich versuche, höhere Geschwindigkeiten zu fahren, erhalte ich die Fehlermeldung &amp;lsquo;Velocity was higher than max!&amp;rsquo;. Deshalb sollte ein so hoher Geschwindigkeitswert &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; verwendet werden, wenn die Maschine mit mehreren Achsen gleichzeitig im Eilgang läuft. Ich habe einen Folgeartikel verfasst und &lt;a href="https://blog.schallbert.de/projects/one-year-zerspanobert/#velocityerror"&gt;hier&lt;/a&gt; zur Information verlinkt. Dort verwende ich Werte, die stabil in jeder Situation funktionieren, auch wenn alle Achsen mit voller Geschwindigkeit gleichzeitig betrieben werden.&#10; &lt;/div&gt;&#10; &#10; &lt;/div&gt;&#10;&lt;/aside&gt;&#10;&lt;h2 id="weiterlesen"&gt;Weiterlesen?&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/edingcnc-config/"&gt;Einrichtung der Maschinensoftware&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&#10;</description></item><item><title>CNC Teil3 - Aufbau</title><link>https://blog.schallbert.de/portal-milling-build/</link><pubDate>Tue, 01 Mar 2022</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/portal-milling-build/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-03-01-machine_complete-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: Completed build of Zerspanobert - Sorotec Basicline 0607"&#10; title="CNC Teil3 - Aufbau" /&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;iframe&#10; src="https://makertube.net/videos/embed/aAF2gaBewonh2uvu6mspze"&#10; title="&amp;amp;quot;Zerspanobert&amp;amp;quot; CNC assembly"&#10; loading="lazy"&#10; allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture"&#10; allowfullscreen&#10; style="width: 100%; height: auto; min-height: 315px; aspect-ratio: 16/9;"&#10; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;&amp;amp;quot;Zerspanobert&amp;amp;quot; CNC assembly&lt;/span&gt;&lt;a href="https://makertube.net/videos/embed/aAF2gaBewonh2uvu6mspze" class="attr-link" target="_blank" rel="noopener noreferrer"&gt;↗&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Dies ist der dritte Teil meiner Artikelserie über Portalfräsmaschinen. Er konzentriert sich auf den mechanischen/mechatronischen Aufbau meiner Maschine.&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/portal-milling/"&gt;&lt;em&gt;Teil 1&lt;/em&gt;: Gedanken zu Portalfräsmaschinen und ihre Auslegung für den (ambitionierten) Hobbybereich&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-electronics/"&gt;&lt;em&gt;Teil 2&lt;/em&gt;: CNC Elektrik / Elektronik&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/portal-milling-setup/"&gt;&lt;em&gt;Teil 4:&lt;/em&gt; Einrichten der Maschine&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/edingcnc-config/"&gt;&lt;em&gt;Teil 4.1:&lt;/em&gt; Konfiguration der Software&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/macros-for-cnc/"&gt;&lt;em&gt;Teil 5:&lt;/em&gt; Makros für die CNC&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h2 id="marke-sorotec-produkt-basicline-0607"&gt;Marke: Sorotec, Produkt: Basicline 0607&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Meine Portalfräsmaschine wurde als Komplettbausatz geliefert. Nach einer groben Prüfung auf Vollständigkeit konnte ich voller Vorfreude auf die fertige Maschine mit dem Zusammenbau starten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-03-01-allparts.jpg" alt="Image: parts included in the assembly kit"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="eckdaten-der-maschine"&gt;Eckdaten der Maschine&lt;/h3&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Stellfläche etwa 1m x 1m x 0.8m&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Arbeitsbereich ~ 654mm x 732mm x 134mm&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Gewicht ohne Spindel, Elektrosatz, Zubehör: 52kg (laut Hersteller)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Kugelumlauftriebe und Linearführungen auf allen Achsen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Schrittmotoren: &lt;code&gt;3Nm, 4.2A @48V&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Empfohlene maximale Bewegungsgeschwindigkeit: &lt;code&gt;130mm/s | 7.8m/min, 400mm/s²&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h2 id="zusammenbau"&gt;Zusammenbau&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Der Aufbau der Mechanik und Mechatronik dauerte etwa 16h inkl. Verdrahtung der Schrittmotoren, Stecker und aller Leitungen. Nicht berücksichtigt ist die Maschinensteuerung, worüber ich &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-electronics/"&gt;hier&lt;/a&gt; schreibe.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die nun folgenden Abschnitte beschreiben je eine Phase des Zusammenbaus. Ich verschweige auch nicht die Schwierigkeiten, die ich dabei hatte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="1-vorbereitung-der-lager-für-die-kugelumlaufspindeln"&gt;1. Vorbereitung der Lager für die Kugelumlaufspindeln&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Kugelumlaufspindel (&lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=W27pJXlO6ko" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;youtube link&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;) ist eine mechanische Vorrichtung, die eine Drehbewegung in lineare Bewegung umwandelt. Dabei wird die mit einem Gewinde versehene Spindel gedreht und dadurch ein auf der Spindel befindlicher Schlitten verfahren. Der Unterschied zur auf demselben Konzept basierenden Trapezgewindespindel ist, dass die Spindelmutter über ein umlaufendes System von Kugeln verfügt, welche Reibung und Spiel zwischen Mutter und Spindel reduzieren. Bei meiner CNC-Maschine werden sie eingesetzt, um die Achsen mit Hilfe eines Schrittmotors zu verfahren.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-03-01-ballscrews.jpg" alt="Image: ballscrews with bearings"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Kugelumlaufspindeln besitzen zwei Lager. Ein Festlager auf der Schrittmotorseite (der schwarze Block auf den Bildern) und ein Loslager, das die andere Seite der Spindel an ihrem Platz hält. Die Montage des Loslagers in seine Halterung stellte sich als schwierig heraus. Ich habe keinerlei Erfahrung im Metallbau, also habe ich statt der klugen Lösung (Kugellager abkühlen, Halterung erwärmen) die einfache gewählt (Hämmern). Ergebnis: das Lager saß schief.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2022-03-01_fitting-bad.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Falsch eingesetztes Loslager&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Glücklicherweise hatte ich eine &lt;code&gt;20mm&lt;/code&gt; Nuss zur Hand die Außendurchmesser des Lagers nahekam. So war ich in der Lage, das Lager erst wieder heraus zu schlagen und dann erneut - sanft und gleichmäßig - in seinem Sitz zu befestigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2022-03-01_fitting-ok.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Verhalten nach Korrektur des Lagersitzes&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich hoffe mal, dass ich das Lager bei meinen Fehlversuchen nicht zu sehr mit Aluminiumspänen verunreinigt habe.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="2-maschinenrahmen"&gt;2. Maschinenrahmen&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Der Rahmen meiner Maschine besteht aus Aluminium-Stranggussprofilen, welche mit Winkeln und Nutensteinen miteinander verbunden werden. Massive Aluminiumplatten and Vorder- und Rückseite der Maschine versteifen die Konstruktion zusätzlich. Die Linearführungen werden an der Seite des Rahmens befestigt. Sie halten später das Portal und stellen die Bewegung der X-Achse (Definition des Herstellers) sicher.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-03-01-frame.jpg" alt="image: frame of Basicline 0607"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe ziemlich viel Zeit darauf verwenden müssen, den Rahmen ordentlich auszurichten. Als endlich alle Winkel 90° betrugen, konnte ich einen kleinen Luftspalt an der rechten Rahmenwange lassen, sodass die Portalbreite die Rahmenbreite vorgeben kann und ich nichts verspanne. Als ich die Schrauben jedoch anzog, schien der Rahmen sich stets aus dem rechten Winkel zu verabschieden. Als ich das Spiel ein paarmal erfolglos wiederholt hatte, begann ich, die Schrauben in mehreren Stufen gleichmäßig in &lt;code&gt;3Nm&lt;/code&gt;-Schritten anzuziehen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auf diese Weise konnte ich endlich meine &lt;code&gt;24Nm&lt;/code&gt; bei guter Rechtwinkligkeit 😅 erreichen&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-03-01-xaxis.jpg" alt="Image: X-axis fully mounted, view from the rear"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Montage der Front- und Rückplatte, Kugelumlaufspindel der Y-Achse sowie des Referenzschalters stellten sich als angenehm schnell und einfach heraus. Das obige Bild zeigt die fertig montierte X-Achse. Linearführungen (ebenfalls mit Kugelumlauf), die später das Portal tragen werden, sind bereits montiert. So sehen diese Dinger von innen aus:&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2022-03-01_trolley.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Linearführungen mit Kugelumlauf&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="3-portal"&gt;3. Portal&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Zuerst werden die Portalwangen an den Linearführungen der Y-Achse befestigt. Dabei vereinfachen Metallstifte, die in bereits vorhandene Bohrungen gesteckt werden, die präzise Positionierung. Anschließend werden die Führungsschienen für die Y-Achse am Querbalken des Portals befestigt und dieser dann an der Portalwange montiert. Winkel an beiden Seiten der Portalwange versteifen die Konstruktion. Um die Montage zu erleichtern verwendete ich zwischenzeitlich Schraubzwingen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-03-01-portal.jpg" alt="Image: Gantry mounted, secured with clamps"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Diese Maschine arbeitet mit einem Schrittmotor für die Y-Achse, dessen Kugelumlaufspindel mittig am Portalunterzug befestigt wird. Dieser ist im Video unten gut zu erkennen. Da die Maschine langsam an Gewicht zulegte, habe ich mir einen kleine Holzkonstruktion gebaut, um die für die Montage schräg auf der Seite liegende Maschine zu sichern.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2022-03-01_portal-move.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Das Portal lässt sich ohne Kugelumlaufspindel leicht von Hand bewegen.&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Nun konnte ich die Schrauben am Luftspalt des Rahmens nochmal vorsichtig lösen, das Portal ein paar mal bewegen um mögliche Verspannungen heraus zu bekommen und sie anschließend wieder gleichmäßig anziehen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Als Nächstes waren die Kugelgewindespindel und Linearführungen der X-Achse zu montieren. Auf diesen wird - wieder mit Positionierstiften versehen - eine Flanschplatte montiert, die später die Z-Achse hält.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-03-01-yaxis.jpg" alt="Image: X-axis with Z-flange before attaching to ball screw"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Zum Schluss waren noch Referenzschalter und Schrittmotorhalterung anzubringen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="4-z-achse"&gt;4. Z-Achse&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Z-Achse wir als eigene Baugruppe unabhängig vom Rest der Maschine montiert. Auch hier kommen wieder Passstifte zum Einsatz für die Flanschplatte. Bei meiner Maschine hält eine einzelne Linearführung die Z-Achse an ihrer Position.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dies ist für meine Anwendungsbereiche mit kleinen Fräsern und recht geringen Vorschüben sicherlich OK, wird bei herausfordernderen Materialien, schnellen Vorschüben oder der Verwendung großer Fräser durch die viel höheren Schnittkräfte bestimmt schnell ein Problem. Was soll&amp;rsquo;s, ich mache doch eh nur in Holz und Kunststoffen&amp;hellip;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Es ist ja immer schön wenn Dinge einfach funktionieren 🤗 - Herrlich, wie die Teile des Bausatzes satt ineinander greifen!&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2022-03-01_zaxis.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Ich liebe das Geräusch, wenn gut passende Bauteile zusammenkommen.&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Als die Baugruppe soweit fertig war, konnte ich sie an der Flanschplatte des Portals befestigen. Anschließend habe ich die Z-Achse mit Hilfe eines Winkels und einer Messuhr ausgerichtet, sodass sie über den gesamten Fahrweg mit nur ein paar Hundertstel Abweichung senkrecht auf dem Maschinenrahmen steht.&#10;Irgendwann muss man es bei diesem Bausatz aber gut sein lassen, da die Z-Achse mit ordentlichem Druck per Hand am unteren Teil fast 1/10mm gegen die Senkrechte wegbiegen kann.&#10;Es ist halt keine superstabile, entsprechend teure Maschine sondern ein Bausatz für den ambitionierten Hobbybereich.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-03-01-zaxis_alignment.jpg" alt="Image: Z-axis alignment with dial gauge"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Anbringen der seitlichen Versteifungen auf der Z-Achse stellte sich als viel schwieriger heraus als ich dachte. Die T-Nutensteine sind so klein bei der &lt;code&gt;17mm&lt;/code&gt; Schiene und die Schrauben so kurz, dass da kaum Platz blieb um alles an seinen Platz zu bekommen. Ich musste die Nutensteine mehrfach neu positionieren, um die Konstruktion dann einfädeln zu können. Als das endlich klappte, konnte ich den Referenzschalter montieren.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-03-01-zaxis_stiffening.jpg" alt="Image: Z-axis stiffening cheeks, reference switch, Y-axis motor mount"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="5-mechatronik"&gt;5. Mechatronik&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Nun geht es an die vorher &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-electronics/#schrittmotortreiber-im-detail"&gt;vorbereiteten Schrittmotoren&lt;/a&gt; . Dafür werden die Mitnehmer der Klauenkopplungen mit Vaseline eingerieben, sodass sie später keine lauten Knarzgeräusche von sich geben. Dann wird die eine Seite der Kupplung an der Kugelumlaufspindel und die andere am Schrittmotor befestigt. Zum Schluss dann montiert man die Motoren und zieht die Schrauben erst richtig fest, wenn Ausrichtung geprüft und ein leichter Lauf sichergestellt werden kann.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auf der X-Achse hatte ich ziemliche Schwierigkeiten, die Madenschraube auf der Motorseite festzuziehen. Daher würde ich es anders als in der Anleitung angegeben direkt wie oben beschrieben mit auseinandergenommener Klauenkupplung montieren und die Motoren erst ganz zum Schluss einpassen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Da die Motorzuleitung nicht besonders lang ist, gibt es in Nähe der Motoren kleine Klemmenkästen. Dort werden Motorzuleitung und Signaldrähte für die Referenzschalter aufgelegt. Die andere Seite der Klemmen verbindet eine schleppkettentaugliche Leitung später mit der Steuerung.&#10;Zum Schluss wird noch ein Schutzleiter zu jedem Motor gelegt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-03-01-xaxis_wiring.jpg" alt="Image: Wiring X-axis stepper motor"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Als das für alle drei Achsen erledigt war, machte ich mich an die Schleppketten. Hier ist es vorteilhaft, die Montagerichtung bewusst zu wählen - die Schleppketten lassen sich z.B. zur nachträglichen Verlegung einer zusätzlichen Leitung nämlich nur in eine Richtung öffnen. Wenn deren Mechanismus dann von der Maschine verdeckt wird, kann das zu einem unmöglichen Unterfangen werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Es ist ebenfalls empfehlenswert, die Steuerleitungen länger als berechnet zu lassen und sie erst in einem letzten Schritt zu kürzen, nämlich bevor sie an der Steuerung montiert werden. Die Zuleitung zur Z-Achse kann beispielsweise nach Führen durch alle Schleppketten gern mal in Richtung 5m Länge gehen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-03-01-mechatronics.jpg" alt="Image: All wiring done."&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="6-abschmieren"&gt;6. Abschmieren&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Bonusschritt: Der Wartungsanleitung zum Abschmieren aller Linearführungen und Kugelumlaufspindeln folgen. Herrlich, wenn man nochmal unter die Maschine muss&amp;hellip;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Erwähnte ich bereits, dass ich kein Metallfritze bin? Diese Fettpressen sind echt frustrierend. Am Anfang bekam ich so gar nichts aus ihr raus und dann muss ich eine Luftblase im System gehabt haben, sodass ich nicht mehr wusste, wohin mit dem ganzen überschüssigen Schmierstoff. Immerhin habe ich jetzt einen gut gefetteten Arbeitstisch.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Und wann ist es eigentlich genug? Reicht &amp;ldquo;zwei mal drücken&amp;rdquo;, um eine Linearführung ausreichend zu schmieren? Kommt das Fett überhaupt in die Schmiernippel? Na ja, sobald es aus der Dichtung der Führungen herausquillt wird es wohl reichen 😜&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="7-fehlende-teile"&gt;7. Fehlende Teile&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Wie oben beschrieben waren alle wichtigen teile der Maschine korrekt und entsprechend der Packliste geliefert worden. Allerdings fehlten ein paar KLeinigkeiten für meine Maschinenkonfiguration:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;18x 18mm M5 Maschinenschrauben mit Innensechskant (Linearführungen X-Achse)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;6x 0.75mm Kabelschuhe (Schutzerde für die Schrittmotoren)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;4x 22mm M4 Maschinenschrauben mit Innensechskant (Montage Schrittmotoren)&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Aber ich hatte auch ein paar Teile zu viel&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;1m extra Schleppkette&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;4 M5 Unterlegscheiben&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;9 M4x10 Senkkopfschrauben mit Innensechskant&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;2 Versteifungen z-Achse &amp;ldquo;standard&amp;rdquo;&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Mein Vorschlag wäre, nochmal 100 Kabelbinder auf den Bausatz draufzuschlagen, sodass man alle Leitungen schön und ordentlich führen kann.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="8-kritik"&gt;8. Kritik&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Bauanleitung (Version 2.1.5) gefällt mir sehr gut. Sie enthält eine Teileübersicht und jeder Schritt ist sehr detailliert erklärt. Auch der Bauprozess ist gut durchdacht und ich als nicht-professioneller Mechaniker hatte keine größeren Probleme, die Maschine korrekt zusammenzubauen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die bearbeiteten Teile haben eine hohe Qualität und sind frei von Graten oder scharfen Ecken. Alle notwendigen Gewinde wurden im Voraus geschnitten - sogar die für den optionalen Mechatronik-Bausatz, so dass ich keine Werkzeuge kaufen oder mir Wissen darüber aneignen musste, wie und wo ich sie montieren muss.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Was mir nicht gefiel, war, dass einige Befestigungselemente fehlten, was die Fertigstellung um ein Wochenende verzögerte, und dass die erwartete Anzahl der Befestigungselemente nicht in der Anleitung abgedruckt war, so dass ich erst merkte, dass Teile fehlten, als es bereits zu spät war. Mir ist klar, dass diese Maschine in verschiedenen Größen und Konfigurationen bestellt werden kann, so dass es vielleicht zu viel verlangt ist, eine Bauanleitung für jede einzelne Kombination zu erwarten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Einige der größeren Aluminiumteile kamen mit Kratzern an, da die Palette während des Transports irgendwie gebrochen und durch die Verpackung gerissen sein muss. Für mich zeigt das, dass entweder das Logistikunternehmen oder der Hersteller die Maschine nicht 100%ig sicher verpackt oder vielleicht das Gewicht unterschätzt hat.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ein letzter Punkt zu diesen Schmiernippeln (bin immer noch kein Metallbauer): Der für die Y-Achse kann nicht mehr gedreht werden, wenn die Mutter der Kugelumlaufspindel am unteren Portalträger montiert ist, weil das Spiel fehlt. Das ist unglücklich, wenn die Schmierung plötzlich in einem anderen Winkel als vorgesehen erfolgen muss. Außerdem bin ich mir ziemlich sicher, dass der untere Schmiernippel der Z-Achse im Handbuch in die falsche Richtung zeigt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe mein Bestes gegeben, um Dinge zu finden, über die ich meckern kann. Ich habe es aber nicht geschafft, mehr als die oben genannten Kleinigkeiten zu finden. Keiner meiner Kritikpunkte schränkt die Funktionalität der Maschine ein, und keiner von ihnen kostete eine beträchtliche Menge an Zeit oder Geld, um ihn zu beheben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Bisher sieht alles so aus als hätte ich ein robustes Gerät gekauft, das mir helfen wird, meine Prototyping-Holzarbeiten präziser und schneller als je zuvor zu erledigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Darf ich vorstellen: &lt;strong&gt;Zerspanobert&lt;/strong&gt;!&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-03-01-machine_complete.jpg" alt="Image: Sorotec BasicLine 0607 fully built"&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="9-dann-nehmen-wir-sie-mal-in-betrieb"&gt;9. Dann nehmen wir sie mal in Betrieb&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Weiterlesen? Gern! &lt;a href="https://blog.schallbert.de/portal-milling-setup/"&gt;Einrichtung der Maschine&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&#10;</description></item><item><title>CNC Teil2 - Elektrik</title><link>https://blog.schallbert.de/cnc-electronics/</link><pubDate>Fri, 18 Feb 2022</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/cnc-electronics/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-02-18_switchbox-closed-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: switchbox of my CNC machine"&#10; title="CNC Teil2 - Elektrik" /&gt;&#10;&lt;h2 id="elektrik-der-portalfräse"&gt;Elektrik der Portalfräse&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Dies ist der zweite Teil aus der Reihe &lt;a href="https://blog.schallbert.de/portal-milling/"&gt;Portalfräsmaschine&lt;/a&gt;. Hier geht es um Elektrik und Elektronik der Maschine.&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-02-18_switchbox.jpg" alt="Image: Switch box, electronics fully assembled, opened"&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="ac--netzkomponenten"&gt;AC / Netzkomponenten&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Im Schaltkasten befinden sich Sicherungen für die gesamte Maschinensteuerung und ein zentraler Netzschalter. In meinem Fall enthält er auch netzgekoppelte Relais zur Steuerung von Verbrauchern wie Spindeln, Kühlung und Staubabsaugung. Für diese Stromkreise sind zusätzlich abgesicherte Strompfade und Steckdosen vorhanden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-02-18_sockets.jpg" alt="Image: Schaltkasten, Steckdosen"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Außerdem verfügt er über ein Netzteil für die Kleinspannungs-Gleichstromschiene. Die Ausgangsleistung ist vorrangig angepasst an die Anforderungen der Schrittmotore. Es versorgt zudem die Steuer-/Breakout-Platine und weitere Spannungswandler, die dann die CNC-Steuerplatine sowie Lüfter und andere Kleinverbraucher mit Energie versorgen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Zudem gibt es ein Signalrelais, um einen eventuell vorhandenen Frequenzumrichter zum Betrieb von Hochfrequenzspindeln mit der Steuerung zu koppeln.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="vfd"&gt;Frequenzumrichter&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ein FU ist allgemein bekannt als ein Gerät, das die Drehzahl einer 3-Phasen-Wechselstrommaschine steuert. Er wird mit 1- oder 3-phasigem Wechselstrom versorgt und puffert die Energie in einem Gleichstrom-Zwischenkreis, von wo aus sie dann an eine 3-phasige &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/H-bridge" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;H-Brücke&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; weitergeleitet wird, die daraus Drehstrom mit variabler Frequenz erzeugt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-02-18_vfd-schematics.jpg" alt="Image: Vereinfachte schematische Darstellung des Leistungspfads eines VFD"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Diese dreiphasige Wechselspannung wird von Transistoren im Schaltbetrieb erzeugt, was die Umwandlungsverluste im Vergleich zum linearen Betrieb enorm verringert. Die Ausgangsspannung ist allerdings zeitlich und betragsmäßig quantifiziert (&amp;ldquo;digital&amp;rdquo;), was zu unerwünschten elektromagnetischen Störaussendungen sowohl am Netzein- als auch am Ausgang des FU führt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Fast alle &lt;a href="https://blog.schallbert.de/portal-milling/#spindle-power"&gt;professionellen CNC-Spindeln&lt;/a&gt; sind 3-Phasen-AC-Asynchronmaschinen, die an einen Frequenzumrichter angeschlossen sind.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;FUs haben oft einen standardisierten &lt;code&gt;0...10V&lt;/code&gt; Analogeingang zur Steuerung der Maschinendrehzahl. Sie besitzen zudem mehrere digitale (manchmal sogar potentialfreie) Ein- und Ausgänge, die z.B. von einem Melderelais der Schnittstellenkarte der numerischen Steuerung gespeist werden, und einen Nothalt- oder Fehlersignalausgang zur CNC-Schnittstelle. Sie können auch mit moderneren digitalen Bussystemen und analogen Ausgängen ausgestattet sein, was in meinem Einsatzbereich jedoch wegen der höheren Systemkosten selten genutzt wird.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Im Moment (Feb-2022) besitze ich keinen FU. Daher kenne ich keine Details zur Einstellung, Parametrierung und Anpassung an eine bestimmte Spindel, über die ich schreiben könnte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="pelv--dc-komponenten"&gt;PELV / DC-Komponenten&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Die typischen &amp;ldquo;kleinen&amp;rdquo; CNC-Schrittmotoren werden im PELV-Bereich (&lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Extra-low_voltage" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Protected Extra Low Voltage&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;) mit Gleichstrom (DC) und unter &lt;code&gt;60V&lt;/code&gt; betrieben, so dass kein zusätzlicher Berührungsschutz erforderlich ist. Das &amp;ldquo;P&amp;rdquo; in PELV steht für &amp;ldquo;protected&amp;rdquo;, was bedeutet, dass die Geräte mit Erdungsleitungen verbunden sind. Auf diese Weise werden die Schaltkreise bei einem Kurzschluss gegen Erde durch auslösende Sicherungen abgeschaltet. Ein weiterer Vorteil der Erdung aller Komponenten ist die bessere Ableitung von Störeinflüssen, welche sonst die empfindliche Elektronik der CNC beeinträchtigen könnte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Schrittmotortreiber, jeweils einer pro Achse, sind ebenfalls in der Box untergebracht. Sie sind in der Regel SELV (Safety Extra Low Voltage), so dass sie keine zusätzliche Erdung benötigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dann gibt es noch eine Signalplatine, eine Breakout-Platine oder eine Relaisplatine, die Schrittmotorsignalzüge an die Treiber weiterleitet, Hilfsrelais steuert, Referenzschalter- und Notstopp-Eingänge ausliest und Signale für Spindel, Kühlschmierstoffzufuhr, Absaugung und/oder weitere Hilfssteuerungen ausgibt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ein Lüfter hält die Temperatur im Schaltkasten niedrig. Oft ist auch eine Schnittstellenkarte montiert, die direkt über die CNC-Software gesteuert wird, z. B. über USB oder Ethernet. Sie übersetzt und leitet Informationen an die einzelnen Komponenten der CNC und zurück an das Programm auf dem Computer, z. B. für Referenzschalter oder Not-Aus.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="schrittmotortreiber-im-detail"&gt;Schrittmotortreiber im Detail&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Schnittstelle des Schrittmotortreibers ist recht einfach. Sie nimmt TTL-Pegel von &lt;code&gt;0V (low)&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;5V (high)&lt;/code&gt; an und wird durch nur drei Eingänge definiert:&lt;/p&gt;&#10;&lt;table&gt;&#10;&#9;&lt;thead&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Signalname&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Beschreibung&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/thead&gt;&#10;&#9;&lt;tbody&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Enable (EN)&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Schaltet die Stromversorgung der Antriebe ein. Ermöglicht z.B. aktives Halten der Position&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Drehrichtung (DIR)&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Auswahl der Motordrehrichtung&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Pulse (PUL)&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Lässt den Motor einen (Mikro-)Schritt drehen&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/tbody&gt;&#10;&lt;/table&gt;&#10;&lt;p&gt;Interessanterweise werden dieselben drei Eingangssignale benötigt, um den Lesekopf eines Diskettenlaufwerks zu steuern. Ich habe dies in einem meiner früheren Projekte ausprobiert, einer Floppy-Bass-Orgel, das auf dem Softwareprojekt &lt;a href="https://blog.arduino.cc/2012/05/29/music-floppy-moppy/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;moppy&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; basiert.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-02-18_drivers.jpg" alt="Image: Stepper drivers, top view"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Intern interpretiert der Treiber die Eingangssignale und gibt Impulse aus, die für den Antrieb des Schrittmotors geeignet sind. Zwei H-Brücken-Kanäle - Schaltungen mit je vier Schalttransistoren zur Steuerung von Richtung und Höhe der Spannung an den Motorspulen - mit den Bezeichnungen &amp;ldquo;A&amp;rdquo; und &amp;ldquo;B&amp;rdquo; liefern Energie für die Polpaare des Schrittmotors.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ausführlichere Informationen über Schrittmotorantriebe, Mikroschrittbetrieb und andere Aspekte finden Sie z. B. &lt;a href="https://blog.poscope.com/stepper-motor-driver/#What_is_a_stepper_motor_driver" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;hier&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; oder auf &lt;a href="http://www.schrittmotor-blog.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;diesem Blog&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="schrittmotoren"&gt;Schrittmotoren&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Schrittmotoren sind - wie 3-Phasen-Wechselstrom- oder bürstenlose Gleichstrommotoren - elektronisch kommutiert. Daher müssen dem Motor Strompulse zugeführt werden, damit er sich kontinuierlich dreht. Die meisten Schrittmotoren sind heutzutage &lt;a href="http://stepcontrol.com/pdf/step101.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Hybridmotoren&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. Diese weisen einen mehrzahnigen Rotor auf, der in zwei Hälften geteilt ist welche um einen halben Zahn zueinander versetzt sind und jeweils von einer Spule gesteuert werden.&#10;Diese Art von Motor hat mindestens vier Anschlüsse, zwei für Spule &amp;ldquo;A&amp;rdquo; und zwei für Spule &amp;ldquo;B&amp;rdquo;.&#10;Bipolare Hybridmotoren haben sogar acht Leitungen, die die Spulen wiederum in zwei Teile aufteilen - auf diese Weise können sie in Reihe, parallel und auch unipolar geschaltet werden, so dass jede der vier Spulen einzeln gesteuert werden kann.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-02-18_stepper-cable.jpg" alt="Image: Stepper cables"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Schrittmotoren werden meist in &amp;ldquo;bipolarer Parallelschaltung&amp;rdquo; an CNC-Schrittmotortreiber angeschlossen. Dabei werden die beiden Spulen eines Polpaares mit gleicher Ausrichtung parallel geschaltet. Die beiden Drähte dieser Parallelschaltung werden dann mit den Ausgängen &lt;code&gt;A+&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;A-&lt;/code&gt; des Treibers verbunden. Diese Verdrahtung wird für Kanal &lt;code&gt;B&lt;/code&gt; wiederholt.&#10;Ich habe die zusammengehörenden Aderpaare mit einer Bohrmaschine verdrillt weil ich zu faul war, das von Hand zu machen. Verdrillen der spulengleichen Aderpaare &lt;code&gt;A/B&lt;/code&gt; macht Sinn, weil die mit Pulszügen angesteuerten Motoren erhebliche elektromagnetische Störungen erzeugen können. Durch das Verdrillen gleichen sich magnetische Felder von Hin- und Rückleitung aus.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Anders als bei Drehstrom- oder bürstenlosen Gleichstrommaschinen liegt die Priorität bei der Konstruktion von Schrittmotoren nicht auf einer möglichst hohen Energieeffizienz, geringen Geräuschemissionen, hohen Drehzahlen oder einem guten Wärmemanagement für den Dauerlauf, sondern auf hohem Drehmoment, großen Haltekräften zum Sichern einer Position und einem flüssigen Betrieb bei niedrigen Drehzahlen. Schrittmotoren sind für hohe Beschleunigungen gebaut und sollen stets der Impulsgeschwindigkeit folgen, da die Positionierung der Maschine davon abhängt.&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-02-18_stepper-connect.jpg" alt="Image: Stepper, connected to a driver in bipolar parallel configuration"&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Schrittmotoren eignen sich wie Servomotoren auch zum Positionierbetrieb. Hierbei werden sie nicht über die Wellenposition geregelt, sondern die Position wird durch Zählen der Pulse in die jeweilige Richtung &amp;ldquo;geschätzt&amp;rdquo;. Solange kein Schrittverlust (durch Überlast oder zu hoch eingestellte Beschleunigungswerte) auftritt, ist diese Art der Positionssteuerung sowohl kostengünstig als auch hinreichend genau. Daher wird sie häufig verwendet.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Da die Positionsinformation bei Neustart der Maschine (meist) verloren geht, verfügen CNC-Maschinen mit Schrittmotoren über Referenzschalter an jeder Achse, die bei Inbetriebnahme angefahren werden und die Positionsinformation im Koordinatensystem der Maschine mit der der Schrittmotore verknüpft.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="der-aufbau"&gt;Der Aufbau&lt;/h2&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2022-02-18_switchbox-build.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Schaltkastenbau in neun Sekunden&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Der Bau des von mir gekauften Bausatzes für den Schaltkasten und die Verdrahtung nahm nur etwa 8 Stunden in Anspruch. Es erwies sich als entscheidend, alle Schaltpläne und Schritt-für-Schritt-Anleitungen im Voraus gründlich zu studieren. So konnte ich Fehler vermeiden, deren Behebung sonst Abende gekostet hätte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;An dem Bausatz gefällt mir, dass die Komponenten elektrisch aufeinander abgestimmt sind und alle notwendigen Leitungen, Buchsen (bis auf eine Ethernet-Buchse) und die Dokumentationen vollständig waren. Ich habe nur Kabelkanäle und einige Kabelschuhe vermisst, um das Kabelmanagement und die Verbindungen zum Gehäuse zu vereinfachen. Das Gehäuse ist sehr robust und alle Steckdosen passen gut an ihren Platz.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Am Frickeligsten beim Aufbau waren die Lötstellen der Schrittmotor/D-Sub-Stecker und deren Isolierung. Ebenso stellte es sich als schwierig heraus, die Steuerplatine im Gehäuse montiert zu bekommen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich war wirklich aufgeregt, als ich die Steuerung zum ersten Mal einschaltete. Das Geräusch des anlaufenden Lüfters und das Blinken aller möglichen LEDs waren einen Seufzer der Erleichterung wert.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2022-02-18_switchbox-test.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Erster Test: Quittieren des Not-Aus Schaltkreises&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="sicherheitshinweise"&gt;Sicherheitshinweise&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Nein, ein geöffnetes netzbetriebenes Gerät sollte nicht eingeschaltet werden, wenn man nicht weiß, was man tut.&#10;Ja, ich habe in einen Fehlerstromschutzschalter installiert, um mich vor gefährlichen Spannungen zu schützen, und ja, ich habe alle Sicherungen doppelt überprüft, eine gründliche Sichtprüfung durchgeführt und Durchgangsmessungen an jedem einzelnen Anschluss vorgenommen, um Fehlverdrahtungen auszuschließen. Glücklicherweise bestand die Steuerung den ersten Funktionstest. Der Zustand des Notsignals wurde korrekt interpretiert und die LED der CNC-Platine blinkte mit der erwarteten &lt;code&gt;1Hz&lt;/code&gt;-Rate.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="aufbau-einer-mini-control--serie-c1"&gt;Aufbau einer &amp;ldquo;Mini Control / Serie C1&amp;rdquo;&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Für die Maker Faire Ruhr 2024, bei der ich einer der Aussteller war, habe ich eine weitere Steuerung aufgebaut: Die einfachere &amp;ldquo;Mini Control / Serie C1&amp;rdquo;. Ein Zeitraffervideo davon habe ich hier eingebettet:&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;iframe&#10; src="https://makertube.net/videos/embed/hvZabGKMgP6QWeD5a8wgKg"&#10; title="CNC electronics assembly"&#10; loading="lazy"&#10; allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture"&#10; allowfullscreen&#10; style="width: 100%; height: auto; min-height: 315px; aspect-ratio: 16/9;"&#10; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;CNC electronics assembly&lt;/span&gt;&lt;a href="https://makertube.net/videos/embed/hvZabGKMgP6QWeD5a8wgKg" class="attr-link" target="_blank" rel="noopener noreferrer"&gt;↗&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Vorteile:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Schnelle Montage&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Kein Löten&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Viele Snap-In-Teile&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Kleines Gehäuse&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Nachteile:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Verbindung zur Maschine erfolgt über Schraubklemmen; Trennung zur Maschine nicht vorgesehen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Lauter Lüfter, auch im Leerlauf aktiv (kann aber mit „Schallberts Fanhack“ gelöst werden)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Mehrere externe Netzteile (Schrittmotorversorgung, 24V-Versorgung, Spindel-Schaltbox)&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Mit der zugehörigen kleinen CNC-Fräse habe ich viel gemacht: &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-tuning-kinematics/"&gt;Tuning&lt;/a&gt; auf kürzere Fertigungszeiten, eine Spezialisierung für Gravuren und diverse Projekte wie Stempel, Dithering-Bilder und mehrfarbige &lt;a href="https://blog.schallbert.de/engrave-multicolor/"&gt;Carves&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&#10;</description></item><item><title>CNC Teil1 - Portalfräsmaschine</title><link>https://blog.schallbert.de/portal-milling/</link><pubDate>Sat, 12 Feb 2022</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/portal-milling/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-02-12_portalmillingmachine-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: My portal milling machine in mid-construction"&#10; title="CNC Teil1 - Portalfräsmaschine" /&gt;&#10;&lt;h2 id="cnc-portalfräsmaschine---für-anfänger"&gt;CNC Portalfräsmaschine - für Anfänger&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Es ist Winter 2021, und meine erste CNC-Maschine wird bald geliefert. Es wird ein Bausatz sein, der aus einer Menge Pakete und noch mehr Einzelteilen besteht. Ich habe die Maschine bestellt, weil ich Prototypen für &lt;a href="https://blog.schallbert.de/projects/aa_alpha_1_1/"&gt;AnywhereAmps&lt;/a&gt; schneller und genauer fertigen möchte. Und natürlich um ein paar weitere Hardware-Projekte umzusetzen, die mir schon länger im Kopf herumschwirren.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="cnc"&gt;Moment mal&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-02-12_gcode.jpg" alt="G-code example"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Oh, Ok. CNC bedeutet &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Numerical_control" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;computer numerical control&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; und beschreibt, wie die Maschine gesteuert wird - nicht von Hand, sondern durch Instruktionen eines Computers.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diese werden &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/G-code" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;G-Code&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; genannt, und sind in der häufig benutzten Interpretersprache RS274-NGC geschrieben, die Industriestandard für computergesteuerte Bearbeitungszentren geworden ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Eine Portalfräsmaschine ist einer Oberfräse nicht unähnlich. Der Fräsmotor ist auf einem Gestell montiert, das ihn in (meist) drei Achsen X, Y, Z mithilfe von &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Stepper_motor" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Schrittmotoren&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; oder &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Servomotor" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Servomotoren&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; bewegt. Ein Rechner steuert diese Bewegungen und ist so in der Lage, nahezu beliebige Formen zu schneiden. Die Kinematik der Portalfräsmaschine ist ähnlich zu der von &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/3D_printing#Processes_and_printers" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;3D-Druckern&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, obwohl sie natürlich ganz unterschiedliche Anforderungen an die Mechanik haben - eine Portalfräsmaschine muss viel stabiler, steifer und schwerer konstruiert werden, da die Rahmenkonstruktion sämtliche Schneid- und Beschleunigungskräfte aufnehmen muss.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Natürlich sind CNC-Maschinen nicht auf 3D-Drucker und Fräsmaschinen beschränkt. Es gibt CNC-&lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Lathe" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Drehmaschinen&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Plotter" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Plotter&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Laser_cutting" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Laserschneider&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Water_jet_cutter" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Wasserstrahlschneider&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; und viele mehr. Streng genommen sind sogar Industrieroboter CNC-Maschinen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="fragen"&gt;Fragen&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Dies sind einige der Fragen, die ich hatte, bevor ich dieses ziemlich teure Stück Technik gekauft habe. Einige davon lassen sich leicht in ein paar Zeilen beantworten, andere würden wahrscheinlich einen ganzen Artikel für sich allein füllen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="cnc-fräsmaschine"&gt;CNC-Fräsmaschine&lt;/h3&gt;&#10;&lt;h4 id="beschleunigt-sie-wirklich-meinen-prototyping-prozess"&gt;Beschleunigt sie wirklich meinen Prototyping-Prozess?&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich weiß es noch nicht, aber ich hoffe es. Die Holzarbeiten für einen einzigen Prototyp nehmen etwa 8 Stunden meiner Zeit in Anspruch. Am meisten Zeit verschlingen die Vorbereitungen für den Zuschnitt, die Messungen und das Abpausen. Allein der Lautsprecheradapter von AnywhereAmps Alpha mit seiner gewölbten Oberfläche nimmt mehr als eine Stunde Fertigungszeit in Anspruch.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Mit einer CNC-Portalfräsmaschine hoffe ich, mehr wie ein Plätzchenbäcker zu werden: Alle Teile für AnywhereAmps (mit Ausnahme des zylindrischen Gehäuses) in einem einzigen Stück Sperrholz zu verschachteln, die Maschine die Arbeit machen zu lassen und nach einer Weile nur noch minimale Nacharbeiten beim Ausschneiden und Schleifen der Teile zu erledigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Und wenn ich einen weiteren Prototyp oder andere Lautsprecherdurchmesser haben möchte: Ich passe einige Parameter in meinem CAD-Tool an, stelle die Werkzeugwege neu ein, schicke sie an den Computer der Maschine, spanne ein neues Stück Sperrholz ein und drücke auf &amp;ldquo;Auftrag ausführen&amp;rdquo;. Fertig (in der idealen Welt).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Andererseits braucht das Einarbeiten in die ganzen Software-Tools auch seine Zeit. Mein Einführungsartikel über &lt;a href="https://blog.schallbert.de/freecad-get-started/"&gt;FreeCAD hier verlinkt&lt;/a&gt; ist ein Beispiel dafür.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h4 id="mehr-geld-für-portalhardware-oder-lieber-für-den-spindelantrieb-ausgeben"&gt;Mehr Geld für Portalhardware oder lieber für den Spindelantrieb ausgeben?&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Das ist eine Frage an die Experten, die ich selbst erst beantworten kann, wenn ich schon eine Weile eine CNC besitze. Ich habe mich dafür entschieden, mehr Geld für das Portal und weniger für die Spindel auszugeben, und zwar aus mehreren Gründen, die sich aus dem Bauch heraus ergeben:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Das Portal ist meine Maschine, die Spindel nur ein Teil davon.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Die Spindel ist günstiger, leichter auszutauschen und bei weitem nicht so aufwendig zu montieren wie das Portal, also möchte ich, dass das Portal eine Konstante ist.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Wenn ich durch die Fähigkeiten meiner Portalfräsmaschine eingeschränkt bin, müsste ich zuerst herausfinden, warum, und dann an einzelnen Komponenten herumschrauben, um sie zu verbessern. Wenn die Spindel der limitierende Faktor ist, kaufe ich mir einfach eine stärkere und gut ist.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h4 id="spindle-power"&gt;Wie viel Spindelleistung?&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Das ist meine erste schwierige Frage. Ich bin mir fast sicher, dass ich für meine Holzbearbeitung kein 2,2-kW-Monster brauche. Um anständige Vorschubgeschwindigkeiten zu erzielen und genügend Spielraum für Dichteunregelmäßigkeiten wie Astlöcher zu haben, könnte es eine gute Idee sein, sich im Leistungssegment der Handoberfräse zwischen 700W und 1200W zu orientieren, was mir immer gute Dienste geleistet hat. Ich habe mich für eine 1000W &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Universal_motor#cite_note-tm-6" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Universalmotor&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; Maschine entschieden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Im Gegensatz zu den oft als &amp;ldquo;HF-Spindeln&amp;rdquo; (HF = Hochfrequenz) bezeichneten Drehstrommotoren benötigen sie keinen &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-electronics/#vfd"&gt;Frequenzumrichter&lt;/a&gt; und keine externe Kühlung, da ihr Lüfter auf die Welle geschraubt ist. Andererseits sind sie in der Regel lauter (der Lüfter ist nicht unabhängig von der Motordrehzahl) und weniger effizient (Lüfterverluste, Kommutierungsverluste, Kupferverluste, Magnetisierungsverluste usw.) Ich habe im Internet nur grobe Zahlen zum Wirkungsgrad gefunden, also nehmen wir mal an:&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;code&gt;1000W&lt;/code&gt; Universalmotorantrieb &lt;code&gt;*30%&lt;/code&gt; Gesamtwirkungsgrad inkl. Elektronik &amp;amp; Lüfter: &lt;code&gt;300W&lt;/code&gt; @ Motorwelle&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;code&gt;700W&lt;/code&gt; &lt;a href="https://www.scribd.com/document/776268309/2-4-6polig-e-M-asynchron-IP44-IP56" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Asynchronmaschine&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; &lt;code&gt;*85%&lt;/code&gt; Wirkungsgrad &lt;code&gt;*90%&lt;/code&gt; &lt;a href="http://www.variablefrequencydrive.org/vfd-efficiency" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Wirkungsgrad Steuerung&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; &lt;code&gt;*97%&lt;/code&gt; external cooling: &lt;code&gt;520W&lt;/code&gt; @ motor shaft&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das wäre ein gewaltiger Unterschied, so dass sich eine spätere Aufrüstung doch lohnen könnte. Außerdem reichen für eine HF-Spindel im Vergleich zu einem konventionellen Antrieb geringere Wattzahlen aus.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h4 id="tool-changer"&gt;Automatischer Werkzeugwechsler - ja oder nein?&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Das hängt wohl davon ab, was ich brauche. Ich kaufe mir zunächst einen einfachen Fräsmotor mit digitaler Drehzahlregelung als Spindel. Ein &amp;ldquo;richtiger&amp;rdquo; Werkzeugwechsler - richtig bedeutet, dass ich auch Werkzeugschäfte von &lt;code&gt;10mm&lt;/code&gt; und größer montieren kann und gewuchtete Spannzangen, 3-Phasen-Antrieb mit eigenständiger Kühlung und Frequenzumrichter habe - würde ~10 mal so viel kosten. Außerdem kostet jedes ER20-Spannzangenfutter für den Werkzeugwechsler mal eben die Hälfte meines Fräsmotors. Davon bräuchte ich mehr als eine, wenn der Werkzeugwechsler Sinn machen soll. Und ich bräuchte eine Druckluftanlage mit Schaltkasten usw. Das alles zusammen würde die Kosten für die Portalfräse locker überschreiten!&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Schlussfolgerung: Wenn ich die CNC in Zukunft sehr oft benutzen werde und wenn meine Projekte unbedingt häufige Werkzeugwechsel zum Schruppen, Glätten, Fasen, 3D usw. erfordern, dann könnte ich diesen teuren Schritt in Betracht ziehen. Vielleicht. Irgendwann.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h4 id="welche-größe-ist-die-beste"&gt;Welche Größe ist die beste?&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Idealerweise könnte man für die Bearbeitung von Sperrholzplatten eine ganze Standardplatte von &amp;ldquo;1250mm x 2500mm&amp;rdquo; oder einen Bruchteil davon, z.B. &amp;ldquo;610mm x 1250mm&amp;rdquo;, auflegen. Aber selbst die kleineren Platten würden nicht in den Keller meiner kleinen Wohnung passen. Also entschied ich mich für eine mit &lt;code&gt;840mm x 740mm&lt;/code&gt; Auflagefläche.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Für Ihre Wahl: Prüfen Sie, ob Sie platzmäßig eingeschränkt sind. Wenn nicht, dann machen Sie sich gründlich Gedanken darüber, was Sie mit Ihrer Maschine machen wollen. Die Größe der Maschine ergibt sich automatisch, wenn Sie wissen, wofür Sie sie hauptsächlich einsetzen wollen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h4 id="plug-and-play-oder-ein-bausatz"&gt;Plug-and-play oder ein Bausatz?&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Dies hängt von mehreren Aspekten ab: Von Budget, der Zeit, die man zu investieren bereit ist, und natürlich davon, ob man zumindest ein bisschen Talent im Umgang mit Schraubendrehern, Muttern, Abisolierzangen und dem Lötkolben hat.&#10;Es kommt auch darauf an, ob einem jede Schraube Ihrer Maschine persönlich bekannt sein soll.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h4 id="kugelumlaufspindeln-zum-bewegen-der-achsen"&gt;Kugelumlaufspindeln zum Bewegen der Achsen?&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Flinke Eilgänge, hohe Wiederholgenauigkeit durch reduziertes oder eliminiertes Spiel oder höhere Vorschubgeschwindigkeiten? Fräsen im Gleichlauf, um die Oberflächenqualität und die Standzeit der Werkzeuge zu erhöhen? Wenn Sie einen dieser Punkte bejahen, sollten Sie das zusätzliche Geld für Kugelumlaufspindeln ausgeben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h4 id="zusätzliche-vielseitigkeit"&gt;zusätzliche Vielseitigkeit?&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Wie im Abschnitt &lt;a href="https://blog.schallbert.de/portal-milling/#cnc"&gt;Moment mal&lt;/a&gt; beschrieben, wäre das Portal selbst auch für andere Zwecke geeignet. Es gibt Schleppmesser zum Plotten, 3D-Druckköpfe und sogar Gravurlaser, die bei Bedarf an das Portal angeflanscht werden könnten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Um sich darauf vorzubereiten, ist eine Spindel, die auf den Euronorm-Hals mit einem Durchmesser von 43 mm passt möglicherweise die beste Wahl, da die meisten anderen Werkzeuge auch für diese Passform erhältlich sind. Dies erleichtert einen eventuellen Umbau. Wobei andererseits die meisten Maschinen, die etwas taugen, spezialisiert sind auf ihr Fach - ein 3D-Drucker schafft wahnwitzige Beschleunigungsvorgänge, der Plotter spart beim Platzverbrauch und die CNC-Fräse ist nunmal wegen der Schneidkräfte stabiler gebaut.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="allgemeine-fragen"&gt;Allgemeine Fragen&lt;/h3&gt;&#10;&lt;h4 id="entsteht-dabei-viel-staub"&gt;Entsteht dabei viel Staub?&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Ja. Besorgen Sie sich eine gute Staubabsaugung. Ich würde ein Zyklonsystem oder einen dieser riesigen Textilbeutel empfehlen, die normalerweise bei stationären Sägen verwendet werden. Wenn Sie Ihre Maschine regelmäßig benutzen, reicht die Aufnahmekapazität eines Werkstattsaugers allein möglicherweise nicht aus.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Außerdem sollten Sie den Staubsauger gut erden (z. B. indem Sie die Erdungsleitung(en) mit dem Erdungspunkt Ihres Schaltkastens verbinden) und antistatische Saugschläuche kaufen, die Sie an die Erdung des Staubsaugers oder des Staubbehälters anschließen können.&#10;Auf diese Weise vermeiden Sie, dass Sie jedes Mal, wenn Sie vakuumbezogene Dinge berühren, einen leichten Schlag bekommen, und Sie können einen schwer auszumachenden Grund dafür ausschließen, dass Ihre Maschine verrückt spielt, z. B. plötzliches Einfrieren der Software, zufälliges Erkennen von Not-Aus-Ereignissen durch die Steuerung, Falschauslösung eines Referenzschalters oder sogar Schluckauf bei Schrittmotoren. Es gibt viele Fälle in verschiedenen Foren, in denen dies die Ursache war oder gewesen sein könnte, z. B. &lt;a href="https://cambamcnc.com/forum/index.php?topic=4524.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;hier&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h4 id="ist-sie-laut"&gt;Ist sie laut?&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Ja. Der Geräuschpegel ist vergleichbar mit dem einer Handoberfräse. Sie ist schon im Leerlauf laut, und es wird noch schlimmer, wenn sie durch Material fährt. Es könnte also eine gute Idee sein die leiseren, aber teureren Hochfrequenzspindeln mit externer Kühlung zu kaufen. Darüber hinaus sollte (&lt;a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:02006L0042-20091215&amp;amp;rid=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;und je nach den örtlichen Vorschriften sogar muss&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;) Ihre Maschine aus Sicherheitsgründen, aber auch zur Lärmminderung, eine Einhausung erhalten. Sie hilft auch dabei, Feinstaub in der Raumluft zu reduzieren.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Geräuschentwicklung hängt aber auch stark vom verwendeten Fräser ab. Meiner Erfahrung nach klingen kurze Planfräser mit großem Durchmesser und 10-mm-Schaft &lt;a href="https://blog.schallbert.de/my-endmill-screams/"&gt;angenehmer&lt;/a&gt; und sind vielleicht sogar weniger laut als Fräser mit Fischschwanz oder besonders langem Schaft.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h4 id="wie-sieht-der-arbeitsablauf-aus"&gt;Wie sieht der Arbeitsablauf aus?&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Hier ist eine vereinfachte Darstellung des Arbeitsablaufs mit einer CNC-Maschine.&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-02-12_cncworkflow.jpg" alt="Bild: CNC-Arbeitsablauf in Kürze"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Ähnlich wie beim Handwerk beginnt alles mit einer Idee. Die Zeichnungen und Bemaßungen der Teile werden nicht auf einem leeren Blatt Papier, sondern in einem Computer Aided Design-Tool erstellt. Die Zeichnung oder 3D-Modelldatei wird dann in einem Computer Aided Manufacturing Tool weiterverarbeitet, wo geeignete Fräswerkzeuge ausgewählt, die Frässtrategien festgelegt und die Werkzeugwege erzeugt werden. Die resultierende G-Code-Datei wird dann an die eigentliche CNC Software gesendet, die die Schrittmotortreiber steuert. Diese senden Stromimpulse an die Schrittmotoren, die wiederum die Maschine mechanisch verfahren, um das Teil zu fertigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="fragen-zum-betrieb"&gt;Fragen zum Betrieb&lt;/h3&gt;&#10;&lt;h4 id="milling-style"&gt;Fräsen im Gleich- oder Gegenlauf?&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Dies ist eine Entscheidung, die in der CAM-Software getroffen wird.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Fräsen im Gegenlauf = der Fräser &amp;ldquo;schnitzt&amp;rdquo; in das Material, seine Schneiden drehen sich entgegen der Materialtransportrichtung. Der Gegenlauf wird bei allen Kreissägen verwendet die ich kenne, um Rückschläge zu vermeiden oder das Werkstück auf dem Tisch zu halten.&#10;Gleichlauffräsen = der Fräser &amp;ldquo;frisst&amp;rdquo; sich in das Material, seine Schneiden rotieren mit der Transportrichtung. Der Fräser neigt dazu, sich selbst in das Material zu ziehen.&#10;Weitere Informationen z.B. auf &lt;a href="https://www.harveyperformance.com/in-the-loupe/conventional-vs-climb-milling/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;harveryperformance&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; oder &lt;a href="https://blog.tormach.com/climb-milling-versus-conventional-milling-sneaky-cnc-tricks" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;tormachs blog&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Für welche der beiden Möglichkeiten Sie sich entscheiden sollten, hängt von der Steifigkeit und dem Gewicht Ihrer Maschine, den Drehmoment Ihres Schrittmotors, der Leistung Ihrer Schrittmotorantriebe und dem Material ab, das Sie bearbeiten. Wenn Sie eine steife, schwere, leistungsstarke Maschine (mit Kugelumlaufspindeln) haben und mit eher weichen Materialien arbeiten, sollten Sie das Gleichlauffräsen verwenden. Beobachten Sie Ihre Maschine genau, um zu sehen, ob sich alles glatt anfühlt und anhört (!). Im Zweifelsfall sollten Sie im Gegenlauf fräsen. Arbeiten Sie bei handgeführten Oberfräsen immer den Gegenlauf!&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nachtrag: Ich fräse Dibond im Gegenlauf mit guten Ergebnissen, Acrylglas und Holz jedoch bearbeite ich im Gleichlauf.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h4 id="wie-spannt-man-das-werkstück-schnell-und-einfach-auf"&gt;Wie spannt man das Werkstück schnell und einfach auf?&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Das hängt wiederum von Ihrem Material ab:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Große Platten: Vakuumtisch oder Anschlag mit Klemmen, die die Platte gegen den Anschlag drücken&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Kleine Platten: Klemmen oder Verschraubung auf dem Fräsbett&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Kleine Blöcke: Schraubstock&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Unregelmäßige Formen: Klemmen, die das Material auf dem Fräsbett niederhalten&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Beidseitiges Fräsen: projektspezifische Vorrichtungen, die das Material in Position halten&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Hmm, die &lt;a href="https://blog.schallbert.de/projects/cnc_spoilboard/"&gt;Opferplatte mit Anschlag&lt;/a&gt; wird wahrscheinlich eins meiner ersten Projekte mit der neuen Maschine.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h4 id="mit-welchen-bits--fräsern-sollte-man-beginnen"&gt;Mit welchen Bits / Fräsern sollte man beginnen?&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich würde für den Anfang die folgenden allgemeinen Fräser empfehlen. Sie sollten natürlich in Herstellung, Spiralform, Nutenzahl usw. zum verwendeten Material passen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Klassischer Schaftfräser mit &lt;code&gt;6mm&lt;/code&gt; oder 1/4&amp;quot;, Spirale mit &lt;code&gt;15-30°&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;2mm&lt;/code&gt; Schaftfräser mit Freischnitt für feines Material oder kleine Löcher&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;60°&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;90°&lt;/code&gt; Gravierfräser für Gravuren und Fasen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Planfräser für großflächiges Fräsen&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h4 id="mein-schwerpunkt-ist-holz-was-sind-geeignete-vorschübe-und-drehzahlen"&gt;Mein Schwerpunkt ist Holz, was sind geeignete Vorschübe und Drehzahlen?&lt;/h4&gt;&#10;&lt;p&gt;Birkensperrholz ist hart aber nachgiebig. Die geeigneten Werte berücksichtigen immer die Stabilität der Maschine, die Drehmomente der Schrittmotoren und die Spindelleistung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wichtig ist, dass der Fräser Späne erzeugt und keinen Staub. Deshalb sollten niedrige Vorschubgeschwindigkeiten bei hohen Spindeldrehzahlen vermieden werden. Für den Anfang in Holz: Verwenden Sie die Hälfte Ihres Werkzeugdurchmessers als Tiefe pro Durchgang, berechnen Sie die Spindeldrehzahl mit der Formel für Vorschübe und Drehzahlen oder einem Rechner aus dem Internet, und probieren Sie diese aus. Schauen Sie sich die Späne an. Hören Sie der Maschine bei der Arbeit zu. Hört sie sich &amp;ldquo;gut&amp;rdquo; an? Erhöhen Sie die Tiefe pro Durchgang oder die Vorschubgeschwindigkeit allmählich und hören Sie an dem Punkt auf, an dem entweder Ihre Spindel gestresst klingt, Ihr Finish schlechter wird oder Sie sich mit Ihrer Maschine nicht mehr sicher fühlen. Drehen Sie wieder eine Stufe zurück, und das könnte Ihre ideale Vorschubgeschwindigkeit und Durchgangstiefe für das Material und den Fräser sein, den Sie gerade verwenden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Für meine Maschine habe ich mich für &lt;code&gt;F3500mm/min&lt;/code&gt; = &lt;code&gt;138in/m&lt;/code&gt; bei &lt;code&gt;S24000U/min&lt;/code&gt; und einer Tiefenzustellung in Höhe des Fräsdurchmessers &lt;code&gt;Z+6mm&lt;/code&gt;, Bahnüberlappung &lt;code&gt;10%&lt;/code&gt; entschieden. Für die Recherche habe ich die folgenden Websites benutzt: &lt;a href="https://www.cnccookbook.com/feeds-speeds-cnc-wood-cutting/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;cnccookbook&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, &lt;a href="https://www.cncrechner.de/rechner/vorschub/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;cnc-rechner&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; sowie Webseiten von Werkzeugherstellern wie &lt;a href="https://webseite.sorotec.de/download/fraesparameter/schnittwerte.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Sorotec&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="weiterlesen"&gt;Weiterlesen?&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/portal-milling-build/"&gt;CNC: Der Aufbau&lt;/a&gt;&#10;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-electronics/"&gt;CNC Elektronik&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&#10;</description></item><item><title>1 Jahr CNC 🎂</title><link>https://blog.schallbert.de/projects/one-year-zerspanobert/</link><pubDate>Mon, 01 Jan 0001</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/projects/one-year-zerspanobert/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/1year_cnc/machine-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: Zerspanobert CNC machine"&#10; title="1 Jahr CNC 🎂" /&gt;&#10;&lt;h2 id="ein-jahr--meine-portalfräsmaschine"&gt;Ein Jahr &lt;a href="https://blog.schallbert.de/portal-milling-build/"&gt;&amp;lsquo;Zerspanobert&amp;rsquo;&lt;/a&gt;, meine Portalfräsmaschine&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Wir schreiben März 2023. Meine CNC-Maschine ist seit einem Jahr in Betrieb. Es war ein gutes Jahr. Ich habe eine Menge gelernt und hatte viel Spaß beim Schreiben von Artikeln über meine Fortschritte. Natürlich konnte ich nicht jedes Projekt das ich in dieser Zeit durchgeführt habe dokumentieren bloggen, dennoch soll dieser Artikel das Jahr ein wenig Revue passieren lassen&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="die-maschine"&gt;Die Maschine&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich kann inzwischen sagen, dass ich die richtige Maschine für meinen Bedarf ausgewählt habe. Es handelt sich um die zweitgünstigste Maschine von Sorotec. Sie bietet viele Eigenschaften &amp;ldquo;gehobenerer&amp;rdquo; Portalfräsmaschinen, wie z.B. Kugelumlaufspindeln, &lt;code&gt;3Nm&lt;/code&gt; Stepper, &lt;code&gt;48V&lt;/code&gt; Kleinspannungsschiene, vorgespannte Linearführungen. Um den Preis moderat zu halten, wurde allerdings auf andere Dinge verzichtet. So besitzt sie weder Riemenantriebe für die Schrittmotoren um Platz zu sparen noch doppelte Linearführungen an der Z-Achse oder zusätzliche Versteifungen für Portal, Z-Achse und Hauptrahmen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/1year_cnc/z_axis.jpg" alt="Bild: Detailansicht Z-Achse"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Deshalb muss man wissen, welche Lasten grenzwertig sind und sich etwas zurückhalten. Aber das gilt wahrscheinlich auch für steifere Maschinen - sie heben nur die Grenzen an. Was bei meiner Einstellung schnellere Vorschübe oder höhere Schnitttiefen verhindert, ist der Oberfräsenmotor und die Art und Weise, wie er an der Z-Achse befestigt ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Der Motor ist eindeutig überfordert mit&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Birke Multiplex, Vollnutenfräsen, 6mm Fräser 2-schneidig, &lt;code&gt;S24000&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;Z+12mm&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;F4000&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;HPL, Vollnutenfräsen, 6mm Fräser 2-Schneide, &lt;code&gt;S24000&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;Z+6.5mm&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;F3500&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Aluminium AlMg1, Vollnutenfräsen, 6mm Fräser einschneidig, &lt;code&gt;S24000&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;Z+3mm&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;F1600&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Wenn jedoch Schnitttiefe und/oder den Vorschub reduziert wird, kann die Maschine die Arbeit sehr gut ausführen.&#10;Die Genauigkeit der Maschine ist ziemlich gut; die wirklich begrenzenden Faktoren sind hier die manuelle Bestimmung des Werkstücknullpunkts sowie der Werkzeuglängensensor aber nicht die Maschine selbst.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Der Vakuumtisch eröffnete die Welt der feinen Gravuren mit Graviersticheln und V-Fräsern. Das Problem war vorher, dass die Verformung des Werkstücks und Ungenauigkeiten des Arbeitstisches dazu führten, dass die Gravuren von sehr unterschiedlicher Qualität waren und größere Toleranzen in der Breite aufwiesen, als ich erwartet hatte. Diese Probleme gibt es jetzt nicht mehr, ebenso wenig wie die zusätzliche Arbeit, Vorrichtungen für kleine oder sperrige Werkstücke herzustellen. Das Halten und Spannen wurde um ein Vielfaches einfacher. Außerdem konnte ich die Z-Sicherheitshöhe reduzieren, was Fräsarbeiten um bis zu 20 % beschleunigte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich konzentrierte mich darauf, die Bearbeitungszeit so weit wie möglich zu reduzieren, damit ich nicht mehr Zeit als nötig mit der Überwachung der Maschine in der kalten Werkstatt verbringen musste. Deshalb habe ich die Maschine und die Fräser absichtlich an ihre Grenzen gebracht was Eilganggeschwindigkeit, Vorschub und Schnitttiefe angeht. Als ich diese Grenzen herausgefunden hatte, drosselte ich die Parameter um 20-30 %, um auf Nummer sicher zu gehen und die Wiederholgenauigkeit hoch zu halten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="upgrades"&gt;Upgrades&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe die Maschine mit einem &lt;a href="https://blog.schallbert.de/why-vacuum-table/"&gt;Vakuumtisch&lt;/a&gt; aufgerüstet und konnte viel über Haltekräfte und Volumenstrom lernen, was zü meinem Artikel zur &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-vacuum-pumps/"&gt;Auswahl der geeigneten Vakuumlösung&lt;/a&gt; führte. Ich habe Schwerschaummatten zur Vibrations- und Schalldämmung installiert. Man kann sie im Bild unten etwas schlecht erkennen, aber der gesamte Arbeittisch ist mit Dämmmatten unterfüttert.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/1year_cnc/accessories.jpg" alt="Image: Accessories and machine controller"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Außerdem habe ich eine Absauganlage mit Zyklonabscheider installiert, die während des Fräsvorganges läuft. Die Menge an Spänen, die die Fräse produziert ist wirklich erstaunlich und so bin ich froh, dass ich die Anlage bereits seit Beginn meiner Arbeiten zur Verfügung habe.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Bald werde ich eine HF-Spindel statt meinem Oberfräsmotor einbauen und so Vibrationen, Toleranzen und Geräuschpegel weiter verringern. Letztendlich sollte ich damit die Vorschubwerte erreichen, die ich oben angegeben habe.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="materialien"&gt;Materialien&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe mit Hartholz, &lt;a href="https://blog.schallbert.de/negative-carving-with-estlcam/#engrave"&gt;Multiplex&lt;/a&gt;, &lt;a href="https://blog.schallbert.de/projects/cnc_spoilboard/"&gt;MDF&lt;/a&gt;, Acrylglas (PMMA), &lt;a href="https://hobbyline.info/forum/index.php?thread/717-hobbyglas-polystyrol-fr%C3%A4sen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Polystyrol&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-router-overload/"&gt;Hochdrucklaminaten (HPL)&lt;/a&gt; und &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cut-dibond/"&gt;Aluminium-Komposit&lt;/a&gt; gearbeitet.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/1year_cnc/materials.jpg" alt="Image: Material samples that I worked with"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Bei all diesen Werkstoffen musste ich lernen, wie sich die Materialien verhalten und mit welchen Parametern die Fräser betrieben werden müssen, um qualitativ hochwertige Ergebnisse zu erzielen. Einige Materialien waren so anspruchsvoll, dass meine Maschine überlastet war, bei anderen hatte ich &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-vibrates/"&gt;Vibrationsprobleme&lt;/a&gt; oder Probleme, &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cut-dibond-tests/"&gt;die gewünschte Qualität zu erreichen&lt;/a&gt;. Aber ich konnte immer aus Fehlschlägen lernen und meine Abläufe verbessern, um sie in Zukunft zu vermeiden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/1year_cnc/pmma.jpg" alt="Bild: Acryl-Absaugschlauchhalter"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Bild oben zeigt eine Absaugschlauchklemme aus PMMA (Acrylglas), die ich an der Z-Achse meiner CNC angebracht habe. Ich habe recht lange dafür gebraucht, die minimalen Fasen genau richtig hinzubekommen und Schlichtvorgänge angewendet, wo ich glaubte, dass sie eine bessere Oberflächengüte bieten könnten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="software"&gt;Software&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/assets/images/qr-codengrave/app-thumb.jpg"&gt;Bild: Hauptbildschirm der Qr-codengrave-App&lt;/a&gt;{: .align-right}&#10;Ich habe die &lt;a href="https://blog.schallbert.de/macros-for-cnc/"&gt;Makros&lt;/a&gt; der Maschine sowie &lt;a href="https://blog.schallbert.de/portal-milling-setup/"&gt;die Kinematikparameter&lt;/a&gt; optimiert, und sogar eine vollständige Anwendung, mit der die CNC &lt;a href="https://blog.schallbert.de/projects/qr-codengrave/"&gt;QR-Codes&lt;/a&gt; in praktisch jedes Plattenmaterial gravieren kann, programmiert. Diese QR-Codes werden von Handykameras bestens erkannt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Als meine Gravurprojekte immer komplexer wurden, stürzte mein CAM-System bei der Berechnung der Pfade für die Bearbeitung mehrerer Exemplare ständig ab. Daher musste ich die Aneinanderreihung manuell durchführen, was mich dazu brachte, mich mit Koordinatenverschiebungsbefehlen wie &lt;code&gt;G54...G59.3&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;G68&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;G92&lt;/code&gt; zu beschäftigen, die, wenn sie nicht richtig verstanden werden, die Werkstücke arg in Mitleidenschaft ziehen.&#10;Dies half mir, die numerische Steuerung und ihre Interpretersprache besser zu verstehen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nicht zuletzt war die Lernkurve, die ich durch die Arbeit mit &lt;a href="https://blog.schallbert.de/freecad-get-started/"&gt;FreeCAD&lt;/a&gt; und &lt;a href="https://blog.schallbert.de/negative-carving-with-estlcam/"&gt;Estlcam&lt;/a&gt; durchlaufen musste, ziemlich steil. Aber da musste ich durch, sonst hätte ich meine Teile nicht fertigen können.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="hilfe-und-unterstützung"&gt;Hilfe und Unterstützung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Zum Glück hatte ich immer Leute, die mir helfen wollten und konnten. Meine Frau war immer für mich da und erlaubte mir, mir Zeit dafür zu nehmen, und meine Kinder besuchten mich häufig im Keller, so dass ich nie einsam war. Mir meiner Frau und einigen guten Freunden konnte ich immer reden, mir Rat geben lassen, wenn die Arbeit frustrierend wurde. Aber auch von kommerzieller Seite hatte ich hervorragende Unterstützung:&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--left"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/1year_cnc/sorotec.jpg" alt="Bild: Sorotec Logo"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Vielen Dank an Willy, Roy und Alex von &lt;a href="https://www.sorotec.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Sorotec&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; für Ratschläge, Tipps und Tricks, die mir geholfen haben, meine Maschine zu handhaben und eine bessere Lebensdauer aus den Fräsern herauszuholen. Ich habe den direkten Telefonsupport und die schnellen Bearbeitungszeiten für Fräserlieferungen und Garantiereparaturen geschätzt. Ich besuche auch gerne das &lt;a href="https://hobbyline.info/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;hobbyline CNC forum&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; für Diskussionen und um meine Geschichten dort zu veröffentlichen und zu diskutieren. So kann ich der Gemeinschaft etwas zurückgeben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--left"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/1year_cnc/eding.jpg" alt="Bild: EdingCNC Logo"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Auch Dank an das Team von &lt;a href="https://edingcnc.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;EdingCNC&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, vor allem an Iwona und Pim für Ihre schnellen und ausführlichen Antworten auf Support-Tickets und Controller-Software bezogene Fragen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--left"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/1year_cnc/stritzelberger.jpg" alt="Bild: Stritzelberger Logo"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Vielen Dank an Jo von &lt;a href="https://vakuumtisch.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Stritzelberger&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; für stundenlange Diskussionen über gute Lösungen für meinen Vakuumtisch und Zubehör.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--left"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/1year_cnc/vhf.jpg" alt="Bild: vhf logo"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Von &lt;a href="https://shop.vhf.de/catalogs/Werkzeuge-W.htm?showStartpage=true" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;vhf&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; möchte ich mich bei Frau Dressner für die Zeit und die häufigen Gespräche über Schnittqualität, Optimierung der Vorschübe und Geschwindigkeiten für Schaftfräser des Unternehmens sowie Beratung über Materialfrässtrategien bedanken.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--left"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/1year_cnc/benezan.jpg" alt="Bild: Benezan-Logo"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Ein weiterer Dank geht an Nicolas von &lt;a href="https://www.benezan-electronics.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Benezan Electronics&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; für seine Unterstützung bei der Analyse eines Problems mit dem Signal-Breakout-Board und schließlich dessen Austausch.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--left"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/1year_cnc/gmc.jpg" alt="Bild: Gossen Metrawatt Logo"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Dank an Herrn Leibold von &lt;a href="https://www.gmc-instruments.de/en/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Gossen Metrawatt&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; für seine Hilfe bei der Auswahl eines guten Instruments zur Messung von Spannungsspitzen und der Leistungsaufnahme des Systems.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--left"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/1year_cnc/spinogy.jpg" alt="Bild: Spinogy-Logo"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Vielen Dank an Dominik von &lt;a href="https://www.spinogy.de/en/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Spinogy&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, mit dem ich über ein halbes Jahr lang telefoniert habe, um ein geeignetes Spindel-Upgrade und Zubehör für meine Maschine auszuwählen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--left"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/1year_cnc/cadascam.jpg" alt="Bild: CadAsCam Logo"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Abschließend möchte ich mich bei Achim von &lt;a href="https://www.cadascam.com/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;CadAsCam&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; bedanken, für die freundliche Aufnahme von Software-Verbesserungsvorschlägen, die Beantwortung grundlegender Fragen und die extrem schnelle Reaktion mit Software-Updates und Korrekturen. Außerdem war euer kostenloser 2-Tages-Workshop große Klasse!&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="laufzeit-und-aufträge"&gt;Laufzeit und Aufträge&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Innerhalb eines Jahres habe ich 200 Aufträge mit einer Gesamtlaufzeit von knapp 18 Stunden gefertigt. Wenn ich Einrichten der Fräse auf die Jobs, Montage des Werkstücks und so weiter einbeziehe, kann man die Stundenzahl verdreifachen. Bezieht man zusätzlich meine Arbeitsstunden in CAD und CAM mit ein, wäre die Zahl locker nochmal zu verdoppeln - Man sieht also, dass so ein Hobby zu einem wahren Zeitfresser werden kann - umso wichtiger ist es dann, dass es Spaß macht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wie viel Zeit mich Aufbau, Wartung und Pflege der Maschine gekostet haben? Ich weiß es nicht genau. Aber ich schätze, dass es auf Augenhöhe liegt mit dem Betreiben dieser Website, wo die Erstellung von Inhalten für eine Minute Lesedauer mich in etwa eine Stunde in Beschlag nimmt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/1year_cnc/jobs_1year.jpg" alt="Bild: CNC-Softwareanzeige"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Außerdem habe ich viele Stunden damit verbracht, online nach Materialmessgeräten und Fräsern zu suchen, Ratschläge in Foren einzuholen und zu erteilen, nach Maschinen-Upgrades zu suchen und Videos darüber anzusehen, wie andere Leute ihre CNCs benutzen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Mein derzeitiger Favorit (Stand: März 2023) ist übrigens von CNC Connect (&lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=iqNTEnlXwO0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;youtube link&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;). Ich werde nicht versuchen, mich damit zu vergleichen - denn ich bin ja kein Profi - aber ich bin immer wieder beeindruckt von Menschen und Herstellern, die ihr Handwerk verstehen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="kosten"&gt;Kosten&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Das CNC-Hobby ist &lt;em&gt;teuer&lt;/em&gt;, sowohl in Bezug auf Geld als auch auf Zeit. In meinem Fall habe ich fast 13.000,00€ 😨 in die Maschine, ihr Zubehör, die Spindel, den Maschinentisch, die Stromversorgung und die Schutzausrüstung, die Beleuchtung, die numerische Steuerung, den Laptop, die CAD/CAM/CNC-Software, die Schalldämmung, die Werkzeuge zum Bau der Maschine, die Absauganlage, die persönliche Sicherheitsausrüstung usw. investiert.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Und dabei habe ich noch nicht einmal die Kosten für Schaftfräser erwähnt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Kurz vor dem Kauf denkt man: &amp;ldquo;Die Maschine an sich ist nicht allzu teuer&amp;rdquo;. Aber sobald man sich zum Kauf entschließt, werden sofort weitere Dinge erforderlich. Ich habe fast immer &amp;ldquo;B&amp;rdquo; gesagt nachdem ich &amp;ldquo;A&amp;rdquo; rief, bin nur wenige Kompromisse bei der Qualität der Ausrüstung eingegangen und habe mich nicht auf ein Material spezialisiert, was die Kosten geringer gehalten hätte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich war fasziniert von den verschiedenen Materialien und ihren Eigenschaften, und es war immer eine Freude, wenn ein Teil wirklich gut wurde, unabhängig von dem Material, aus dem es bestand.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="misserfolge-und-lösungen"&gt;Misserfolge und Lösungen&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Hier ist eine Liste größerer Probleme, die ich im letzten Jahr erlebt habe.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="oberfräsenmotor-fällt-aus-bzw-wackelkontakt-im-betrieb-"&gt;Oberfräsenmotor fällt aus bzw. Wackelkontakt im Betrieb. Ⓜ️&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Dieses Problem war in Hartholz und Multiplex nach nur 8h Spindelbetrieb reproduzierbar. Die Lösung war der Einbau einer neuen Elektronikplatine, die Maffell kurzerhand lieferte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="die-geschwindigkeit-des-oberfräsenmotors-fällt-mitten-im-auftrag-auf-die-mindestdrehzahl-"&gt;Die Geschwindigkeit des Oberfräsenmotors fällt mitten im Auftrag auf die Mindestdrehzahl Ⓜ️&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Dieses Problem war ebenfalls reproduzierbar und hatte zwei Ursachen:&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/1year_cnc/emergency.jpg" alt="Bild: Notschalter-Detailansicht"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Der Not-Aus-Schalter hatte einen geringen Auslöseweg, so dass kurze Kontaktprellungen möglich waren. Der Schalter ist auf dem Maschinentisch montiert und konnte durch Maschinenvibrationen ausgelöst werden. Ich habe dies behoben, indem ich die Position des Mikroschalters im Gehäuse so verändert habe, dass der Schalter nicht vorzeitig ausgelöst wird.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Auf der Breakout-Platine, die das analoge &lt;code&gt;0-10V&lt;/code&gt;-Signal aus dem Pulsbreitenbefehl der CNC erzeugt, war ein falscher Operationsverstärkertyp montiert (nicht RTR). Unter noch unbekannten Umständen (vielleicht Kontaktprellen des Notschalters?) kam es bei diesem Teil zu einem &amp;ldquo;&lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Latch-up" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Latch-up&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&amp;rdquo;, so dass die Geschwindigkeit des Oberfräsenmotors auf die niedrigste Einstellung fiel.&#10;Ein neues Signal-Breakout-Board wurde montiert und das Problem war damit behoben.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="velocityerror"&gt;CNC Meldung: &amp;ldquo;The Velocity was higher than max!&amp;rdquo; ⚠️&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Dieser Fehler trat bei einigen Gelegenheiten auf. Sie waren alle unangenehm. Einmal habe ich meine Maschine zu schnell bewegen lassen (gleichzeitig &lt;code&gt;240mm/s&lt;/code&gt; auf XY, &lt;code&gt;110mm/s&lt;/code&gt; auf Z), was dazu führte, dass sie quietschte und eine Menge Schritte verlor, die sich in den Zentimeterbereich summierten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/1year_cnc/stepfrequency_old.jpg" alt="Bild: Übertaktete Maschinenkinematik, die zu Problemen führte"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Ein anderes Mal, als ich weniger hohe (aber im Nachhinein immer noch zu hohe) Geschwindigkeitswerte eingegeben hatte, machte ich einen Fehler, indem ich Eilgang &amp;ldquo;G00 Xxx Yyy Zzz&amp;rdquo; für alle Achsen gleichzeitig befahl, was dazu führte, dass die Maschine beim Abbremsen Schritte verlor und auf der Z-Achse an den mechanischen Endanschlag stieß. Glücklicherweise war es die obere Anschlag, so dass weder die Spindel noch die Maschine bzw. Maschinenbett beschädigt wurden. Nur die Schrittmotorkupplung rutschte durch. Uff.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Der Grund dafür: Die maximale Impulsfrequenz für &lt;em&gt;kombinierte Achsenbewegungen&lt;/em&gt; beträgt bei meinem Controller &lt;code&gt;125kHz&lt;/code&gt;. Ich dachte, das sei pro Achse. Das ist &lt;em&gt;falsch&lt;/em&gt;. Ich habe das mit dem Hersteller der numerischen Steuerung abgeklärt. Ich musste die Geschwindigkeitswerte der Achsen neu einstellen, um &lt;em&gt;kombiniert&lt;/em&gt; unter &lt;code&gt;125kHz&lt;/code&gt; zu bleiben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Um neue Werte zu finden, habe ich mir meine bisherigen Aufträge angesehen. Ich verliere mehr Zeit bei schnellen Bewegungen der Z-Achse als bei den anderen beiden Achsen. Deshalb habe ich das Hauptaugenmerk auf die Z-Achse gelegt, um sie schnell und mit hoher Beschleunigung zu fahren, während ich die Werte für die X- und Y-Achse reduziert habe. Dabei ist zu beachten, dass die Z-Achse aufgrund ihres kürzeren Kugelumlaufgewindes auf meiner Maschine die doppelte Auflösung hat, so dass die Werte verdoppeln müssen, um sie mit den anderen Achsen vergleichen zu können.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/1year_cnc/stepfrequency_new.jpg" alt="Bild: Abgestimmte Maschinenkinematik zur Behebung des Problems"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Dies alles geschah nach der Verbesserung der Fertigungsqualität, die ich &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cut-dibond-tests/#machine-vibrations"&gt;hier&lt;/a&gt; dokumentiert habe. Diese Werte liefern also nachweislich gute Ergebnisse und werden von mir nicht mehr leichtfertig verändert.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="kollision-der-maschine-mit-dem-vakuumtisch-"&gt;Kollision der Maschine mit dem Vakuumtisch 💥&lt;/h3&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/1year_cnc/vacuumtable_cut.jpg" alt="Bild: 6mm Frässpuren in meinem brandneuen Vakuumtisch"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Nun, das hat mich wirklich verärgert. Ich hatte den Tisch noch nicht einmal zwei Wochen, und schon jetzt hatte ich ihn beschädigt. Das Schlimmste war, dass ich nicht verstand, warum.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Alles, was ich wollte, war &lt;code&gt;18mm&lt;/code&gt; Birke Multiplex zu fräsen. Ich ließ den Schruppfräser den Umriss erstellen, sah mich aber mit einem Problem konfrontiert, das mich dazu brachte, den Not-Aus zu drücken, als der Vorgang bereits abgeschlossen war (beim Zurückfahren zu XY0 wäre der Fräser auf ein Hindernis gestoßen). Ich korrigierte den Pfad und setzte die Maschine zurück. Ich wechselte das Werkzeug zum Schlichten und startete den Auftrag.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Als ich merkte, dass die Maschine ungewöhnliche Geräusche von sich gab, betätigte ich den Not-Aus. Aber bei über &lt;code&gt;4000mm/min&lt;/code&gt; zum Schlichten war ich nicht schnell genug, um zu verhindern, dass die Maschine durch den Vakuumtisch fräst.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich schaute mir den Arbeitsversatz für die Z-Achse im Variablenspeicher für &lt;code&gt;G92&lt;/code&gt; an. Er war korrekt. Ich suchte in den flüchtigen Variablen der CNC. Alle stimmten mit meinen Erwartungen überein. Dann begann ich, in den Logdateien der Maschine zu suchen. Glücklicherweise habe ich das obige Bild direkt nach diesem Vorfall gemacht, so dass es nicht schwer war, die richtigen Protokollzeilen herauszufinden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/1year_cnc/edinglog.jpg" alt="Bild: Logdatei mit Werkzeuglängenmessungen"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Man kann erkennen, dass die Werkzeuglänge sowohl für den Schrupp- als auch für den Standardfräser gemessen wurde. Der Standardfräser ragt um etwa 3,4 mm weiter heraus. Das ist genau die Tiefe, die mir jetzt auf meinem Vakuumtisch fehlte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dennoch hatte ich keine Ahnung, warum die Maschine die aktualisierte Werkzeuglänge nicht berücksichtigte. Also habe ich mir das Makro für den Werkzeugwechsel angesehen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/1year_cnc/macro_rootcause.jpg" alt="Bild: Makro mit Werkzeuglängenmessroutine"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Man kan sehen, dass Variable &lt;code&gt;#3501&lt;/code&gt; speichert, ob bereits eine Werkzeuglänge gemessen wurde. Wenn dies der Fall ist, kann einfach die neue Werkzeuglänge gemessen und die Differenz zwischen den beiden Werten als Z-Achsen-Korrektur gespeichert werden. Dann wird das Programm mit dem neuen Werkzeug fortgesetzt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Problem ist, dass die Variable &lt;code&gt;#3501&lt;/code&gt; flüchtig ist, wie ein Blick in das Handbuch der Steuerung zeigt. Und es scheint, dass flüchtige Variablen nicht nur zurückgesetzt werden, wenn die Anwendung geschlossen wird, sondern auch, wenn der Not-Aus gedrückt wird.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ausgehend von meinen vorherigen Aussagen hatte ich das folgende Problem: Das Drücken des Not-Aus löschte den Wert dieser Variablen, behielt aber die ursprüngliche Z0-Höhenmessung bei, die ich ganz am Anfang vor dem Einsatz des Schruppwerkzeugs vorgenommen hatte. Anstatt also die Höhenkorrektur mit dem neuen Werkzeug zu aktualisieren, um der neuen Werkzeuglänge Rechnung zu tragen, dachte das Makro, dass dies das erste verwendete Werkzeug sei &lt;em&gt;und speicherte&lt;/em&gt; einfach dessen Länge in der Variablen &lt;code&gt;#4501&lt;/code&gt; (weil man - logisch - keine Differenz nehmen kann, wenn man vor dem ersten Werkzeug kein Werkzeug vermessen hatte).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das allein hätte den Vorfall gar nicht verursacht, wenn der neu eingesetzte Fräser nicht zufällig weiter aus der Spannzange herausgeragt hätte als der vorherige.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/1year_cnc/macro_solution.jpg" alt="Bild: Zwischenlösung war die Änderung des Makros"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich löste das Problem, indem ich dem Makro eine Meldung hinzufügte, wenn es nur die Werkzeuglänge speicherte, aber nicht den Versatz der Z-Achse änderte. Auf diese Weise habe ich zumindest einen Hinweis darauf, dass etwas schief gehen könnte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="schlussfolgerung"&gt;Schlussfolgerung&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich die CNC weiterhin benutzen werde. Ich werde nach und nach weiter dazulernen. Und ich werde mein Wissen darüber vertiefen, wie Software mit Mechatronik interagiert, die physikalische Materie verändert, wie es &amp;lsquo;Zerspanobert&amp;rsquo; tut. Ich werde versuchen, aufzuschreiben, was ich gelernt habe, damit andere meinen Spuren folgen können, wenn sie wollen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich hoffe, dass ich einen guten Kontakt zu anderen Bastlern, Herstellern und zu den Firmen, mit denen ich bisher zusammenarbeiten durfte, aufrechterhalten kann (und vielleicht noch einige weitere zu meiner Liste hinzufügen können werde).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Bis bald!&#10;&lt;em&gt;Schallbert&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#10;</description></item><item><title>CNC 'Opferplatte'</title><link>https://blog.schallbert.de/projects/cnc_spoilboard/</link><pubDate>Mon, 01 Jan 0001</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/projects/cnc_spoilboard/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/spoilboard/spoilboard-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: Spoilboard for my CNC"&#10; title="CNC &amp;#39;Opferplatte&amp;#39;" /&gt;&#10;&lt;h2 id="was-ist-eine-opferplatte"&gt;Was ist eine &amp;lsquo;Opferplatte&amp;rsquo;?&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Eine &amp;lsquo;Opferplatte&amp;rsquo; ist ein Brett, was auf dem Maschinenbett befestigt und zumeist abgeplant wird. Auf ihm wiederum werden dann die Werkstücke befestigt. Es nennt sich Opferplatte, weil die Fräser beim Durchfräsen des Werkstückes meist einige Zehntel Millimeter tiefer in das Material tauchen als es stark ist, um jegliche Fasern sicher zu trennen und die Werkstückunterseite nicht auszufransen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Zudem können Werkstücke ohne viel Aufhebens direkt auf der Platte festgeschraubt werden. Ist die Platte einige Zeit in betrieb und droht, uneben zu werden, lässt sie sich meist noch ein paar weitere male abplanen und somit weiternutzen, bevor sie dann nach langem produktiven Einsatz erneuert werden muss.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ein weiterer Vorteil der Opferplatte ist, dass selbst bei fehlerhaften Fräsbefehlen nicht direkt der teure Maschinentisch in Mitleidenschaft gezogen wird und zumeist sogar der Fräser diese Fehler überlebt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="projekt-steckbrief"&gt;Projekt-Steckbrief&lt;/h2&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Schwierigkeitsgrad: mittel 3/5&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Kosten: ~60€&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Zeitaufwand: ~6h&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-spoilboard-diy/"&gt;Zur Anleitung&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/spoilboard/crop.jpg" alt="Image: spoilboard features"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Das Design verwendet Schlitze für Hammermuttern in verschiedenen Winkeln, um eine sehr flexible Aufspannung zu ermöglichen. Es umfasst auch einen Anschlag, der die Vorbereitung bei Fertigung aus mehreren Plattenrohlingen erleichtert: Der Werkstücknullpunkt liegt immer an der gleichen Stelle, und das Einspannen gegen den Anschlag genügt meist bereits, so dass kein Niederhalten in Z-Richtung erforderlich ist. Der Anschlag hat zwei Aussparungen: Eine zur Aufnahme des Werkzeuglängensensors und eine weitere am XY-Nullpunkt, um Werkzeugkollisionen beim schnellen Positionieren zu vermeiden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="einfache-einstellung-für-fast-jede-cnc"&gt;Einfache Einstellung für fast jede CNC&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Maße, die ich genommen habe, passen für eine Basicline 0607 Portalfräsmaschine. Da ich aber ein parametrisches CAD-Tool verwende, müssen nur die Abmessungen an Ihre Maschine angepasst und einige Zeichnungsfehler behoben werden, sodass eigene Entwürfe schnell von der Hand gehen sollten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="die-idee"&gt;Die Idee&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Wie bereits erwähnt, muss meine Opferplatte die folgenden Kriterien erfüllen:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Sie muss auf dem Grundrahmen der CNC-Maschine befestigt werden können (Hammermuttern / M5-Schrauben)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Befestigungspunkt in der Nähe des XY-Nullpunkts&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;T-Nuten für flexible Montage bei 0°, 22,5°, 45°, 67,5°, 90°&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Anschlag, Schnellmontage auf der Opferplatte zur Vereinfachung des Spannens und Verbesserung der Wiederholgenauigkeit&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Anschlag zur Aufnahme des Werkzeuglängensensors&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Anschlag zur Bereitstellung eines Ausschnitts am XY-Nullpunkt&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Soll auf der CNC, für die sie entwickelt wurde, herstellbar sein (bei Bedarf mehrstufig)&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h2 id="entwurfsphase-cad"&gt;Entwurfsphase: CAD&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich begann mit einer Maßtabelle in Freecad und ein paar leeren Skizzen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="montage-am-grundrahmen"&gt;Montage am Grundrahmen&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/spoilboard/spoilboard_mount.jpg" alt="Image: Opferplatte Draufsicht, Montage am Rahmen"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;In die Tabellenkalkulation habe ich zunächst die Abmessungen des Grundrahmens und des CNC-Verfahrbereichs sowie die Parameter der Einschlagmutter, der Unterlegscheibe und des Befestigungselements eingegeben.&#10;Ich maß die genauen Positionen der T-Muttern des Grundrahmens, an denen ich das Opferplatte befestigen wollte, und gab sie in die Kalkulationstabelle ein.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Danach öffnete ich die erste Skizze und zeichnete das Opferplatten-Rechteck, wobei ich die Abmessungen mit den Daten aus der Tabelle so hinzufügte, dass die Skizze &amp;ldquo;fully constrained&amp;rdquo; - also vollständig bestimmt ist. Ich fügte Konstruktionslinien hinzu (d. h. Linien, die in der endgültigen Zeichnung nicht zu sehen sind, aber dazu dienen, Zwangsbedingungen zu verankern, Linien zu zeichnen oder die Symmetrie innerhalb einer Zeichnung zu markieren), wo die Zentren der T-Muttern des Grundrahmens positioniert sind.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Weiter fügte ich konzentrische Kreise für Unterlegscheibensenkungen und Durchgangslöcher in gleichmäßigen Abständen hinzu. Sie werden später die Befestigungselemente und ihre Unterlegscheiben aufnehmen. Über ihre endgültige Position auf der Y-Achse habe ich noch nicht entschieden, da die T-Muttern der Opferplatte einige dieser Befestigungspunkte beeinträchtigen würden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die CNC-Bearbeitung für diese Skizze muss auf der &amp;ldquo;Oberseite&amp;rdquo; der Opferplatte durchgeführt werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="schlitze-für-t-muttern-und-befestigungspunkte-für-den-anschlag"&gt;Schlitze für T-Muttern und Befestigungspunkte für den Anschlag&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Nun war es wieder an der Zeit, der Tabelle einige Daten hinzuzufügen: T-Nut-Parameter, Winkel, Randbreite wie folgt:&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/spoilboard/tslot_data.jpg" alt="Image: spoilboard t-nut slot data"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Zunächst musste ich auf dem Opferplatte Konstruktionslinien hinzufügen, um den Verfahrbereich der CNC zu markieren. Danach musste ich etwas Platz für den Anschlag reservieren. Erst dann konnte ich mit dem Zeichnen und Positionieren der T-Nuten beginnen, die jeweils unterschiedliche Winkel und Längen hatten, je nachdem, welchen Rand ich aus Stabilitätsgründen beibehalten wollte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/spoilboard/spoilboard_drawing.jpg" alt="Image: spoilboard t-nut slot drawing"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Jede T-Nut erhielt eine Symmetrie-Konstruktionslinie, um die herum zwei Rechtecke zur Markierung der Schlitz- und Falzschultern liegen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dann fügte ich Senkungen für Schraubmuttern hinzu, die später den Anschlag am Rand der Opferplatte halten werden. In ihrer Mitte sind Durchgangsbohrungen für die Befestigungselemente vorgesehen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;In einem letzten Schritt passte ich die Positionen der Löcher in der Skizze für die Grundrahmenbefestigung an, wo sie mit den Schlitzen für die T-Muttern kollidierten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die CNC-Arbeit für diese Skizze wird auf der &amp;ldquo;Unterseite&amp;rdquo; der Opferplatte ausgeführt - die Hammermuttern funktionieren nur, wenn sie von unten greifen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="anschlag"&gt;Anschlag&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/spoilboard/fence.jpg" alt="Image: spoilboard fence"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Hier müssen nur noch einige weitere Daten in das Tabellenblatt eingefügt werden: Ellipsoidabmessungen für den XY-Nullpunktausschnitt, den Werkzeuglängensensor und die Breite des Anschlags auf der Y-Achse. Seine Abmessungen auf der X-Achse waren bereits durch den Verfahrbereich der Maschine vorgegeben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Zeichnen des Anschlags war einfach, da ich mit dem Werkzeug &amp;ldquo;Kante verbinden&amp;rdquo; Positionen von Linien aus anderen Skizzen importieren konnte. Der Anschlag ist ein eigener &amp;ldquo;Job&amp;rdquo; mit einem eigenen physischen Teil auf der CNC, und er wird nur auf der Oberseite gefräst.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="planungsphase-cam"&gt;Planungsphase: CAM&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Jetzt kam der schwierige Teil: Statt drei Jobs wie oben angegeben, brauchte ich eigentlich sechs. Das liegt daran, dass der Verfahrbereich der CNC kleiner ist als die Abmessungen der Opferplatte. Außerdem plante ich mit Rohlingen, die bereits die richtigen Umrissmaße hatten, damit ich sie auf die Maschine einpassen konnte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Der erste Teil dieser Arbeit bestand darin, Senkungen und Löcher für das untere Ende der Opferplatten-Halterungen zu schaffen. Ich setzte den Nullpunkt ganz unten links auf der Maschine (X0, Y-max), damit ich sicher sein konnte, dass die relativen Koordinaten passen würden.&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/spoilboard/mount_cam.jpg" alt="Image: spoilboard cam mount_lower"&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Für den oberen Abschnitt wurde das oberste Loch auf der linken Seite als XY-Referenznullpunkt verwendet, der in der vorherigen Arbeit erstellt wurde. Auf diese Weise konnte ich das Material flexibler einspannen.&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/spoilboard/mount_cam_up.jpg" alt="Image: spoilboard cam mount_upper"&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich wiederholte diese Vorgehensweise für die beiden anderen Jobs.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Für die T-Nut Schlitze musste ich die Skizze spiegeln und mein Material um die Y-Achse drehen, da die Unterseite der Opferplatte hier bearbeitet werden musste. Das könnte man auch in CAM machen, aber ich zog es vor, für diese Aufgabe schnell wieder ins CAD zu wechseln.&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/spoilboard/tslot_cam.jpg" alt="Image: spoilboard cam tslot_lower"&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Für all diese Arbeiten habe ich einen 6-mm-Holzfräser mit 2 Schneiden und einer Fräserlänge von &lt;code&gt;21mm&lt;/code&gt; verwendet. Da dies meine allerersten Schritte mit einer CNC waren, habe ich mit sehr konservativen Parametern für dieses Werkzeug geplant: &lt;code&gt;S24000U/min&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;F2800mm/min&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;Z+=6mm&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;XY+=85%&lt;/code&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe den ersten Job sogar &amp;ldquo;in der Luft&amp;rdquo; ausgeführt, um sicherzugehen, dass ich alles richtig eingestellt hatte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="ausführung"&gt;Ausführung&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich war ratlos, als ich das Material endlich auf dem Maschinenbett hatte: Wo sollte ich das bloß einspannen? Die Seiten waren durch das Portal belegt, was sich ja bewegen würde. An der Rückseite der Maschine ist bereits die Kellerwand&amp;hellip; Würde es also ausreichen, das Werkstück nur an der Vorderseite einzuspannen? Und da ich ganz durchfräsen wollte, sollte ich eine weitere Opferplatte unter meiner Opferplatte anbringen, damit ich nicht versehentlich in das Maschinenbett schnitt?&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich beschloss, dass diese Einwände berechtigt seien, und wartete, bis das Wochenende vorbei war, um etwas Altholz und mehr doppelseitiges Klebeband zu kaufen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;So habe ich niedergehalten: Standard-Zwingen unten, doppelseitiges Klebeband oben. Hat sehr gut funktioniert.&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/spoilboard/tslot.jpg" alt="Image spoilboard cutting executed"&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Bevor ich den Rahmen endgültig auf der Opferplatte befestigte, habe ich ihn mit einer &amp;ldquo;Spiral&amp;rdquo;-Strategie abgeplant. Es genügte bereits &lt;code&gt;Z=0,3mm&lt;/code&gt; tief zu fräsen. Dabei kam ein 14-mm-Planfräser bei einer Geschwindigkeit von nur &lt;code&gt;5500U/min&lt;/code&gt; zum Einsatz. Fast 30 Minuten vergingen während der Ausführung. Das Ergebnis war eine Oberfläche, die so glatt war wie die des Originalmaterials.&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/spoilboard/leveling.jpg" alt="Image: spoilboard leveling"&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="bewertung"&gt;Bewertung&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/spoilboard/hole.jpg" alt="IMage: Very clean cut in MDF"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Zum Glück hat am Ende alles geklappt. Wie sauber der die Schnitte sind! MDF und scharfe Schaftfräser scheinen gut miteinander zu harmonieren. Hinweis: Für Arbeiten in MDF braucht man eine wirklich gute Absaugung, da bei der Bearbeitung atemberaubende Mengen an Staub entstehen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Mit der Gesamtqualität bin ich sehr zufrieden. Jeder einzelne Befestigungspunkt an Maschinenbett und Anschlag passt, und der Werkzeuglängensensor sitzt gut in seiner Aussparung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Es gibt zwei Dinge zu bemängeln: Der von mir verwendete Schaftfräser ist sehr laut und gibt ein unangenehmes kreischendes Geräusch von sich, dem ich sogar &lt;a href="https://blog.schallbert.de/my-endmill-screams/"&gt;einen Blogbeitrag gewidmet habe&lt;/a&gt;.&#10;Zweitens habe ich mich in meinem CAM-Tool nicht ausreichend um die Fräsrichtung gekümmert. Auf diese Weise entschied sich das CAM-Tool, einen Durchgang im Gegenlauf und einen weiteren im Gleichlauf durchzuführen (der Schlitz war so breit wie das Werkzeug, für das CAM-Tool ist es also beides Gleichlauffräsen, nur die &amp;ldquo;Seite&amp;rdquo; des Werkzeugeingriffs ändert sich). Der Unterschied ist ein sehr kleiner, aber spürbarer Grat an der Kante des Anschlags.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Mit dieser Opferplatte kann ich jetzt Platten bis zu einer Größe von 620 mm x 620 mm bearbeiten!&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/spoilboard/completed.jpg" alt="Image: spoilboard jobs complete"&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nun, ein Manko ist noch der Werkzeuglängensensor. Er ragt in den Arbeitsbereich hinein, was ein Problem darstellt, wenn ich große Werkstücke bearbeiten will und Werkzeugwechsel geplant sind: In diesem Fall verwende ich Makros zur Messung der Werkzeuglänge, weshalb ich den Sensor nicht entfernen möchte. Als Iteration könnte ich den Anschlag so überarbeiten, dass er den Sensor vollständig umschließt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Vielleicht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Später.&lt;/p&gt;&#10;</description></item><item><title>Seifenbutler</title><link>https://blog.schallbert.de/projects/seifenbutler/</link><pubDate>Mon, 01 Jan 0001</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/projects/seifenbutler/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/soapbutler/soapbutler-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="SoapButler: a soap holder for the shower rail"&#10; title="Seifenbutler" /&gt;&#10;&lt;h2 id="projekt-steckbrief"&gt;Projekt-Steckbrief&lt;/h2&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Schwierigkeitsgrad: Mittel 3/5&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Kosten: ~250€&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Zeitaufwand: mehr als ein Jahr&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h2 id="die-geschichte-vom-seifenbutler"&gt;Die Geschichte vom Seifenbutler&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Begleiten Sie mich hier über eine Zeitraum von mehr als einem Jahr, in welchem ich beständig an ein- und demselben Projekt arbeite. Dabei geht es von einer Idee mit wenigen Anforderungen hin zur Vorserienreife. Ich erläutere meine Prototypenarbeit, gehe ein wenig auf die vielen Rückschläge ein und nähere mich am Ende einem - wie ich meine - guten Produkt an.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="idee"&gt;Idee&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mai 2022&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Vor Kurzem bin ich beim Duschen von flüssigem Shampoo auf ein Shampoo bzw. Seife in fester Form umgestiegen. Da ich keine Ablage für die Seife hatte, wurde sie gleich mitgeduscht. So verbrauchte sie sich schneller, wurde tagelang nicht trocken und klebte auch noch am Rand der Dusche fest.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich wollte keinen normalen Seifenhalter kaufen, für den man Löcher in die gefliesten Wände bohren müsste. Also beschloss ich, einen Seifenhalter zum Anklemmen für die Duschstange zu entwerfen. Ich würde das Teil über dem Duschkopf anbringen, damit es nicht mehr Wasser als nötig ausgesetzt ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Außerdem soll der Seifenhalter im Handumdrehen und ohne Werkzeug zu montieren sein.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="v1-v3-erste-entwürfe-in-hpl"&gt;V1-V3: Erste Entwürfe in HPL&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Juli 2022&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Also entwarf ich meinen eigenen Halter. Ich wollte ein einfaches, rundes Design mit einem Klemmloch zur Befestigung an der Duschstange und einem abgesenkten Bereich, in dem die Seife bzw. das feste Shampoo untergebracht werden sollte. Durch einige Schlitze im Boden sollte das Wasser abtropfen und die Seife an der Luft trocknen können, wenn sie nicht benutzt wird. Ich wollte ein Befestigungselement im Inneren des Teils und eine Mutter auf der Innenseite anbringen, damit der Durchmesser des Lochs für die Duschstange verringert und der Seifenbutler - so der Name für das gute Stück - auf diese Weise festgeklemmt werden kann.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/soapbutler/clamping_explained.jpg" alt="Image: soapbutler V1&amp;#39;s clamping mechanism explained "&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Um dies zu ermöglichen war es sinnvoll, zwei Bauteile zu fertigen - ein oberes, das die Seife an Ort und Stelle hält und Platz für die Aufnahme der Befestigungsmechanik bietet und ein unteres, das Ablaufschlitze für überschüssiges Wasser und die Aufnahme der anderen Hälfte der Befestigungsmechanik aufweist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="freecad-skizzen"&gt;FreeCAD: Skizzen&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/soapbutler/freecad_partbodydwg.jpg" alt="Image: FreeCAD Teil, Körper, Skizze"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;FreeCAD-Artefakte werden auf eine bestimmte Art organisiert, um den Umgang mit verschiedenen Ansichten zu vereinfachen oder die spätere zweiseitige Bearbeitung mit Hilfe der Funktion Klonen vorzubereiten. Daher erstelle ich zunächst eine Reihe von Teilen im Modus &lt;code&gt;Parts Design&lt;/code&gt;. Skizzen können in Körperelementen gruppiert werden, die wiederum in Teilelementen angeordnet sind.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich erstelle also ein Teil (gelbes Element), das &amp;ldquo;Skizzen&amp;rdquo; enthält - alle Originalzeichnungen (rote Elemente) aller Körper (blaue Elemente) des/der zu produzierenden Teils/Teile. Diese Zeichnungen sollten vollständig bestimmt &amp;ldquo;fully constrained&amp;rdquo; sein. Sie können keine Informationen zur Positionierung relativ zu anderen Komponenten enthalten. Das bedeutet, dass sich die Skizzen alle am gleichen Ort befinden. Somit sollten alle inaktiven Skizzen ausgeblendet werden um Verwechslungen zu vermeiden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;(Einen tieferen Einblick in meinen FreeCAD-Workflow bietet &lt;a href="https://blog.schallbert.de/freecad-get-started/"&gt;dieser Blog-Artikel&lt;/a&gt;.)&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/soapbutler/freecad_scetches.jpg" alt="Image: FreeCAD Scetch"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="freecad-teile"&gt;FreeCAD: Teile&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Dann erstelle ich Teile, die später die zu schneidenden Komponenten enthalten, z.B. &amp;ldquo;clampingHoles&amp;rdquo;, &amp;ldquo;soapButler&amp;rdquo;, &amp;ldquo;wallHolder&amp;rdquo;. Sie enthalten jeweils eine Untermenge der Skizzen, aber keine Informationen zur endgültigen Positionierung. Zuletzt erstelle ich ein Teil für jeden Auftrag, den meine Produktion auszuführen hat, z. B. &lt;code&gt;job00_clamping&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;job01_upperMill&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;job02_3dCut&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;job03_lowerFinish&lt;/code&gt;. Diese klonen Körperkomponenten, fügen aber Platzierungsinformationen hinzu, enthalten gespiegelte Teile für das 2-seitige Fräsen oder bieten einen Umriss, um die XY-0 richtig einzustellen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/soapbutler/freecad_parts.jpg" alt="Image: FreeCAD Teil"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Der Vorteil einer solchen Projektkonfiguration besteht darin, dass, wenn eine Original-Skizze aus irgendeinem Grund geändert werden muss, alle geklonten Teile automatisch ebenfalls geändert werden. Zudem kann man bei geschickter Organisation erreichen, dass Maße der Teile einfach in der Tabelle geändert werden können und sich dann die gesamte Teilegeometrie darauf anpasst, ohne dass manuell nachgearbeitet werden muss.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="bearbeitung"&gt;Bearbeitung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Für meinen ersten Prototyp habe ich Hochdrucklaminat als Material gewählt, da es sehr widerstandsfähig ist, ab und zu nass werden kann und ziemlich gut aussieht. Für die Bearbeitung habe ich Fräser mit niedriger Spiralsteigung verwendet, um die Vibrationen beim Schneiden des zähen HPL-Materials unter Kontrolle zu halten. Ich habe mich für beschichtete Einschneider-Hartmetallfräser entschieden, die ich vor einiger Zeit gekauft habe (für das Schneiden von Aluminium). Ich benutzte Exzenterspanner, um das Teil an seinem Platz zu halten, und nahm nur zwei zusätzliche Niederhalter zur Hand, damit das Teil auf dem Maschinenbett blieb.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich hatte einen Fehler im CAM-Programm, für dessen Behebung ich ein paar Minuten brauchte: Ich hatte die Werkzeugwege für die Spirale nach innen und nicht nach außen eingestellt. Das Problem dabei ist, dass die Spirale mit Fortschreiten des Schnittes immer schwammiger und instabiler wird. Ich konnte die Vibrationen nur dadurch in Schach halten, dass ich den Fräsvorgang häufig unterbrach und Klebeband an den Stellen anbrachte, an denen der Schnitt bereits eingebracht war.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="bewertung"&gt;Bewertung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/soapbutler/machining_v2.jpg" alt="Bild: Bearbeitung V2 von soapbutler"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Herstellung des ersten Prototyps lief ganz OK. Die Maschine brummte zuversichtlich, und abgesehen von einigen kleinen Fehlern (Befestigungslöcher im unteren Teil zu eng, Länge der Klammerbefestigung falsch angegeben) war ich mit dem Ergebnis einigermaßen zufrieden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich brauchte etwa 20 Minuten, um das Teil auszulösen und die Anbindungen zu entfernen. Dies erschien mir als deutlich verbesserungswürdig.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="v4-fehlschlag-mit-billigem-hpl"&gt;V4: Fehlschlag mit billigem HPL&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Oktober 2022&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/soapbutler/cam_chamfer_issue.jpg" alt="Bild: Fasenproblem bei schmalen Schlitzen"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Ich habe die Fasenfunktion in meiner CAM noch nie verwendet und dachte, dies wäre eine gute Gelegenheit für einen Test, da die Teileecken bei meinem ersten Prototyp ziemlich scharf waren. Da ich nur einen 4mm Schaftfräser verwende, erschien mir der 90° 10mm Fasenfräser zu groß, zumal ich nach außen versetzen musste, um die Spitze des Fasenfräsers nicht zu verschleißen. Deshalb wählte ich einen 30°-Winkel, was sich schnell als Fehler herausstellte, da die Ecken damit kaum weicher wurden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich vergaß auch, dass nur die Außenseite der Teile von einer abgeschrägten Kante profitieren würde. Ich hingegen wendete die Fase auf der Innenseite an, was der Verarbeitungsqualität abträglich war. Außerdem stellte ich fest, dass die neue HPL-Platte, aus der ich die Prototypen herstellte, nicht ganz plan auflag, so dass einige Teile des Umrisses nicht vollständig durchgefräst waren. Dies führte wiederum zu einer geringeren Qualität und zu erheblichen manuellen Nacharbeiten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="v5-korrekturen-im-cam-und-bessere-verarbeitungsqualität"&gt;V5: Korrekturen im CAM und bessere Verarbeitungsqualität&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;November 2022&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/soapbutler/clamping2_explained.jpg" alt="Image: soapbutler V2&amp;#39;s clamping mechanism explained"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Ich finde die Freiarmklammer mit offenem Befestigungselement nicht so schön anzuschauen, weil sie Asymmetrisch ist. Außerdem würde sie wegen des engen Spalts schwer zu reinigen sein. Nach einigem Nachdenken kam ich auf die Lösung einer &amp;ldquo;Mittelklemme&amp;rdquo;: Das Befestigungselement würde gegen ein Stück Gummi drücken, das direkt an der Duschstange anliegt, um die Seifenablage in Position zu halten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="fasen"&gt;Fasen&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Nachdem ich die Zeichnungen entsprechend aktualisiert hatte, erstellte ich ein weiteres, gespiegeltes Teil in FreeCAD im Modus &amp;ldquo;Draft&amp;rdquo;. Dieses Teil klont das Originalteil am Umriss und ist für das zweiseitige Fräsen bestimmt, wobei das Teil um seine linke obere Kante (XY-Null) gedreht wird. Auf diese Weise ist die Fase dann richtig umzusetzen, wenn ich sicherstellen kann, dass sich der XY-Nullpunkt nicht bewegt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/soapbutler/freecad_clones.jpg" alt="Image: Clone function in FreeCAD to mirror parts"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Das hat in der Praxis sehr gut funktioniert, und ich konnte auch das Anbringen von Senkbohrungen für die unteren Befestigungselemente automatisieren, was die Bauqualität erhöht. Das Ergebnis ist unten zu sehen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="bewertung-1"&gt;Bewertung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Nachdem dieses fünfte Teil bearbeitet war musste ich leider feststellen, dass die Melaminbeschichtung an der Schnittkante leichte Ausrisse aufwies. Außerdem bemerkte ich während der Bearbeitung den Geruch nach verbranntem Material. Ein kurzer Blick auf den Fräser offenbarte die Ursache: Er war nach nur einer Stunde Betriebszeit trotz Beschichtung stumpf geworden. Das macht die Arbeit mit HPL ziemlich teuer und frustrierend. Außerdem war die Zykluszeit für diese Version recht lang: 15 Minuten für ein Teil. Das würde nie wirtschaftlich werden&lt;sup id="fnref:1"&gt;&lt;a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref"&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/soapbutler/soapbutler_v5.jpg" alt="Bild: Soapbutler_v5 front view with fastener"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Deshalb habe ich versucht, alternative Materialien für den Seifenbutler zu finden.&#10;Inzwischen sollten die Prototypen ein paar Monate lang in der Dusche ausprobiert werden, um Langzeiterfahrungen zu sammeln. Ist HPL geeignet für den Einsatz im Feuchtraum? Kriecht das Wasser zwischen den beiden Schichten hindurch? Ist es leicht zu reinigen?&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="v6-fehlschlag-mit-birke-multiplex"&gt;V6: Fehlschlag mit Birke-Multiplex&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mai 2023&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/soapbutler/cad_v3.jpg" alt="Image: CAD updated for 1-piece approach made wich stronger sheets"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Auf der Suche nach neuen Materialien besorgte ich wasserfeste Holzplatten, verleimt im Multiplexverfahren. Da sie mit 15mm deutlich stärker war als das vorher verwendete Material, vereinfachte ich das Design in eine Ausführung, die aus nur einem Teil besteht und hinten zentral über eine Madenschraube verfügt, die die Klemmung an der Duschstange übernehmen sollte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Loch für die Madenschraube würde ich nach der Fertigung auf der CNC von Hand bohren.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Leider jedoch stellte sich das Material auf der CNC als ungeeignet für das Fräsen der Spirale heraus. Ich bekam zahlreiche Ausrisse und hatte Schwierigkeiten, das Werkstück niederzuhalten. Die Konturen meines Seifenbutlers waren für das kreuzverleimte Material schlicht zu fein bzw. die Faserlänge des Holzes zu groß.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die fünf gefertigten Teile wanderten direkt in den Restmüll.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="v7-fehlschlag-mit-aluminium-verbundmaterial"&gt;V7: Fehlschlag mit Aluminium-Verbundmaterial&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Juli 2023&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/soapbutler/seifenbutler_v7.jpg" alt="Image: Seifenbutler V7 in CAD, showing two mirrored parts that open on opposite sides to have the shower rail added in between"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich kehrte nun zum Design als Zweiteiler zurück und überlegte, ob Aluminium-Verbundmateial durch seine Korrosionsbeständigkeit nicht ebenfalls für meine Seifenablage geeignet wäre.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/soapbutler/seifenbutler_v7_fabricated.jpg" alt="Image: Seifenbutler V7, manufactured in Aluminium composite material"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Kurzerhand fertigte ich einen neuen Entwurf an&lt;sup id="fnref:2"&gt;&lt;a href="#fn:2" class="footnote-ref" role="doc-noteref"&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;, der die Eigenschaften des neuen Materials versucht, so gut wie möglich zu berücksichtigen. Nebenbei überlegte ich mir, dass durch das leichtere Material jetzt endlich eine Halterung über Magnete möglich sein müsste und sah entsprechende Senkungen im Rahmen dafür vor.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich hatte die Idee, dass ein Teil von je einer Seite der Duschstange aus angelegt und dann über die Magnete zusammengehalten würden - damit bin ich endlich die lästige Klemmschraube los und habe ein sehr einfaches Design.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Leider jedoch erwies sich das Konzept als völlig ungeeignet. Die Haltekraft der Magnete ist nicht hoch genug und die Klemmung funktioniert nur über das Abkippen des Seifenhalters nach vorne, welches einen seltsam schiefen Eindruck an der Duschstange ergibt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Also: Weitertüfteln!&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="v8-umstieg-auf-acrylglas-spannfutter"&gt;V8: Umstieg auf Acrylglas, Spannfutter&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Juli 2023&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nach vielen Stunden am Rechner für den Entwurf kam ich auf ein neues Klemmprinzip, abgeschaut vom Bohrfutter eines Akkuschraubers: Drei im 120°-Winkel angebrachte, bewegliche Klemmvorrichtungen würden - mittels eines Kabelbinders zusammengeführt - Duschstangen beliebigen Durchmessers festhalten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/soapbutler/seifenbutler_v8.jpg" alt="Image: Seifenbutler V8, made of acrylic glass with chuck"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="fertigung"&gt;Fertigung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich stieß auf vielfältige Schwierigkeiten in der Fertigung, verursacht hauptsächlich durch die teils sehr kleinen Komponenten, welche zudem auch noch Kerben für die Führung der Kabelbinder aufweisen mussten. Hinzu kam bei mir die Einsicht, dass Entwurf und Anfertigung leichtgängiger Passungen ohne merkliches Spiel für mich eine große Herausforderung sind und eine Menge erfolgloser Versuche benötigt, bis ich am Ziel bin.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Durch die Verwendung verschieden großer (2mm, 4mm) Fräser und Optimierung der Fräsreihenfolge konnte ich die Teile jedoch schließlich erfolgreich und in guter Qualität herstellen. &lt;a href="https://blog.schallbert.de/milling-small-parts/"&gt;Siehe dazu mein Artikel zum Thema Kleinteile Fräsen.&lt;/a&gt; Einzig die Spirale bereitet mir noch Kopfzerbrechen, denn auch in Acrylglas möchte sie dem Fräser am liebsten ausweichen. Dadurch sind ihre Kanten recht scharf.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Der Zusammenbau gestaltete sich zum Glück einfach - man benötigt nur eine Schraube und etwas Plastikklebstoff. Nur das Einfädeln des Kabelbinders will geübt sein.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="praxistest"&gt;Praxistest&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/soapbutler/seifenbutler_v8_fabricated.jpg" alt="Image: Seifenbutler V8 after some months on duty"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Ich hatte diese Variante testweise für ein paar Monate in meiner Dusche. Da die Schraube nur verzinkt war, begann sie leider recht schnell, zu korrodieren. Merke: Edelstahl verwenden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Stabilität des Seifenbutlers ist weiter verbesserungswürdig. Der Kabelbinder lässt etwas Spiel, sodass mit wenig Kraftaufwand Neigungen von rund 10° gegenüber der Senkrechten der Duschstange möglich sind. Dabei knarzt es ganz schön zwischen Ober- und Unterteil. Da muss noch nachgebessert werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Außerdem würde ich den Klemmmechanismus gern wieder etwas vereinfachen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="v9-gegossenes-acrylglas-seifenbutler-abnehmbar"&gt;V9: Gegossenes Acrylglas, Seifenbutler abnehmbar&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Juli 2023&lt;/strong&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/soapbutler/seifenbutler_v9.jpg" alt="Image: Seifenbutler V9 with two separate parts for clamping"&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diese Weiterentwicklung hält Ober- und Unterschale vorn mit Magneten zusammen, welche sich unsichtbar im Material versenken lassen. Im Klemmbereich hinten befinden sich zwei Einsätze, die wie bei einer Schublade in eine passende Aussparung des Seifenbutler passen und ihn so zusammenhalten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe mehrere Prototypen benötigt, bis ich die Binderführung soweit hatte, dass der Kabelbinder einfach hinten in den Seifenbutler gesteckt wird, er sich von selbst um die Duschstange legt und schließlich wieder zum Vorschein kommt, wo er dann zum Festzurren bereit liegt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dies ist das erste Design, was meine Anforderungen hinsichtlich Haltekraft und Einfachheit der Montage erfüllt. Leider ist die Fertigung komplex und die Toleranzen müssen eng gehalten werden, da der Seifenhalter entweder zu leicht aus der Klemmung herausrutscht oder aber durch zu enge Passungen kaum angebracht werden kann.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/soapbutler/soapbutler_v9.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Seifenbutler zip tie demonstration&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h2 id="v10-verbessertes-fertigungsverfahren"&gt;V10: Verbessertes Fertigungsverfahren&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;August 2023&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Mit ein paar Optimierungen entspricht diese Version der V9. Ich erreichte eine bessere Wiederholbarkeit in der Fertigung und kann Toleranzen für Passungen etwas großzügiger auslegen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/soapbutler/seifenbutler_v10.jpg" alt="Image: Seifenbutler V10, multiple parts on a sheet for manufacturing"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Mit diesem Design hole ich mir erste Rückmeldungen aus dem Bekanntenkreis. Einhellige Meinung: Kabelbinder wirken wie ein Provisorium und können den Kunden nicht zugemutet werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Also zurück ans Reißbrett.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="v11-stecksystem-l-nase-in-hpl"&gt;V11: Stecksystem &amp;lsquo;L-Nase&amp;rsquo; in HPL&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;August 2023&lt;/strong&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/soapbutler/seifenbutler_v11.jpg" alt="Image: Seifenbutler V11 with L-type puzzle clamping"&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ein weiterer Versuch in HPL, dieses Mal mit Vielzahnfräsern. Sie raspeln das Material eher als dass sie es schneiden und sind für die Bearbeitung abrasiver, faserreicher Materialien wie CFK/GFK ausgelegt. Die hohe Zähigkeit von HPL gepaart mit der schlechten Wärmeableitung jedoch lassen die Fräser nach nur zwei gefertigten Prototypen komplett stumpf werden. Also sind sie auch keine Lösung für effiziente Arbeit in HPL für mich.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Design ist wieder mehrteilig und erreicht die Klemmung im letzten Update über eine hinten montierte Schraube, die nach Zusammensetzen von Vorder- und Rückteil angezogen wird. Dadurch wird der Seifenhalter insgesamt länger, was ich vom Design her nicht optimal finde.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Fertigungsqualität hingegen habe ich inzwischen gut im Griff, finde ich. Die Schnitte sind sauber und auch die Qualität der Kanten ist sehr ansprechend.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/soapbutler/seifenbutler_v11_fabricated.jpg" alt="Image: Seifenbutler V11 made of HPL, disassembled"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Durch die schnelle Abnutzung der Fräser ist es für mich sehr schwer, in eine leichte Übermaßpassung für die Steckverbindung herzustellen. Allzu leicht geschieht es bei meinen Versuchen, dass der Fräser zu schnell an Durchmesser verliert und die Teile gar nicht oder nur mit roher Gewalt ineinander gesteckt werden können.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Vielleicht kann ich dieses Problem durch eine andere Passungsgeometrie lösen?&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="v12-stecksystem-brio"&gt;V12: Stecksystem &amp;lsquo;Brio&amp;rsquo;&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;September 2023&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Hier verwende ich wieder Acrylglas, diesmal die extrudierte Variante. So sind die Dicketoleranzen gegenüber der gegossenen Variante sehr gering und meine Z-Nullpunkte sind stets passend. Dies ist prima für anzubringende Fasen, die endlich bei jedem Teil gleich breit ausfallen und dem Material eine hohe Wertigkeit verleihen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/soapbutler/seifenbutler_v12.jpg" alt="Image: CAD drawing for the plug-in system of Seifenbutler V12"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Nun habe ich auch eine Lösung für die Spirale: Doppelseitige Bearbeitung. Dadurch steigt zwar der Aufwand für mich, allerdings verbringe ich lieber mehr Zeit an der Maschine, als mich später über mangelnde Qualität zu ärgern.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/soapbutler/seifenbutler_v12_fabricated.jpg" alt="Image: Prototype of Seifenbutler V12"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Mein Vorgehen: Ich fräse die Spirale fast ganz durch und lasse nur zarte &lt;code&gt;0.3mm&lt;/code&gt; stehen. Auf der Rückseite dann verwende ich den Fasenfräser und fahre die Spirale von innen nach außen ab. Zusätzlich sichere ich die Unterseite mit Klebeband, sodass mein Vakuumtisch die Spirale sicher halten kann und Schwingungen vermieden werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Design sieht ein Rändelrad vor, sodass die Klemmung ohne Werkzeug erfolgen kann. Da die Klemmung starke Zugkräfte auf die Verbinder ausüben und sie daher aus Stabilitätsgründen genau in der Achse der Duschstange positioniert sein müssen, habe ich auch hier ein leichtes Abkipp-Problem. Dieses verstärkt sich, je kleiner der Durchmesser der Duschstange ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Mit einer weiteren Variante konnte ich das Abkippen vermeiden, allerdings sind die Zapfen dann nicht mehr verdeckt. Dies wiederum hat zur Folge, dass dort jetzt Duschwasser eindringt und Rückstände hinterlassen kann.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich bin fast da. Trotzdem kann ich vielleicht noch etwas verbessern.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="v13-klemmautomatik-und-nullserienfertigung"&gt;V13: Klemmautomatik und Nullserienfertigung&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Oktober 2023&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;In Version 13 versuche ich, die Vorteile der vorgehenden Varianten V9-V12 zu bündeln und dabei die Nachteile (Abkippen, Kabelbinder, Montage mit Werkzeug, instabil) so gut wie möglich zu umgehen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="neues-klemmkonzept"&gt;Neues Klemmkonzept&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich verfolge daher noch ein neues Klemmkonzept. Ich möchte alle handelsüblichen Duschstangen bei der Montage berücksichtigen und muss daher zwischen &lt;code&gt;18mm&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;25mm&lt;/code&gt; sicher klemmen. Aus den vorherigen Versionen ist mir ebenfalls klar geworden, dass zusätzlicher Druck von zentral hinter der Duschstange ausgeübt werden muss, um ein Abkippen des Seifenbutlers nach vorn zu verhindern.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Zusätzlich versuche ich, die Verriegelung um die Duschstange über eine Drehbewegung zu realisieren. Der Drehpunkt ist dabei die Mitte der Spirale, was drei weitere Schraubverbindungen am Umfang des Seifenbutlers erforderlich macht. Mit &lt;code&gt;V13.9&lt;/code&gt; schaffe ich endlich den Durchbruch.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/soapbutler/seifenbutler_v13.jpg" alt="Image: CAD drawing for V13.9 with multiple stages for closing."&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Eine Klemmautomatik wird durch das Zusammenschieben von Ober- und Unterschale betätigt, sodass der Seifenbutler sich dem Durchmesser der Duschstange stufenlos anpasst. Die Arretierung findet über ein Rändelrad an der Unterseite statt, wo eine schiefe Ebene am Fanghaken unbeabsichtigtes Öffnen verhindert.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="fertigung-1"&gt;Fertigung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Dieses Design ist unglücklicherweise sehr komplex. Es besteht aus fünf Komponenten aus Acrylglas, fünf Schrauben und einer Rändelschraube mit Federring, deren Zusammenbau etwas Zeit in Anspruch nimmt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Arbeit an der CNC beträgt über 10 Minuten pro Teil, was doch recht üppig ausfällt. Zudem habe ich einiges an Verbrauchsmaterial durch die erforderliche Werkstückniederhaltung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/soapbutler/seifenbutler_v13_fabricated.jpg" alt="Image: Seifenbutler V13.9"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Dennoch: Die Fertigungsqualität ist so hoch wie nie zuvor und der Seifenbutler ist jetzt kinderleicht und ohne Werkzeug binnen kurzer Zeit anzubringen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="fazit"&gt;Fazit&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Januar 2024&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wenn ich meine CAD-Dateien so durchsehe, dann habe ich in der Summe bis jetzt &lt;code&gt;42&lt;/code&gt; Versionen meines Seifenhalters geplant, aufgeteilt in &lt;code&gt;13&lt;/code&gt; teils sehr unterschiedliche Designs. &lt;code&gt;21&lt;/code&gt; dieser Versionen haben es am Ende auch wirklich auf die CNC geschafft und &lt;code&gt;5&lt;/code&gt; von ihnen sind wiederum in einer größeren Stückzahl als &lt;code&gt;3&lt;/code&gt; hergestellt worden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe vier Seifenbutler zwecks Dauertest in meiner Dusche und inzwischen werden sie von der ganzen Familie benutzt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Anzahl Stunden, die ich mit dem Thema bis jetzt verbracht habe, kann ich gar nicht seriös zählen - es waren aber echt viele. Ich habe eine Menge über Materialien und ihre Eignung für verschiedene Teilegeometrien, Aufnahme von Kräften, ihre Bearbeitbarkeit und dafür notwendige Schnittwerte an meiner Maschine gelernt. Und auch, dass es sich lohnt, Dinge mit Biss auch über lange Zeit weiterzuverfolgen. Vielleicht nicht monetär, doch auf jeden Fall für mich als Mensch.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich möchte auch gar nicht ausschließen, weitere Optimierungen am Seifenbutler vorzunehmen - erst einmal will ich in naher Zukunft aber schauen, &lt;a href="https://blog.schallbert.de/seifenbutler-pilot-run/"&gt;ob er als Nischenprodukt markttauglich ist&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;div class="footnotes" role="doc-endnotes"&gt;&#10;&lt;hr&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li id="fn:1"&gt;&#10;&lt;p&gt;Einen tieferen Einstieg zu den Herausforderungen bei Bearbeitung von HPL gebe ich &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-router-overload/"&gt;in diesem Blogbeitrag&lt;/a&gt;.&amp;#160;&lt;a href="#fnref:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink"&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li id="fn:2"&gt;&#10;&lt;p&gt;Wie man an den CAD-Bildern ab hier erkennen kann, bin ich mit meiner Zeichensoftware umgestiegen (von FreeCAD nach CADasCAM). Für 2D-Zeichnungen ist es trotz einiger Nachteile leichter zu bedienen und ich komme schneller zu Ergebnissen. Ein großer Wermutstropfen: CADasCAM ist nicht quelloffen 😥.&amp;#160;&lt;a href="#fnref:2" class="footnote-backref" role="doc-backlink"&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;/div&gt;&#10;</description></item><item><title>Spindel-Upgrade</title><link>https://blog.schallbert.de/projects/spindle-upgrade/</link><pubDate>Mon, 01 Jan 0001</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/projects/spindle-upgrade/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/spindleupgrade/mafellvsspinogy-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: The new spindle mounted on Zerspanobert"&#10; title="Spindel-Upgrade" /&gt;&#10;&lt;h2 id="projekt-steckbrief"&gt;Projekt-Steckbrief&lt;/h2&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Schwierigkeit: Experte 5/5&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Kosten: ~2700€&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Zeitaufwand: ~20h&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;iframe&#10; src="https://makertube.net/videos/embed/bN8MKYr4dmZZd2Tmoga9Ny"&#10; title="CNC Spindel-Upgrade"&#10; loading="lazy"&#10; allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture"&#10; allowfullscreen&#10; style="width: 100%; height: auto; min-height: 315px; aspect-ratio: 16/9;"&#10; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;CNC Spindel-Upgrade&lt;/span&gt;&lt;a href="https://makertube.net/videos/embed/bN8MKYr4dmZZd2Tmoga9Ny" class="attr-link" target="_blank" rel="noopener noreferrer"&gt;↗&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Entgegen meiner Aussage &lt;a href="https://blog.schallbert.de/portal-milling/#spindle-power"&gt;hier&lt;/a&gt; habe ich mich entschieden, eine Hochfrequenz-Spindel zu kaufen. Ich musste eine Menge lesen, planen, bauen und &lt;a href="https://blog.schallbert.de/testing-hardware/"&gt;testen&lt;/a&gt; bevor ich mit der neuen Spindel endlich &amp;ldquo;Späne machen&amp;rdquo; konnte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="gründe-für-die-investition"&gt;Gründe für die Investition&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Es gibt starke und schwache Argumente für solch ein Upgrade. Kurz gesagt waren meine Argumente eher schwach, also hätte ich bei meinem bewährten Oberfräsmotor (Universalmaschine) bleiben können, deren Möglichkeiten und Grenzen nach einem Jahr im Einsatz klar auf der Hand lagen. Letztendlich war es mehr eine emotionale als eine faktenbasierte Entscheidung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="starke-argumente-"&gt;Starke Argumente 🥰&lt;/h3&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Mehr Leistung: &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-router-overload/"&gt;Dieses Problem&lt;/a&gt; sollte nun nicht erneut auftreten, denn die Spindel kann jetzt deutlich höhere Zustellungen und Geschwindigkeiten fahren. Daher reduziert sich die Herstellungszeit, vor allem bei Aufträgen, bei denen viel Material abgetragen werden muss.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Mehr Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen: Mein Fräsmotor konnte bei Einsatz eines Planfräsers die Drehzahl kaum halten, zudem überhitzte er sehr schnell weil sein Lüfterrad nicht genügend Luftdurchfluss ermöglichte. Durch die Fremdkühlung ist das Problem jetzt behoben.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Vibrationen: Ich hoffe, dass mein &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-vibrates/"&gt;Vibrationsproblem&lt;/a&gt; durch die gesteigerte Steifigkeit der Spindelmontage nun gelöst ist; das wird sich aber erst noch zeigen müssen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Höhere Präzision durch bessere Maschinenlager und höhere Stabilität der Halterung&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="schwache-argumente-"&gt;Schwache Argumente 🤔&lt;/h3&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Die Spindel ist deutlich leiser als mein vorheriger Fräsmotor.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Ich finde Drehstrom-Asynchronmotoren und ihr Betrieb über Frequenzumrichter (FU) super spannend.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Ich mag das schicke Aussehen der Spindel.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Ich habe mich über ein halbes Jahr lang mit den Leuten bei Spinogy unterhalten und verschiedene Lösungen diskutiert. Ich wollte sie am Ende nicht ohne Kauf zurücklassen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Der Frequenzumrichter hat zusätzliche interne Sicherheitsmechanismen, die bei Auftreten eines Fehlers Beschädigung von Maschine bzw. Werkstück verhindern können&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="gegenargumente-"&gt;Gegenargumente 🤨&lt;/h3&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Schlechte Kosten-Nutzen-Bilanz: Die Maschine ist etwas vielseitiger und schneller geworden, die Kosten aber sind deutlich gestiegen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Aufwärmzeit der Spindel sind nun &lt;code&gt;30 Minuten&lt;/code&gt;, eine echt lange Zeit wenn man die Maschine nicht im täglichen Einsatz hat&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Langwierige Einarbeitung in das Fachgebiet wird benötigt. Über &lt;a href="https://assets.omron.eu/downloads/latest/manual/en/i570_mx2_users_manual_en.pdf?v=8" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;400 Seiten Frequenzumrichter-&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="https://shop.spinogy.de/wp-content/uploads/2022/02/Operating-Manual-X22.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;und Spindel-Handbücher&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; waren zu lesen, Schaltpläne zu zeichnen und ein Schaltschrank aufzubauen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Die Portalkonstruktion meiner CNC ist für leichte bis mittelschwere Zerspanungstätigkeiten gedacht. Wenn ich die Leistung der Spindel vollständig ausnutzen möchte, würde es die Maschine überlasten, insbesondere ihren Schwachpunkt, die Z-Achse.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Die Spindel wiegt das Dreifache verglichen mit dem Fräsmotor, den ich vorher im Einsatz hatte.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Die komplexere Ansteuerung per Frequenzumrichter fügt eine Menge potentieller Fehlerquellen hinzu.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Spindel durch ihre hohe Leistungsfähigkeit nicht so richtig zum Rest des Systems passt und ihre Vorteile dadurch nicht zur Gänze ausspielen kann. Ich hoffe, dass ich die Kaufentscheidung nicht bald bereuen werde.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="automatischer-werkzeugwechsel"&gt;Automatischer Werkzeugwechsel?&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Hätte ich einen gut laufenden Fachbetrieb, z.B. zur Herstellung von Produkten aus Holz, dann wäre ein Werkzeugwechsler sicher eine gute Investition.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Für die Prototypenherstellung hingegen trifft &lt;a href="https://blog.schallbert.de/portal-milling/#tool-changer"&gt;meine Hypothese hier&lt;/a&gt; noch immer zu. Ich benötige eine Menge verschiedener Fräser, da ich mit verschiedenen Materialien, Durchmessern und Typen experimentiere. Allein die Kosten für genügend Steilkegel-Werkzeughalter allein würden die der Spindel bereits übersteigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Stattdessen habe ich mir eine weitere Spindelmutter besorgt. Somit kann ich die Spannzangen meist in den Muttern belassen, was ein paar weitere Sekunden pro Wechselvorgang einspart.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="kosten-"&gt;Kosten 💶&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe noch einige andere Entscheidungen getroffen um meinen nur gelegentlichen Betrieb der Maschine als Nebenerwerb zu berücksichtigen sowie die Kosten gering zu halten. Bei meiner Spindelkonfiguration habe ich die Option mit reduzierter Leistung gewählt und die Spezifikationen der Lager nicht erhöht (obwohl ich für kleine Fräser schon die &lt;code&gt;50.000U/min&lt;/code&gt; gebrauchen könnte), so dass die Maschine auf &lt;code&gt;30kU/min&lt;/code&gt; begrenzt ist. Ich habe Luftkühlung der wassergekühlten Variante vorgezogen und nicht in ein System zur kontinuierlichen Temperaturüberwachung investiert.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dennoch betragen die Gesamtkosten des Systems mehr als das Doppelte der Spindelkosten. Obwohl der FU nicht allzu teuer ist, summieren sich abgeschirmte Motorkabel, Steckverbinder, Drehmomentschlüssel, Netzfilter, Spannzangen/Muttern, der Schaltkasten und viele zusätzliche Kleinteile ganz schön auf.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="informationsphase"&gt;Informationsphase&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Um die neue Spindel zum Laufen zu bringen, musste ich ein komplettes Subsystem planen, bauen und konfigurieren das Spindelantrieb, Kühlung und Hilfsstromversorgung umfasst. Aufgrund der Komplexität des Projekts habe ich meine Arbeit in verschiedenen, aufeinander aufbauenden Phasen durchgeführt. Ich begann mit der Informationsphase, in der ich mir einige Fragen beantworten musste, die ich im Folgenden erläutere.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="antrieb-mit-variabler-frequenz"&gt;Antrieb mit variabler Frequenz&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/spindleupgrade/switchbox.jpg" alt="Bild: Schaltkasten mit FU"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Wie ich in &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-electronics/#vfd"&gt;diesem Artikel&lt;/a&gt; bereits schrieb, wird ein Frequenzumrichter zur Steuerung der Drehzahl einer HF-Spindel verwendet. Der Motor heißt so, weil er weit oberhalb der Netzfrequenz (in meinem Kontinent 50 Hz) arbeitet, um höhere Drehzahlen zu erreichen wie sie für meine Anwendungen oft erforderlich sind.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Um einige Fragen in der Tiefe beantworten zu können, telefonierte ich mit einem Experten von &lt;a href="https://industrial.omron.de/de/products/mx2" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Omron&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; (Hersteller von Frequenzumrichtern), Herrn Wagner.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="uf-kennlinie-oder-sensorlose-vektorregelung"&gt;U/f-Kennlinie&amp;quot; oder &amp;ldquo;sensorlose Vektorregelung&amp;rdquo;?&lt;/h3&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Wird die U/f-Kennlinie gewählt, reduziert der Frequenzumrichter die Spannung zusammen mit der Frequenz, solange der Motor unterhalb seiner Eckfrequenz arbeitet (die bei meiner Maschine 400 Hz beträgt). Das liegt daran, dass die Induktivität der Ständerwicklung mit niedrigerer Frequenz abnimmt. Das wiederum erhöht den Stromfluss durch den Stator, und damit steigen auch Drehmoment und Verlustleistung. Durch die Anwendung der U/f-Kennlinie wird der Strom und damit das Drehmoment letztlich konstant gehalten. Bei sehr langsamen Drehzahlen nimmt die Induktivität im Vergleich zum Statorwiderstand jedoch so sehr ab, dass das Drehmoment überproportional abfällt. Daher ist diese Option für den Betrieb im unteren Drehzahlbereich eine schlechte Wahl. An oder oberhalb der Eckfrequenz des Motors hingegen bleibt die Spannung stabil und nur die Frequenz wird erhöht, was das Drehmoment verringert.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Bei der &amp;ldquo;sensorlosen Vektorregelung&amp;rdquo; verwendet der FU ein mathematisches Modell des Motors den er antreibt. So können optimale Schaltzeiten für die Treiber erreicht werden und damit kann unabhängig von der Motordrehzahl immer das Nenndrehmoment (oder sogar mehr) zur Verfügung gestellt werden. Dies ist besonders nützlich für Anwendungen, die einen Schweranlauf erfordern wie z. B. Aufzüge usw. Das Modell des Motors wird zumeist über eine automatische Kalibrierroutine ermittelt, wobei die Antriebsmaschine mit dem FU verbunden sein muss.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Hier ist ein Link zu einem &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=qEM9VRSfXUo" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;youtube-Video&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, in dem die beiden Optionen bei niedrigen Drehzahlen verglichen werden. &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=tWpChgsAIN4" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Ein weiteres Video&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; zeigt, wie der FU bei großer Last sogar mehr als das Nenndrehmoment des Motors zur Verfügung stellen kann.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Da die meisten der von mir verwendeten Schaftfräser eine Drehzahl von &lt;code&gt;15000 U/min&lt;/code&gt; oder mehr erfordern, werde ich die Nachteile der U/f-Kennlinie wahrscheinlich nicht spüren. Außerdem ist bei meinem FU die Option &amp;ldquo;sensorlose Vektorregelung&amp;rdquo; nur bis &lt;code&gt;400 Hz&lt;/code&gt; verfügbar, so dass ich nur 80 % des Drehzahlbereichs der Spindel nutzen könnte. Daher entscheide ich mich für die U/f-Kennlinie.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="auslauf-bremswiderstand-oder-energierückgewinnungssystem"&gt;Auslauf, Bremswiderstand oder Energierückgewinnungssystem?&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Zum Abbremsen des Motors kann der Frequenzumrichter mit verschiedenen Optionen konfiguriert werden. Wenn der Motor per Standardeinstellung im Freilauf ausläuft, kann es lange dauern, bis die Spindel bei voller Drehzahl zum Stillstand kommt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wenn ein Bremswiderstand konfiguriert wird wie ich es bei meiner Anwendung mache, benötigt das Abbremsen nur zwei Sekunden. Ich habe außerdem eine Gleichstrombremse konfiguriert, sodass die Welle vollständig zum Stillstand gebracht wird.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Für leistungsstärkere Maschinen oder Anwendungen, bei denen große Massen bewegt werden, kann ein Energierückgewinnungssystem sinnvoll sein. Es wird an den Zwischenkreis des FU angeschlossen und ist in der Lage, die durch die überschüssige Bewegungsenergie des Motors erzeugte Leistung ins Netz zurückzuspeisen. Um diese Funktion zu nutzen, ist ein zusätzliches Gerät erforderlich und die Kompatibilität des FU-Zwischenkreises mit diesem Einspeisewandler muss sichergestellt werden. Die hohen Systemkosten zahlen sich nur aus, wenn große Energiemengen zurückgewonnen werden können.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="welche-modulationsfrequenz-bzw-taktfrequenz-sollte-ich-verwenden"&gt;Welche Modulationsfrequenz bzw. Taktfrequenz sollte ich verwenden?&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Takt-/Modulations-/Trägerfrequenz ist die Häufigkeit, mit der die Leistungstransistoren im FU schalten, um eine sinusähnliche Ausgangsspannung für den Motor zu liefern. Bei meinem FU kann sie in einem Bereich von &lt;code&gt;2-15kHz&lt;/code&gt; konfiguriert werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Um eine optimale Frequenz zu wählen, muss ein Gleichgewicht zwischen mehreren Faktoren gefunden werden:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Die Schaltverluste der Transistoren steigen bei höheren Frequenzen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Die Durchlassverluste von Transistoren nehmen bei niedrigeren Frequenzen zu.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Das &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Equal-loudness_contour" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;menschliche Ohr ist besonders empfindlich&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; im Bereich von &lt;code&gt;2-5kHz&lt;/code&gt;.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Resonanzfrequenzen des Motorsystems sollten vermieden werden.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Elektromagnetische Störaussendungen nehmen bei höheren Frequenzen zu.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Wenn der Motorhersteller eine Empfehlung für die Modulationsfrequenz abgibt, sollten diese natürlich befolgt werden. Ich habe mit verschiedenen Werten herumgespielt und mich für &lt;code&gt;5kHz&lt;/code&gt; als guten Kompromiss zwischen den oben genannten Faktoren entschieden. Ich hatte auch den Eindruck, dass dieser Wert bei meiner Maschine besser klang als 6 oder 4 kHz.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="kann-ich-die-luftkühlung-in-abhängigkeit-von-der-spindeltemperatur-steuern"&gt;Kann ich die Luftkühlung in Abhängigkeit von der Spindeltemperatur steuern?&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ja, das ist möglich. Alles, was dafür benötigt wird ist ein kontinuierlicher (nicht schaltender) Temperatursensor, z. B. ein &lt;code&gt;PT100&lt;/code&gt; oder ein anderes Thermoelement, ein Messwertgeber und ein freier Analogeingang am Frequenzumrichter. Dieser wird so konfiguriert, dass er über eine Fensterfunktion einen der freien digitalen Ausgänge ansteuert, der wiederum ein Relais schaltet, an das der Lüfter angeschlossen werden muss.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Meine Spindel ist leider mit einem schaltenden Thermistor ausgestattet, der über einen Temperaturalarm-Eingang mit dem FU verbunden ist. So kann er das System bei Überhitzung abschalten. Er ist aber nicht für eine kontinuierliche Temperaturüberwachung/-steuerung des Lüfters geeignet.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="reicht-eine-spannung-von-18-v-aus-um-an-einem-24-v-digitaleingang-high-signalpegel-zu-erkennen"&gt;Reicht eine Spannung von 18 V aus, um an einem 24 V-Digitaleingang &amp;ldquo;High&amp;rdquo;-Signalpegel zu erkennen?&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ja, bei meinem FU konnte ich eine niedrigere Spannung als die angestrebten 24 V an einen Logikeingang anlegen und trotzdem wurde der Pegel &lt;code&gt;HIGH&lt;/code&gt; erkannt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="kann-ich-den-logischen-masseanschluss-des-fu-ohne-probleme-an-die-masse-meiner-gleichstromversorgung-anschließen"&gt;Kann ich den logischen Masseanschluss des FU ohne Probleme an die Masse meiner Gleichstromversorgung anschließen?&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ja. Muss man sogar. Der &amp;lsquo;Run&amp;rsquo;-Ausgang meiner CNC ist potenzialfrei. So musste ich die positive Steuerspannung des FU auf den Kontakt legen und dessen Ausgang mit dem &amp;lsquo;Run&amp;rsquo;-Eingang des FU verbinden. Der Stromkreis ist aber nur dann geschlossen, wenn im FU-Schaltschrank Logik-Masse und DC-Masse verbunden werden. Auch die analoge Ausgangsspannung meiner CNC zur Steuerung der Spindeldrehzahl muss dieselbe Erdungsreferenz wie der FU verwenden, also ist sie ebenfalls mit der logischen Masse des FU verbunden. Der Schaltplan zeigt diesen Sachverhalt an der &lt;a href="https://blog.schallbert.de/projects/spindle-upgrade/#die-planungsphase"&gt;Masseverbindung von T1&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="was-muss-ich-hinsichtlich-der-elektromagnetischen-verträglichkeit-beachten"&gt;Was muss ich hinsichtlich der elektromagnetischen Verträglichkeit beachten?&lt;/h3&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Netzfilter zwischen Netzschalter und FU verwenden (Das ist in Deutschland sogar Vorschrift).&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Abgeschirmte Kabel für den angeschlossenen Motor verwenden.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Die Motoranschlussleitung so kurz wie möglich halten.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Müssen doch lange Leitungen verwenden (&amp;gt;10m), HF-Rauschfilter bzw. Drossel einbauen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Abschirmung zusammen mit den Schutzerdungsleitungen des Motors an die Schutzerdungsplatte des FU anschließen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Sicherstellen, dass die Abschirmung einen leitenden Kontakt zu den Kabelsteckern herstellt.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Durchgangsprüfung nach DIN VDE 0701-0702 durchführen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Vergewissern, dass der Schaltkasten über eine zentrale Schutzerdungsklemme verfügt, an die jedes Gerät innerhalb des Schaltkastens angeschlossen wird.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Vergewissern, dass die Schutzerde der Netzversorgung ebenfalls an diese Klemme angeschlossen ist.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Bei der Verkabelung des Schaltkastens die Motorzuleitung so weit wie möglich von den Signalleitungen entfernt verlegen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Zur Reduktion elektromagnetischer Störabstrahlung sind Schaltkastengehäuse aus Metall solchen aus Kunststoff vorzuziehen. Zumindest ist eine metallische Trägerplatte zu verwenden, auf der alle Komponenten montiert werden.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="spindel"&gt;Spindel&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Um die passende Spindel für Ihre Maschine und Anwendung auszuwählen, gibt es - unabhängig vom Motortyp - einige Punkte zu beachten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="leistung"&gt;Leistung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Spindelleistung ist vielleicht weniger wichtig als gedacht. Hier mache ich ein paar Beispiele zur Orientierung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;&amp;lt;=400W&lt;/code&gt; HF-Spindel oder &lt;code&gt;&amp;lt;=800W&lt;/code&gt; Oberfräsenmotor: Für eine Hobby-Maschine, die nicht unbedingt mit hohen Vorschüben betrieben werden kann. Bei schwerer zu schneidenden Materialien wie Aluminium oder HPL reicht eine geringe oder mittlere Schnitttiefe pro Durchgang aus. Der Maschinenrahmen wiegt weniger als 60 kg und ist für sein Gewicht relativ groß, z.B. bei einer Arbeitsfläche von &lt;code&gt;&amp;gt;0,5 m²&lt;/code&gt;.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;&amp;lt;=700W&lt;/code&gt; HF-Spindel oder &lt;code&gt;&amp;lt;=1200W&lt;/code&gt; Oberfräsenmotor: Die Maschine wiegt mehr oder ist steifer als die oben genannte Option. Häufig werden Fräser mit einem Durchmesser um die 6mm verwendet oder es muss viel mit Planfräsern gearbeitet werden. Die Z-Achse der Maschine ist kräftig ausgelegt und man hat das Gefühl, dass die Maschine bei &lt;code&gt;3000mm/min&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;Z+6mm&lt;/code&gt; und einem 6mm Fräser locker mit Hartholz zurechtkommt.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;1,1kW/1,5kW&lt;/code&gt; HF-Spindel: Eine kompakte, schwerere Maschine (ca. 500x500mm Verfahrweg bei 100kg Gewicht), die Aluminium oder Holz mit höheren Vorschubgeschwindigkeiten schneiden soll. Bei der Bearbeitung von Holz verwenden Sie häufig Schruppfräser, um Zeit zu sparen. Die Maschine kann höhere Beschleunigungen und schnelle Bewegungen bewältigen (z.B. &lt;code&gt;1000mm/s²&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;300mm/s&lt;/code&gt;).&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;&amp;gt;=2,2kW&lt;/code&gt;: Sie haben den Hobbybereich verlassen - wahrscheinlich für immer - sowohl mit Ihrer Maschine als auch mit dem Auftragsbestand, der sich auf Ihrem Schreibtisch angesammelt hat. Sie haben eine Werkstatt, eine professionelle Staubabsaugung und eine schwerere Maschine, der Sie zutrauen, den ganzen Tag lang ohne intensive Überwachung zu laufen. Vielleicht betrachten Sie diesen Blog als &amp;ldquo;nicht anspruchsvoll genug&amp;rdquo; und machen sich auf zu neuen Ufern, wo man Ihnen als Profi wirklich helfen kann.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="gewicht"&gt;Gewicht&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Gewicht hängt von der Leistung ab. Ein 800-Watt-Motor für eine Oberfräse kann einschließlich Halterung unter 2 kg wiegen, während eine 2,2-kW-HF-Spindel mit automatischem Werkzeugwechsel ohne Werkzeughalter 6,5 kg oder mehr auf die Waage bringt. Auch Halterung und Leitungen werden tendenziell größer.&#10;Ein hohes Spindelgewicht kann sich vor allem bei leichten Maschinen negativ auswirken. Im Extremfall kann sich die Z-Achse nach unten bewegen, wenn die Schrittmotortreiber inaktiv sind. Die Maschinenbeschleunigung, insbesondere an der Portalbewegungsachse, muss möglicherweise reduziert werden, damit keine Schritte verloren gehen. Es ist zu bedenken, dass schwerere Spindeln in der Regel voluminöser sind, so dass sich die Schnittkräfte aufgrund einer größeren Hebelwirkung ungünstig auf die Z-Achse auswirken können.&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/spindleupgrade/mafellvsspinogy.jpg" alt="Bild: Vergleich von Routermotor und HF-Spindel"&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="2-polige-oder-4-polige-ausführung"&gt;2-polige oder 4-polige Ausführung?&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Wird insbesondere bei niedrigen Drehzahlen ein hohes Drehmoment benötigt, sollten Sie sich für eine 4-polige Ausführung entscheiden. Dann wird allerdings die doppelte Frequenz benötigt, um die gleiche Drehzahl wie bei einem 2-poligen Motor zu erreichen.&#10;Wird die Maschine häufig mit hohen Drehzahlen betrieben, sollte stattdessen eine 2-polige Spindel Anwendung finden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="wasser--oder-luftgekühlt"&gt;Wasser- oder luftgekühlt?&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Auch dies ist eher eine Frage der Kosten und der Professionalität als alles andere. Natürlich funktioniert die Selbstkühlung durch einen auf der Welle fest montierten Lüfter gut. Eine Fremdkühlung per Lüfter ist etwas teurer, aber auch leiser. Ihr Hauptvorteil besteht darin, dass die Spindel unabhängig von ihrer Drehzahl nicht zu warm wird.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Eine Wasserkühlung führt die Wärme nochmal deutlich effizienter aus dem Motor ab, und die hohe Wärmekapazität des Wassers führt zu homogenen Temperaturen in der gesamten Spindel. Sie dämpft die Vibrationen und ist die leiseste Kühlungslösung von allen. Andererseits ist das System viel teurer, komplexer, benötigt mehr Platz für Pumpe, Kühler und Ausgleichsbehälter usw. und muss öfter gewartet werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="die-planungsphase"&gt;Die Planungsphase&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Nachdem die Handbücher aller bestellten Teile überflogen waren, konnte ich einen schematischen Schaltplan für das Spindel-Subsystem zeichnen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/spindleupgrade/vfd_circuit_plans_1.jpg" alt="Bild: Schaltplan FU-Subsystem"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Oben ist der Frequenzumrichter mit seinen Klemmen zu sehen. &lt;code&gt;X1&lt;/code&gt; ist der Netzstromeingang mit dem Trennschalter &lt;code&gt;S2&lt;/code&gt;. &lt;code&gt;X2&lt;/code&gt; verbindet die Spindel mit dem FU und &lt;code&gt;X3&lt;/code&gt; ist der Signalanschluss für die CNC. Rechts unten befindet sich die Gleichstromversorgung &lt;code&gt;T1&lt;/code&gt;, die die Luftkühlung versorgt und die logische Spannungsschiene bereitstellt. Die Temperatur des Spindelmotors &lt;code&gt;M1&lt;/code&gt; wird durch den Thermistor &lt;code&gt;R3&lt;/code&gt; überwacht (hier habe ich vergessen, die Beschriftung hinzuzufügen). Der Spindelkühlmotor &lt;code&gt;M2&lt;/code&gt; wird durch ein Zeitrelais gesteuert, das wiederum durch das &amp;ldquo;RUN&amp;rdquo;-Signal gesteuert wird. Ein digitaler Mehrzweckausgang ist mit einer roten LED &lt;code&gt;D1&lt;/code&gt; verbunden, die so konfiguriert ist, dass sie aufleuchtet, wenn eine Überlastwarnung vorliegt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Der Schaltplan ist ziemlich einfach gehalten. Deshalb habe ich keine Zeit in saubere Zeichnungen investiert. Um es noch authentischer aussehen zu lassen, habe ich etwas ☕ auf das Papier verschüttet.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/spindleupgrade/vfd_circuit_plans_3.jpg" alt="Bild: Anschlussbelegung der Spindel"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Dies ist die Pinbelegung des Spindelsteckers &lt;code&gt;X2&lt;/code&gt; und des entsprechenden Anschlusses am FU. Sie war mehrmals nützlich, als ich dem abgeschirmten Motorkabel (orangefarben, siehe Bannerbild oben) Steckverbinder hinzufügte sowie während der Geräteprüfung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich notiere mir stets das erforderliche Anzugsdrehmoment für jede Schraube, einschließlich der für die Klemmen, und lege die benötigten Werkzeuge vor Baubeginn bereit.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="die-bauphase"&gt;Die Bauphase&lt;/h2&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;iframe&#10; src="https://makertube.net/videos/embed/u8gDBQnsdxYFEZfFwk6jfU"&#10; title="Schaltschrankbau für den Umrichter der Spindel"&#10; loading="lazy"&#10; allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture"&#10; allowfullscreen&#10; style="width: 100%; height: auto; min-height: 315px; aspect-ratio: 16/9;"&#10; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Schaltschrankbau für den Umrichter der Spindel&lt;/span&gt;&lt;a href="https://makertube.net/videos/embed/u8gDBQnsdxYFEZfFwk6jfU" class="attr-link" target="_blank" rel="noopener noreferrer"&gt;↗&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h2 id="inbetriebnahme"&gt;Inbetriebnahme&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Vor Inbetriebnahme war der &lt;a href="https://blog.schallbert.de/testing-hardware/#test-plan"&gt;Testplan&lt;/a&gt; abzuarbeiten. Danach war der Spindel-Fettverteilungslauf gemäß Anweisungen des Herstellers zu starten.&#10;Schließlich kalibrierte ich den Analogausgang &amp;ldquo;0-10V&amp;rdquo; in der CNC-Software, um die Frequenz des Frequenzumrichters mit der Drehzahl der Spindel abzugleichen. Beispiel: &lt;code&gt;S10000&lt;/code&gt; sollte &lt;code&gt;3,33V&lt;/code&gt; am Ausgang erzeugen und den FU mit einer Frequenz von etwa &lt;code&gt;175Hz&lt;/code&gt; laufen lassen, um den Schlupf zu berücksichtigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Um zu sehen, dass das System wie vorgesehen funktioniert, habe ich ein paar Testläufe gemacht: 8mm PMMA, Vollnut, einmaliger Durchlauf in &lt;code&gt;Z+=8mm&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;4mm&lt;/code&gt; Einschneider (poliert) Hartmetallfräser bei &lt;code&gt;S=26kUPM&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;F=3000mm/min&lt;/code&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/spindleupgrade/spindle_commisioning_initjob.jpg" alt="Bild: Spindel mit einem Werkstück aus PMMA"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h2 id="die-analysephase"&gt;Die Analysephase&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Diese Phase wird später folgen, vielleicht ein Jahr nach der Arbeit mit der neuen Spindel. Ich werde mir Folgendes ansehen:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Hat sich die Investition gelohnt (etwa 8x teurer als ein Oberfräsenmotor)?&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Habe ich die zusätzlichen Möglichkeiten (höhere Leistung und mehr Drehzahl) genutzt?&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Erzielt sie spürbar bessere Ergebnisse?&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Ist sie zuverlässiger und wartungsärmer als mein bisheriger Motor?&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Aber was ich schon jetzt sagen kann: Ich habe viel gelernt. Es hat Spaß gemacht, das System zu entwerfen, zu verkabeln und einzurichten. Und es war aufregend zu sehen, dass es tatsächlich so funktioniert, wie ich es mir vorgestellt habe 🙂.&lt;/p&gt;&#10;</description></item><item><title>Spirograph</title><link>https://blog.schallbert.de/projects/spirograph/</link><pubDate>Mon, 01 Jan 0001</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/projects/spirograph/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/spirograph/spirograph-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Bild: Spirograph aus Acrylglas, gefertigt auf meiner CNC &amp;#39;Zerspanobert&amp;#39;"&#10; title="Spirograph" /&gt;&#10;&lt;h2 id="der-spirograph"&gt;Der Spirograph&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Spirograph" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Spirographen&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; sind mathematische Spielzeuge. Mit ihrer Hilfe kann man ganz leicht sich wiederholende Kurven zeichnen. Die einfachste Version besteht aus einem Zahnrad, das auf der Innenseite eines feststehenden Zahnkranzes läuft. Das Zahnrad hat ein paar Löcher, in die die Spitze eines Stiftes passt. Die Löcher befinden sich außerhalb der Mitte des Zahnrads, so dass beim Drehen des Rads im Inneren des Hohlrads parabolische Formen entstehen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Anzahl der Umdrehungen, die nötig sind um eine geschlossene Form zu zeichnen, hängt vom Verhältnis der Zahnanzahl zwischen den beiden Zahnrädern ab.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="version-0"&gt;Version 0&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Der erste Entwurf haben wir gemeinsam mit den Jungs von CADasCAM &lt;a href="https://hobbyline.info/forum/index.php?thread/839-hobby-line-tage-27-28-5/&amp;amp;postID=9215#post9215" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;in der Werkhalle&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; erstellt. Es handelt sich um eine 14:9-Zahnkombination. Das kleinste gemeinsame Vielfache (auch KGV genannt) der beiden Zahnräder beträgt 126, was zu Zeichnungen mit vielen (&lt;code&gt;126 / 9 = 14&lt;/code&gt;) Kanten führt. Wir entschieden uns für Aluminium als Material.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/spirograph/20230528_sorotecworkshop_spirograph_aluminium.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Fräsen von Spirograph_V0 auf einer übertakteten CompactLine CNC&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Fertigung war erfolgreich und die Räder ließen sich von Zahn zu Zahn platzieren aber leider nicht drehen, weil der nächste Zahn des inneren Zahnrads nicht auf die Flanke, sondern auf den Kopf des Hohlradzahns traf. Die Krümmung des Hohlrads hatten wir nämlich nicht berücksichtigt, sodass die langen Zahnköpfe zu eng zusammen standen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="version-1"&gt;Version 1&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Als der Workshop vorbei war, nahm ich den Entwurf mit nach Hause und versuchte ihn zu verbessern. Ich kürzte die Zahnköpfe des Hohlrads, um das vorherige Problem zu beheben und fügte Verrundungen hinzu, damit die Zahnräder nicht so schwergängig ineinander griffen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/spirograph/V1_upper.jpg" alt="Bild: Spirograph in Buche, Oberseite fertig gefräst"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Ich habe den Entwurf in &lt;code&gt;18mm&lt;/code&gt; Buche Leimholz gefräst. Ich verwende eine zweiseitige Bearbeitung, weil sich das Anfasen von Hand auf der Rückseite bei diesen komplexen Formen als etwas mühsam erwies. Dazu schneide ich nicht komplett durch das Material, sondern lasse unten eine &lt;code&gt;1mm&lt;/code&gt; dicke &amp;ldquo;Zwiebelhaut&amp;rdquo; stehen, die alles an ihrem Platz hält für den zweiten, rückseitigen Bearbeitungsvorgang.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Danach wird das Werkstück gedreht, sodass die Unterseite oben ist. So können die Kanten der Unterseite abgeschrägt werden. Dabei durchbohrt der Fräser die &amp;ldquo;Zwiebelhaut&amp;rdquo; und schneidet die Werkstücke praktisch aus dem Rohmaterial heraus, sodass ich sie nur noch vom Maschinenbett nehmen muss. So waren nur die Grate abzuschleifen, was weniger als fünf Minuten manuelle Nacharbeit erforderte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/spirograph/V1_detail.jpg" alt="Bild: Spirograph_V1 in Buche, Detailansicht der Zahnräder, die nicht passen wollten"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Aber es passte immer noch nicht. Diesmal, weil die Flanken des inneren Rades zu breit waren. Das hatte zur Folge, dass sie nicht die volle Eingriffstiefe zuließen was wiederum dazu führte, dass der nächste Zahn des Innenrads erneut auf den Zahnkopf des Zahnkranzes traf.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="version-2"&gt;Version 2&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe herausgefunden, dass in Version_1 das kleine Zahnrad eine positiven &amp;ldquo;Zahnprofilverschiebung&amp;rdquo; hatte, während der Innenkranz auf Null belassen wurde. Das konnte überhaupt nicht funktionieren, also habe ich es korrigiert. Ich habe auch die konkaven Radien beider Räder größer geplant, sodass ein 6mm-Schaftfräser in der Lage sein würde, alle Details richtig herauszuarbeiten. Schließlich fügte ich etwas Spiel für die Zahnflanken hinzu und sorgte für mehr Platz am Zahnfuß, damit die Zähne besser ineinander greifen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/spirograph/V2_pmma.jpg" alt="Bild: Spirograph_V2 in PMMA, zusammen mit Beispielzeichnungen"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Um dem inneren Rad mehr Platz zu geben, habe ich die Zahnradkombination auf 16/7 verändert, was dann &lt;code&gt;112 / 7 = 16&lt;/code&gt; Schleifen zeichnen wird (noch engere Darstellung), bevor sich das Muster wiederholt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diesmal habe ich es aus 5mm extrudiertem Acryl (PMMA), opak weiß, gefertigt. Ich wählte eine ähnliche zweiseitige Frässtrategie wie oben beschrieben, fügte aber einen Schlichtlauf hinzu, um die Kantenqualität zu verbessern.&#10;Folgende Parameter kamen zur Verwendung:&lt;/p&gt;&#10;&lt;table&gt;&#10;&#9;&lt;thead&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Fräser, Material: PMMA (Acryl)&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Werkzeugtyp&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Zahn&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Durchmesser [mm]&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Drehzahl [U/min]&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Vorschub [mm/min]&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Z+ [mm]&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;XY+ [mm]&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/thead&gt;&#10;&#9;&lt;tbody&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;VHM-Habichtschnabel FSECO1&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Schruppen&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;1&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;4&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;24000&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;3000&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;8&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;3,6&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;FSAC Acrylschneider poliert&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Schlichten&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;1&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;4&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;26000&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;3000&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;8&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;0,2&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Hartmetall Kegel 90° FEF&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Fasen&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;3&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;10&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;15000&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;5000&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;3&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;3&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/tbody&gt;&#10;&lt;/table&gt;&#10;&lt;p&gt;Und es funktionierte einwandfrei 😄. Die Schnittqualität war sehr gut. An manueller Nacharbeit blieb mir weniger als eine Minute Arbeit zum Entgraten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/spirograph/spirograph_V2_teethengaged.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Aktualisierte Zahnparameter ermöglichen reibungslosen Eingriff&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Aber es gab noch Raum für Verbesserungen:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Löcher direkt in den Zähnen machen keinen Sinn, weil sich das innere Rad bei Eingriff dieses Zahns nicht mehr durch den Stift weiterdrehen lässt&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;5mm Löcher sind etwas zu klein, um alle Arten von Buntstiften unterzubringen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;16 Zähne &lt;code&gt;modul10&lt;/code&gt; sind nicht genug, um ein DIN A4-Papier zu füllen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Die elliptische Form sieht schön aus, ist aber etwas schwer festzuhalten&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Deshalb habe ich einen weiteren Schritt in der Entwicklung gemacht:&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="version-3"&gt;Version 3&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Eine kleine Aktualisierung gegenüber Version_2, dieses Mal mit einer 18/10-Paarung (KGV von 90, also 9 Schleifen pro Durchlauf). Ich habe die Lochabstände in Form einer &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fibonacci-Folge" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Fibonacci&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;-Spirale überarbeitet, um ausdrucksstärkere Designs zu erzeugen. Schließlich habe ich den Umriss an die Größe von DIN A4-Papier angepasst, so dass die Entwürfe nun zentriert sind.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/spirograph/V3_design.jpg" alt="Bild: Spirograph_V3 Entwurf"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/spirograph/V3_detail.jpg" alt="Bild: Spirograph_V3 in PMMA, Detailaufnahme eines Zahns"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Für die Herstellung habe ich dieselben Parameter wie bei der vorherigen Version verwendet. Wie gut das Ergebnis geworden ist! Ich frage mich, ob ich die letzten 5% an Qualität herausholen kann, indem ich die Grate ganz vermeide. Der Grat entsteht, wenn der konische Fräser die Unterseite des Materials durchsticht, um den endgültigen Ausschnitt auf meinem Vakuumtisch herzustellen. Ich muss also in Zukunft etwas &amp;ldquo;tiefer&amp;rdquo; fräsen als das verbliebene Material stark ist. Der Hersteller der Fräser empfahl mir im Nachgang, Vorschub und Drehzahl bei Arbeit in Acrylglas für die Fasenfräser zu senken, wenn der Zielvorschub wegen ständiger Beschleunigungs- und Abbremsvorgänge nicht erreicht werden kann.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/spirograph/V3_chattermarks_acceleration.jpg" alt="Bild: Spirograph_V3, Kontur-Detailansicht"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Außerdem ist mir aufgefallen, dass die Maschine Rattermarken erzeugt, wenn sie bei &amp;ldquo;G01&amp;rdquo;-Bearbeitungen auf die Zielgeschwindigkeit beschleunigt. Ich vermute, dass dies auf die begrenzte Steifigkeit des Rahmens zurückzuführen ist. Es ist nur unter einem bestimmten Winkel sichtbar, aber nicht spürbar.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das fertige Produkt sieht dann so aus. Durch die Fasen und abgerundeten Kanten liegt es sehr angenehm in der Hand. Die Zahnräder laufen mühelos und die 18/10-Zahnradkombination hat so viele Zähne, dass auch Kinder kein Problem damit haben, die Formen herzustellen (ausprobiert).&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/spirograph/V3_pmma.jpg" alt="Bild: Spirograph_V3 in Acryl gefräst"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Und schließlich bin ich auch damit zufrieden, wie die Zeichnungen aussehen. Mit kräftigen Strichen und groß genug (15x15cm). Die Linien stehen nicht zu eng zusammen. Die höhere Anzahl von Löchern, die das größere innere Rad erlaubt, hilft auch dabei, eine größere Vielfalt an Figuren zu erzeugen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/spirograph/V3_drawing.jpg" alt="Bild: Zeichnungsbeispiel mit Spirograph_V3"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe die Versionen 2 sowie 3 einer nahegelegenen Schule sowie einem Kindergarten gespendet. Bin gespannt, wie sie im Alltag damit zurechtkommen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="lust-auf-einen-nachbau-bekommen"&gt;Lust auf einen Nachbau bekommen?&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Das ist kein Problem. &lt;a href="https://blog.schallbert.de/assets/docs/spirograph_V3_by_schallbert.zip"&gt;Hier steht ein &lt;code&gt;ZIP&lt;/code&gt;-Ordner zum Download bereit&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="was-ist-im-ordner-enthalten"&gt;Was ist im Ordner enthalten?&lt;/h3&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://www.cadascam.com/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;CADasCAM&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; Projekt, das alle Arten von Zahnradpaarungskonfigurationen ermöglicht&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Zeichnungsdateien (DXF) für das Fräsen von Vorder- und Rückseite&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://www.estlcam.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;EstlCAM&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; Projektdateien zusammen mit meiner Werkzeugdatenbank&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;CNC-Betriebsdateien (&lt;code&gt;tap&lt;/code&gt;), die zu meiner Maschine passen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Ein Readme (&lt;code&gt;txt&lt;/code&gt;), das den XY-Nullpunkt und die erforderlichen Offsets definiert&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="kostet-es-etwas"&gt;Kostet es etwas?&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Nein. Beachten Sie, dass die von mir verwendete Lizenz das Paket zu &amp;ldquo;freier Software&amp;rdquo; macht. Bitte kontaktieren Sie mich jedoch, falls Sie die Entwürfe gewerblich verwenden möchten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="haftungsausschluss"&gt;Haftungsausschluss&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Wie üblich stehen die Dateien kostenlos zum Download zur Verfügung. Im Gegenzug übernehme ich keine Verantwortung oder Haftung für deren Inhalt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;WARNUNG&lt;/strong&gt; ⚠️&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diese Dateien bieten oder ermöglichen die Ausgabe von G-Code-Anweisungen für echte Maschinen, die in der physischen Welt tatsächlich Dinge tun. Es könnten Code-Fehler oder Bugs enthalten sein, die möglicherweise zu Maschinenabstürzen oder Schlimmerem führen können. Ich übernehme keine Haftung für Arbeitsunfälle, Systemausfälle, Geräteausfälle, Produktionsausfälle, Ablaufstörungen oder andere negative Auswirkungen, die durch die von mir zur Verfügung gestellten Dateien verursacht werden könnten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;HINWEIS&lt;/strong&gt; ℹ️&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Es liegt in der Verantwortung des Maschinenbetreibers, den G-Code sorgfältig zu prüfen und sicherzustellen, dass er auf der jeweiligen Maschine wie vorgesehen funktioniert und keinen Schaden verursacht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;aside class="update-box update-box--note" role="note"&gt;&#10; &lt;span class="update-box__icon" aria-hidden="true"&gt;&#10; ℹ️&#10; &lt;/span&gt;&#10;&#10; &lt;div class="update-box__body"&gt;&#10; &lt;div class="update-box__heading"&gt;&#10; &lt;strong class="update-box__title"&gt;&#10; &#10; Noch mehr Spirographen&#10; &#10; &lt;/strong&gt;&#10;&#10; &lt;time datetime="2024-02-05T00:00:00Z"&gt;&#10; 05. Feb. 2024&#10; &lt;/time&gt;&#10; &#10; &lt;/div&gt;&#10;&#10; &#10; &lt;div class="update-box__content"&gt;&#10; Ein paar weitere sehr schöne Spirographen habe ich Anfang 2024 für die Maker Faire angefertigt. Das Grundmaterial ist mitteldichte Faserplatte (MDF), auf welche ich eine Lage Olivenholzfurnier aufgebracht habe.&#10; &lt;/div&gt;&#10; &#10; &lt;/div&gt;&#10;&lt;/aside&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-03-25-spirograph.jpg" alt="Image: Spirograph under test"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;</description></item></channel></rss>