<?xml version="1.0" encoding="utf-8" standalone="yes"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>Endmills on Schallberts Blog</title><link>https://blog.schallbert.de/tags/endmills/</link><description>Recent content in Endmills on Schallberts Blog</description><generator>Hugo</generator><language>de</language><lastBuildDate>Mon, 22 Dec 2025</lastBuildDate><atom:link href="https://blog.schallbert.de/tags/endmills/index.xml" rel="self" type="application/rss+xml"/><item><title>Stahlblech (SECC) bearbeiten</title><link>https://blog.schallbert.de/milling-secc/</link><pubDate>Mon, 22 Dec 2025</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/milling-secc/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-12-22-HTPC-slotted-thumb.avif"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: additional slots in HTPC case (SECC) for better cooling"&#10; title="Stahlblech (SECC) bearbeiten" /&gt;&#10;&lt;h2 id="das-werkstück"&gt;Das Werkstück&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Es handelt sich um ein PC-Gehäuse aus &lt;code&gt;0.8mm&lt;/code&gt; starkem, verzinktem Stahlblech &amp;ldquo;SECC&amp;rdquo;. Es stammt aus den frühen 2000ern und wurde kürzlich mit neuem Innenleben ausgestattet.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="die-aufgabe"&gt;Die Aufgabe&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Durch die nun viel leistungsfähigere Grafikkarte (&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Thermal_Design_Power" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;TDP&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; &lt;code&gt;200W&lt;/code&gt;) und das beengte Design als &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Home_Theater_Personal_Computer" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;HTPC&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; war die entstehende Verlustwärme nicht im gewünschten Maße abzutransportieren, sodass im Gehäuse unter Last Temperaturen um &lt;code&gt;50°C&lt;/code&gt; vorherrschten. Das ist mir viel zu hoch.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="die-gegebenheiten"&gt;Die Gegebenheiten&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Grafikkarte folgt gängigen aktuellen Designs: Ein metallener Radiator bedeckt die komplette Oberfläche der Platine. Seine Rippen sind in Querrichtung zum Sockel ausgerichtet und die darauf montierten, flachen Lüfter (&lt;code&gt;3x80mm&lt;/code&gt;) drücken die Luft durch die Leitbleche in Richtung Moainboard und Gehäusedeckel.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-12-22-graka-target-1080.avif" alt="Image: The graphics card for which cooling shall be optimized."&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Zwischen Grafikkarte und Gehäusedeckel sind leider nur wenige Millimeter Platz. Nun möchte ich also genau an dieser Stelle zusätzliche Löcher in die Abdeckung einbringen. Das Gehäuse besitzt bereits Belüftungsbohrungen mit &lt;code&gt;3mm&lt;/code&gt; Durchmesser in einem &lt;code&gt;10x19mm 45°&lt;/code&gt;-Raster an den Seiten. Ich versuche nun, dieses Muster auch auf die Bohrungen für die Grafikkartenentlüftung anzuwenden. So komme ich auf eine Gesamtzahl von 133 Stück, welche ich der Bequemlichkeit wegen ungern anzeichnen, körnen und von Hand fertigen möchte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Also erstelle ich mir eine Zeichnung im CAD und schließlich ein Bohrzyklus-Programm für meine Fräse.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="werkzeug1-3mm-bohrer"&gt;Werkzeug1: 3mm-Bohrer&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe zwar noch ein paar Baumarkt-Stahlbohrer aus üblichem Hochgeschwindigkeits-Schnellarbeitsstahl (HSS) herumliegen, diese befinden sich jedoch in teils schlechtem Zustand. Also nehme ich einen noch unbenutzten Stahlbohrer aus meinem Dremel-Sortiment.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="bohrparameter"&gt;Bohrparameter&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Er hat eine hellgraue, metallene Färbung und sieht unbeschichteten Werkzeugen aus Vollhartmetall so ähnlich, dass ich (fälschlicherweise) annehme, er sei aus Wolframcarbid. Daher wählte ich folgende Parameter:&lt;/p&gt;&#10;&lt;blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;3mm VHM-Bohrer für Stahl, 2 Schneiden: S17000 F470 Z-0.2 Rückzug 0.5mm&lt;/p&gt;&#10;&lt;/blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich arbeite wie üblich komplett trocken, setze also keine Kühlschmierstoffe ein.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="bohrvorbereitung"&gt;Bohrvorbereitung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Zur Vorbereitung des Werkstücks bringe ich auf den Abschnitt des Gehäuses Klebeband an, wo später die Löcher sein sollen. Mit der maximalen Bohrtiefe durchstoße ich das Material nur minimal. Da das Klebeband auf diese Weise intakt bleibt, verliere ich keinen Unterdruck durch offenliegende Löcher im Vakuumtisch.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich lege den Gehäusedeckel mit der Außenseite auf das Maschinenbett und decke freie Löcher meines Vakuumtisches mit einer Gummimatte ab. Anschließend bringe ich das Portal in eine Position nahe der Löcher, damit die Spindel im Pfadverlauf nicht mit der Gehäusewand kollidiert. Außerdem entferne ich das Anfahren der Parkposition &lt;code&gt;G28&lt;/code&gt; aus der Fräsdatei, denn nun liegt der Gehäusedeckel im Weg. Nach Hochziehen der Z-Achse von der letzten Bohrung endet das Programm mit &lt;code&gt;M30&lt;/code&gt; (Stop und zurückspulen).&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="das-ergebnis"&gt;Das Ergebnis&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Um es vorwegzunehmen: Der Bohrer hält nicht durch. Dass etwas nicht in Ordnung ist, merke ich nach wenigen Sekunden am Geräusch der Maschine: Sie ist plötzlich viel leiser als vorher.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-12-22-hss-meltdown.avif" alt="Image: The HSS drill only lives to the fourth hole of 133, then its tip is gone."&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich schaffe auf diese Weise schlappe 3 von 133 Löchern. Danach befindet sich die Spitze des Bohrers in einem der halb fertiggestellten Löcher und scheint mit diesem verschweißt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="problemanalyse"&gt;Problemanalyse&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Anscheinend war der Bohrer gar nicht aus Vollhartmetall, und damit bin ich mit völlig ungeeigneten Parametern unterwegs gewesen. Ich habe die Symptome in zwei Foren gegeben (&lt;a href="https://hobbyline.info/forum/index.php?thread/687-2-schneider-stahlblech-wie-anwenden/&amp;amp;postID=12837#post12837" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Hobbyline&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; sowie &lt;a href="https://www.cnczone.nl/viewtopic.php?t=23051" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;cnczone&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;) und ich erhalte die Information, dass ich besser mit &lt;code&gt;S1000 F30&lt;/code&gt; (!) unterwegs sein sollte, wenn ich ein paar mehr Löcher mit dem Bohrer hätte schaffen wollen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="die-lösung"&gt;Die Lösung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-12-22-slots.avif" alt="Image: Slot milling solves the problem as I can use a carbide endmill now"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Ich wechsle also auf Hartmetallfräser. Ich habe nur einen in meiner Sammlung, der für Stahl gemacht wurde. Dieser hat allerdings einen größeren Durchmesser, sodass ich mein Design anpassen muss.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nun erzeuge ich mir im CAD Langlöcher, welche mit &lt;code&gt;6mm&lt;/code&gt; Breite und &lt;code&gt;22mm&lt;/code&gt; Länge im &lt;code&gt;45°&lt;/code&gt;-Winkel über dem Radiator der Grafikkarte platziert sind.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="werkzeug2-6mm-vhm-fräser"&gt;Werkzeug2: 6mm VHM-Fräser&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich wende meine bereits &lt;a href="https://blog.schallbert.de/milling-steel/"&gt;bewährte Frästechnik&lt;/a&gt; für SECC-Stahl an und verfeinere sie weiter: Hohe Spindeldrehzahl, großer Vorschub, geringe Tiefenzustellung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;6mm VHM-Fräser, AlTiN-beschichtet, 2 Schneiden, 0.2mm 45°-Fase: S10600 F880 Z-0.18&lt;/p&gt;&#10;&lt;/blockquote&gt;&#10;&lt;h3 id="bearbeitungsvorgang"&gt;Bearbeitungsvorgang&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Maschine arbeitet ruhig und das Werkzeug ist nach Fertigstellung, die knapp zehn Minuten benötigt, nur handwarm. Beim Eintauchen wird sie kurz lauter. Das nächste mal werde ich die Eintauchrampe noch flacher einstellen - etwa auf &lt;code&gt;5°&lt;/code&gt;. Damit verspreche ich mir, die untere Schneidfläche zu schonen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;iframe&#10; src="https://makertube.net/videos/embed/hoqrsaBrW2nrjszyJTPEpC"&#10; title="Cutting SECC steel of my PC case"&#10; loading="lazy"&#10; allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture"&#10; allowfullscreen&#10; style="width: 100%; height: auto; min-height: 315px; aspect-ratio: 16/9;"&#10; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Cutting SECC steel of my PC case&lt;/span&gt;&lt;a href="https://makertube.net/videos/embed/hoqrsaBrW2nrjszyJTPEpC" class="attr-link" target="_blank" rel="noopener noreferrer"&gt;↗&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="schnittqualität"&gt;Schnittqualität&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Schnittkanten sind gratfrei, hochglänzend und messerscharf. Daher ist eine Fase anzubringen. Dies mache ich von Hand mit Ziehklinge und Cuttermesser, was ich schnell bereue: Ich bekomme das nicht so sauber und gleichmäßig hin wie gewünscht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-12-22-slots-complete.avif" alt="Image: SECC surface quality after milling &amp;amp; de-burr"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Nicht so schlimm: Ich erhalte ein ordentlich gearbeitetes Gehäuse mit deutlich verbesserter Kühlung praktisch zum Nulltarif (Wenn man vom Lehrgeld absieht). In der Abbildung oben ist der Radiator der Grafikkarte klar durch die neuen Schlitze im Gehäuse zu erkennen.&lt;/p&gt;&#10;</description></item><item><title>Graustufenbilder mit der CNC fräsen</title><link>https://blog.schallbert.de/halftone-cnc/</link><pubDate>Mon, 27 Jan 2025</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/halftone-cnc/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-01-27_bloglogo-thumb.avif"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: TSP-paths of my blog&amp;#39;&amp;#39;s logo"&#10; title="Graustufenbilder mit der CNC fräsen" /&gt;&#10;&lt;p&gt;Bis jetzt habe ich Bilder stets als Gravuren in Volltonfarben erstellt. Damit lassen sich Texte wie &lt;a href="https://blog.schallbert.de/negative-carving-with-estlcam/"&gt;diesen hier&lt;/a&gt;, aber auch &lt;a href="https://blog.schallbert.de/engrave-multicolor/"&gt;Zeichnungen&lt;/a&gt; und &lt;a href="https://blog.schallbert.de/makerfaire-ruhr/#vorbereitung"&gt;Bilder&lt;/a&gt; kontrastreich und hübsch fertigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="das-ziel"&gt;Das Ziel&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Bei der Volltondarstellung können viele Details nicht abgebildet werden. Nun möchte ich aber ein echtes Foto ins Material bringen. Idealerweise soll dies zügig, ohne manuelle Nacharbeit und mit hoher Bildqualität passieren.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Mein CAM-Werkzeug stellt hierfür eine &amp;ldquo;Halbtonbild&amp;rdquo;-Funktion zur Verfügung, mit der ich im Folgenden herumexperimentiere. Auch hier ist es wieder so, dass selten direkt gute Ergebnisse aus der Maschine fallen. Außerdem sind die Erzeugung solcher Abbildungen sehr zeitintensiv, und Fehlversuche folglich &amp;ldquo;teuer&amp;rdquo;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Daher gebe ich am Ende des Artikels ein paar Tipps und Tricks, mit deren Hilfe recht schnell gute Ergebnisse erzielt werden können.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="ein-wenig-farbwissen-rasterverfahren"&gt;Ein wenig Farbwissen: Rasterverfahren&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Problem, einen ganzen Farbraum mit nur wenigen verfügbaren Farben abbilden zu wollen, ist schon hunderte Jahre alt. Während Farbverläufe durch Mischen von Farben in der analogen Welt und auch am Bildschirm mittels unterschiedlicher Luminanzwerte der drei Farbkanäle in Pixeln hervorragend dargestellt werden können, stehen bei längst nicht jeder Anwendung eine große Anzahl Farben zur Verfügung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Drucker zum Beispiel&lt;sup id="fnref:1"&gt;&lt;a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref"&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;. Sie haben meist nur die drei Grundfarben &lt;code&gt;cyan (C)&lt;/code&gt; - ein Türkiston, &lt;code&gt;magenta (M)&lt;/code&gt; - ein Pinkton, &lt;code&gt;yellow (Y)&lt;/code&gt; - gelb sowie &lt;code&gt;key (K)&lt;/code&gt; - meist Schwarz - zur Verfügung. Hieraus müssen sie dann die Illusion aller möglicher Farben erzeugen, denn sie können die Pigmente wegen ihrer hohen Deckkraft nicht mischen. Ansonsten würde der zuletzt aufgebrachte Farbton dominieren oder die Farbe würde schlicht verlaufen. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit, Rasterverfahren einzusetzen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="halftones-halbtonbild"&gt;Halftones (Halbtonbild)&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Eines dieser Rasterverfahren heißt &lt;em&gt;halftone&lt;/em&gt;. Hierbei wird durch Farbpunkte oder -Muster unterschiedlicher Strichstärke ein &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Halftone" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Farbton simuliert&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, welchen das Auge ab einem gewissen Abstand nicht mehr auflösen kann und daher gemeinsam mit dem umgebenen Freiraum und gegebenenfalls anderen Farbpunkten zu einem Tonwert &amp;ldquo;mittelt&amp;rdquo;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-01-27_bloglogo_9600dots.avif" alt="Image: 9600 dots stipple image of my blog&amp;#39;s logo"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Dieses Verfahren eignet sich für die &lt;a href="https://hackaday.com/2011/07/28/creating-halftone-pictures-with-a-cnc-machine/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Fertigung mittels CNC-Fräse&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, sofern die Oberfläche des zu bearbeitenden Werkstücks eine andere Farbe besitzt als das Kernmaterial.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Für Halftones existieren viele verschiedene Erzeugungsverfahren, bei denen sich Anordnung der Punkte, Striche, Musterform usw. teils stark unterscheiden. Auf der CNC bestimmen das verwendete Gravurmaterial, die benötigte Auflösung und das gewünschte Werkzeug das Verfahren, da sich nicht mit jeder Kombination eine gute Qualität erreichen lässt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="dithering"&gt;Dithering&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Dither#Digital_photography_and_image_processing" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Dithering&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; wird eher bei der Darstellung auf Bildschirmen verwendet. Hierbei variiert nicht wie beim Halbtonverfahren Stärke bzw. Größe von Farbpunkten oder Mustern, sondern die räumliche Verteilung andersfarbiger Punkte, welche in die Grundfarbe gesprenkelt werden. Dadurch entsteht der Eindruck einer Mischfarbe.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auch hier gibt es wieder verschiedene Erzeugungsverfahren: Diffusion, Rauschen, Muster, &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Floyd%E2%80%93Steinberg_dithering" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Floyd-Steinberg-Algorithmus&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&amp;hellip;&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="materialauswahl"&gt;Materialauswahl&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Hier habe ich eine Menge ausprobiert. Am Besten eignen sich Materialien mit homogener Zusammensetzung und hohem Kontrast zwischen Oberflächen- und Kernfarbe. Zudem sollte die Schichtdicke des Oberflächenmaterials nicht zu groß ausfallen, da sie komplett durchstochen werden muss und dann schnell sehr große Einzelpunkte erforderlich werden. Die Oberfläche ist idealerweise mattiert, denn Seiden- Metall- oder Hochglanz erzeugen eine Blickwinkelabhängigkeit, bei der die Erkennbarkeit des Motivs leidet.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Außerdem sollte das Material komplett plan zur Fräsfläche sein, da die Punktgröße sonst unerwünscht stark variiert.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="geeignete-materialien-"&gt;Geeignete Materialien 👍&lt;/h3&gt;&#10;&lt;table&gt;&#10;&#9;&lt;thead&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Kernmaterial&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Beschichtung&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Besonderheit&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/thead&gt;&#10;&#9;&lt;tbody&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Mitteldichte Faserplatte&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Grundierung + Lack&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Fräsbahn nicht überlappen&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Aluverbundmaterial&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Lack oder Folie&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Max. 0.18mm tief fräsen&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Acrylglas (PMMA)&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Lack oder Folie&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;XT verwenden (Dickentoleranz)&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/tbody&gt;&#10;&lt;/table&gt;&#10;&lt;p&gt;Am wenigsten Aufwand macht mir die Verarbeitung von fertig lackiertem Aluverbundmaterial. Hier ist praktisch keine Vor- und Nacharbeit erforderlich. Es ist aber darauf zu achten, die Frästiefe auf &lt;code&gt;0.18mm&lt;/code&gt; zu begrenzen. Sonst wird der PU-Kern deformiert oder es entstehen Ausrisse.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Aufbringen einer Folie kann eine gute Lösung sein, wenn man den Zeitaufwand eines Farbauftrags scheut. Ich selbst bin leider nicht besonders geschickt im Umgang mit Folie. Ständig erzeuge ich Luftblasen oder Einschlüsse kleinster Staubkörnchen. Nach dem Fräsvorgang sind die dadurch entstandenen Defekte im Höhenprofil deutlich anhand zu großer Löcher im Material zu erkennen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="ungeeignete-materialien-"&gt;Ungeeignete Materialien 👎&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Die hier aufgelisteten Materialien eignen sich meiner Meinung nach so nicht gut zum Erzeugen von Halbtonbildern. Ich habe ein paar Bilder misslungener Versuche hier abgelegt. Oft liegt ein Grund für Fehlschläge in einer für das Material zu hoch gewählten Bildauflösung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;table&gt;&#10;&#9;&lt;thead&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Kernmaterial&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Beschichtung&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Grund&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/thead&gt;&#10;&#9;&lt;tbody&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Mitteldichte Faserplatte&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Furnier&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Zu hohe Schichtdicke&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Mitteldichte Faserplatte&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Metallfolie&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Papierkern der Metallfolie ist weiß&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Aluverbundmaterial&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Metall, gebürstet&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Material &amp;ldquo;matscht&amp;rdquo;, Auflösung schlecht&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Aluverbundmaterial&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Keine, PU-Kern&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Alu in Kern gedrückt, Auflösung mies&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Weiche Alu-Legierungen&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Lack oder Folie&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Aluminium verschmiert, Auflösung mies&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/tbody&gt;&#10;&lt;/table&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--left"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-01-27-3guys_perfect.avif" alt="Image: 3 guys als halftone image on metalized MDF"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Hier experimentiere ich mit der Bildpunktdichte. Im unteren Bereich habe ich sie zu eng angeordnet, sodass sich die Beschichtung beim Fräsen löst. Auf meiner Gravur-CNC benötigt ein solches Bild auf einer Platte mit den Maßen&lt;code&gt;15x10cm&lt;/code&gt; trotz Übertaktung etwa &lt;code&gt;15 Minuten&lt;/code&gt;. Das Material ist wegen des Metallglanzes, der Ausrissgefahr, einer kaum erreichbaren Flächenverleimung und der hohen Schichtdicke nicht gut für solch hohe Auflösungen geeignet.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="halbtonbilder-anforderungen-an-die-cnc"&gt;Halbtonbilder: Anforderungen an die CNC&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Problem hängt hier ausnahmsweise mal nicht mit Haltekräften, Fräskräften oder Schwierigkeiten beim Niederhalten zusammen. Im Gegenteil, beim Fräsen von Bildern werden außerordentlich geringe Kräfte aufgebracht, und die zumeist in Z-Richtung, wo die Maschinen eine Stabilitätsreserve besitzen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Komplexität der Jobs stellt das Problem dar. Das Portal muss große Strecken zurücklegen und auf dem Weg ständig bremsen und beschleunigen. Endstufen, Schrittmotoren und Lager der Linearspindeln sind hierdurch stark belastet.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="wellenstrichelinien"&gt;Wellen/Striche/Linien&lt;/h3&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-01-27-anywhereamps_halftonegrid.avif" alt="Image: Halftone wave-grid image of AnywhereAmps1.2 compared to original image"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Im Linienverfahren fährt die Maschine ein Bild zeilenweise ab. Helligkeitsinformationen werden dabei üblicherweise per Frästiefe übertragen. Damit ergeben z.B. besonders dunkle Bereiche breitere Schnitte, welche dann im Schatten liegen. Dieses Verfahren eignet sich prima bei Fräsungen in Schaumstoffen, MDF und Acrylglas. Sie lassen sich außerdem recht zügig durchführen, da die Maschine im Materialeingriff bleibt und lediglich für Zeilensprünge Positioniervorgänge erforderlich sind.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="punktverfahren"&gt;Punktverfahren&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-01-27-bloglogo_stipple.avif" alt="Image: bloglogo made of 2000 Vonoroi stipples"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Hier wird die Größe von Punkten verändert, sodass mal größere und mal kleinere Vertiefungen im Material entstehen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Halbtonbilder im Punktverfahren benötigen verhältnismäßig viel Zeit auf der Maschine. Was mit einem Hobbylaser in einer halben Stunde vonstatten gehen kann, dauert mit einer CNC-Maschine bei gleicher Größe und Auflösung locker mal zwei Stunden (auch hier gibt es &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-tuning-kinematics/"&gt;Optimierungsmöglichkeiten&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Zur Fertigung solcher Bilder muss die Maschine extrem oft die Z-Achse bewegen. Beim Fräsen von Punkten muss sie für jeden &amp;ldquo;Pixel&amp;rdquo; einmal zwischen Sicherheitshöhe und Materialeingriff wechseln.&lt;/p&gt;&#10;&lt;blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;Beispiel: Werden &lt;code&gt;400x400&lt;/code&gt; Punkte gefräst (Das wäre im Pixelmaßstab ein ziemlich mies aufgelöstes Bild), so muss die Maschine &lt;code&gt;32000x&lt;/code&gt; ihre Z-Achse in Gang setzen!&lt;/p&gt;&#10;&lt;/blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;Daher sollte die Sicherheitshöhe nur ein paar Zehntel über der Werkstückoberfläche liegen, z.B. &lt;code&gt;0.5mm&lt;/code&gt;. Um die schwere Y-Achse zu schonen, macht es Sinn, das Bild per &lt;em&gt;CAM&lt;/em&gt; zeilenweise auf der X-Achse abzuarbeiten. So wird die Y-Achse nur für Zeilensprünge bewegt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Vorteilhaft ist hier eine leichte Portalfräsmaschine mit wenig Masse auf der Z-Achse. Sie sollte gut geschmiert und die Achsführungen gereinigt sein. Gleichzeitig sollte sie nicht zu steif sein, damit sie sich nicht durch die vielen abrupten Bewegungen aufschwingt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Für Schrittmotoren und -Treiber sind diese Jobs Marathonrennen. Ihre Temperaturen sollten stets gut im Auge behalten werden. Ich empfehle, die Maschine nicht mit Halbtonbildern im Dauerbetrieb zu fahren. Die Achs- und Portalbelastungen hingegen sind vernachlässigbar: Die Maschine ist kaum Last in X- und Y-Richtung ausgesetzt, da sie zumeist nach unten im Materialeingriff steht und dies auch nur minimal zum Erzeugen kegelförmiger Vertiefungen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="labyrinthliniensegmente"&gt;Labyrinth/Liniensegmente&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-01-27-bloglogo_tsp.avif" alt="Image: TSP-paths my bloglogo connecting 9600 Vonoroi stipples"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Soll das gesamte Bild in nur einem Zug abgefahren werden, so muss erst ein &amp;ldquo;Problem des Handlungsreisenden&amp;rdquo; (&lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Travelling_salesman_problem" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;TSP&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;) gelöst werden, wie es zum Beispiel die von &lt;a href="https://www.evilmadscientist.com/2012/stipplegen-weighted-voronoi-stippling-and-tsp-paths-in-processing/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;EvilMadScientist&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; vorgestellte Software &lt;em&gt;Stipplegen2&lt;/em&gt; vermag. Bei diesem Verfahren wird die Dichte der Liniensegmente pro Flächeneinheit erhöht, wenn ein Bereich besonders dunkel erscheinen soll. Auf der CNC-Maschine sind solche Bilder recht zügig fertiggestellt, da sie die Z-Achse nur einmal eintauchen lassen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nachteilig bei diesem Verfahren sind die geringe erreichbare Auflösung (Es werden sehr viele Punkte benötigt) und der geringe Kontrast, denn alle Linien sind gleich dick.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="cnc-werkzeuge"&gt;CNC-Werkzeuge&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-01-27-graver.avif" alt="Image: This CNC graver is a good tool for halftone image fabrication"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Die Erzeugung von Halbtonbildern sind Gravurarbeiten. Daher empfiehlt sich die Verwendung von Gravierfräsern mit &lt;code&gt;60°&lt;/code&gt; oder &lt;code&gt;90°&lt;/code&gt; Spitzenwinkel sowie einer Abflachung von &lt;code&gt;0-0.5mm&lt;/code&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ist das Motiv klein, so sollte gar keine Abflachung verwendet werden. Der Spitzenwinkel sollte groß sein, wenn nicht tief gefräst werden soll oder kann oder falls die &amp;ldquo;helle Farbe&amp;rdquo; die Kernfarbe des Materials ist. So werden tiefe Schatten vermieden, die das Bild zusätzlich abdunkeln.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wird lackierte Aluminium-Verbundplatte bearbeitet, so kann ich Halbrundfräser mit &lt;code&gt;r&amp;lt;2mm&lt;/code&gt; bei sehr geringer Eintauchtiefe von maximal &lt;code&gt;0.18mm&lt;/code&gt; empfehlen. Hierbei wird allerdings vorausgesetzt, dass das Maschinenbett überplant und damit sehr eben ausgerichtet ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="herstellung"&gt;Herstellung&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2025-01-27-bloglogo_tsp_machined.avif" alt="Image: TSP-paths on aluminium sandwich"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Bild: Versuch, mein Bloglogo als TSP-Pfad mit 9600 Kanten auf schwarz lackiertes Aluminiumverbundmaterial zu gravieren. Verwendet habe ich einen &lt;code&gt;1/8&amp;quot; 36°-Stichel mit 0.1mm Abflachung&lt;/code&gt;. Am unteren Bildrand ist zu erkennen, dass das Material etwas tiefer liegt und daher nicht mehr vom Stichel erreicht werden kann.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="bildvorbereitung"&gt;Bildvorbereitung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Bild sollte eine hohe Auflösung besitzen und in Graustufen vorliegen. Idealerweise besitzt es hohe Kontraste und nutzt das gesamte Grautonspektrum.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nun wird das Bild entweder in ein CAM-Tool geladen, welche die Anfertigung von Halbtonbildern unterstützt - z.B. von &lt;a href="https://gadgets.vectric.com/v8/halftoner" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Vectric&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, Estlcam - oder aber in ein Bearbeitungswerkzeug, welches Punktewolken oder Pfade erzeugen kann, z.B. &lt;a href="https://www.evilmadscientist.com/2012/stipplegen2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Stipplegen2&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; oder Inkscape.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dort probiere ich stets ein paar verschiedene Einstellungen durch in Abhängigkeit vom verwendeten Material, dem gewünschten Fräser und der Bildwirkung. Oft sieht man bereits dort, ob das Foto wirken kann und erlaubt eine Einschätzung, ob die Auflösung für das verwendete Material geeignet ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="wie-man-zu-guten-ergebnissen-kommt"&gt;Wie man zu guten Ergebnissen kommt&lt;/h3&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Große Abmessungen bevorzugen: Je größer das Bild gewählt wird, desto weniger fallen Materialinhomogenitäten und ausgebrochene Bereiche auf.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Große Beobachtungsdistanz ermöglichen: Je weiter das Bild vom Betrachter entfernt positioniert wird, desto schärfer wird die Auflösung wahrgenommen. Bevor es dann irgendwann zu klein erscheint 😆&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Lichteinfallwinkel berücksichtigen: Hat das Material Seidenglanz, metallischen Glanz oder ist sogar hochglänzend, so hängt die Abbildungsqualität sehr vom Blickwinkel und der Distanz zur Lichtquelle ab. Je glänzender das Material, desto kleiner wird der Bereich, in dem die Abbildung gut zu erkennen ist.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Homogene, nicht schmierende Materialien verwenden. Ich habe mit Acrylglas die besten Ergebnisse erzielen können.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="cnc-durchlauf"&gt;CNC-Durchlauf&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Hier ist vor allem eines mitzubringen: Zeit. Im Folgenden ein paar Videoausschnitte meiner Versuche (Zeitraffer).&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;iframe&#10; src="https://makertube.net/videos/embed/n7CnjF5CUn1sidg6mxYhvL"&#10; title="Graustufenbilder mit der CNC fertigen: Teil1"&#10; loading="lazy"&#10; allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture"&#10; allowfullscreen&#10; style="width: 100%; height: auto; min-height: 315px; aspect-ratio: 16/9;"&#10; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Graustufenbilder mit der CNC fertigen: Teil1&lt;/span&gt;&lt;a href="https://makertube.net/videos/embed/n7CnjF5CUn1sidg6mxYhvL" class="attr-link" target="_blank" rel="noopener noreferrer"&gt;↗&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;div class="footnotes" role="doc-endnotes"&gt;&#10;&lt;hr&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li id="fn:1"&gt;&#10;&lt;p&gt;Ausnahmen bestätigen die Regel. Natürlich gibt es sowohl bei Bildschirmen als auch bei Druckern Ausführungen, welche dieses Problem umgehen: Sie setzen etwa zusätzliche Subpixel mit zusätzlichen Farben ein und können so größere Farbräume abdecken oder - wie im Tiefdruck (Magazine, Verpackungen etc.) üblich - verwenden eine höhere Anzahl Farben beziehungsweise Farbmischungen, deren Tonwerte näher an den benötigten Halbtönen liegen.&amp;#160;&lt;a href="#fnref:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink"&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;/div&gt;&#10;</description></item><item><title>Stahl bearbeiten</title><link>https://blog.schallbert.de/milling-steel/</link><pubDate>Mon, 10 Jun 2024</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/milling-steel/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-06-10-siemens-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: PC towers with CNC-made window"&#10; title="Stahl bearbeiten" /&gt;&#10;&lt;p&gt;Für unseren Retro-Gaming Stand auf der &lt;a href="https://blog.schallbert.de/makerfaire-ruhr/"&gt;Maker Faire Ruhr 2024&lt;/a&gt; habe ich Ausschnitte in PC-Gehäuse gefräst. Die zugehörige Geschichte möchte ich hier nun erzählen und passende Parameter für die Bearbeitung von Stahl auf &amp;ldquo;weichen&amp;rdquo; Hobbymaschinen teilen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="doch-vorsicht"&gt;Doch Vorsicht!&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Vorab möchte ich erwähnen, dass ich einige sicherheitsrelevante Dummheiten begangen habe, die in Zukunft unbedingt zu vermeiden sind:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Niemals mit Handschuhen in der Nähe sich drehender Maschinenteile hantieren!&lt;sup id="fnref:1"&gt;&lt;a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref"&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Kühl- und Schmiermittel müssen für den Verwendungszweck geeignet sein; Rauch- und Brandgefahr!&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Schutz- und Abschrankeinrichtungen sind fest zu montieren und dürfen nicht umgangen werden!&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Wer sich also mit Arbeits- und Betriebssicherheit auskennt, sollte das weiter unten zur Verfügung gestellte Video besser nicht anschauen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="das-werkstück"&gt;Das Werkstück&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Zu bearbeiten habe ich Stahlbleche von PC-Gehäusen (MIDI-Tower) mit einer Stärke von &lt;code&gt;0.7mm-0.9mm&lt;/code&gt;. Beim Material handelt es sich um galvanisch verzinkten, kalt gewalzten Stahl (&lt;a href="https://www.cosasteel.com/secc-steel/#SECC_Material_Specification" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;SECC&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;), also eine günstige und verhältnismäßig leicht zu verarbeitende Stahlsorte mit niedrigem Kohlenstoffgehalt und geringer Beimischung anderer Legierungselemente.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-06-10-cad-pcwindow-opensea.jpg" alt="Image: PC tower case service flap drawing"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Diese Stahlsorte wird für Bleche im Automobilbau und vielen Haushaltsgeräten, vor allem in &amp;ldquo;weißer Ware&amp;rdquo; eingesetzt und findet zudem oft im Automaten- und Schaltschrankbau Verwendung. Somit ist diese Fräsarbeit übertragbar auf andere Einsatzgebiete.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Maße der Gehäuseseiten liegen zwischen &lt;code&gt;35x45xm&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;52x50cm&lt;/code&gt;, passen also alle problemlos auf meine Maschine. Mit einer Ausnahme liegen die Seitenteile mit ihrer sichtbaren Seite plan und ohne Ausschnitte auf, sodass mein Vakuumtisch für das Niederhalten ohne Weiteres in Frage kommt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Seitenwand eines der Gehäuse besitzt kiemenartige Perforationen zur Belüftung sowie eine Vertiefung für einen Griff. Bei den Lüftungsschlitzen behelfe ich mir mit Frischhaltefolie zum Halten des Vakuumdrucks, während der Verlust des Vakuums beim Durchfräsen der Griffmulde in Kauf genommen wird.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="cadcam"&gt;CAD/CAM&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Die zu schneidenden Ausschnitte sind sämtlich geometrisch einfach und berücksichtigen für Rundungen &lt;code&gt;r=1.5*Fräserradius&lt;/code&gt;. Das Fenster für den &amp;ldquo;Meeres-PC&amp;rdquo; ist dabei zweiteilig angelegt und soll eine Sturmszene auf See darstellen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-06-10-cad-pcwindow-opensea-detail.jpg" alt="Image: CAD detail drawing for open-sea-PC"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Das Fenster ist rundherum &lt;code&gt;0.25mm&lt;/code&gt; kleiner als die Aussparung, was in einer fast spielfreien Passung führt und sehr professionell aussieht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Im CAM stelle ich Gegenlauffräsen ein, was bei weniger steifen Maschinen wie meiner bei Bearbeitung harter und zäher Materialien anzuraten ist. Die Maschine läuft so etwas weicher und leiser - trotzdem schüttelt und vibriert sie noch beträchtlich.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Bei der Tiefenzustellung wähle ich einen Wert, der vier hundertstel Millimeter geringer ausfällt als die Materialstärke beträgt. So lasse ich praktisch nur noch eine hauchdünne Folie aus Lack und Korrosionsschutz übrig, verschleiße mir aber nicht die Haftvermittlungsmatte aus Gummi.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="fräsparameter"&gt;Fräsparameter&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-06-10-cutter.jpg" alt="Image: endmill for cutting steel"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Im Vergleich zur Bearbeitung von Holz liegen die Schnittgeschwindigkeiten bei Stahl deutlich niedriger. Während ich in Birke Multiplex mit &lt;code&gt;450m/min&lt;/code&gt; unterwegs bin, empfehlen mir verschiedene Schnittdatenrechner wie &lt;a href="https://www.machiningdoctor.com/de/calculators/speeds-and-feeds-calculator/#f1p5" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;dieser hier&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; Werte zwischen &lt;code&gt;80m/min&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;200m/min&lt;/code&gt;. So ergibt sich beispielsweise ein Parametersatz wie &lt;code&gt;S4250u/min, F255mm/min&lt;/code&gt; für meinen Zweischneider aus Feinstkorn-Hartmetall.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dieser Fräser besitzt im &lt;code&gt;45°&lt;/code&gt;-Winkel abgeschrägte Schnittkanten von &lt;code&gt;0.2mm&lt;/code&gt; Länge und mit &lt;code&gt;30°&lt;/code&gt; einen starken Drall. Zur Erhöhung der Standzeit ist er im Vakuumverfahren &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Physikalische_Gasphasenabscheidung" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;PVD&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; mit einer etwa &lt;code&gt;3µm&lt;/code&gt; starken &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Titanium_aluminium_nitride" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;TiAlN&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;-Legierung beschichtet.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe auf meiner Maschine nach Rücksprache mit dem Hersteller des Fräsers Parameter vorgewählt, die ich in Testläufen nochmal anpassen und damit höhere Tiefenzustellung bei geringerer Spantemperatur erreichen konnte (keine blauen Späne mehr). Hier die Werte, die ich für die Bearbeitung schließlich verwendet habe:&lt;/p&gt;&#10;&lt;table&gt;&#10;&#9;&lt;thead&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Fräser&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Schneidengeometrie&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Drehzahl&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Vorschub XY&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Vorschub Z&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Zustellung Z&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/thead&gt;&#10;&#9;&lt;tbody&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;6mm, Vollhartmetall&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;2Flutes 30°, l=12, 45°0.2Fase&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;6000u/min&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;550mm/min&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;250mm/min&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;0.8mm&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/tbody&gt;&#10;&lt;/table&gt;&#10;&lt;aside class="update-box update-box--note" role="note"&gt;&#10; &lt;span class="update-box__icon" aria-hidden="true"&gt;&#10; ℹ️&#10; &lt;/span&gt;&#10;&#10; &lt;div class="update-box__body"&gt;&#10; &lt;div class="update-box__heading"&gt;&#10; &lt;strong class="update-box__title"&gt;&#10; &#10; Update: Fräsparameter&#10; &#10; &lt;/strong&gt;&#10;&#10; &lt;time datetime="2025-12-04T00:00:00Z"&gt;&#10; 04. Dez. 2025&#10; &lt;/time&gt;&#10; &#10; &lt;/div&gt;&#10;&#10; &#10; &lt;div class="update-box__content"&gt;&#10; Nach ein paar Rückfragen in verschiedenen Foren zum Thema habe ich neue Erkenntnisse gewonnen, die meine Fräsparameter für weitere Projekte nochmal deutlich verändert haben. Weiterführende Artikel zum Thema: &lt;a href="https://blog.schallbert.de/milling-secc/"&gt;SECC fräsen&lt;/a&gt;, &lt;a href="https://blog.schallbert.de/engrave-aisi304-stainless-steel/"&gt;Edelstahl gravieren&lt;/a&gt;&#10; &lt;/div&gt;&#10; &#10; &lt;/div&gt;&#10;&lt;/aside&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;In der Stahlbearbeitung für die Fräser auf abgeschrägte Schnittkanten achten&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Vorschub hoch, Tiefenzustellung runter (gilt besonders für &amp;ldquo;weiche&amp;rdquo; Maschinen)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Trocken fräsen ist weniger problematisch als ich dachte&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Dieses &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=WzT4HJalwAs" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Youtube-Video von Stefan Gotteswinter&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; erläutert den Vorteil durch geringere Spandicken bei Verwendung abgeschrägter Schnittkanten sehr anschaulich. Dies funktioniert dann am besten, wenn die Tiefenzustellung nicht größer ist als die Länge der Fase am Schneidenende.&#10;Auch auf &lt;a href="https://www.cnczone.nl/viewtopic.php?t=23051" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;cnczone&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; wird mir empfohlen, einen &amp;ldquo;High-speed milling&amp;rdquo;-Ansatz zu wählen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Für meinen Zweischneider passe ich die Schnittdaten also so an, dass ich die Tiefenzustellung drastisch zurücknehme, dafür aber Vorschub und Drehzahl erhöhe:&lt;/p&gt;&#10;&lt;table&gt;&#10;&#9;&lt;thead&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Fräser&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Schneidengeometrie&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Drehzahl&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Vorschub XY&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Vorschub Z&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;Zustellung Z&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/thead&gt;&#10;&#9;&lt;tbody&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;6mm Zweischneider&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;30°Drall, l=12, 45°0.2Fase&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;10600u/min&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;970mm/min&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;450mm/min&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;0.2mm&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/tbody&gt;&#10;&lt;/table&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich bin schon sehr gespannt darauf, diese Werte in der Praxis zu erproben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="vorbereitung-des-fräsvorganges"&gt;Vorbereitung des Fräsvorganges&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Da ich das erste Mal in Stahl unterwegs bin, musste ich noch ein paar Besorgungen machen und Dinge vorab ausprobieren.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="kühlschmierstoff"&gt;Kühlschmierstoff&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Bei Arbeiten in Stahl sei Kühlung zum Schutz des Fräsers unerlässlich, meinte der Fräsenhersteller. Also habe ich mir eine Spritze besorgt, mit der ich Schmiermittel punktgenau aufbringen kann. Nur: Welches Mittel wählen?&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Für nur drei Teile besorge ich mir nicht extra eine Minimalmengenschmierung oder Kühlschmierstoffe aus dem Industriebedarf. Also probiere ich im Haushalt verfügbare Mittel aus:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Sprühschmierstoff WD40: Für mich nicht geeignet. Verdampft schnell, riecht.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Nähmaschinenöl / Feinöl: Nicht geeignet. Sehr flüssig (fließt in Vakuumlöcher), raucht und stinkt.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Rapsöl zum Braten: Wunderbar! Schmiert gut, relativ viskos, geruchsarm, kaum Rauchentwicklung.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h3 id="spanschutz"&gt;Spanschutz&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-06-10-chipprotector.jpg" alt="Image: This tube made of acrylic glass protects from flying chips"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Die bei der Bearbeitung entstehenden Metallspäne sind kurz, heiß und scharfkantig. Sie bleiben gern in der Kleidung hängen und fliegen so weit, dass selbst bei über einem Meter Entfernung zur Maschine noch reichlich Späne ankommen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Also habe ich mir aus einem Acrylglasrohr mit &lt;code&gt;20cm&lt;/code&gt; Durchmesser ein Segment abgesägt, geschlitzt und es als Spanschutz an der Z-Achse eingehängt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Mein Fehler an dieser Stelle: Ich habe auf die Klemmkraft alleine vertraut und den Spanschutz nicht zusätzlich mit Schrauben befestigt. Zum Glück verklemmte er sich erst beim Fertigen des letzten Teiles.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="fräsen"&gt;Fräsen&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Man merkt sofort, dass die Maschine nicht die nötige Steifigkeit zur Verarbeitung von Stahl hat. Sobald der Fräser in das Material eintaucht, beginnt die Maschine zu rattern und zu schütteln. Dennoch kämpft sie sich tapfer durch das Material, während ich stets mit einem Tropfen Öl am Fräspfad bereit stehe.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;iframe&#10; src="https://makertube.net/videos/embed/jbtp1jvVi2GLvJq1GdhmgF"&#10; title="Stahl fräsen!"&#10; loading="lazy"&#10; allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture"&#10; allowfullscreen&#10; style="width: 100%; height: auto; min-height: 315px; aspect-ratio: 16/9;"&#10; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Stahl fräsen!&lt;/span&gt;&lt;a href="https://makertube.net/videos/embed/jbtp1jvVi2GLvJq1GdhmgF" class="attr-link" target="_blank" rel="noopener noreferrer"&gt;↗&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Spindel hat mehr als genügend Reserven zur Verfügung selbst bei der geringen Drehzahl. Jedoch achte ich für die Werkstückpositionierung sehr darauf, möglichst mittig an der Kugelumlaufspindel der Y-Achse zu arbeiten. Hier erfährt die Maschine die geringsten Verwindungskräfte. Die Späne sehen für meine Augen gut aus.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-06-10-chips.jpg" alt="Image: steel chip quality"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Geräusch verändert sich beim Fräsen: Ich habe mehr Vibrationen in der Maschine, wenn ich in Y-Richtung fräse, als wenn sich nur die X-Achse bewegt. Diesem Phänomen werde ich später genauer auf den Grund gehen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="das-ergebnis"&gt;Das Ergebnis&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Fensterausschnitte kann ich nach der Bearbeitung auf der CNC mit einem Cuttermesser einfach ausschneiden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2024-06-10-cuttingsteel.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Video: Auslösen des Ausschnittes mit einem Cuttermesser&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Die (minimalen) Grate entferne ich fix mit einer Feile.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-06-10-pcwindow-opensea.jpg" alt="Image: Cutout completed and cleaned"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Danach fertige ich Fenster aus durchsichtigem Acrylglas in &lt;code&gt;3mm&lt;/code&gt; Stärke, welche ich rundherum mit einer &lt;code&gt;10mm&lt;/code&gt; breiten Falz von &lt;code&gt;1mm&lt;/code&gt; Tiefe versehe. Somit wird die Stärke des doppelseitigen Klebebands zum Einpassen berücksichtigt und die Scheibe schließt plan mit dem PC-Gehäuse ab.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2024-06-10-siemens.jpg" alt="Image: The ready-built PC"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Das obige Bild zeigt ein &lt;code&gt;Celsius 1000 Workstation&lt;/code&gt; Gehäuse von Siemens, welches mit einem schlichten Fenster versehen, nun richtig edel aussieht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;div class="footnotes" role="doc-endnotes"&gt;&#10;&lt;hr&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li id="fn:1"&gt;&#10;&lt;p&gt;Handschuhe können bei versehentlichem Kontakt mit dem Fräser mitgerissen werden. Dies kann schwere Handverletzungen nach sich ziehen.&amp;#160;&lt;a href="#fnref:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink"&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;/div&gt;&#10;</description></item><item><title>DIY Kantenfinder</title><link>https://blog.schallbert.de/touching-off/</link><pubDate>Sun, 21 May 2023</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/touching-off/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-05-21_edgefinder-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: DIY low-cost edge finder"&#10; title="DIY Kantenfinder" /&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-05-21_edge_taperedtool.jpg" alt="Image: getting XY0 of a workpiece visually"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Als CNC-Bediener muss ich bei manchen Arbeiten genau wissen, wo sich mein Werkstück befindet. Daher benötige ich in solchen Fällen die &lt;code&gt;X/Y&lt;/code&gt;-Werte einer Ecke des Werkstücks im Maschinenkoordinatensystem. Bisher habe ich dieses Problem mittels eines V-Fräsers gelöst, dessen Spitze ich manuell auf die Kante des Werkstücks verfahren und immer wieder mit Augenmaß geprüft habe, ob die Positionen übereinstimmen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="das-problem"&gt;Das Problem&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Obwohl diese manuelle Methode relativ schnell und unkompliziert anzuwenden ist, so ist sie für die meisten Aufträge nicht mehr genau genug. Als ich in die doppelseitige Bearbeitung eingestiegen bin &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cut-dibond/"&gt;wie damals mit Dibond&lt;/a&gt; war der Versatz so groß, dass ich die ersten Teile nur noch entsorgen konnte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="lösung"&gt;Lösung&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe mein Problem mit dem Hersteller meiner Fräsmaschine besprochen - in der Annahme, dass ich einen elektrischen, in die Spindel einzuspannenden Kantentaster &amp;ldquo;3D finder&amp;rdquo; empfohlen bekommen würde und nun wieder viel Geld und Arbeit in Kauf und Einrichtung eines solchen Messwerkzeugs fließen müsse. Da lag ich aber falsch. Stattdessen erhielt ich einen Tipp, wie ich einen einfachen aber genauen Kantenfinder bauen kann, der zudem praktisch nichts kostet.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="einzelteile"&gt;Einzelteile&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-05-21_build.jpg" alt="Image: Things needed to construct the edge finder"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Roy sagte &amp;ldquo;Na ja, das Einzige, was du dafür brauchst, ist ein Kugellager. Befestige es auf einer Achse und wechsle sie in die Spindel ein wie jedes andere Werkzeug auch. Lasse die Spindel im niedrigen Drehzahlbereich laufen und bewege die Maschine langsam in Richtung Werkstückkante. Sobald der äußere Ring des Kugellagers nicht mehr mitläuft, hast du die Kante gefunden.&amp;rdquo; Alles was ich dann noch tun muss, ist, den Radius des Kugellagers auf die Maschinenposition zu addieren und ich habe die Position bestimmt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="aufbau"&gt;Aufbau&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich fand die Idee genial. Da ich leider kein gut sortiertes Metallfachgeschäft in der Nähe habe, durchwühlte ich den Haushalt nach einem Kugellager. Voilà, meine Kinder haben einen Fidget Spinner, den sie eine Weile nicht mehr benutzt haben. Also habe ich ihn&amp;hellip; stibitzt. Er enthält ein Kugellager mit 22mm Durchmesser für eine 8mm Welle.&lt;/p&gt;&#10;&lt;aside class="update-box update-box--note" role="note"&gt;&#10; &lt;span class="update-box__icon" aria-hidden="true"&gt;&#10; ℹ️&#10; &lt;/span&gt;&#10;&#10; &lt;div class="update-box__body"&gt;&#10; &lt;div class="update-box__heading"&gt;&#10; &lt;strong class="update-box__title"&gt;&#10; &#10; Auch gut geeignet: Kugellager aus Rollern oder Inline Skates&#10; &#10; &lt;/strong&gt;&#10;&#10; &lt;time datetime="2023-06-04T00:00:00Z"&gt;&#10; 04. Juni 2023&#10; &lt;/time&gt;&#10; &#10; &lt;/div&gt;&#10;&#10; &#10; &lt;div class="update-box__content"&gt;&#10; Kurz nach Veröffentlichung dieses Artikels schrieb ein Leser, dass alte Inline Skates oder Roller auch hervorragende Spender für Kugellager im Haushalt wären.&#10; &lt;/div&gt;&#10; &#10; &lt;/div&gt;&#10;&lt;/aside&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-05-21_edgefinder.jpg" alt="Image: The mounted edge finder"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Hierfür bot sich der Schaft eines stumpfen 8mm Bohrers an. Also schnitt ich ihn in der Mitte durch, setzte den Schaft in das Kugellager ein und befestigte ihn mit einem Tropfen Kleber - Fertig!&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="kanten-finden"&gt;Kanten finden&lt;/h2&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li&gt;Wechseln Sie den selbstgebauten Kantenfinder in die Spindel ein und verfahren sie in die Nähe des Werkstücks&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Schalten Sie die Spindel bei niedriger Drehzahl ein, z.B. &lt;code&gt;S500....S3000&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Optional: Für eine einfachere Positionsbestimmung wechseln Sie in das Maschinenkoordinatensystem&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Lassen Sie die Maschine langsam in Richtung des Werkstücks fahren, z.B. mit dem Kommando &lt;code&gt;G01 X&amp;lt;endpunktImWerkstück&amp;gt; F1&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Drücken Sie auf &lt;code&gt;Stop/Pause&lt;/code&gt;, sobald das Lager sich nicht mehr mitdreht&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Notieren Sie sich die Maschinenkoordinaten bzw. verschieben das Arbeitskoordinatensystem der angetasteten Achse &lt;code&gt;G92&lt;/code&gt; auf diesen Punkt&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Wiederholen Sie ab Schritt 2 für die nächste Achse&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2023-05-22_edgefinder_action.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Einfacher Kantenfinder im Einsatz.&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;</description></item><item><title>Aluminiumverbundmaterial</title><link>https://blog.schallbert.de/cut-dibond/</link><pubDate>Thu, 02 Mar 2023</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/cut-dibond/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-02_btc_beermat-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: Engraving Dibond, required manual rework"&#10; title="Aluminiumverbundmaterial" /&gt;&#10;&lt;h2 id="experimente-mit-dibond"&gt;Experimente mit Dibond&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ein Freund von mir gründet gerade eine Unternehmung. Er wollte etwas haben, was er seinen Kunden geben kann, etwas, an das sie sich erinnern und so erneut seine Dienste in Anspruch nehmen würden. Es sollte nicht der Standard-Kugelschreiber oder die Tasse sein. Sondern etwas, das etwas näher an dem dran ist, was er selbst tut. Irgendwas metallisches. Vielleicht eine Visitenkarte aus Metall, mit dreidimsionalen Touch. Etwas Graviertes.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Als ich passende Materialien recherchierte, stieß ich auf Aluminiumverbundplatten. Dies sind Sandwichplatten, die einen Kern aus &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Polyethylene" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Polyethylen&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; besitzen, welcher auf beiden Seiten mit dünnen Aluminiumblechen kaschiert sind. Solche Platten sind bekannt unter den Markennamen Dibond®, Dilite®, Alcubond® etc. und werden blank oder beschichtet, lackiert oder sogar mit strukturierter Oberfläche angeboten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;&amp;ldquo;Der PE-Kern ist schwarz durchgefärbt, also könnte es sich prima für Gravurarbeiten eignen&amp;rdquo;, dachte ich.&lt;/p&gt;&#10;&lt;/blockquote&gt;&#10;&lt;p&gt;Also habe ich ein paar Muster bestellt und sie meinem Freund gezeigt. Er war völlig aus dem Häuschen. Und so begann es.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="der-untersetzer"&gt;Der Untersetzer&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Wir überlegten, was wir alles mit diesem Material anstellen könnten. Es sollte leicht zu designen sein und nicht zu groß werden, sodass es leicht als Werbegeschenk weitergegeben werden kann.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich wusste, dass Alu-Sandwichplatten zu dreidimensionalen Objekten gefaltet werden können (&lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=9h0RVwTpabk" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Youtube video link&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;) - Aber das schien uns zu kompliziert für den Anfang. Daher war die nächste Idee:&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Untersetzer gravieren. Rund oder quadratisch mit abgerundeten Ecken, sogar besondere Formen sind möglich.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich begann, ein paar meiner Gravurfräser für ein paar Experimente auf das Material loszulassen. Die Qualität sah OK aus, war aber noch lange nicht perfekt. Die Aluminiumschicht neigt dazu, zu verschmieren und möchte dem Fräser ausweichen, also drückt es sich beim Eintauchen (90°) in das weichere Polyethylen ein und benötigt so höhere Gravurtiefen als die Blechdicke allein vermuten lassen würde.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Der Freund von mir meinte jedoch, ich solle es einfach weiter probieren. Und so bestellte ich ein paar Platten und setzte die Experimente fort.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="fräser-vorschübe-drehzahl"&gt;Fräser, Vorschübe, Drehzahl&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Da die Untersetzer filigrane Teile kleiner als 100x100mm sind, nutze ich kleine Fräser:&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;| VHM-Fräser | Schneiden | ⌀ | Drehzahl | Vorschub XY | Vorschub Z | Z+ |&lt;/p&gt;&#10;&lt;table&gt;&#10;&#9;&lt;thead&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;[mm]&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;[RPM]&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;[mm/min]&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;[mm]&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;th&gt;[mm]&lt;/th&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/thead&gt;&#10;&#9;&lt;tbody&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Acrylfräser 30° upcut&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;1&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;2&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;24000&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;1600&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;800&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;3&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;tr&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;Gravierfräser 90°&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;1&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;6&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;24000&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;1000&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;500&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&#9;&#9;&lt;td&gt;1.5&lt;/td&gt;&#10;&#9;&#9;&#9;&lt;/tr&gt;&#10;&#9;&lt;/tbody&gt;&#10;&lt;/table&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Werte mögen für die Aluminiumbearbeitung zu aggressiv sein, ich muss aber einen Mindestvorschub einhalten um den PE-Kern des Plattenmaterials nicht aufzuschmelzen. Die Späne sehen jedenfalls gut aus - kurz und dick. Mit diesen Werten gibt Zerspanobert beim Fräsen eine ruhiges, summendes Geräusch von sich.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="das-erste-teil"&gt;Das erste Teil&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe zuerst den Halter für die Untersetzer gefertigt. Er besteht aus vier Teilen, die einfach zusammengesteckt werden können. Sie müssen nicht geklebt werden, da ich eine Übergangspassung gewählt habe. Ich verwende einen Anschlag als Orientierung für den XY-Nullpunkt des Werkstücks, da ich beidseitig fräsen möchte. Auf diese Weise kann ich die Ausschnitte in einem letzten Schritt anbringen und den Vakuumdruck auf meinem Tisch bis zu diesem letzten Schritt aufrechterhalten. Außerdem wollte ich vermeiden, dass ich die Teile manuell nachbearbeiten muss.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Der erste Versuch war miserabel - die vorderen und hinteren Fräsbahnen waren nicht perfekt ausgerichtet. Schon ein paar Zehntelmillimeter Versatz zwischen Vorder- und Rückseite machen hier einen großen Unterschied, also musste ich die Ursache beheben (Kanten am Anschlag, die ich vorher nicht bemerkt hatte und die ich abschleifen musste) und es erneut versuchen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Hier ist das Ergebnis:&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-02_btc_holder.jpg" alt="Image: The coaster holder, made of Aluminium composite"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich bin ziemlich zufrieden damit. Ich musste keine manuelle Nacharbeit leisten - die Teile sind einfach so aus der CNC gefallen. Die Fasen allerdings, die ich hinzugefügt habe, um dem Material eine glatte Oberfläche zu geben, waren leider von sehr unterschiedlicher Qualität. Während sie auf der &amp;ldquo;Rückseite&amp;rdquo; wirklich gut geworden sind, fühlen sie sich auf der Vorderseite viel rauer an. Hier musste das Werkzeug aber auch tiefer eintauchen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="sechs-stück-auf-einmal"&gt;Sechs Stück auf einmal&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Dann wählte ich ein einfach herzustellendes Logo - das Bitcoin-Blitz-Symbol - und plante einige einfache Gravurpfade, um es zu gravieren. Auch hier habe ich zweiseitig gefräst, so dass das Material nicht vollständig durchtrennt wird. Unten bleibt eine hauchdünne Schicht Aluminium stehen, die in einem zweiten Durchgang auf der Unterseite beim Fase fräsen entfernt wird.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Maschine brauchte für diesen Job etwa &lt;code&gt;20min&lt;/code&gt;. Leider erwies sich der Anschlag als zu ungenau, um Vorder- und Rückseite mit demselben Nullpunkt passgenau zu fertigen. Der Ausschnitt an der Unterseite wich nur um ein oder zwei Zehntelmillimeter ab, was in meinem Fall die Gesamtabweichung verdoppelt, wenn ich ihn um seine diagonale Achse drehte. Auf diese Weise hatte ein Teil der Kontur meines Untersetzers eine sehr tiefe Fase, während die andere Hälfte überhaupt keine Fase aufwies.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich muss bald eine Lösung dafür finden. Bis dahin schleife ich die Kanten von Hand nach.&#10;Dann habe ich die restlichen Späne entlang der Gravurwege mit einer Zahnbürste entfernt und das obige Titelfoto aufgenommen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="quality-analysis"&gt;Qualitätsanalyse&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Nachdem ich das Teil genauer untersucht hatte, machte ich die folgenden Beobachtungen:&lt;/p&gt;&#10;&lt;section class="hugo-gallery"&gt;&#10; &lt;div class="hugo-gallery__frame"&gt;&#10; &lt;div class="hugo-gallery__grid" role="list"&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-0"&#10; aria-label="Image: BTC coasters on the machine, already fully cut."&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-02_btc_cutouts.jpg"&#10; alt="Image: BTC coasters on the machine, already fully cut."&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-1"&#10; aria-label="Image: A coaster holder: A U-shaped assembly holds up to six round coasters."&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-02_holder_cutouts.jpg"&#10; alt="Image: A coaster holder: A U-shaped assembly holds up to six round coasters."&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-2"&#10; aria-label="Image: Closeup of coaster&amp;#39;s bottom area. The edges look rough on deeper engravings. There is no uniform, shiny cut."&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-02_engrave_closeup.jpg"&#10; alt="Image: Closeup of coaster&amp;#39;s bottom area. The edges look rough on deeper engravings. There is no uniform, shiny cut."&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-3"&#10; aria-label="Image: Closeup of coaster&amp;#39;s lightning area. Its cutting edges look clean and shiny, the engraving is pretty shallow."&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-02_engrave_closeup2.jpg"&#10; alt="Image: Closeup of coaster&amp;#39;s lightning area. Its cutting edges look clean and shiny, the engraving is pretty shallow."&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-4"&#10; aria-label="Image: Closeup of coaster&amp;#39;s top area. Due to the slow feed, PU chips have molten to the cutting channel."&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-02_engrave_closeup3.jpg"&#10; alt="Image: Closeup of coaster&amp;#39;s top area. Due to the slow feed, PU chips have molten to the cutting channel."&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;a&#10; class="hugo-gallery__thumb"&#10; href="#gallery-full-5"&#10; aria-label="Image: Closeup of coaster&amp;#39;s lightning area, focusing on the deeper engrave. There are some marks on the aluminium edge."&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-02_engrave_closeup4.jpg"&#10; alt="Image: Closeup of coaster&amp;#39;s lightning area, focusing on the deeper engrave. There are some marks on the aluminium edge."&#10; class="hugo-gallery__thumb-img"&#10; loading="lazy"&gt;&#10; &lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="hugo-gallery__caption"&gt;&#10; Prototypen eines Untersetzers aus Metall.&#10; &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&#10;&#10; &lt;div class="hugo-gallery__full" aria-live="polite"&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-0"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-02_btc_cutouts.jpg"&#10; alt="Image: BTC coasters on the machine, already fully cut."&gt;&lt;figcaption&gt;Top sheet machining complete. Cutout and engravings.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-1"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-02_holder_cutouts.jpg"&#10; alt="Image: A coaster holder: A U-shaped assembly holds up to six round coasters."&gt;&lt;figcaption&gt;Coaster holder cutouts, bottom view&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-2"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-02_engrave_closeup.jpg"&#10; alt="Image: Closeup of coaster&amp;#39;s bottom area. The edges look rough on deeper engravings. There is no uniform, shiny cut."&gt;&lt;figcaption&gt;Rough edges where engravings are more deep&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-3"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-02_engrave_closeup2.jpg"&#10; alt="Image: Closeup of coaster&amp;#39;s lightning area. Its cutting edges look clean and shiny, the engraving is pretty shallow."&gt;&lt;figcaption&gt;Less wide engravings looks more clean.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-4"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-02_engrave_closeup3.jpg"&#10; alt="Image: Closeup of coaster&amp;#39;s top area. Due to the slow feed, PU chips have molten to the cutting channel."&gt;&lt;figcaption&gt;Residues and chips left in the engrave channels&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;figure&#10; id="gallery-full-5"&#10; class="hugo-gallery__figure media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img&#10; src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2023-03-02_engrave_closeup4.jpg"&#10; alt="Image: Closeup of coaster&amp;#39;s lightning area, focusing on the deeper engrave. There are some marks on the aluminium edge."&gt;&lt;figcaption&gt;Wondering why engrave quality reduces on deeper engravings&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;&#10;&lt;/section&gt;&#10;&#10;&lt;h3 id="alle-teile-sehen-gleich-aus"&gt;Alle Teile sehen gleich aus&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Das sind doch gute Neuigkeiten. Es bedeutet, dass die Fräser, die ich erstmals bei &lt;a href="https://www.vhf.com/de-de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;vhf&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; gekauft habe, scharf geblieben sind und ihr Durchmesser daher konstant war. Ich kann mit den eingestellten Schnittweiten also wahrscheinlich viele weitere Prototypen fertigen. Dibond scheint also ein weniger anspruchsvolles Material zu sein als HPL, wo meine Fräser oft nach zwei Teilen bereits abgenutzt sind und z.B. Passungen klemmen - mehr dazu &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cnc-router-overload/"&gt;in diesem Beitrag&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Es bedeutet auch, dass die Maschine keine Schrittverluste oder andere mechanische Probleme hat, und dass mein Klemmbereich eben ist, sodass der &lt;code&gt;90°&lt;/code&gt;-Gravierstichel sehr gleichmäßige Fräsergebnisse liefert. Linien behalten durch die zur Ausrichtung der Z-Achse orthogonale Ebene des Maschinentisches eine einheitliche Breite.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="breitere-gravuren-sind-qualitativ-schlechter-als-schmalere"&gt;Breitere Gravuren sind qualitativ schlechter als schmalere&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich bin mir nicht sicher, warum. Da ich noch kein Experte im Umgang mit Dibond bin und keine Ausbildung als Zerspanungsmechaniker vorweisen kann, muss ich raten: Bekommt der Gravierstichel die Späne nicht rechtzeitig aus dem Fräskanal heraus gefördert? Dadurch würde er sie bei der nächsten Drehung erneut erfassen und &amp;ldquo;durch das Material ziehen&amp;rdquo;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Sollte dies der Fall sein, würde ein zusätzlicher Schlichtgang Abhilfe schaffen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="kantenbrechen-ohne-vorherige-nutfräsung-ergibt-rauere-schnittkanten"&gt;Kantenbrechen ohne vorherige Nutfräsung ergibt rauere Schnittkanten&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Hier könnte ich es mit demselben Problem wie oben zu tun haben. Ich probiere es mal mit einem zusätzlichen Schlichtgang aus und schaue, ob es dann besser wird. Eine Tiefgehendere Analyse hierzu gibt es &lt;a href="https://blog.schallbert.de/cut-dibond-tests/"&gt;in diesem Beitrag&lt;/a&gt;&#10;Eine weitere Alternative wäre, mit Vorschub und Drehzahl herumzuprobieren um das Optimum herauszufinden. Dafür benötige ich aber erst einmal frisches Material 😅&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="zweiseitige-bearbeitung-werkstückposition-präzise-festlegen"&gt;Zweiseitige Bearbeitung? Werkstückposition präzise festlegen!&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Offensichtlich war ich nicht in der Lage, die Position des Werkstückes nach dem Umdrehen auf die Rückseite mit Hilfe eines Anschlags genau genug festzulegen. Hier reichen ein paar Zehntelmillimeter Abweichung und die Sandwichplatte ist Schrott.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Lösungsansätze:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li&gt;Einen &lt;code&gt;Job00&lt;/code&gt; einfügen, der Locatorlöcher (Positionsgeber) mit &lt;code&gt;5.04mm&lt;/code&gt; Durchmesser in einen Teil des Werkstücks einbringt, was später ein Abfallstück wird. Wenn ich sie symmetrisch platziere und diese Löcher ebenfalls im Frästisch fertige, so kann ich Passstifte einbringen, die mir die genaue Werkstückpositionierung beim Drehen auf die Rückseite sicherstellen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Die Position des Anschlags überprüfen und sicherstellen, dass das Rohteil genau rechtwinklig und ohne Lichtspalt dort anliegt.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Ich könnte auch durchfräsen und die scharfen Kanten auf der Rückseite an einem Frästisch von Hand brechen. Da ich allerdings a) keine Frästisch besitze, b) meine Werkstücke oft sehr klein sind und c) Ich manuelle Nacharbeit verabscheue, wird dies wohl eine Rückfallebene bleiben für den Fall, dass die beiden obigen Lösungen für mich nicht funktionieren.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;h3 id="einige-späne-kleben-in-der-fräsnut-fest"&gt;Einige Späne kleben in der Fräsnut fest&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe keine Ahnung, warum. Werden die Späne zu heiß und schmelzen sich in die Polyethylenschicht ein? Ich werde wohl mal mit dem Fräserhersteller telefonieren müssen, um das zu klären.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="zusammenfassung"&gt;Zusammenfassung&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Alles in Allem kann ich einigermaßen zufrieden sein. Die Maschine ist in der Lage, Dibond und andere Aluminiumverbundmaterialien zu bearbeiten und die Ergebnisse sehen für einen ersten Versuch OK aus. Das Verbundmaterial nutzt die Fräser nicht übermäßig schnell ab und sieht einfach toll aus im Kontrast mit dem schwarzen Kern. Die Späne stören mich allerdings etwas, denn sie haften überall an und mögen ungern abgesaugt werden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dennoch. Die Qualität überzeugt mich noch nicht voll. Ich werde weiter probieren und meinen Fortschritt im Blog dokumentieren.&lt;/p&gt;&#10;</description></item><item><title>Meine CNC vibriert</title><link>https://blog.schallbert.de/cnc-vibrates/</link><pubDate>Thu, 14 Jul 2022</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/cnc-vibrates/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-07-14_vibrations-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image: Distorted image of a circle cut with my CNC"&#10; title="Meine CNC vibriert" /&gt;&#10;&lt;h2 id="hintergrund"&gt;Hintergrund&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Langsam werde ich mutiger im Umgang mit meiner Maschine. In letzter Zeit bearbeite ich des Öfteren Birke Multiplex in der Vollnut, möglichst mit nur einem Fräsdurchgang um nicht so lange im kalten Keller stehen zu müssen. Das bedeutet aber auch, dass die Maschine eine Tiefenzustellung &lt;code&gt;Z+&lt;/code&gt; von &lt;code&gt;12mm&lt;/code&gt; bei &lt;code&gt;F2700mm/min&lt;/code&gt; mit einem 6mm 2-Schneider Schruppfräser bei &lt;code&gt;S=24000rpm``Z+&lt;/code&gt; bewältigen muss. Dabei fräse ich im Gleichlauf.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nun fängt meine Maschine in bestimmten Situation an, hörbar zu vibrieren.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nun liegt es nahe, die Schneidkräfte an der Maschine zu reduzieren, entweder durch Reduktion der Tiefenzustellung oder des Vorschubs. Die Drehzahl kann ich bei meinem Fräsmotor nämlich nicht weiter erhöhen. Das werde ich vielleicht auch tun, aber erst einmal möchte ich verstehen, was die Fräse zum Vibrieren bringt und ob ich das auch durch andere Maßnahmen abstellen kann, ohne die Maschinenzeit zu erhöhen oder Standzeiten meiner Fräser merklich zu reduzieren.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="problembeschreibung"&gt;Problembeschreibung&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Maschine vibriert nicht nur bei Konturschnitten, sondern auch wenn ich Taschen fertige. Allerdings nur bei bestimmten Bewegungsrichtungen. Es fühlt sich so an, als würde sich die ganze Maschine leicht schütteln, und das Geräusch ähnelt einem Stuhl, der unter Last über Parkettboden zurückgeschoben wird.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Um das etwas zu verdeutlichen, habe ich zwei kleine Referenzvideos gemacht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2022-07-14-machine_vibrations_pocketing.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Vibrationen nur an bestimmten Stellen beim Taschenfräsen (80% Räumzustellung)&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2022-07-14-machine_vibrations_slot.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Vibrationen beim Formatieren&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h2 id="analyse"&gt;Analyse&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Fräsbild sieht trotz Vibrationen ordentlich aus.&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-07-14_cut_results.jpg" alt="Image: Despite vibrating, the cut still looks clean"&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe versuchsweise ein paar Einstellungen angepasst: Reduzierte Tiefenzustellung &lt;code&gt;Z+&lt;/code&gt; von nur noch &lt;code&gt;6mm&lt;/code&gt; bei erhöhtem Vorschub von &lt;code&gt;3600mm/min&lt;/code&gt; mit demselben Fräser - Vibrationen abgestellt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nun war es zugegebenermaßen nicht so klug, zwei Parameter gleichzeitig zu ändern - so weiß ich nicht, ob die erhöhten Schnittkräfte oder ein Vorschub im Resonanzbereich der Maschine zu den Vibrationen lag - tsja.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dennoch habe ich den Maschinenhersteller auf das Problem angesprochen &lt;a href="https://hobbyline.info/forum/index.php?thread/686-meine-maschine-vibriert-erledigt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;hier verlinkt&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, und seiner Meinung nach ist der wahrscheinlichste Grund die etwas schwach ausgelegte Verbindung zwischen Fräsmotor und Z-Achse.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-07-14_routermount.jpg" alt="Image: Router mounting to the Z-axis"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Der Fräsmotor hat weniger hochwertige Lager als professionelle Hochfrequenzspindeln, also sind sie potentiell eher von Spiel betroffen. Außerdem klemmt die &lt;code&gt;42mm&lt;/code&gt; Eurohals-Halterung den Fräsmotor mit nur einer Verschraubung, die zudem bei recht niedrigen &lt;code&gt;7Nm&lt;/code&gt; drehmomentbegrenzt ist, da der vordere Lagersitz des Fräsmotors sonst zu stark gequetscht wird.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Im Gegensatz dazu werden Motorspindeln meist direkt und vollflächig mit der Z-Achse verschraubt, sodass Kraftschluss und Kontaktfläche viel größer ausfallen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="ergebnis"&gt;Ergebnis&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe jetzt ein paar Optionen:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Weiter mit großer Tiefenzustellung arbeiten und die Vibrationen und damit einhergehenden erhöhten Maschinenverschleiß tolerieren&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Geringere Zustellungen fahren, dafür aber Maschinenzeit opfern&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;a href="https://blog.schallbert.de/projects/spindle-upgrade/"&gt;Die Spindel aufrüsten&lt;/a&gt;, welches meine Maschine deutlich teurer macht&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Mein &lt;a href="https://blog.schallbert.de/why-vacuum-table/"&gt;Maschinenbett aufrüsten&lt;/a&gt; und so die Steifigkeit des Grundrahmens erhöhen&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;aside class="update-box update-box--note" role="note"&gt;&#10; &lt;span class="update-box__icon" aria-hidden="true"&gt;&#10; ℹ️&#10; &lt;/span&gt;&#10;&#10; &lt;div class="update-box__body"&gt;&#10; &lt;div class="update-box__heading"&gt;&#10; &lt;strong class="update-box__title"&gt;&#10; &#10; Update: Maschinenvibration&#10; &#10; &lt;/strong&gt;&#10;&#10; &lt;time datetime="2023-09-12T00:00:00Z"&gt;&#10; 12. Sept. 2023&#10; &lt;/time&gt;&#10; &#10; &lt;/div&gt;&#10;&#10; &#10; &lt;div class="update-box__content"&gt;&#10; Inzwischen sind sowohl &lt;a href="https://blog.schallbert.de/projects/spindle-upgrade/"&gt;Spindel&lt;/a&gt; als auch das &lt;a href="https://blog.schallbert.de/why-vacuum-table/"&gt;Maschinenbett&lt;/a&gt; aufgerüstet. Die Vibrationen sind leider immer noch da. Das finde ich ziemlich ärgerlich. Wenn ich mir die Umstände nochmal genau ansehe, dann treten die Vibrationen immer dann auf, wenn sich das Portal vorwiegend auf der breiten Achse (bei mir X) bewegt, gleichzeitig aber ebenfalls leicht auf der Längsachse (Y) unterwegs ist. Fahre ich nur in &lt;code&gt;Y&lt;/code&gt;, passiert nichts. Fahre ich nur in &lt;code&gt;X&lt;/code&gt;, treten die Vibrationen schwächer auf. Ich kan inzwischen ebenfalls sagen, dass die Vibrationen in schwächerer Form auch in Acrylglas bei einer Tiefenzustellung von &lt;code&gt;Z+5mm&lt;/code&gt;, Vorschub &lt;code&gt;F3000mm/min&lt;/code&gt; und einem 4mm-Einschneider auftreten. Da ich inzwischen Maschinenbett und Spindelbefestigung als Ursache sicher ausschließen kann, muss die Ursache im Zusammenspiel der Portalachsen begründet sein.&#10; &lt;/div&gt;&#10; &#10; &lt;/div&gt;&#10;&lt;/aside&gt;&#10;</description></item><item><title>CNC: Überlastung Fräsmotor</title><link>https://blog.schallbert.de/cnc-router-overload/</link><pubDate>Sat, 18 Jun 2022</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/cnc-router-overload/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-06-18_overload-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Image of an endmill path that doesn&amp;#39;t look good at all"&#10; title="CNC: Überlastung Fräsmotor" /&gt;&#10;&lt;h2 id="was-ich-eigentlich-wollte"&gt;Was ich eigentlich wollte&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich hatte eine Anfrage zum Schneiden und Gravieren von Hochdrucklaminaten. Dabei handelt es sich um eine Lasagne aus gepresstem Papier und &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Phenol_formaldehyde_resin" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Phenolharz&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, überzogen mit einer dünnen Schicht (farbigen) &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Melamine_resin" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Melaminharzes&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. HPL ist so widerstandsfähig, dass es für Fassadenbeplankungen verwendet wird. Es ist spülmaschinenfest und einige Varianten können auf bis zu 200°C erhitzt werden, ohne Schaden zu nehmen. HPL findet man als Platten auf Spielplätzen, Gartentischen, als Paneele in der Straßenbahn und an vielen anderen Stellen im Alltag.&#10;Also dachte ich mir: &amp;ldquo;Cooles Zeug, Probieren geht über Studieren!&amp;rdquo;&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="schnittdaten-in-hochdrucklaminaten-hpl-resopal"&gt;Schnittdaten in Hochdrucklaminaten (HPL, &amp;ldquo;Resopal&amp;rdquo;)&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-06-18_overload_chips.jpg" alt="Image: HPL und Späne nach dem Schneiden"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Ich habe die von einigen Websites empfohlenen Schnittdaten mit Werten für &amp;ldquo;Hartholz&amp;rdquo; verwendet.&#10;2-Schneider.Holz-Hartmetallschaftfräser, Schnittgeschwindigkeit &lt;code&gt;450m/min&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;d6mm&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;Z+6,5mm&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;S24000rpm&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;F3500mm/min&lt;/code&gt;, Vollnut, Gleichlauffräsen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="schnittergebnisse"&gt;Schnittergebnisse&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Und ich war erschrocken, wie der Schnitt aussah, als ich fertig war.&#10;Hier sind die Symptome:&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Während des Schneidens fiel die Spindeldrehzahl wiederholt ab, stieg aber schnell wieder auf die gewünschte Drehzahl an.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;hohe Spanlast am Fräser, große Späne, sah alles gut aus&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;der Fräser folgte keiner geraden Linie: schien dem Material irgendwie ausweichen zu wollen.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;bei der Herstellung von Anbindungen, um das Werkstück an Ort und Stelle zu halten, bewegt sich der Fräser ein wenig quer zur Fräsbahn, obwohl er das nicht sollte&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h2 id="suche-nach-dem-übeltäter"&gt;Suche nach dem Übeltäter&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Zuerst habe ich die Spindel überprüft. Keine Überhitzung, immer noch fest an der Portalfräse eingespannt, kein Lagerspiel, Schaftfräser sicher befestigt. Dann dachte ich: &amp;ldquo;Vielleicht stimmt etwas mit dem Portal nicht? Kann ich es merklich verwinden?&amp;rdquo; Nein, das konnte ich nicht. Dann sah ich mir den Schaftfräser an.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-06-18_overload_endmill.jpg" alt="Image: dull carbide endmill after cutting HPL"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Es sah überhaupt nicht gut aus. Die Schnittkanten waren an den Stellen, an denen sie das Material berührt hatten, praktisch weg. Seltsam. Es war nagelneu als ich den Auftrag begann, und der lief nicht einmal 20 Minuten lang.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="analyseergebnisse"&gt;Analyseergebnisse&lt;/h2&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;Ich habe viel zu aggressive Schnittdaten verwendet.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Dadurch wurde der Motor der Oberfräse weit über seine Möglichkeiten hinaus betrieben.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Dies führte zu einem plötzlichen Abfall der Motordrehzahl.&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Dies wiederum führte zu einer erhöhten Spanbelastung meines Fräsers&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Da die Lager und die Befestigung des Fräsmotors am Portal &amp;ldquo;weich&amp;rdquo; sind, versuchte der Fräser, seiner Fräsbahn auszuweichen&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Dies hat mich wahrscheinlich vor dem Bruch des Fräsers bewahrt.&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;h2 id="verbesserungen"&gt;Verbesserungen&lt;/h2&gt;&#10;&lt;h3 id="neubewertung-der-schnittparameter-für-hochdrucklaminat"&gt;Neubewertung der Schnittparameter für Hochdrucklaminat&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe nochmal online recherchiert. HPL ist unglaublich hart und steif. Hier mal ein paar Werte zum Vergleich (Brinellhärte):&lt;/p&gt;&#10;&lt;ol&gt;&#10;&lt;li&gt;Buche: &lt;code&gt;~3.7N/mm²&lt;/code&gt; (&lt;a href="https://www.olivenholzprodukte.de/Holzhaerte-Tabelle-nach-Brinell" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Source&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;HPL: &lt;code&gt;~185N/mm²&lt;/code&gt; (&lt;a href="https://www.pro-hpl.org/assets/uploads/prohpl/files/200330_Technische_Kennziffern_und_physikalische_Eigenschaften_von_HPL.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Source&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;)&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;Baustahl ST70: &lt;code&gt;215N/mm²&lt;/code&gt; (&lt;a href="https://www.ingenieurkurse.de/baustofftechnik-1/stoffeigenschaften-im-bauwesen/mechanische-eigenschaften-von-baustoffen/oberflaechenhaerte/brinellhaerte.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Source&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;)&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ol&gt;&#10;&lt;p&gt;Des Weiteren fand ich einige Empfehlungen zur spanabhebenden Verarbeitung von HPL, z.B.: &amp;ldquo;Vollhartmetallfräser sollten eine Schnittgeschwindigkeit von bis zu &lt;a href="https://www.dekorplatten.de/sites/default/files/dateien/HPL-Verarbeitungshinweise.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;&lt;code&gt;150m/min&lt;/code&gt;&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&amp;rdquo; und &amp;ldquo;Diamantbeschichtungen aufweisen oder als Einschneider zur Bearbeitung von Aluminium ausgeführt sein&amp;rdquo;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="zwischenlösung"&gt;Zwischenlösung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-06-18_overload_corrected.jpg" alt="Image: dull carbide endmill after cutting HPL"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Um die Dinge zu korrigieren, habe ich alle Ausschnitte mit den Schlicht-Einstellungen in CAM erneut durchgeführt. Mit einem neuen Schaftfräser und weniger aggressiven Vorschubgeschwindigkeiten von &lt;code&gt;F2500mm/min&lt;/code&gt; und einer aktualisierten Tiefe pro Durchgang von &lt;code&gt;Z+1,5mm&lt;/code&gt;.&#10;Das Ergebnis sieht jetzt viel besser aus.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="optimierung-der-schnittdaten"&gt;Optimierung der Schnittdaten&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Dann berechnen wir schnell mal neue Schnittdaten aufgrund der oben gewonnenen Erkenntnisse. Ich wähle einen &lt;code&gt;4mm&lt;/code&gt; Einschneider (&lt;code&gt;z=1&lt;/code&gt;) mit Beschichtung zur besseren Wärmeabfuhr für Aluminium und lege die oben genannte Schnittgeschwindigkeit von &lt;code&gt;vc=150m/min&lt;/code&gt; für HPL zugrunde. Weiterhin wähle ich einen Zahnvorschub von &lt;code&gt;fTooth = 0,025mm&lt;/code&gt;, ähnlich wie beim Fräsen von Stahl.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Zieldrehzahl: &lt;/p&gt;&#10;$$n=\frac{v_c}{\pi d}=\frac{150000\frac{mm}{min}}{\pi \cdot 4mm}=12000\frac{1}{min}$$&lt;p&gt;Zielvorschub: &lt;/p&gt;&#10;$$F=n \cdot f_{Tooth} \cdot z = 12000\frac{1}{min} \cdot 0,025mm \cdot min \cdot 1= 300\frac{mm}{min}$$&lt;p&gt;Ich habe einen &lt;code&gt;4mm&lt;/code&gt;-Schaftfräser gewählt, weil das Drehmoment meines Fräsmotors bei sinkender Drehzahl überproportional abnimmt. Bei größerem Fräserdurchmesser würde dieser Effekt wahrscheinlich zu einer unzureichenden Schnittleistung führen. Spindeln mit einer Asynchronmaschine sind hier durch ihr konstant hohes Drehmoment im unteren Drehzahlbereich (bei Vektorsteuerung kann es sogar deutlich über dem Nennmoment des Motors liegen) ganz klar im Vorteil.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Der berechnete Vorschub kommt mir so langsam vor. Ich hoffe, dass sich das Material dadurch nicht so stark erhitzt, dass es delaminiert (laut Wikipedia schmilzt es nicht&amp;hellip;)&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Zur Information: &lt;a href="https://hobbyline.info/forum/index.php?thread/678-hpl-platten-fr%C3%A4sen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Hier ist der zugehörige Thread&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; in dem Forum, das ich regelmäßig besuche.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="weitere-tests"&gt;Weitere Tests&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-06-18_coated_new.jpg" alt="Image: new coated carbide endmill for aluminium"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Ich habe einige Teile mit oben angesprochenem Fräser und Einstellungen gefertigt. Um die Fertigungszeiten etwas im Zaum zu halten, habe ich die Werte leicht angepasst: &lt;code&gt;ftooth = 0.04mm&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;vc = 130m/min&lt;/code&gt;. Für den &lt;code&gt;4mm&lt;/code&gt; Fräser ergibt sich&lt;/p&gt;&#10;&lt;ul&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;S = 10300U/min&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;F = 410mm/min&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;Z+ = 3mm&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;li&gt;&lt;code&gt;vc = 1%&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;&#10;&lt;/ul&gt;&#10;&lt;p&gt;Dieser Schaftfräser lebte etwa 1 Stunde lang. Nicht lange genug. Das Schneiden mit einem solchen Fräser könnte nie wirtschaftlich werden. Das HPL, das ich verwende, hat zwei Materialeigenschaften, die Hartmetallfräser schnell zerstören: Erstens ist es abrasiv, sodass die dünne Schneide des Fräsers abgetragen und zerstört wird. Meines ist ganz besonders abrasiv, da es einen unheimlich hohen Faseranteil besitzt. Zweitens leiten die Späne die entstehende Wärme nicht gut von der Schneide ab, so dass ihre Schärfe noch schneller nachlässt. Hitze scheint das Kryptonit für Hartmetallfräser zu sein.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-06-18_coated_worn.jpg" alt="Image: coated carbide endmill for aluminium after 1h"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="endgültige-lösung"&gt;Endgültige Lösung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Eine wirtschaftlichere Lösung mit 40-facher (Herstellerangabe) Lebensdauer wäre ein Hartmetallfräser mit Diamantschneiden (z. B. wie &lt;a href="https://www.artifex24.de/JSO-5mm-Diamant-PKD-Nutschaftfraeser-Diatec-DUO-5x10/50mm-Z2-S6-rechts" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;dieser hier&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;). Der Nachteil ist, dass sie fast zehnmal so teuer sind. Wenn ich dieses Material in Zukunft öfter schneiden muss, kaufe ich vielleicht einen und teile meine Erfahrungen - in der Zwischenzeit lasse ich die Fräser lieber schärfen, um Geld zu sparen.&lt;/p&gt;&#10;</description></item><item><title>Mein Fräser 'kreischt'</title><link>https://blog.schallbert.de/my-endmill-screams/</link><pubDate>Mon, 06 Jun 2022</pubDate><author>Schallbert</author><guid>https://blog.schallbert.de/my-endmill-screams/</guid><description type="html">&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-03-06_endmill-thumb.jpg"&#10; class="post-cover"&#10; alt="Anfängerproblem mit CNC: Vorschub/Dehzahl"&#10; title="Mein Fräser &amp;#39;kreischt&amp;#39;" /&gt;&#10;&lt;h3 id="einordnung"&gt;Einordnung&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;figure class="media-frame media-frame--right"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-06-03_upcut_bit.jpg" alt="Image: a 2-flute upcut bit for wood"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;Ich arbeite gerade an meinem allerersten CNC-Fräsprojekt: Eine &amp;ldquo;Opferplatte&amp;rdquo; mit Schraubmuffen und T-Nuten für die Niederhalter, welche einen Anschlag für Werkstücke und eine Aufnahme für den Werkzeuglängensensor besitzt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auf der Oberfräse habe ich bis jetzt nur gerade genutete HSS-Fräser mit großen Durchmessern verwendet. Für die CNC kaufte ich nun 6-mm-Vollhartmetallfräser &amp;ldquo;Fischschwanz&amp;rdquo; mit zwei Schneiden und einer Arbeitslänge von &lt;code&gt;21mm&lt;/code&gt;. Und der klingt einfach furchtbar, ganz anders als ich es von der Oberfräse gewöhnt bin.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="die-verwirrung-des-anfängers"&gt;Die Verwirrung des Anfängers&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Mit diesem Fräser habe ich die vom Hersteller empfohlenen Vorschübe und Geschwindigkeiten für Hartholz auf meinem Werkstück aus mitteldichten Faserplatten eingehalten (Tiefe pro Durchgang: &lt;code&gt;6mm&lt;/code&gt;, Vorschub: &lt;code&gt;3500mm/min&lt;/code&gt;, Drehzahl: &lt;code&gt;24000U/min&lt;/code&gt;). Aber offensichtlich mache ich etwas falsch, denn beim Schneiden gibt es ein schrecklich lautes, unangenehmes schrilles und zischendes Geräusch.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich habe die Vorschubgeschwindigkeit allmählich erhöht, weil ich den Eindruck hatte, dass die Fräser wegen zu geringen Vorschubs so klingen. Ich landete bei &lt;code&gt;9100mm/min&lt;/code&gt; (!), wo es etwas besser war. Trotzdem ging dieses unangenehme Geräusch nicht weg.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2022-03-06_endmill_screams.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;Fräser &amp;#39;kreischt&amp;#39; beim Zerspanen von MDF&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="analyse"&gt;Analyse&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Nachdem die 15-minütige Arbeit beendet war, habe ich den Schaftfräser angefasst - die Spannuten sind so gut wie neu und der Fräser fühlt sich kaum warm an. Hmm. Auch der Fräsmotor klang nicht gestresst. Meine Schrittmotoren ließen die Maschine buchstäblich durch das MDF pflügen (reibungslos und ohne Probleme), ich musste sogar die Absaugung aufdrehen, um nicht im Staub zu ertrinken. Auch das Ergebnis sieht für mich gut aus; die Toleranzen sind eng und der Schnitt ist so sauber, wie ich es erwarte - viel besser als ich es von Hand hätte machen können.&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center"&gt;&#10; &lt;img src="https://blog.schallbert.de/assets/images/posts/2022-06-03_mdf_result.jpg" alt="Image: milling in MDF - spoilboard t-nut slots"&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;h3 id="offene-fragen"&gt;Offene Fragen&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Was mache ich also falsch? Ist dieses Geräusch &amp;ldquo;normal&amp;rdquo; für einen 2-Schneider mit so kleinem Durchmesser? Braucht MDF ganz andere Parameter als Hartholz, um leise zu schneiden, z.B. viel weniger Spindeldrehzahl? Muss ich in meinem CAM-Tool eine andere Frässtrategie wählen?&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diese Fragen stelle ich schnell mal im Forum.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="fragen-beantwortet"&gt;Fragen beantwortet&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;OK, ich habe eine Antwort vom &lt;a href="https://hobbyline.info/forum/index.php?thread/620-mein-fr%C3%A4ser-kreischt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="external-link"&gt;Hersteller des Bits&lt;span class="external-link-icon" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. Dieses Geräusch ist normal für Schaftfräser, die auf das Schneiden von Holz spezialisiert sind. Nun denn. Wahrscheinlich sollte ich ein Gehäuse für meine Maschine bauen und ein paar sehr gute Ohrstöpsel kaufen. 😬 Nach ein paar Gesprächen mit einem weiteren Werkzeughersteller bestätigt sich diese Aussage nochmal:&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&amp;ldquo;Zweischneider sind immer lauter als gleichgroße Ein- oder Dreischneider. Ihre im 180°-Winkel gegenüberliegenden Flanken sorgen durch die im Wechsel im Eingriff befindlichen Schneiden für zusätzliche Schwingungen des Fräsers. Dafür bieten sie ein besseres Verschleißverhalten als Einschneider und ermöglichen eine bessere Spanabfuhr als Dreischneider.&amp;rdquo;&lt;/p&gt;&#10;&lt;h3 id="vergleich-gleiches-material-anderer-fräser"&gt;Vergleich: Gleiches Material, anderer Fräser&lt;/h3&gt;&#10;&lt;p&gt;Hier ist ein Vergleichsvideo um zu beurteilen, wie unterschiedlich Fräser in demselben Material klingen können:&#10;&lt;code&gt;14mm 3-Schneider&lt;/code&gt; Planfräser, &lt;code&gt;10mm Schaft, S5500, F7100, Z0.3, Fxy 90%&lt;/code&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;figure class="media-frame media-frame--center media-frame--video"&gt;&#10; &lt;div class="media-video"&gt;&lt;video controls&gt;&#10; &lt;source src="https://blog.schallbert.de/assets/video/posts/2022-03-06_leveling.mp4" type="video/mp4"&gt;&#10; Your browser does not support the video tag.&#10; &lt;/video&gt;&lt;/div&gt;&#10; &lt;figcaption class="media-caption"&gt;&#10; &lt;span class="caption-text"&gt;14mm Planfräser nivelliert in aller Ruhe meine Opferplatte.&lt;/span&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&#10;&lt;p&gt;Zum Testen habe ich in meinem CAM-Werkzeug eine Spiralstrategie verwendet, die 50% mehr Zeit benötigt als die typischen &amp;ldquo;Rasenmäher&amp;rdquo;-Strategien. Auf diese Weise gibt es keine sichtbaren Fräsbahnen im fertigen Material.&lt;/p&gt;&#10;&lt;aside class="update-box update-box--note" role="note"&gt;&#10; &lt;span class="update-box__icon" aria-hidden="true"&gt;&#10; ℹ️&#10; &lt;/span&gt;&#10;&#10; &lt;div class="update-box__body"&gt;&#10; &lt;div class="update-box__heading"&gt;&#10; &lt;strong class="update-box__title"&gt;&#10; &#10; Erfahrungswerte Holzfräser&#10; &#10; &lt;/strong&gt;&#10;&#10; &lt;time datetime="2024-04-04T00:00:00Z"&gt;&#10; 04. Apr. 2024&#10; &lt;/time&gt;&#10; &#10; &lt;/div&gt;&#10;&#10; &#10; &lt;div class="update-box__content"&gt;&#10; Nach etwa zwei Jahren Betrieb mit diesen Holzfräsern kann ich sagen, dass sie robust laufen und lange halten. Hier ist mehr Vorschub und mehr Tiefenzustellung besser, als zu behutsam vorzugehen (&lt;code&gt;F4000 S24000 Z+12mm&lt;/code&gt; ist in Birke Multiplex auf meiner Maschine durchaus drin). Und die Fräser sind im Gegenlauf deutlich leiser als im Gleichlauf.&#10; &lt;/div&gt;&#10; &#10; &lt;/div&gt;&#10;&lt;/aside&gt;&#10;</description></item></channel></rss>